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Tja, wir beschäftigen uns noch einmal
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hier mit Schopenhauer.
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Das ist ja ein Philosoph aus dem 19.
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Jahrhundert, zu dem wir uns doch recht
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kritisch geäußert haben und jetzt sehen
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wir doch die Notwendigkeit ihn zumindest
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bei uns zu rehabilitieren. Das heißt
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auch das Positive bei ihm zu entdecken
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und ihn sogar in eine Beziehung zu Gohe
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zu stellen. Und zwar geht es um die
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Frage des Mitleids, eine ganz wichtige
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menschliche Eigenschaft mit dem anderen
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mitzufühlen. Das verändert natürlich
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auch das Verhalten in der Gesellschaft.
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Ist von daher sehr wichtig. Und
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Schuppenhauer behauptet, das sei eine
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natürliche Gabe in uns Menschen. Gote
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stimmt ihm durchaus auch zu und dann am
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Ende wird es darum gehen, dass äh man
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darauf achten sollte, dass diese
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natürliche Gabe nicht abtrainiert wird
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durch ganz verschiedene Vorgänge, die
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man dann entsprechend sich mal genauer
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anschauen müsste. Das ganze hier bei uns
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ist ein Beispiel für die Kooperation von
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Mensch und KI. Wir haben mit Notebook LM
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viel zusammengearbeitet und auch mit
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Google Gemini, aber am Ende ist das
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immer unser Impuls gewesen im Sinne der
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Spirale. Das heißt, wir haben gefragt,
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wir sind eingegangen auf und wir haben
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uns nur dann unterstützen lassen, so wie
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man das hier auf diesem Bild auch sieht
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vor einem Denkmal, es könnte
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Schubenhauer sein. Ja, wir haben das
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hier mal in zehn Felder eingeteilt, die
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wir kurz vorstellen werden.
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Ausgangspunkt hier oben, das ist das
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Problem dieser 30 Sekunden, die man
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einen anderen Menschen sieht. Und schon
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hat man eine erste Vorstellung.
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Häufig sind das Vorurteile
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überhaupt nichts Schlimmes, aber sie
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müssen natürlich durch bessere Urteile
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ersetzt werden, damit nicht jemand einen
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Image hat, das dauerhaft an ihn haftet
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und ihn auch belastet, obwohl er es gar
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nicht verdient. Das wäre also der
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Ausgangspunkt, der uns hier auch ein
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bisschen leitet. Und so ist es uns
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gegangen eben auch bei Schubenhauer. Der
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hatte bei uns einen Image, das kann man
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überall auch nachlesen, dass viele Leute
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an ihm kritisieren, dass er das Leben
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nur als Zirkel des Leidens sieht. Ein
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ganz großer Pessimismus ist bei ihm zu
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finden. Und wenn mal eine Pause im
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Leiden ist, dann ist das allenfalls
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relatives Glück. Wenn man sich dafür
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interessiert, kann man sich auch noch
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mit seiner Einstellung zu Frauen
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beschäftigen, die aus heutiger Sicht
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besonders unerfreulich sind, aber auch
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früher natürlich schon grenzwertig war.
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Über die Weiber, über die Frauen hat er
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sich geäußert und unter anderem auch
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ihnen dann so Schuld daran gegeben, dass
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das Leben ja durch Sexualität ständig
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fortgesetzt wird, obwohl es sich ja
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eigentlich gar nicht lohnt und keinen
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Sinn macht. Das also sind diese ganzen
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negativen Vorstellungen, die man mit
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Schrubenhauer verbinden kann. Dann
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kommen wir jetzt mal zur Rehabilitation.
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Wir haben in einem anderen Video, auf
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das wir verweisen werden, ausführlich
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dargestellt, was uns überrascht hat bei
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Schopenhauer. Er hat nämlich [räuspern]
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eine Preisschrift abgegeben und dort hat
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er die These vertreten: Mitleid ist ein
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ethisches Urphänomen. Das ist also im
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Menschen drin und zwar dadurch, dass da
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die Schranke aufgehoben wird zwischen
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dem Ich und dem nicht Ich, das heißt dem
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er hatte auch Bezüge hergestellt zu der
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indischen Kultur, wo es so eine Formel
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gibt, die wir natürlich nicht jetzt
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richtig hier vorlesen können. Hat Tam as
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damit ist gemeint auf jeden Fall dies
3:52
bist du. Das heißt dein Gegenüber, das
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bist du eigentlich auch selbst. Und
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Schuppenhauer ging sogar s weit, was uns
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sehr sympathisch ist, dass er Mitgefühl
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mit Tieren zeigte. Was wir nicht
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überprüft haben im Einzelnen ist äh das
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kann man im Religionsunterricht mal
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diskutieren, wie das Christentum denn zu
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Tieren steht, ob Tiere dort auch
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natürliche Rechte haben oder eher nicht.
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Das ist also eher ein Rechercheimpuls
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und keine Feststellung von uns. Ja, und
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jetzt äh kam dann bei uns ein etwas, was
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wir immer als Synapsensprung bezeichnen.
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Das heißt, irgendetwas, was wir im
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Gedächtnis haben, das ist dann
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hochgekommen und wir haben es eine
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Beziehung gesetzt zu dem, was wir da
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eben hatten. Hier haben wir Schopenhauer
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und jetzt haben wir plötzlich Göte. Und
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was die beiden verbindet, ist etwas,
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womit auch die KI arbeitet, nämlich ein
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Muster. Und das Muster ist nämlich, dass
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äh bei Gote im Gedicht Göttliche, wo er
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das ganz deutlich hervorhebt,
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gucken, das ist hier hingekommen. Okay,
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so das Schicksal ist rücksichtslos. Gute
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und schlechte werden in gleicher Weise
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von schweren Krankheiten, Unfällen
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getroffen. Wir sehen keine Götter mehr.
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Aber Göte formulierte das so: "In uns
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ist etwas Göttliches." Das heißt, das
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Gute, was man sich von Göttern
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vielleicht erhoffen kann im Sinne von
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edel, hilfreich und gut, das können wir
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zumindest verwirklichen. Und da sehen
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wir eine ganz große Gemeinsamkeit
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zwischen dem, was wir eben bei
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Schopenhauer entwickelt hat, der in dem
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anderen eben ein Wesen sieht, das ihm
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gleich ist, für das er Mitgefühl
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empfindet. Und das kann man natürlich
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mit Götes Appell edel hilfreich und gut
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zu sein verbinden. Interessant ist, dass
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die aktuelle Hirnforschung
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das jetzt durchaus bestätigt äh hat. Und
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zwar gibt es in unserem Gehirn, wir
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geben das hier nur so weiter, wie wir
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das von Nordburg LMS haben erklären
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lassen, Spiegelneuronen, das heißt
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Zellen, die etwas zurückspiegeln,
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was wir sehen. Wir sehen das Leiden des
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anderen. Das würde ja genau dem Mitleid
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von Schuppenhauer und dem, was Goth zu
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den Mitmenschen sagt, entsprechend auch
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Das heißt, plötzlich spürt man den
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Unfall des anderen, die Krankheit. Das
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macht etwas mit einem selbst. Und schon
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Lessing hat ja im 18. Jahrhundert vor
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Göte darauf hingewiesen ein wichtiger
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Begriff aus der antiken
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Theatervorstellung Furcht ist das auf
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uns selbst bezogene Mitleid, dass uns
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das auch passieren könnte. Wir haben
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dann natürlich gleich wieder eine
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kritische Frage gestellt.
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Warum verlassen dann viele Leute das
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Theater ohne erschüttert zu sein? Und
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wir haben als Antwort dann bekommen, das
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Gehirn der Menschen weiß, dass der
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Schauspieler eben nicht auf der Bühne
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gestorben ist. Das ist der Unterschied
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zu dem realen Unfall. Und heute sind
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dementsprechend die Leute
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medienkritischer als zurzeit Lessings.
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Lessing und Schiller auch vor allen
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Dingen seiner Theatertheorie, die
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glaubten noch daran, dass man da voll
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mitgeht mit dem, was auf der Göte auf
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der auf der Bühne passiert und das ist
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heute natürlich durchaus anders. Wir
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verweisen an dieser Stelle auf eine sehr
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interessante Kurzgeschichte, die uns
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eingefallen ist, nämlich die ist von
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Kurt Marti, heißt Happy End und wir
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werden sie auch verlinken.
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Wir haben auch ein Video dazu gemacht
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und da ist das eben so, dass eine Frau
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hier äh ganz unter dem Einfluss, dem
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Eindruck eines Films, ein Liebesfilm,
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den sie da gesehen hat, ganz unter dem
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Einfluss, sie vergießt Tränen und ihr
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Mann, das wird auf eine ziemlich
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schlimme Art und Weise dann dargestellt,
8:00
der hat die harte brutale Gegenposition,
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was holzt darum und ähnliche
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Formulierung muss die Frau sich anhören.
8:08
Er hat sich auf diesen Film nicht
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wirklich eingelassen. Das heißt, er
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entspricht natürlich den Leuten, während
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eigentlich noch eher dem,
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Lessing eben auch formuliert hat. Ja,
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kommen wir jetzt zu dem, was man diesem
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Video und den Überlegungen entnehmen
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kann. Das ist einmal hier der Punkt 8,
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also das allgemeine Fazit.
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ähm, dass man immer bereit sein sollte,
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wie wir das hier auch gemacht haben. Man
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soll seine vorläufigen Urteile
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überprüfen. Wir hatten ein sehr
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negatives Bild von Schopenhauer. Das ist
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jetzt deutlich anders geworden. Das wäre
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das allgemeine Fazit. Es gibt dann ein
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spezielles Fazit. Offensichtlich gibt es
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im Menschen natürliches Mitleid als
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Voraussetzung für gutes Miteinander und
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das kann man in dieser Welt ja nun
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wirklich gebrauchen. Und jetzt kommen
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wir zu etwas, was wir nicht weiter
9:08
vertiefen werden, aber so wie es
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Kampfhunde gibt und das sind dann keine
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Hunde mehr, mit denen man auch problem
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mit den Kindern zusammen spielen kann,
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sondern das sind abgerichtete Tiere äh
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die gegen ihre eigene Natur, soweit wie
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wir das verstehen. Und das geht
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natürlich bei Menschen auch und man weiß
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natürlich, dass es bestimmte Situationen
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gibt, z.B. Militär oder so, wo das also
9:33
dann auch natürlich abtrainiert werden
9:36
muss, wenn wir das richtig sehen. Äh,
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sonst könnte man gar nicht auf andere
9:40
Menschen schießen. Also, das ist ein
9:43
Punkt, über den jeder selbst mal
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nachdenken sollte. Äh, darüber kann man
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gut diskutieren. Für uns viel wichtiger
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ist der Appell ganz im Sinne Götes, das
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Gute, was offensichtlich in uns
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vorhanden ist, stärken und sich
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ausbreiten lassen, um auf diese Art und
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Weise einer Welt, die vom Schicksal
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geprägt ist, doch etwas positives,
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kleine Oasen zumindest bilden zu können.
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Wie immer legen wir die Dokumentation
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hier entsprechend auf dieser Seite ab.
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Dort werden Korrekturen, Ergänzungen,
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Antworten auf Fragen und wir werden hier
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am Ende natürlich einen Button
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einrichten, damit man das auch leicht
10:24
anklicken kann. Auf jeden Fall hoffen
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wir, dass wir deutlich gemacht haben,
10:28
wie wichtig es ist, die eigenen
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dann im Laufe der Zeit zu besseren
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Urteilen auszubilden
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und dass wir eben wissen, dass in uns
10:40
eigentlich Gutes ist, wie Mitgefühl. Und
10:43
ähm wir sollten darauf achten, dass das
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nicht durch plötzlichen Zorn z.B.
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überdeckt wird und andere Dinge, die
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ebenfalls eine Rolle spielen können,
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denn wir haben sicherlich alle ein
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Interesse daran, dass unsere Umgebung
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direkt und die Welt insgesamt ein
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Stückchen besser wird. Und wir wünschen
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dabei viel Erfolg. M.