Schaubild falsch oder unvollkommen? Eine Chance für echtes Lernen - Beispiel: Andri in "Andorra"
Jan 20, 2026
In diesem Video zeigen wir, wie ein schnell erstelltes Schaubild zur Entwicklung der Hauptfigur in Max Frischs Parabelstück "Andorra" gerade in seinen Mängeln eine echte Chance für guten Unterricht darstellt.
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Denn normalerweise sind Schaubilder Auszüge aus Schulbüchern oder Unterrichtsergebnisse, die man nachvollzieht und dann irgendwie bei sich ablegt.
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Am besten sind natürlich selbst erstellte Schaubilder. Aber in der Regel ist eine Kombination von Vorlage und Weiterentwicklung die einfachere Variante.
Expertenwissen fließt ein und erleichtert das Weiterdenken - und die Lernenden können selbst noch etwas korrigieren oder hinzufügen.
Die Dokumentation ist hier zu finden:
https://textaussage.de/frisch-andorra-bildnisproblematik-kritik-und-weiterentwicklung-eines-schaubildes
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Heute geht es mal um etwas besonderes
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wieder und zwar geht es um Mängel. Das
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ist erstmal nicht so schön in einem
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Schaubild z.B. Aber wir werden zeigen,
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dass genau da die Chance für echtes
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Lernen liegt, denn jede Idee hat auf
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jeden Fall schon mal ihren Wert
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und fehlendes oder sogar Fehler sind
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eine Chance für Nachwuchsdetektive
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und gemeint sind damit die Lernenden in
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der Schule und die freuen sich
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wahrscheinlich, wenn sie mal die Chance
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bekommen, auch etwas von realen oder
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angeblichen Expertenstand
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dann doch noch nicht ganz so vollkommen
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ist, wie man das normalerweise bei
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Schulbüchern animmt und wir werden das
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hier gleich an zwei Bildern zeigen, die
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zusammen ein Schaubild ergeben. Dann
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wollen wir erstmal ein bisschen
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Interesse wecken und wir beginnen mit
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einem berühmten Satz eines Philosophen.
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Es gibt kein richtiges Leben im
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Falschen. Keine Sorge, da wollen wir gar
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nicht genauer drauf eingehen, obwohl das
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interessant und anregend ist, aber im
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wirklichen Leben sieht das wohl ein
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bisschen differenzierter aus. Die
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Lebenserfahrung sagt uns das durchaus,
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dass es nicht nur schwarz und weiß gibt.
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Jetzt wollen wir etwas weitergehen. Wir
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nehmen diesen Satz nur als Ausgangspunkt
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für einen eigenen. Auch ein falsches
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oder unvollkommenes Schaubild kann etwas
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Wahres enthalten und sogar sehr viel.
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Und das wollen wir einem Beispiel
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zeigen, nämlich an dem Theaterstück
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Andorra. Darauf gehen wir aber nur kurz
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ein, soweit wir das hier brauchen. Von
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Max Frisch ist das. Und da steht ein
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junger Mann, ein Junge namens Andrej ist
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da eigentlich die Hauptfigur, der von
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seinem Vater als gerettetes jüdisches
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Kind den Einwohnern von Andorra, das ist
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ein fiktiver Staat, äh präsentiert wird.
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Max Risch benutzt da eine sogenannte
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Parabel. Das heißt, er denkt sich eine
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bestimmte Welt aus und zeigt darin
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etwas. was wir gleich sehen werden. Ja,
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in Wirklichkeit
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ist äh dieser Andre sein unehlicher Sohn
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im Nachbarland. Das sind die Schwarzen,
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die können Juden überhaupt nicht leiden.
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Und da hat er eine Beziehung zu einer
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Frau gehabt äh und musste dann das Land
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verlassen und hat dann diesen Sohn
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mitgenommen, um ihn dort nicht der
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Gefahr der Verfolgung auszusetzen. Das
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ist natürlich erstmal positiv, aber es
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stimmte einfach nicht. Er wollte nur die
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Herkunft, die unehliche Herkunft. Damals
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in den 50er Jahren, als das Stück
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entstand, war das noch ein Problem. Und
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Max Frisch nutzt das Ganze, weil ihm
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immer etwas wichtig gewesen ist. Du
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sollst dir kein Bildnis machen, das
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heißt keine feste Vorstellung von etwas,
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denn erstens müssen diese Vorstellungen
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nicht stimmen und zweitens, wie wir
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sehen werden, sind sie da anschließend
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kaum noch zu ändern. Und bei dem Jungen
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ist das jetzt so, dass er wieder Willen
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in einer Umgebung von Andor, da gibt es
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auch eine ganze Menge antisemitische
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Vorurteile und diese schwarzen aus dem
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Nachbarland stehen sowieso fast vor der
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Tür mit ihrer starken Armee. Das ist ja
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schon mal ganz gut, wenn man solche
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Ideen von denen auch aufnimmt und auch
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ein bisschen Judenfeindschaft zeigt.
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Schlimm genug, aber es ist nun mal so
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dort. Das heißt, er nimmt schließlich
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diese Existenz als ähm Jude da einfach
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an. Sein Vater rückt dann später mit der
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Wahrheit heraus, als er sieht, wie
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gefährlich das ist, dass die Schwarzen
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da ins Land strömen und die Juden
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bedrohen, merkt er, dass sein Sohn ja
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hier gefährdet ist und er will ihn
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retten. Aber es ist zu spät. Andrej ist
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nicht mehr bereit, seine mühsam
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erkämpfte Vorstellung von sich selbst
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noch einmal zu ändern.
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Denn alles in ihm sprach dafür, ich will
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genauso sein wie die anderen und das ja
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normalerweise das Bedürfnis aller
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Menschen und das wird ihm hier verwrt
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durch das was sein Vater sich da
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ausgedacht hat. So und das war
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eigentlich der Ausgangspunkt für dieses
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Video. Wir haben mal wieder überlegt,
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wie kann man diese Geschichte jetzt in
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ein Schaubild packen, was die
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entscheidenden Dinge angeht. Schließlich
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hatten wir eins, waren entsprechend
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froh, bis wir dann später erst gemerkt
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haben, dass einiges doch noch nicht ganz
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so gut war und das war dann der
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eigentliche Grund für dieses Video.
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Schauen uns das mal an. Hier zeigen wir
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also nun die Idee für ein
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Doppelschaubild für die erste Phase und
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die zweite Phase. In der ersten Phase
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haben wir hier in der Mitte das hier
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soll Andrej sein. Da ist sein Vater. Und
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sein Vater, da müsste noch ein Pfeil
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natürlich auch in diese Richtung gehen,
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beeinflusst ihn genauso wie die ganzen
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anderen Leute, die vier hierumstehenden,
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ähm, dass er eben ein Judenkind ist,
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dass er der Vater gerettet hat. Und bei
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dem äh Andre haben wir das jetzt so
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gemacht, dass wir innen gezeigt haben,
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der ist eigentlich genauso wie alle
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anderen Andoraner. Es geht ja gar nicht
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um Rassen oder so etwas, sondern um
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Vorurteile eben. Aber er nimmt dann
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diese Vorurteile, diese Identität, die
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sein Vater sich für ihn ausgedacht hat,
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die nimmt er schließlich an. Und das ist
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dieser äußere Rahmen, der sich hier
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zeigt.
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Und hier rechts äh werden wir nachher
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sehen, dass da ein kleiner Fehler ist.
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Und einige, die die das Theaterstück
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schon kennen, werden es wahrscheinlich
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gleich erkennen, aber wir lassen das
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jetzt erstmal so. Hier haben wir
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dieselbe Situation noch mal, nur dass
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jetzt entsprechend, ne, der Vater
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versucht das in eine andere Richtung zu
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drehen. Das heißt also überall sagt er,
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nein, das stimmt überhaupt nicht und so
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weiter. Und dann kamen wir auf die tolle
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Idee, dass alle jetzt eben grün werden
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und wir werden gleich sehen, dass das
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natürlich nicht stimmte. Und das ist so
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äh ein erster Mangel natürlich dieser
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beiden Schaubilder. Man hätte ja
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deutlich machen müssen, dass nur der
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Vater jetzt den Sohn beeinflussen will,
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aber der Vater bleibt nicht der Vater,
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der Sohn bleibt bei seiner Meinung. Ich
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habe mich jetzt hier für das für den
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Juden entschieden. Ich bin ein Jud, ich
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habe mich dran gewöhnt, ich will das
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auch bleiben. Und die anderen, wie
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gesagt, ähm sind natürlich nicht bereit,
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ne, dieser Veränderung, die sie gar
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nicht nachvollziehen können. Denken sie
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ist nur aus Angst, weil die Schwarzen
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vor den Toren stehen. Wird sein Sohn
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jetzt umetikettiert oder so. Äh, das ist
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wie gesagt hier ein Fehler. Wir werden
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gleich zeigen, dass das natürlich auch
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Vorteile hat, denn die Aufgabe ist hier
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prüfe in diesem ersten Bereich hier so
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prüfe, was dieses Bild gut deutlich
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macht, nämlich die Konstellation hier.
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Achte auch auf Lücken in der Darstellung
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und wir werden nachher zeigen, dass hier
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eine Lücke ist und vielleicht kommt auch
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jemand schon drauf. Und hier ist
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dieselbe Aufgabe, ne? Und hier haben wir
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schon darauf hingewiesen, dass hier
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sogar ein Fehler ist, was das Verhalten
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dieser anderen vier Figuren da, die für
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ganz Andorer stehen, da eben ähm
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darstellt.
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Im Normalfall ist es ja so, dass
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Schaubilder präsentiert werden und wenn
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man sie dann verstanden hat, dann ist
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das Unterrichtsziel erreicht.
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Das Problem dabei ist immer nur ein
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Schaubild, was man nicht selbst erstellt
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hat, ne? Das bleibt einem ein bisschen
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fremd und darum ist es gut, wenn man äh
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an einem solchen Schaubild zumindest
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noch ein bisschen weiter arbeitet, dann
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vertieft man sich viel mehr hinein und
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kommt auch noch auf eigene Ideen. Auf
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jeden Fall, das hat ja schön deutlich
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gemacht, dass Andrej zunächst nur mühsam
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seine angeblich jüdische Identität
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annehmen will und als man ihm eine
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andere nahebringen will, geht das nicht
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mehr. Das haben wir eben dargestellt,
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wenn man Freude an Fachbegriffen hat.
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Auch das wird ja immer wieder äh
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gewünscht, dass man mal auch Begriffe
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kennenlernt, mit denen man ein bisschen,
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na ja, auch zeigen kann, wie gebildet
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man schon ist. Man nennt das in der
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Psychologie Internalisierung.
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Das ist der Moment, wo eine fremde
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Meinung über einen zur eigenen Meinung,
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du hast do keine Ahnung von irgendetwas
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oder wow, das kannst du gut, ne? Das
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wiederum kann motivieren. Und darum ihr
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unser Appell wie immer aus der Schule
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auch etwas mitzunehmen für sich. Es
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lohnt sich sicher auch mal selbst zu
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schauen, wo man zu schnell und zu
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intensiv die Meinung eines anderen zu
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seiner eigenen macht. Auch wenn jemand
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sagt, boah, du kannst doch total gut das
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und das machen, aber das stimmt
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eigentlich gar nicht, dann schlägt man
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möglicherweise einen falschen Weg ein,
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was auch nicht so gut ist. Und wir
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bleiben dabei eben, dass auch in einem
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falschen oder zumindest unvollkommenen
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Schaubild etwas richtiges stecken kann,
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nämlich die Aufgabe oben schon
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formuliert Fehler und Lücken zu finden
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und das eventuell zu optimieren. Dann
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nämlich hat man ein Schaubild viel
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stärker in sich selbst aufgenommen, als
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wenn man es nur nachvollzieht.
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Auf den Fehler hatten wir schon
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hingewiesen. Jetzt ist die spannende
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Frage, wo ist die Lücke? Vielleicht hat
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der ein oder andere das schon heraus
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bekommen und zwar eine Lehrkraft, die
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hatte nicht viel Zeit und hat diese
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beiden Schaubilder dann schnell mal in 5
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Minuten dann hergestellt für Schüler.
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Das ist ja immer hier unser Ansatz hier
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oben bei unserem guten Freiste sitzt an
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der Bushaltestelle Bus vorbei
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weggefahren. Man hat ein bisschen Zeit
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und schon kommt man auf eine Idee und
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wir müssen jetzt das richtige Schaubild
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wiederfinden. Genau. Wo ist die Lücke?
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nämlich der entscheidende Punkt ist, wir
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haben hier eine wichtige Figur
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vergessen, nämlich den Pater. Der hat ja
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in Phase 1 geglaubt, er könnte dem Andre
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helfen, seine angebliche jüdische
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Identität anzunehmen, statt sie zu
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hinterfragen.
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Hier sollte natürlich unterschieden
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werden, ne? Beim Pater ist es durchaus
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eine gute Absicht, wenn auch ein
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bisschen fehlgeleitet. besser wäre
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gewesen, äh doch mal zu gucken, was ist
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mit dem Jungen wirklich los im
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Unterschied zu den Vorurteilen der
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Andoraner. Man denke etwa bei an den
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Tischler, ne, äh der da die viel bessere
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Arbeit von äh Andre da gar nicht
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durchgehen lässt, sondern dem Gesellen
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die Chance gibt, da sich da hervorzutun
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mit einem schlechteren Stuhl. So ja
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wohl. Und ähm hier könnte man darum
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natürlich ähm oberhalb des Vaters hier
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den Pater noch einbauen. Wir haben extra
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hier den Vater hier runtergezogen und
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hier könnte man eben, wenn das jetzt
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hier klappt, den Pater einbeziehen, der
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gewissermaßen die äh Meinung, das was
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der Vater behauptet und denkt, an den
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Sohn heranzutragen mit seiner
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kirchlichen Autorität. Dann noch ein
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Nachteil. Wir haben das schon gesagt,
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ähm dass äh in der ersten Phase auch das
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kann man als Lücke bezeichnen. Ganz viel
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Anpassungsbereitschaft zeigt der Andre.
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Eigentlich ist er ein ganz normaler
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Andoraner, nicht wegen Rasse oder so
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etwas, sondern weil er einfach da
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hineineboren ist, dort hinein gehört und
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ähm das sieht man in den Berufswunsch
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Tischler eben. Interesse an Fußball,
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auch Heiratswunsch. Er will da ganz
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normal eine Existenz auch in Richtung
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Familie für sich aufbauen.
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Ja. kommen zu dieser Seite. Das kann man
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relativ kurz abhandeln, denn ähm dass
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wir die Bürger Andoras da in ihrer
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Haltung falsch äh eingeordnet hatten,
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das hatten wir hier schon erwähnt.
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Und ähm mit dem Pater, das hatten wir
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auch schon jetzt angesprochen, äh auch
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darauf hingewiesen, dass er hinterher
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seine Meinung verändert und dann
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wiederum den Vater unterstützt. Auch das
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könnte man natürlich in dem Schaubild
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entsprechend auf ähnliche Art und Weise
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einbauen. Und dann ganz kurz zum
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Schluss, die Parabel endet dann
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tragisch. Andre riskiert nicht nur sein
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Leben durch seine Haltung, Jode bleiben
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zu wollen, als die Feinde Andor
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übernehmen. Er verliert sein Leben auch
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in einer schauerlichen Judenschau, wo
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alle darumlaufen müssen. Und wer da den
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falsche Haltung hier einnimmt oder am
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falschen Gang sich zu erkennen ist, der
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wird letztlich dann umgebracht. Äh und
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soweit geht also hier wirklich die
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Einbildung bei der Gestaltung eines
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Bildnis. Das wird natürlich von
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Frischter sehr deutlich gemacht.
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Kommen wir jetzt zum Fazit. Ein
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doppeltes Fazit. Erstmal äh eine
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Angelegenheit hier der Textsorte. Das
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Stück ist eine Parabel. Das heißt eine
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konstruierte Geschichte, die auf einen
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Punkt hinausläuft, nämlich eine
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Wahrheit, dass Identität auch fremd
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bestimmt sein kann und dass es schwer
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ist, sie nachträglich in veränderter
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Form anzunehmen. Und der zweite Punkt,
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der ist methodisch vor allen Dingen für
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uns interessant, auch ein
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unvollständiges und teilweise falsches
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Doppelschaubild
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hatte zumindest schon mal eine richtige
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Idee. Und wer jemals ein Schaubild
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selbst erstellen musste, der weiß, das
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Schwierigste ist, die Grundidee erstmal
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zu entwickeln. Alles andere kann man
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dann im Laufe der Zeit anpassen. Und
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hier ging es ja um die Figuren und die
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Farben und die Pfeile natürlich auch und
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das Unvollkommene und das im Detail auch
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falsche, das ist dann eine Chance für
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Highlevel Learning, denn da müssen die
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Schüllies nicht einfach nur Sachen zur
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Kenntnis nehmen und dann sich irgendwie
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in den Kopf hauen. Äh dann die Lehrkraft
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hilft dann so ein bisschen da und so
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weiter. ist aber alles nachvollzogen und
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eigentlich nicht sich selbst
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anverwandelt. Das ist nicht etwas, was
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man selbst für sich geschaffen hat. Und
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äh das ist etwas ganz anderes, wenn man
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die Fehler andere erkennt und dann vor
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allen Dingen in Schulbüchern sogar oder
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von Leuten, die eigentlich Ahnung haben,
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äh das kann man sich grundsätzlich
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merken, dass auch da nicht alles
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Wahrheit sein muss. Und auch selbst die
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Geschichte der Wissenschaften ist eine
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der in Fragestellung. Immer wieder haben
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Leute auch andere Dinge dann in den
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Mittelpunkt gestellt und Dinge umgekehrt
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bis hin zur totalen Korrektur oder eben
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auch der Weiterentwicklung. Und warum
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sollen Lernende in der Schule sich nicht
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auch schon daran beteiligen? Und was das
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Schaubild äh angeht, äh haben wir hier
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erstens oben natürlich schon wie gesagt
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den Pater hier eingefügt und hier auch
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noch mal den Partner. Bei dem Patter
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kann man unter Umständen dann auch sogar
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noch zeigen, dass das nicht
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funktioniert. Er stößt an eine Grenze,
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beim ersten Mal gelingt es ja so
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einigermaßen.
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Und dann haben wir noch einen weiteren
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Punkt hinzugefügt. natürlich, dass er
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insgesamt auch wird Andre zum Opfer und
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die anderen Leute könnte man auch noch
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aufnehmen, dass sie sich hier natürlich
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an der Vernichtung äh zumindest von der
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Tendenz her beteiligen. Und der letzte
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Punkt hier oben, den haben wir auch
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schon erwähnt, dass man am Beispiel der
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Tischlerei, des Fußballs und eben der
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Beziehung zu Bablin auch erkennen kann,
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wie sehr dieser Andrej eigentlich eine
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ganz normale Beziehung haben möchte. Wir
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haben im Wesentlichen hier diese Seite
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jetzt hier vorgestellt. Das merkt man ja
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auch in der Art und Weise, wie wir Dinge
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hier reinkopiert haben. Äh, das packen
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wir natürlich zu den Infos. Äh, zum
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natürlich hier oben auch ähm, wenn wir
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eine ähm ein einen Button da einfügen,
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dass man da einfach drauf klicken muss
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und dort Korrekturen, Ergänzungen,
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Beantwortung von Fragen und wir hoffen
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natürlich, dass wir immer wieder auf
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neue Dinge kommen, die eben auch zeigen,
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was bei Schaubildern eigentlich so los
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ist. Und wir haben dann noch eine andere
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Idee, die wir demnächst in einem Schau
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in einem Video dann auch hier
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unterbringen werden. Auf jeden Fall
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wünschen wir viel Erfolg. Natürlich
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erstens bei der Entwicklung der
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richtigen Identität, ne? Man hört auf
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das, was andere sagen, aber man
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übernimmt es nicht einfach. Und
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hoffentlich wird im Unterricht demnächst
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auch mehr darauf geachtet, dass nicht
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alles gleich richtig ist, was
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präsentiert wird, sondern dass man eine
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Chance bekommt dazu selbst auch etwas zu
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sagen und das weiter zu entwickeln. Und
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dabei wünschen wir viel Erfolg.
#Discrimination & Identity Relations
#Human Rights & Liberties

