Frühling als Siegermacht? Greiffenbergs Barockgedicht „Gott-lobende Frühlings-Lust“ erklärt
Jan 30, 2026
Barock-Gedichte wirken oft wie unüberwindbare Wort-Berge. Doch hinter den sperrigen Begriffen von Catharina Regina von Greiffenberg steckt eine hochemotionale Geschichte: Der Frühling als gewaltiger Triumphzug, der den Winter (die "Leibeigenen") in die Flucht schlägt.
Was du in diesem Video lernst:
Struktur-Check: Wie du das Sonett in weniger als 5 Minuten durchblickst.
Das Bilderrätsel: Warum Favonius die Pauken rührt und was das Saphir-Blau bedeutet.
Beyond the Book: Warum das Gedicht heute noch wichtig ist (Stichwort: Dein persönliches "Punctum").
Transfer-Idee: Wie du aus der barocken Vorlage ein eigenes Antwort-Gedicht oder einen Frühlings-Impuls 2026 machst.
Material & Hilfe: Das passende Arbeitsblatt mit allen Notizen und dem Schaubild findest du hier:
👉 https://textaussage.de/schnell-durchblicken-bei-catharina-regina-von-greiffenberg-gott-lobende-fruehlings-lust
Über diesen Kanal: Hier gibt es "Menschliche Intelligenz in Aktion" (MIA). Wir lassen die abstrakte Theorie hinter uns und schauen, was Literatur mit deinem echten Leben zu tun hat.
Um es mal konkret zu machen: "Jede KI kann dir das Reimschema nennen, aber nur bei uns erfährst du, warum der Asphalt im Frühling anders riecht. Hol dir den echten Durchblick!"
„Tipp für Eilige: Spring direkt zu 12:12, wenn du wissen willst, wie man so ein altes Gedicht für das eigene Leben (und sogar für Instagram oder das eigene Tagebuch) nutzen kann!“
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Ja, wir stellen uns mal wieder vor. Da
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sind zwei junge Menschen hier und die
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sollen ein Barockedicht sich mal
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anschauen. Sie haben das Glück, der Bus
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ist weg. Profi Freistein sitzt aber wie
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immer da und freut sich, wenn er
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jemanden helfen kann. Und es geht also
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um ein Barockedicht und zwar von einer
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Katharina Regina von Greifenberg. etwas
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ungewöhnlich, ja, dass eine Frau damals
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äh eben auch schon öffentlich äh eben
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etwas präsentieren konnte und typisch
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für die Zeit gott lobende Frühlingslust.
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Also zwei Dinge kommen zusammen. Gott,
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Frühling, aber Lob und Lust. Und wir
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haben uns zwei Ziele gesetzt. Das erste
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Ziel hier ist äh das Besondere, das
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Eigentümliche herauszubekommen.
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Und dann das zweite Ziel, was können wir
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heute mit so einem Gedicht anfangen? Ja,
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wie immer versuchen wir alles auf eine
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Seite zu bekommen. Das kann man dann gut
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ausdrucken, mitnehmen, noch mal drüber
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nachdenken und eigene Dinge auch
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entdecken. Fangen wir hier oben mit
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allgemeinen Dingen an. Das wird
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normalerweise ja hinzugefügt. Das heißt
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also hier 1662
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veröffentlicht. Wenn man überlegt, dass
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die Berockzeit von 1600 bis 1720
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dauerte, dann bekommt man schon mit, ne,
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dass das etwa so in der Mitte der
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Berockzeit ist aber auf jeden Fall nach
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dem schlimmen 30jährigen Krieg, der ja
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648 dann zu Ende ging. Dann die
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Vorerwartungen, die man natürlich
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eigentlich haben sollte. Ähm, da hat wir
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im Unterricht einiges besprochen, wenn
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man das in der Klausurwegen bekommt und
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sonst sagen wir eben mir kurz, was da
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entsprechend zu erwarten ist. Ähm, die
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Brocklibrück, da ist man stark religiös
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geprägt. Jenseitsorientierung.
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Das ist nicht so wichtig wie das Jenseit
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auf das man hinlebt. Eine strenge Form
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werden wir gleich sehen, eine besondere
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Form mit zwei sogenannten Quartetten,
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also zwei vierzeiligen Gedichten. Häufig
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wird dort die Situation erstmal
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dargestellt und dann zwei Terzette. Da
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erfolgt so eine Art Auswertung und wir
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können damit rechnen, dass starke Bilder
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präsentiert werden und eben etwas
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zwischen Todesangst und Lebenslust schon
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eine große Rolle spielen in dieser Zeit.
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Wir sind schon auf den Titel kurz
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eingegangen, den sollte man ernst nehmen
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und nicht vergessen. Gott lobende
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Frühlingslust. Da sieht man also Gott
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und Frühling wird sich ja herausstellen,
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dass man da fast keinen großen
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Unterschied macht. Äh und es ist Lob
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verbunden mit einem entsprechenden
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Gefühl der Lust, der Freude, das ist
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hier gemeint. Rechts kann man das im
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Einzeln dann noch genauer nachlesen. Wir
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versuchen das mal jetzt am Text
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aufzuweisen, damit der möglichst in
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seiner alten Sprache, die wir etwas
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modernisiert haben, was die
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Rechtschreibung angeht, äh gut heute
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noch versteht. Also, ach seht, ganz
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eindeutig eine Aufforderung. Dann sieht
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man hier
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Siegeprä. Gepräng heißt es prankt. Es
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sieht gut aus wie also ein Triumphzug
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ist das ganze des Höchsten. Da weiß man
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nicht so genau, ähm ist das jetzt der
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Frühling oder ist das oben schon Gott?
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Aber die Überschrift hat er schon
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deutlich gemacht, dass ähm hier der
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Frühling am besten gesehen werden kann.
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Als wäre eine Art Vertreter des äh des
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Gottes eben entsprechend.
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So, da haben wir noch einen kleinen
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Fehler hier. äh so die und so weiter. Da
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sieht man eben auch deutlich jetzt ähm
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hier der Frühling eben die Fahn der
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güldenen Sonnenfor vorträgt. Ja, ihm.
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Also, das scheint wohl doch äh eben hier
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äh Gott zu sein und damit auch hier der
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höchste wohl. Man sieht also, dass das
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Verständnis sich auch entwickelt, wenn
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man von Zeile zu Zeile vorgeht. Äh, dann
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haben wir hier dieses Phänomen, dass die
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Sonne hier wie eine Fahne eben in diesem
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Aufzug ist. Dann Favonius, das muss
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einem gesagt werden, das ist ein
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Westwind, äh der auch mit Pracht. Pracht
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passt natürlich hier oben. Auch sowas
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sollte man erkennen, hier zu Geprä
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herugt. Das ganze ist also wie ein
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militärischer Aufzug, wie die Römer es
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gemacht haben als Triumphzug da. äh und
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da hat er eben auch eine Rolle und das
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kann man sich vorstellen, so dass äh der
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vielleicht auch hin und wieder eben an
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irgendwas ranschlägt und klappert etwas
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und so weiter. Das kann man natürlich
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sich so vorstellen. Und dann gibt es da
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auch äh Trompeter, ne, die die süßesten
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der Seinen, ne? Also das Schönste, was
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sie haben, da abgeben und das kann
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verbunden werden hier mit dem singend
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Lufther. Das wären dann äh eben die
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Vögel, große und kleine. Und äh statt
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eines Lorbergkranzes tragen sie eben neu
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Gewachsenes. Ja, auch da wird das also
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verbunden äh damit, wenn sie meinwgen
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aus einem Gebüsch herauskommen z.B. und
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dann noch etwas gewissermaßen auf dem
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Kopf äh tragen. Auch die Blumen, ne, die
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typisch sind für den Frühling, werden
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als Kleid gesehen, eine Metapher für und
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sind auf der Erde eben ihm unterlegt.
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Das heißt auch, sie haben eine Funktion
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hier wie so ein Ehrenteppich oder sowas
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und dann er sitzet auf dem Thron von
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blauen Saphirstein, also Edelstein und
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blau, das kann man mit den Wolken in
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Verbindung bringen, wie hieß ja immer,
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dass man schaut, dass man die einzelnen
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Elemente, die präsentiert werden, auch
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irgendwie, wenn es geht eben dann
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erklärt und dann die Chron ist und das
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ganz entscheidend jetzt hier, jetzt sind
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wir im Bereich der Terzette, das da oben
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waren die Wartet. Auf die gehen
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wahrscheinlich noch genauer äh ein. Auf
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jeden Fall Krone ist ganz wichtig
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und ähm Sieg und Freud. Das könnte jetzt
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mal funktionieren hier. Dann wäre das
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ganz schön. So, schauen wir mal. Die
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Krone, Sieg und Freud des Sieges Frucht,
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das Leben. Das passt natürlich zum
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Übergang äh vom Winter zum Frühling,
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dieses Wiedererwachen des Lebens, des
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ganzen Wesenwerk, das das Jubel,
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Lobgeschrei, das passt oben zu Lust.
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Alle freuen sich. Der Atem aller Dingen,
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ne, das ist ganz interessant, dass hier
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also das erwachende Leben mit Atem in
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eine Beziehung gebracht wird. Das hat
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einen religiösen Hintergrund natürlich
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auch. Adam hat ja dann den ähm Atem
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Gottes einge
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saugt gewisser was oder eingeblasen
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bekommen und äh ist dann eben zum Leben
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erwacht. So nun aufs Neue neu auch hier
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diese Wiederholung natürlich ähm ist
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jetzt nicht irgendwie ein Fehler oder
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so, sondern betont das eben wie bei dem
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Lobpreis, die durch die frische Luft
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still laut, das ist natürlich auch
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interessant, ne? still laut äh ist ja
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ein Gegensatz. Äh aber das soll eben
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wohl deutlich machen, dass es still ist.
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Aber wenn man genau hinguckt, ist es
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auch laut das Lob Gottes eben. Und am
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Ende dann erlaubt sie sich noch einen
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kleinen Scherz hier, dass sie eben sagt,
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der Nordwind, der eher negativ kalt äh
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ist, verständlicherweise Eis und Schnee,
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hier sind die Leibeigenen, ne? Das ist
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nicht schön für die Menschen damals, die
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Leibeigen waren, aber die werden
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herabgestuft. Regina von Greifenberg
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müsste man gucken, scheint auch eher
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artlich zu sein. Das ist die
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Ständegesellschaft von damals. Und am
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Ende dann etwas Besonderes hier, dass
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sie davon spricht. Hier wir nehmen das
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mal jetzt die Farbe blau hier. Mein
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schlechtes Blatt heißt nicht schlecht,
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sondern wahrscheinlich schlicht. Ja,
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mein einfaches Blatt, das sei des Sieges
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Denkmalstein. Das heißt sie ist
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bescheiden, schlicht einfach, aber sie
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hat hier eine Funktion. Es soll ja eben
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Lob und Preis Gottes sein. So viiel also
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zum Verständnis des Gedichtes. Das wird
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hoffentlich vielen helfen. Nachdem wir
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uns die einzelnen Signale des äh
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Gedichtes klar gemacht haben, kann man
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jetzt zur Gesamtaussage übergehen. Das
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bündelt man dann. Und hier ist auf jeden
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Fall klar, der Frühling wird als etwas
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wunderschönes angesehen, dass das Leben
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zurückkehren lässt. Also das ist ganze
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Schönheit, aber auch eben steht für
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Rückkehr des Lebens. eine etwas unklare
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Beziehung zwischen dem Fröh und Gott
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haben wir angedeutet. Wir sehen das so,
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dass er gewissermaßen ein symbolischer
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Vertreter ist, sondern nicht wie der
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Papst, ein Vertreter Gottes auf Erden,
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so in dem Sinne nicht, aber er steht
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eben dafür. Und interessant ist am Ende
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eben die Selbstdarstellung der
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Dichterin. Hatten wir eben schon gesagt,
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bescheiden mit Funktion. Gehen wir jetzt
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noch kurz auf die Sonst Struktur ein. Da
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hatten wir ja oben schon gesagt, dass
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hier die beiden Quartette meistens eine
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Situation darstellen. Das ist hier auch
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durchaus grundsätzlich so, aber nicht so
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deutlich wie bei anderen Gedichten. Und
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die Terzette sind eine Art Auswertung
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und da sieht man eben, was soll das
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Ganze, dieser Triumphzug,
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er steht für den Sieg des Lebens. Alles
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beginnt neu. Das ist das erste und am
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Ende wird dann noch einmal so ein
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bisschen darauf hingewiesen. Ja, es gibt
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noch so ein bisschen Kämpfe, es gibt den
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Nordwind noch und so weiter still laut.
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Ja, das ist vielleicht auch durchaus
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eine gewisse Relativierung. So ist das
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ja im Frühling auch. Der kämpft zunächst
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mal und am Ende dann wird man selbst
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einbezogen und das schlächt natürlich
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hier den Bogen zur Überschrift, ne? Hier
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soll ein Lob präsentiert werden. Ja, äh
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wir haben noch etwas vergessen, aber
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eigentlich auch wieder nicht. Und das
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ist hier der sogenannte Alexandrina.
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Ähm, das hängt damit zusammen, weil das
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zum ersten Mal einem Alexander Roman des
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Mittelalters dann präsentiert wurde. Das
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sieht also folgendes aus. Äh und das ein
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sechsheber Jambus und wir sagen ja
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immer, man soll das lieber Jambus
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aussprechen. Das ist so blöd, dass man
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sich das entsprechend auch merken kann.
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Wir haben das jemals geschafft, es so zu
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merken. Und dann sieht man hier, schauen
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uns das mal an. Ach, seht das Siegeprä
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höchsten hier erscheinen.
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Hab man dann die sechs äh Hebungen. Und
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das Besondere ist eben, dass eben da
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auch häufig in der Mitte eine Zesur ist.
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Das ist hier nicht so äh deutlich. Ähm,
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aber gucken wir uns mal das an. Z.B.
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Hier das singend Luft herkommt die
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großen mit den kleinen ein jetzt das
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Dorberstadt was neugewachsenes hegt das
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bunte kle blumenkleid die Erdim
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unterlegt die Kron ist Sieg und Freud
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des Sieges Fruchtes Leben. Also man
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merkt ja deutlich dass diese Zensur hier
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nicht so ausgeprägt ist wie das man
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wegen bei Gröfus z.B. in anderen
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Gedichten ist. was die Mittel äh angeht,
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sollte man immer auch die strategischen
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Mittel eben äh hier sich anschauen. Das
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Besondere ist hier einfach, dass
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Frühling und Gott auf eine bestimmte Art
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und Weise gleichgesetzt werden oder der
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Frühling ist eben das Sinnbild für Gott
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und seine sein Wiedererwecken des Lebens
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und so weiter. Dann die Funktionsbilder
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eben hier, ne, dass die Sonne da als
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Fahne gesehen wird. Der Wind ist ein
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Paugenschläger, dann das Symbol der
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Krone als Sieg des Lebens. Dann Pasport
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Pro Toto muss man nicht kennen diesen
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lateinischen Begriff. Also ein Teil für
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das ganze Atem ist ja nicht das ganze
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Leben, aber steht eben für das Leben ein
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Stellverritter, ein Teil für das Ganze
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und dann interessant am Ende die
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Metapher der Leibeigenen. Da hat sie
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also etwas rausgegriffen aus dem
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sozialen Gefüge damals. Die Leibeigenen
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wurden nicht hoch geachtet, wurden
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unterdrückt und das passt für sie
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natürlich jetzt auch zum Winter. Und am
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Ende dann die Funktionalisierung des
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Gedichtes. Man macht es nicht einfach
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nur für sich in der Berockzeit, sondern
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es hat eine Funktion. Entweder auch der
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Lob des Herrschers z.B. am im höfischen
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Leben spielt eine Rolle und hier eben
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wie die der Titel ist schon sagt Lob
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Gottes entsprechend. Kommen wir zu dem,
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was uns ganz wichtig ist. Und dann
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nehmen wir dafür mal die Farbe Blau.
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Auch Blau ist für uns immer Kreativität.
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Ähm und ähm die Gedichte sind ja
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eigentlich nicht dafür da äh so wie an
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der Uni analysiert zu werden. Das hat
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sich nur in der Schule einmal so
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durchgesetzt und da kann man auch kaum
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was gegen machen. Äh aber die Frage
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sollte sein, die kann man ja als Schüler
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Schülerin auch einbringen, was kann man
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mit so einem Gedicht anfangen? Ja, und
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das ist jetzt zunächst mal sehr weit
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weg. Ähm ganz wichtig ist ein Begriff,
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den wir vor einiger Zeit kennengelernt
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haben. Das ist das sogenannte Punktum.
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Punktum hängt mit dem zusammen, was der
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Arzt macht, wenn punktiert werden muss,
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um eine Gewebeprobe zu entnehmen. Das
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ist zunächst mal es sticht einen so ein
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bisschen, aber es ist eben auch wichtig
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und man könnte auch sagen, das was einen
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selbst anspricht aus dem Gedicht, das
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ist damit gemeint, was einen berührt.
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Und ähm hier ist es die Frage eben, muss
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man den Frühling als Triumphzug sehen?
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Das hat natürlich diesen religiösen
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Bezug da. Oder kann man das nicht auch
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anders sehen, z.B. etwas
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unterschwelliges, was sich einschleicht
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gewissermaßen, was man am Anfang gar
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nicht merkt, aber es bricht sich dann
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langsam Bahn. Das könnte eben etwas
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sein, was einfach muss man den Frühling
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so sehen. Und aktuell haben wir Anfang
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des Jahres 2026 hat eine gute
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Gelegenheit jetzt zu schauen, wie in den
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nächsten Wochen und Monaten der Frühling
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dann aussehen wird und dann haben wir
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diesen Punkt, wie man selbst den
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Frühling erlebt oder erlebt hat, wenn es
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mir später äh ist. Und die Idealstufe
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wäre dann sogar ein Antwortgedicht z.B.
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zu schreiben, bei dem eher betont wird,
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dass da am Anfang eine erste laue Luft
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so zu spüren ist, dass Licht etwas
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verändert ist. So haben wir es durchaus
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erlebt. Es gibt Rückschläge natürlich,
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ne? Dann doch hat man morgens wieder
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dann Frostboden da. Ähm, aber auch ähm
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das kann man das ist etwas extrem schon,
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dass einer uns erzählt hat, dass er
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sogar das Gefühl hat, der Asphalt viel
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unterwegs auf Autobahnen und so weiter,
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der riecht ja einfach anders äh wenn
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dann langsam Wärme hinzuomt
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und darum eben für uns jetzt Fazit
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Impuls. Anfang des Jahres hat man eben
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die Chance, den Frühling noch ganz
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persönlich intensiv zu erleben, ne? Das
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kann man an Fotos ja auch oder keinen
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Filmausschnitten dann äh festhalten,
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auch was im Bereich der Tiere da
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passiert und so weiter. Und so kann man
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dann tatsächlich dieses Gedicht nicht
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nur nehmen, um die Boockzeit
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kennenzulernen, sondern auch aus für
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sich selbst etwas da herauszuholen. Wie
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immer legen wir das Ganze hier ab, äh
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packen wir zu den Infos zum Video und
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wir bringen auch hier oben dann einen
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Button unter. dort Korrekturen äh
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Ergänzungen vor allen Dingen dann, wenn
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uns Fragen gestellt werden oder wie auf
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Dinge hingewiesen werden. Wir hoffen auf
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jeden Fall, dass wir helfen konnten, äh
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ein nicht ganz einfaches Gedicht der
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Barockzeit jetzt hier ein bisschen
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aufzuschließen. Sichtplatz und wir
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hoffen, dass das sich übertragen lässt
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auf andere Gedichte und dass vor allen
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Dingen auch Lehrkräfte bereit sind sich
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mit dieser Frage zu beschäftigen. Warum
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machen wir das einfach, wenn wir nicht
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später Germanistik studieren wollen? Und
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dabei wünschen wir also viel Erfolg.
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