Ergebnis eines Zusammenspiels von Mensch und Maschine
- Ausgangspunkt war die Frage, ob ein vollkommen wirkendes Gedicht noch von einem Menschen stammte oder schon von einer Maschine.
- Daraus ergab sich eine lange Diskussion mit ChatGPT,
- die deutlich machte, dass die KI mehr ist als eine Antwort-Geberin.
- Sie nimmt Ideen auf, führt sie weiter
- und der Mensch hakt sich da wieder an seinem „punctum“ ein,
- an dem er sich gewissermaßen festhakt.
- Am Ende steht eine lange „Konversation“
- und da ist es zutiefst menschlich,
- dieses Bedürfnis,
- es möglichst kurz zu fassen
- und das geht am besten in einem Gedicht.
- —
- Und so merkt man, wie ein Sachtext sich langsam in die Gedichtform hineinbewegt. 😉
Anders Tivag
Mensch und Maschine
- Es ist der Schmerz
- Der durchscheint
- Oder hervorbricht
- Weil etwas
- Immer noch nicht erreicht ist
— - Oder ausnahmsweise doch mal
- Und dann vor Glück
- Und Angst
— - Dass es vielleicht
- Das letzte Mal war,
- Wo man Vollkommenheit sah
- Und ihr Urheber war
— - Es ist also der Ausbruch
- Aus der Norm
- Der das zeigt,
- Was eine Maschine?
- Nie schaffen kann,
— - Die zwar
- Über unendliche Weite
- Verfügt,
- Aber Tiefe nur erreicht,
- Wenn ein Mensch
- Sie über die Form
- Hinausführt
—