Anders Tivag, „Mensch und Maschine“ – ein Gedicht zur Frage ihres Zusammenspiels

Ergebnis eines Zusammenspiels von Mensch und Maschine

  • Ausgangspunkt war die Frage, ob ein vollkommen wirkendes Gedicht noch von einem Menschen stammte oder schon von einer Maschine.
  • Daraus ergab sich eine lange Diskussion mit ChatGPT,
  • die deutlich machte, dass die KI mehr ist als eine Antwort-Geberin.
  • Sie nimmt Ideen auf, führt sie weiter
  • und der Mensch hakt sich da wieder an seinem „punctum“ ein,
  • an dem er sich gewissermaßen festhakt.
  • Am Ende steht eine lange „Konversation“
  • und da ist es zutiefst menschlich,
  • dieses Bedürfnis,
  • es möglichst kurz zu fassen
  • und das geht am besten in einem Gedicht.
  • Und so merkt man, wie ein Sachtext sich langsam in die Gedichtform hineinbewegt. 😉

Anders Tivag

Mensch und Maschine

  1. Es ist der Schmerz
  2. Der durchscheint
  3. Oder hervorbricht
  4. Weil etwas
  5. Immer noch nicht erreicht ist
  6. Oder ausnahmsweise doch mal
  7. Und dann vor Glück
  8. Und Angst
  9. Dass es vielleicht
  10. Das letzte Mal war,
  11. Wo man Vollkommenheit sah
  12. Und ihr Urheber war
  13. Es ist also der Ausbruch
  14. Aus der Norm
  15. Der das zeigt,
  16. Was eine Maschine?
  17. Nie schaffen kann,
  18. Die zwar
  19. Über unendliche Weite
  20. Verfügt,
  21. Aber Tiefe nur erreicht,
  22. Wenn ein Mensch
  23. Sie über die Form
  24. Hinausführt