• Bichsel, Peter, „Der Milchmann“https://textaussage.de/bichsel-milchmann-kreativer-umgang
    • In Peter Bichsels Kurzgeschichte „Der Milchmann“ geht es um zwei Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen nicht zueinanderfinden.
    • Da ist der Mann aus dem Titel, der jeden Morgen einer Frau Blum die Milch vor die Tür stellt, sich mit ihr aber nur schriftlich und nur über das Nötigste austauscht. Besonders am Schluss wird deutlich, wie wenig er darüber hinaus von ihr wissen will.
    • Auf der anderen Seite ist da diese Frau Blum, die sich schon für diesen Mann interessiert, nicht von vornherein positiv, sondern einfach nur, weil sie ihn kennenlernen will.
    • Die Kurzgeschichte belässt es bei diesen völlig gegensätzlichen Positionen – ein guter Grund zu überlegen, wie diese beiden Menschen doch zueinanderkommen könnten. Oder wie es Frau Blum gelingen könnte, diesen Mann zumindest kennenzulernen. Auch wenn das nicht weit über das hinausreicht, was der Leser vom Erzähler schon erfährt – und das verheißt erst mal nichts Gutes.
    • Auf der genannten Seite wird gezeigt, wie man kreativ mit dieser Geschichte umgehen kann, indem man zum Beispiel Frau Blum einen Brief schreiben lässt.
  • Borchert, „Das Holz für morgen“
    Eine wunderbare Kurzgeschichte, die zeigt, wie jemand, der sich schon auf seinen Selbstmord vorbereitet, ins Leben zurückkommen kann.
    Was das mit Kommunikation zu tun hat: Offensichtlich wird zunächst in dieser Familie zu wenig kommuniziert. Dann aber findet eine sehr seltsame Kommunikation statt  – denn der Selbstmordkandidat hört nur etwas, aber etwas, was ihn ins Leben zurückbringt.
    https://textaussage.de/borchert-das-holz-fuer-morgen
  • Krüsand, Lars, „Untergrundarbeit“
    https://www.schnell-durchblicken2.de/kg-kruesand-untergrundarbeit
    In der Geschichte geht es um einen Schüler, der in einer Vertretungsstunde mit dem Lehrer ein richtiges rhetorisches Ping-Pong-Spiel betreibt.
    Die Geschichte ist besonders gut als Einstieg in das Thema „Kommunikation in Kurzgeschichten“ geeignet, weil sie an die Lebenswelt der Schüler anknüpft.
  • Frerich, Hajo, Wenn Schule „Schule macht“
    https://www.endlich-durchblick.de/die-besten-kurzgeschichten-kurz-vorgestellt/frerichs-hajo-wenn-schule-schule-macht/
    Eine amüsante Kurzgeschichte über die Problematik von Abmachungen: Wie lange sollen sie gelten? Wann können oder sollen sie neu „ausverhandelt werden“?
  • Frerich, Hajo, „Gekonnt ist gekonnt“
    https://www.schnell-durchblicken2.de/kg-frerich-gekonnt
    Die Geschichte zeigt an mehreren Situationen, wie auch Schüler im Gespräch mit Erwachsenen (Vater oder auch Lehrer) mal die „Nase vorn“ haben können. Es kommt eben nur darauf an, die Möglichkeiten von Kommunikation, Argumentation und Rhetorik für sich zu nutzen.
  • Kohn, Andrea, „Gut vorbereitet“
    Sehr humorvoll wird in der Kurzgeschichte „Gut vorbereitet“ von Andrea Kohn geschildert, wie bei einem übereifrigen Studenten die Aufregung letztlich in eine kuriose Situation mündet. Ein Vortrag über Gehölzpflege im Garten kommt bei Senioren, die sich für Gesundheitsfragen interessieren, nicht so gut an.
    https://www.endlich-durchblick.de/die-besten-kurzgeschichten-kurz-vorgestellt/kohn-andrea-gut-vorbereitet/

  • Kehlmann, Daniel, „Kritik“
    Eine Kurzgeschichte, die auf extreme Art und Weise zeigt, wie weit man die Kombination von scheinbarer Höflichkeit unmd realer Frechheit in der Kommunikation treiben kann.
    Es geht um einen Schauspieler und Moderator, der von seinem Sitznachbarn im Flugzeug auf zunehmend derbe Art im Hinblick auf seine Fähigkeiten und Leistungen heruntergemacht wird. Am Ende zeigt sich, dass dieser extrem unsympathische Zeitgenosse an der gleichen Flugangst leidet wie der Schauspieler. Allerdings wird das vom Autor nicht genutzt, um die Geschichte eindeutig harmonisch enden zu lassen. Der Schluss scheint ein schlechtes Beispiel für Leserlenkung zu sein. Es werden nämlich sehr heterogene und fragmentarische Signale gesetzt, die eher verwirren als beim Verständnis helfen.
    http://schnell-durchblicken3.de/index.php/faq/86-kg-kehlmann-kritik
  • Bichsel, Peter, „Die Tochter“
    In dieser Geschichte geht es um das nicht gelingende Familienleben im Übergangsfeld des langsamen Auszugs von Zuhause. Eine große Rolle spielt dabei eine überaus sperrige Kommunikation.

  • Böll, Heinrich, „Mein teures Bein“
    Ein Soldat, der ein Bein verloren hat, möchte eine höhere Rente. Der Beamte rechnet ihm vor, was das kosten würde. Darauf macht der Soldat eine Gegenrechnung auf, indem er die Geschichte seiner Verwundung erzählt: Er hat so lange ausgehalten (und ist dabei verwundet worden), bis höhere Offiziere, die viel mehr Rente kosten, sich retten konnten. Das bringt ihm zwar bei dem desinteressierten Beamten keine höhere Rente ein, aber er kann zumindest hocherhobenen Hauptes den Raum verlassen und hat sich Luft gemacht.
  • Kafka, Franz, „Der Nachbar“
    Zunehmende Angstvisionen eines Mannes, der seinen neuen Nachbarn nie richtig gesehen hat, sich aber ausdenkt, der könnte alles mithören, was er am Telefon bespricht, und ihm entgegenarbeiten. Letztlich geht es in dieser Geschichte um die Folgen von Nicht-Kommunikation.
  • Marti, Kurt, „Happy End“
    Verständnis- und Lieblosigkeit in einer Beziehung, verdeutlicht nach dem gemeinsamen Anschauens eines Liebesfilms
  • Mohl, Nils, „Tanzen gehen“
    EinFach-Deutsch-Unterrichtsmodelle-Kurzgeschichte-Jahrhundert, S. 64-65
    In dieser Kurzgeschichte geht es um ein älteres Ehepaar, das sich zwischen Kommunikationsproblemen und Versuchen der gemeinsamen Lebensbewältigung bewegt. Der Mann hat gesundheitliche Probleme, die Frau studiert gerne Todesanzeigen. Über ihre Gefühle können sie nicht offen reden, wohl aber finden sie in einem Wohnzimmertanz zu gemeinsamem Lachen. Am Ende haben den Mann seine gesundheitichen Sorgen aber wieder eingeholt. Offen bleibt, was er seiner Frau im Moment der Öffnung sagen wollte.
  • Wohmann, Gabriele, „Ein netter Kerl“
    Eine der besten Kurzgeschichten, die das Thema „Kommunikation“ regelrecht durchspielen. Wir zeigen, sie sich im Gespräch alles entwickelt und am Ende zu einem eigentlich zumindest teilweise guten Ergebnis führt.
    Hierzu gibt es auch ein Video – siehe hier.
  • Brett, Lily, „Vater“
    https://www.schnell-durchblicken2.de/kg-lily-brett-vater
    In der Geschichte ruft eine besorgte Tochter ihren alten Vater unter einer falschen Nummer an und gerät dabei an jemanden, dem es deutlich schlechter geht. Aus ihrer wachsenden Panik wird sie von ihrem Mann gerettet, der das Missverständnis merkt. Am Ende ist die Tochter beim Gespräch mit ihrem richtigen Vater nicht nur erleichtert, sondern kann ihm noch mehr als sonst deutlich machen, wie sehr sie ihn liebt.