Wie erreicht man bei einer „Balladen-Arbeit“ eine möglichst gute Note?

Kurz vor einer Klassenarbeit taucht spätestens die Frage auf, was sind die wichtigsten Punkte, auf die man achten sollte.

Nicht immer haben die Lehrer dann noch die Zeit, alles Mögliche zusammenzustellen – oder aber die eine oder andere Frage taucht auch erst nach der letzten Stunde vor der Arbeit zu Hause auf.

Deshalb stellen wir hier mal die wichtigsten Punkte zusammen. Wenn man die beachtet, hat man auf jeden Fall die Chance auf eine möglichst gute Note.

Dabei konzentrieren wir uns auf die beiden „balladentypischen“ Aufgabenschwerpunkte:

  • Inhaltsangabe
  • Nachweis, dass es sich um eine Ballade handelt.
  1. Das Wichtigste ist wie bei jeder anderen Arbeit auch, die Aufgabenstellung sorgfältig zu beachten. Am besten zerlegt man sie für sich in eine kleine Checkliste, die man am Ende überprüft.
  2. Am Anfang muss meistens ein Einleitungssatz geschrieben werden: Verfasser, Titel, Gattung = Ballade. Dabei kann man eine Art Formular verwenden: „Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um eine Ballade von Friedrich Schiller mit dem Titel „Der Handschuh“, in der es um die Frage der Ehre geht.“
  3. Am Ende des vorherigen Satzes ist schon das Thema genannt worden. Das wird auch häufig verlangt, obwohl man das eigentlich erst genau weiß, wenn man den Text ganz verstanden hat. Deshalb kann man hier erst mal einfach zwei Zeilen frei lassen – und das später einfügen, aber nicht vergessen!
  4. Inhalt zusammenfassen – in der Zeitform des Präsens, bei Vorzeitigkeit im Perfekt: Nachdem er mehrfach versucht hat, seinen Freund telefonisch zu erreichen, fährt er einfach zu ihm nach Hause und stellt ihn dort zur Rede. Auf jeden Fall das Plusquamperfekt vermeiden, weil man dann schnell ins Präterium rutscht: „Nachdem er mehrfach versucht hatte, seinen Freund telefonisch zu erreichen, fuhr er einfach zu ihm nach Hause und stellte ihn dort zur Rede.“ Dann ist man meistens in eine Nacherzählung abgerutscht.
  5. In der Inhaltsangabe auf wörtliche Rede verzichten, weil das nicht zu einer allgemeinen knappen Inhaltsangabe passt. Ggf. umschreibt man entsprechende Passagen: „Als die Dame den Ritter auffordert, ihm ihre Liebe zu zeigen, indem er ihr aus der Arena mit den dort befindlichen Raubtieren den Handschuh holt, …“
  6. Möglichst in etwas längeren Sätzen (Haupt- und Nebensätze) Handlungsteile zusammenfassen und auf gar keinen Fall Spannungswörter wie „Plötzlich“ oder „Auf einmal“ verwenden. Möglichst auch das Aneinanderreihen mit „Dann“ vermeiden – dafür lieber „Nachdem …“
  7. Zitate gehören ebenfalls normalerweise nicht in eine Inhaltsangabe, weil die ja kurz und knapp sein soll – und es nicht um eine Interpretation des Textes geht.
  8. Wenn man zeigen soll, dass es sich um eine Ballade handelt, geht es um drei Dinge:
    1. Es handelt sich um eine Geschichte,
    2. die in der Regel dramatisch ist und
    3. außerdem in Gedichtform präsentiert wird.
  9. Wer mal an Beispielen sehen möchte, wie man eine Inhaltsangabe schreiben kann, der findet auf dieser Seite die Beschreibung des Ablaufs. (https://www.schnell-durchblicken.de/durchblick-auch-in-deutsch/thema-balladen-und-inhaltsangabe/inhaltsangabe-entwickeln/)
  10. Wer einen Überblick über interessante Balladen haben möchte, der findet ihn hier: https://www.schnell-durchblicken.de/e-books-und-support/eb-die-richtige-ballade-finden/
  11. Viele weitere Hinweise und Beispiele finden sich auf der Seite: https://www.schnell-durchblicken.de/durchblick-auch-in-deutsch/thema-balladen-und-inhaltsangabe/