Übersicht über den Inhalt des 4. Abschnittes

  1. Der Abschnitt beginnt mit Überlegungen Gregors zum Verhalten der Schwester, die wieder darauf hinauslaufen, dass er alles bagatellisiert.
    1. „Warum ging denn die Schwester nicht zu den anderen? Sie war wohl erst jetzt aus dem Bett aufgestanden und hatte noch gar nicht angefangen sich anzuziehen. Und warum weinte sie denn? Weil er nicht aufstand und den Prokuristen nicht hereinließ, weil er in Gefahr war, den Posten zu verlieren und weil dann der Chef die Eltern mit den alten Forderungen wieder verfolgen würde? Das waren doch vorläufig wohl unnötige Sorgen. „
      Bis hierhin typische „erlebte Rede“.
      Wer sich für diese besondere Darstellungsform in erzählenden Texten interessiert, sollte sich mal das folgende Video anschauen:

      Videolink

  2. Im folgenden verschärft sich die Haltung des Prokuristen.
    1. Er verweist auf Nachlässigkeiten Gregors geschäftlichen Bereich, was die These unterstreicht, dass Gregors Verwandlung schon vor dem Beginn der Erzählung eingesetzt hat.
      • „Ich staune, ich staune. Ich glaubte Sie als einen ruhigen, vernünftigen Menschen zu kennen, und nun scheinen Sie plötzlich anfangen zu wollen, mit sonderbaren Launen zu paradieren.“
    2. Interessant vielleicht noch die subtile Herangehensweise, wenn der Prokurist zunächst einmal behauptet, Gregor in Schutz genommen zu haben gegen Überlegungen des Chefs im Hinblick auf eine mögliche Unterschlagung von Geldern.
    3. Dann aber präsentiert er seine Kritik an den Leistungen Gregors und gefährdet damit dessen Existenz.
      • „Nun aber sehe ich hier Ihren unbegreiflichen Starrsinn und verliere ganz und gar jede Lust, mich auch nur im geringsten für Sie einzusetzen. Und Ihre Stellung ist durchaus nicht die festeste. „
  3. Gregor ist jetzt offensichtlich gefordert und hält aus dem Zimmer heraus, am Boden liegend, eine längere Rede, bei der er die folgenden Strategien verfolgt:
    1. Zum einen bagatellisiert er weiter seine Situation,
    2. kündigt auch bereits eine Besserung seines Zustandes an
    3. und verspricht, bereits mit dem 8:00 Uhr-Zug unterwegs zu sein.
    4. Das ist natürlich angesichts einer realen Situation völlig illusorisch und eine reine Schutzbehauptung.
  4. Gregor entscheidet sich dann, die Tür zu öffnen und sich den anderen zu zeigen. Damit verbindet er interessante Hoffnungen, die alle auf das Loswerden von Verantwortung hinauslaufen. Auch das dürfte typisch für seine Gesamtsituation sein unabhängig von seiner konkreten Lage.
    • “ Er wollte tatsächlich die Tür aufmachen, tatsächlich sich sehen lassen und mit dem Prokuristen sprechen; er war begierig zu erfahren, was die anderen, die jetzt so nach ihm verlangten, bei seinem Anblick sagen würden. Würden sie erschrecken, dann hatte Gregor keine Verantwortung mehr und konnte ruhig sein. Würden sie aber alles ruhig hinnehmen, dann hatte auch er keinen Grund sich aufzuregen, und konnte, wenn er sich beeilte, um acht Uhr tatsächlich auf dem Bahnhof sein.“
  5. Im Schlussteil dieses Abschnitts
    1. gelingt es Gregor, sich aufzurichten.
    2. Er bekommt dann mit, dass seine lange Rede dazu geführt hat, dass der Prokurist den Eindruck einer Tierstimme hat.
    3. Das wiederum führt bei der Mutter zu großer Aufregung, weil sie Gregor möglicherweise für schwer krank hält.
    4. Anschließend wird ausgeschickt, einen Arzt und einen Schlosser zu holen, um die Tür aufzumachen.

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