Gedichte der Romantik zum Thema „Aufbruch bis hin zum Risiko“

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  • Friedrich Schlegel, „Betrachtung“
    • Rückkehr zum kleinen Haus der Jugend – erinnert ein bisschen an „Green green grass of home“
    • alles ist wie früher – darum bemüht sich sogar ein Diener
    • Das wird dem Lyrischen Ich zur Mahnung: „So bleibt Beschränkung gern in tiefem Frieden“
    • Dagegen: „Den künern Geist hat immer Ruh vermieden […] Er muss auf wildem Flügel weiter eilen.“
    • Der Schluss ist wohl entscheidend – noch deutlicher als in „Frische Fahrt“ von Eichendorff wird hier dem wilden Aufbruch das Wort geredet.
  • Eichendorff, „Liebe, wunderschönes Leben“
    • Verbindung von Liebe und Leben´- primär geht es aber um die Kräfte, die einen von „Fleißig ruhigem Studieren“ abhalten.
    • Hervorgehoben wird auch hier das Lockende des Frühlings
    • Letztlich wird deutlich gemacht, dass das Lyrische Ich sich diesem Drang hingeben wird.
  • Eichendorff, Frische Fahrt
    • Ausgangspunkt ist auch hier der Frühling.
    • Hervorhehoben wird dann aber ein „magisch wilder Fluss“ als das, was er hervorbringt.
    • Für Eichendorff relativ extrem heißt es dann: „Und ich mag mich nicht bewahren … Fahre zu! Ich mag nicht fragen, / Wo die Fahrt zu Ende geht.“
    • „… es ist erstaunlich, daß Eichendorff, der konservativ lebte, eines der schönsten Gedichte romantischer Entfesselung geschrieben hat“ (Safranski, Romantik, S. 214, Näheres dazu hier.)
  • Novalis, „Wohin ziehst du mich“
    • Ausgangspunkt sind die „Fülle des Herzens“ und
    • der „Gott des Rausches“
    • Dann taucht die Frage auf, in welche gefährlichen Gebiete der Natur es das Lyrische Ich treiben wird.
    • Dabei will man wie Cäsar den Göttern nahe kommen.
    • Dazu will man „Unerhörte, gewaltige / Keinen sterblichen Lippen entfallene / Dinge“ sagen, also die Grenzen der schöpferischen Kreativität angehen.
    • Einige Zeilen beziehen sich auf den Weingott Bacchus und sein nächtliches Treiben.
    • Den Schluss bildet das Gefühl, dass die Natur dem Lyrischen Ich „seltsam und fremd“ begegnet – aber es bleibt das Gefühl beim Leser, dass es sich dem stellen will, alles aus ausleben will.
  • Eichendorff, „Rückkehr“
    • Das Gedicht ist hochinteressant, weil es nämlich eine missglückte „Heimkehr“ zeigt, die dann nur noch eine Rückkehr ist, die wieder zu einer Rückkehr, nämlich in die „weite Welt“ wird.
    • Dort kommt das Lyrische Ich aber auch mehr an, so dass es am Ende den Tod auf dem „Feld“ (wohl dem Schlachtfeld) sucht und findet.
    • Das Gedicht ist insofern erstaunlich modern, weil es einen Menschen mit romantischen Zielen und Gefühlen, aber ohne seine irdische Heimat, also in absoluter Heimatlosigkeit, zeigt.
    • Selbst die bei Eichendorff sonst immer noch gegebene himmlische Heimat ist hier kein Rückzugsort mehr.
    • Man kann das Gedicht gut mit Kafkas Parabel „Heimkehr“ vergleichen, aber auch mit „Der Nachbar“, weil sich hier auch ein Kommunikationsproblem zeigt, das möglicherweise erst größere Probleme auslöst.
    • https://www.schnell-durchblicken2.de/eichendorff-rueckkehr
  • Wilhelm Müller, „Der Wegweiser

 

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