Übersicht über die schönsten Fabeln

Sammlung interessanter Fabeln – mit Anregungen

Tipps und Hilfen zu ausgewählten Fabeln:
Wir stellen im Folgenden Fabeln vor, die entweder besonders berühmt sind – oder sie haben uns besonders interessiert.

Das begründen wir natürlich – und so kann jeder für sich das auswählen, was ihn am meisten interessiert.
An der folgenden Fabel zeigen wir, wie wir diese Texte vorstellen.
Im übrigens wird es hier demnächst eine übersichtliche Liste mit den Links auf die Einzelseiten geben.
Wir bitten hier um etwas Geduld.
Im Folgenden versuchen wir selbst, mit Hilfe eines Schaubildes den Überblick zu behalten.
Dabei ist uns zunächst eine Unterscheidung nach
  • menschlichen Fehlern und
  • moralischen Problemen
aufgefallen.
Wir werden das weiter ausbauen.
  • Äsop, Die Gans, die nur kurze Zeit  goldene Eier legte
    • Jemand bekommt eine Gans geschenkt, die goldene Eier legt
    • Dann kommt er auf die Idee, dass das Innere auch aus Gold sein müsste.
    • Um an noch mehr Gold zu kommen, schlachtet er die Gans
    • Dort fand er aber nur das, was in jeder Gans zu finden ist.
    • Hinweise zur Auswertung und zur Umwandlung in eine spannende Geschichte:
      https://www.schnell-durchblicken2.de/fab-aesop-gans-goldene-eier
  •  Chinesische Fabel: Warum Hund und Katze einander feind sind – oder: Wenn Moral zu Unmoral wird
    • Eine Fabel, in der Hund und Katze zunächst einträchtig und hochmoralisch zusammenarbeiten. Dann aber verhält sich die Katze egoistisch und verrät ihren Partner.
    • Für Lessing-Freunde ist noch interessant, dass auch in dieser Fabel ein Ring Wunder wirkt.
    • Ausführlicheres und ein Schaubild finden sich auf der Seite:
      https://www.schnell-durchblicken2.de/fab-hund-katze-feind

  Herder, Johann, Gottfried von: „Der Löwe und die Stiere“ oder „Teile und Herrsche“

  • Ausgangspunkt sind ein paar Stiere, die sich gut verstehen
  • und vor allem für einen Löwen in der Nähe eine zu große Herausforderung darstellen.
  • Deshalb nähert er sich vorsichtig jedem von ihnen und flüstert ihm irgendetwas ein, was ihn misstrauisch gegenüber den anderen macht.
  • Schließlich geht es sogar so weit, dass sie anfangen, sich gegenseitig zu bekämpfen.
  • Das nutzt der Löwe, um einen nach dem anderen zu fressen.
  • Insgesamt eine Fabel, die etwas einfach gestrickt ist und den Leser schnell ahnen lässt, worauf das Ganze hinausläuft. Von daher wäre es eine gute Idee, diese Moral (sich nicht teilen zu lassen und dabei den notwendigen Zusammenhalt aufzugeben) in eine andere Geschichte zu packen.
  • Theodor Hetzel, „Die Jagd auf den Hirsch“

    • Es geht um eine Mücke, die auf einen Hirsch zufliegt,
    • der plötzlich davonstürmt.
    • Sie glaubt, er habe vor ihr Angst und folgt ihm, bis er zusammenbricht.
    • In dem Moment taucht der Löwe auf, vor dem der Hirsch wirklich geflohen ist.
    • Die Mücke beklagt sich empört beim Löwen, aber  der reagiert gar nicht drauf.
    • Tipp: Man könnte nach Situationen suchen lassen, in denen ein Mensch einen Effekt sich selbst zuschreibt, obwohl etwas viel Größeres dahintersteckt.
    • Tipp: Man könnte nach einer anderen Überschrift suchen.

    La Fontaine, „Der Rat der Ratten“ – oder das Geheimnis von Theorie und Praxis

Moser, Der Adler an der Kette

  • Es geht um das Schicksal eines Adlers,
  • der gefangen wird und dann von einem Sultan zwar bestens versorgt, aber eben in Unfreiheit gehalten wird.
  • Ein junger Sklave hat Mitleid und nimmt dem Adler die schwere Fußkugel ab,
  • die Kette lässt er ihm aber. Er soll immer an das Leben am Sultanshof zurückdenken.
  • Anregung: Das anschließende Gespräch zwischen dem Sklaven und dem wohl zornigen Sultan könnte gut verfasst werden.
  • Der Text und weitere Infos befinden sich auf der Seite:
    https://www.schnell-durchblicken2.de/fab-moser-adler-kette

P. Warmann, „Die Farben der Krähe – Eine moderne Fabel“

  • http://www.wortlastig.de/text/kraehe.htm
  • In dieser Fabel geht es um eine Krähe, die wie alle anderen Vögel die Möglichkeit bekommt, sich selbst die Farben für ihr Äußeres auszusuchen.
  • Zunächst einmal schaut sie sich an, was die anderen Vögel alles machen, um gut auszusehen.
  • Dann nutzt sie ihre Beobachtungen, um sich selbst besonders schön zu färben.
  • Als sie damit als letzte fertig ist, sieht sie, dass die anderen Vögel, die sich auch besonders auffallend eingefärbt haben, entweder schnell zum Fressfutter wurden oder aber Stress bekamen im Wettstreit, welcher Vogel denn nun der Schönste wäre.
  • Daraus zieht die Krähe die Konsequenz, sich einfach ganz schwarz zu bemalen. Ihre Schönheit darunter bleibt aber erhalten – und das genügt ihr.
  • Diese Fabel zeigt
    • dass es sich lohnen kann, immer erst mal zu schauen, was andere machen,
    • dass man aber auch darauf achten sollte, wie es ihnen mit dem, was sie machen, hinterher geht.
    • Am Ende läuft es darauf hinaus, dass es vor allem auf innere Schönheit ankommt. Man sollte vor allem selbst wissen, was man wert ist.
    • Damit erspart man sich sowohl mögliche Gefahren als auch den Neid der anderen.

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Weiterführende Hinweise

  • Fabelbuch mit schönen Modernisierungen der alten Fabeln des Äsop:
    Dimiter Inkiow, „Aesops Fabeln: oder die Weisheit der Antike“ – ergänzt um Anregungen für das Gespräch über die Fabeln und ihre Aussage
    https://www.schnell-durchblicken2.de/fab-rezension-fabelbuch-inkiow
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