Reisegedichte-Romantik (Mat6293)


Vorstellung von Gedichten aus der Zeit der Romantik, die sich mit dem Thema „Reisen“ beschäftigen.

Fremde, Abschied und Sehnsucht

Brentano, „Nun soll ich in die Fremde ziehen“

Das Gedicht zeigt, wie es einem Menschen geht, der in die Fremde ziehen muss, was mit vielen unguten Gefühlen verbunden ist.
https://schnell-durchblicken.de/clemens-brentano-nun-soll-ich-in-die-fremde-ziehen

Vergleich: Brentano „In der Fremde“ – Kunert „Reiseresümee“

https://schnell-durchblicken.de/clemens-brentano-in-der-fremde
Das Gedicht zeigt, dass man als wandelnder Mensch überall zu Hause sein kann, wenn man das wahrnimmt, was im romantischen Sinne überall in der Natur gegeben ist.

Justinus Kerner, „Wanderung“

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  • Ein Gedicht mit viel Spielraum für die eigene Interpretation.
  • Insgesamt präsentiert das Gedicht von Kerner eine Abschiedssituation mit einem Verlust, der beklagt wird.
  • Allerdings wird dem etwas entgegengesetzt, was mit Erinnerung und Verpflichtung zu tun hat. Um was es sich handelt, bleibt offen. Damit gehört dieses Gedicht zu denen, die hohe Anforderungen an den Leser stellen – im Spannungsfeld zwischen dem, was das Gedicht aussagen könnte, und dem, was man selbst hineinlegt, um ihm Sinn zu geben.
  • Es lohnt sich, dieses Gedicht mit einem Gedicht von Eichendorff zu vergleichen, das sehr viel klarer ist in seiner Aussage: https://schnell-durchblicken.de/eichendorff-abschied-unterwegs-gedicht-reise-als-weg-in-die-fremde

Reiseillusion und Ernüchterung

Eichendorff, „Täuschung“

Hier wird eine falsche Italien-Sehnsucht aufs Korn genommen, die zu Eichendorffs Zeit schon aufkam. Das lyrische Ich träumt von Italien, was dann gleich von einer Winzerin der Lächerlichkeit preisgegeben wird – das wiederum befreit das lyrische Ich von dieser Traum-Sehnsucht.
https://schnell-durchblicken.de/eichendorff-taeuschung

Ludwig Uhland, „Auf die Reise“

Ein Gegengedicht zu Eichendorffs „Täuschung“. Dort gibt es nämlich keine Täuschung, wohl aber eine Mahnung, über die nachzudenken sich lohnt.
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Der eigene Weg und die Einsamkeit

Wilhelm Müller, „Der Wegweiser“

  • Das Gedicht fordert in einzigartiger Weise dazu auf, seinen eigenen Weg zu gehen,
  • auch wenn das Einsamkeit bedeutet.

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Optimismus und Liebe als Antwort auf die Fremde

Ludwig Tieck, „Zuversicht“

Ein Gedicht, das nur so vor Optimismus strahlt, dies allerdings eher im Stil eines Motivationstrainers tut. Jede Menge Appelle, schöne Vergleiche und ein großes Versprechen am Schluss, aber wenig Konkretes. Das fordert zu einer Antwort in Gedichtform geradezu heraus:
https://schnell-durchblicken.de/ludwig-tieck-zuversicht

Ludwig Tieck, „Der Arme und die Liebe“

https://textaussage.de/ludwig-tieck-der-arme-und-die-liebe
Ein Gedicht, das auf recht naive Art und Weise versucht, das Problem der Fremdheit über eine schnelle, totale Liebeserklärung zu lösen. Kann man sehr gut vergleichen mit der sehr viel realistischeren Beschreibung der Probleme des Gutseins in einer nicht so guten Welt in Brechts Parabelstück „Der gute Mensch von Sezuan“.

Bettina von Arnim, „Auf diesem Hügel…“

Reisegedicht mit dem Primat auf Heimat, hängt wohl mit Liebe zusammen. Außerdem interessanter biografischer Hintergrund: Liebe zu Goethe.
https://textaussage.de/bettina-von-arnim-auf-diesem-huegel-ueberseh-ich-meine-welt

Zur Gesamtübersicht über unsere Vorstellung von Gedichten kommt man hier:
https://textaussage.de/gedichte

Weiterführende Hinweise