Gedichte der Romantik zum Thema „Nacht“

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  • Eichendorff, „Nachts“
    • Das Gedicht beginnt mit der Situation des Wanders in stiller Nacht und mit Übergangssituationen zwischen Mondlicht und grauer Umgebung bzw. zwischen dem Gesang der Nachtigall und erneuter Stille.
    • Die zweite Strophe preist den „wunderbaren Nachtgesang“ und geht dann über zum Schaurigen und Verwirrenden, das mit der Nacht auch verbunden ist.
    • Am Ende bezeichnet das Lyrische Ich sein „irres Singen“ sogar als „Rufen nur aus Träumen“.
  • Eichendorff, Nachts
    zum Beispiel hier zu finden:
    https://www.deutschelyrik.de/nachts.381.html

    • Deutlich wird hier, in welchem Ausmaß die Nacht der Zeitpunkt und der Wald der Ort ist, an dem man sich des göttlichen Zusammenhangs des Lebens besonders der Natur bewusst wird.
      •     Der Schatten des Waldes wird zum Rand des Lebens
      •     In den Blick genommen werden
      •     „die Länder wie dämmernde Matten“
      •     „der Strom wie ein silbernes Band“
      •     „Glocken“, die nur von ferne zu hören sind
      •     ein Reh, das erschrocken den Kopf hebt, dann aber gleich wieder einschlummert
      •     Was man sieht, erinnert das Lyrische Ich an den Herrn, gemeint ist hier wohl Gott
      •     er „segnet das stille Land“
  • Friedrich Schlegel, „Das Gedicht der Liebe“ (https://www.gedichte.ws/friedrich-schlegel#)

    • Hervorhebung der poetischen Kräfte, die in der Nacht wirken
    • Nur der Titel deutet möglicherweise auch auf Liebe zwischen Menschen hin.
    • Auf jeden Fall hat die Nacht eine besondere Bedeutung.
  • Joseph von Eichendorff, „Nachtzauber“
    1. Wir stellen hier das komplette Gedicht vor, verweisen aber vor allem auf die Punkte 9 bis 12.
    2. Auch hier zunächst einmal – ähnlich wie bei Brentanos Brunnengedicht die Aufforderung zum Hinhören
    3. Dann die Angabe einer Reihe von Sehnsuchtszielen: „Stein und Blumen“, „weit“, „stillen Waldesseen“, „Marmorbilder“, „schönen Einsamkeit“
    4. Ergänzt wird das dann durch die „uralten Lieder“, die die „wunderbare Nacht“ weckt.
    5. Daraus enstehen Erinnerungen an Traumbilder.
    6. In der zweiten Strophe dann folgt die Frage nach der Blume, „entsprossen / In dem mondbeglänzten Grund“
    7. Gesehen wird sie als „Knospe“, aus der „Junge Glieder blühend sprossen“, sie wird also als Lebenskraft gesehen.
    8. Das wird dann im Folgenden vermenschlicht, wenn „Weiße Arme, roter Mund“ als Zeichen für Weiblichkeit hinzugefügt werden.
    9. Das leitet über zu den Nachtigallen und zu einem traurigen Lied unerfüllter Liebe, die sogar „todeswund“ ist.
    10. Inhalt der Klage sind Lieder „Von versunknen schönen Tagen“.
    11. Das Gedicht endet dann mit einer erneuten Aufforderung, „zum stillen Grund“ zu kommen.
    12. Der Schluss des Gedichtes lässt viel in der Schwebe: Sollen die Angesprochenen in die gleiche Situation unerfüllter Liebe und Klage kommen – kann man den Ort dann schon wirklich als „stillen Grund“ bezeichnen? Oder ist das dann ein Aufgehen in der Situation, dem Tode ähnlich, der ja vorher schon angesprochen wurde.

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