Thema: Liebe
  • Eichendorff, „Das zerbrochene Ringlein“
    • Ausgangspunkt ist das Verschwinden der Liebsten.
    • Sie hat dem Lyrischen Ich die Treue gebrochen.
    • Als Reaktion möchte das Lyrische Ich als Spielmann in die Welt ziehen
    • oder auch als Reiter in einer blutiger Schlacht kämpfen.
    • Das Gedicht endet mit der Wiederaufnahme des Mühlrad-Motivs vom Anfang, der Unklarheit, was es überhaupt will, und einem Todeswunsch: „Da wär*s auf einmal still.“
  • Eichendorff, „Neue Liebe“
    • Das Gedicht beginnt mit einem Glücksgefühl, zu dem allerdings auch gehört: „So voll Unruh und zerstreut“.
    • Anschließend wird klar, woher das Gefühl kommt: „Weil ein liebes Mädchen wieder /Herzlich an dein Herz sich drückt.“
    • Daraus entsteht das am Anfang schon erwähnte Gefühl, bei dem das Lyrische Ich am liebsten in die Welt hinausziehen möchte.
    • Auf jeden Fall kann es nicht einfach im Haus bleiben und schlendert anschließend durch die Gassen, ist gar nicht mehr ganz bei sich, aber eben glücklich.
    • Interessant ist auf jeden Fall, dass über das Mädchen und die Beziehung des Lyrischen Ichs zu ihm nichts weiter gesagt wird. Das heißt, dass dieses Gedicht wirklich nur den Moment einfängt, an dem man begonnen hat, sich verliebt und auch geliebt zu fühlen.
    • Das Gedicht lässt sich sehr gut vergleichen mit Goethes Gedicht „Neue Liebe, neues Leben“, das die innere Zerrissenheit sehr viel deutlicher herausstellt:
      https://www.schnell-durchblicken2.de/goethe-neue-liebe-neues-leben
  • „Frühlingsnacht“, Eichendorff (Natur und Liebe)
    • In drei Strophen wird die Beschreibung des Frühlingsbeginns und die damit verbundenen Gefühle genutzt, um sich am Ende der Liebe zu versichern.
  • „In der Fremde“, Eichendorff
  • Schelling, Lied
    • Das Spannende an diesem Gedicht ist, dass man es als Liebesgedicht verstehen kann, während es in Wirklichkeit die Schellingsche Naturphilosophie widerspiegelt.
    • Reizvoll kann es sein, hier Schüler wirklich prüfen zu lassen, ob eben nicht auch das Liebesverständnis gültig ist, auch wenn der Autor etwas ganz anderes gemeint hat.
    • Das Problem liegt schon am Anfang des Gedichtes: „In meines Herzens Grunde, / Du heller Edelstein“: Da denkt man dann gleich an Liebe – und auch im weiteren Verlauf gibt es viele Stellen, die sich gut auf eine Liebesbeziehung beziehen lassen und keine einzige, die den Bezug zu einem wirklichen Edelstein deutlich werden lassen.
    • Wer sich für die Naturphilosophie-Variante interessiert,
      findet hier interessante Informationen.
  • Günderrode, Karoline von, „Die eine Klage“
    • Ausgegangen wird von einem Trennungsschmerz in einer Beziehungssituation
    • Es folgt ein vertieftes Eingehen auf das, was dann fehlt, was man vermisst.
    • Die dritte Strophe lehnt es dann ab, auf eine neue Beziehung vertröstet zu werden.
    • Am Schluss wird noch einmal die Tiefe des Verlustes betont, die sogar „kein Gott“ zurückgeben kann.
  • Günderrode, Karoline von, „Der Kuss im Traume“
    • Ausgangspunkt ist eine Kusserfahrung, die beim Lyrischen Ich einen tiefen Eindruck hinterlassen hat.
    • Die zweite Strophe widmet sich ganz der Bedeutung des Traums für solch eine Erfahrung.
    • In typisch romantischer Haltung wird der Tag gegenüber der Nacht abgewertet.
    • Am Ende der Appell, sich deshalb vorwiegend mit der Nacht zu beschäftigen.

Weiterführende Hinweise