Was man wissen sollte, wenn man mit „Schreiben“ ganz nach oben will
Wir präsentieren hier ein Gedicht, das deutlich macht, vor welchen Herausforderungen „Nachwuchskreative“ stehen. Gemeint sind damit Leute, die gerne etwas schreiben und auch veröffentlichen möchten.
Nur wenn es dann in Richtung Profi-Bereich geht, taucht etwas, das wir als „gläserne Decke“.
Und warum die eher hinderlich als wärmend-förderlich ist, wird hier beschrieben.
Dieses Gedicht hat ein Mensch ganz alleine geschrieben. Wir machen uns hier nur den „Spaß“ und lassen es von der Künstlichen Intelligenz „erläuternd vorstellen“. Sie soll also das machen, was man in der Schule leider machen muss, was aber auch leichter gehen kann.
Schauen wir mal, was Gemini hier als Verständnishilfe anbietet.
Anders Tivag
Traurig-gute Nachricht an Nachwuchs-Kreative
- Wie schön, dass es dich treibt
- Das, was du denkst und fühlst
- Auch anderen mitzuteilen
- Und manchmal denkst du gar
- was der geschrieben hat
- Das kann ich auch
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Der Inhalt: Es beginnt positiv: Du hast tolle Ideen und willst sie teilen. Doch dann kommt der Moment, in dem du dich mit den „Großen“ vergleichst und denkst: „Das kann ich auch!“
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Die Brücke für euch: Jeder von euch kennt das von Instagram oder TikTok. Man sieht jemanden, der Erfolg hat, und spürt diesen Drang: „Meine Ideen sind genauso gut.“ Das ist der Funke, der alles startet
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- Nur bitte Vorsicht:
- Der andere ist schon da
- Woran du erst nur denkst
- Er hat schon einen Ruf
- Und schon sind Türen offen
- Und wenn’s bei ihm mal hakt
- Dann laufen sie ihm nach.
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Der Inhalt: Hier folgt die Warnung: Der Platz ist schon besetzt. Die Etablierten haben einen Namen, die Türen stehen ihnen offen, und selbst wenn sie mal nichts Gutes abliefern, rennen ihnen die Leute trotzdem hinterher.
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Die Brücke für euch: Es geht hier um den „Promi-Bonus“. Wer schon berühmt ist, darf Fehler machen. Für euch als Anfänger ist die Hürde viel höher, weil ihr erst beweisen müsst, dass ihr den Platz verdient habt.
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- Und wenn der Dichter trifft
- auf dich und deinen Text
- tritt Schweiß ihm auf die Stirn
- Denn der Betrieb Der Poesie
- Und auch das Publishing
- Ist kein System der Röhren
- Die fröhlich vor sich hin kommunizieren
- Es sinkt der Pegel in der einen
- Was man der anderen gibt
- Lässt auch die eine wieder steigen
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Der Inhalt: Der etablierte Dichter bekommt Angst (Schweiß auf der Stirn), wenn er sieht, dass du gut bist. Der Betrieb funktioniert nicht wie Wasser in Röhren, das sich gleichmäßig verteilt. Wenn der Pegel beim einen steigt, sinkt er beim anderen nicht automatisch ab – es ist ein harter Verdrängungswettbewerb.
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Die Brücke für euch: Stellt euch Aufmerksamkeit als Pizza vor. Es gibt nicht unendlich viele Stücke. Wenn jemand Neues ein großes Stück will, haben die anderen Angst um ihren Anteil. Erfolg ist hier leider oft ein Nullsummenspiel.
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- Im harten Wettkampf der Gedanken und Ideen
- Gibt es meist Platz nur für den einen
- Und das sind meistens die
- Die froh sind über eine Decke
- Die wir hier gläsern nennen
- Man kann durchaus hindurchsehn
- Jedoch: Beim Steigen Wird der Aufprall hart.
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Der Inhalt: Es gibt oben eine Grenze. Man nennt sie „gläserne Decke“, weil man durchsehen kann (man sieht den Erfolg der anderen), aber wenn man ungebremst nach oben will, knallt man hart dagegen.
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Die Brücke für euch: Das ist der frustrierendste Teil. Ihr seht das Ziel, aber unsichtbare Regeln oder Kontakte der „Großen“ blockieren euch den Weg. Der Aufstieg ist kein Spaziergang, sondern Schwerstarbeit.
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- So weit der Trauerteil
- des Ratschlags den wir geben
- Die gute Seite ist
- Wenn man den Gegner kennt
- Kann man mit Vorsicht sich gut rüsten
- Geht ein Versuch mal wieder schief
- Kein langer Jammer
- Sondern gleich Der nächste Schritt
- Bei dem man etwas weiter ist.
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Der Inhalt: Jetzt kommt die „gute Nachricht“. Wenn du weißt, wie das System tickt und wer deine Gegner sind, kannst du dich vorbereiten. Ein Scheitern ist kein Weltuntergang, sondern nur eine Lektion für den nächsten, besseren Versuch.
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Die Brücke für euch: Das ist echtes Training (unser „Evolutions-Pragmatismus“). Wer die Regeln kennt, spielt besser. Fallt hin, schüttelt euch ab und lernt daraus. Jeder Fehlversuch macht euch schlauer für das nächste Level.
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- Und hat man es geschafft
- Was macht man dann
- Wenn man hinunterschaut
- und da ist jemand dort,
- wo man selbst mal war
- und voller Sehnsucht – ach – nach oben schaute..
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Der Inhalt: Wenn du es dann geschafft hast und oben stehst: Wie verhältst du dich gegenüber denen, die jetzt unten stehen und so sehnsüchtig nach oben schauen, wie du früher?
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Die Brücke für euch: Das ist die wichtigste Frage überhaupt. Wirst du später selbst zur „gläsernen Decke“ für andere, oder wirst du zu der Person, die die Hand nach unten reicht?
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