So kennt man sich in der Novelle „Lenz“ schnell aus
Wir haben den gesamten Text einfach in eine Zeilen-Fassung gebracht, die sich jeder selbst erstellen kann.
Basis ist dabei der Text auf der folgenden Seite:
https://www.projekt-gutenberg.org/buechner/lenz/lenz.html
Bei uns sind das in der Word-Fassung 614 Zeilen.
Zu den ersten Abschnitten gibt es ein Video
Das Video ist hier zu finden:
https://youtu.be/cjqnqlpd9Ng
Hier die Dokumentation:
Mat2081-iaz T1 unb Büchner, Lenz Inhalt Aussagen Zitate-Video
1. Ankunft und erste Krisen (Z. 1–77)
Lenz beginnt seine Wanderung erschöpft und überfordert. Die Bergwelt wirkt überwältigend: zwischen ekstatischem All-Gefühl und abrupt einsetzender Angst. Diese Schwankung markiert den Beginn seiner inneren Zerrissenheit.
- Die Lust des Alls: „…er meinte, er müsse den Sturm in sich ziehen… es war eine Lust, die ihm wehe tat…“ (Z. 24–27)
- Die namenlose Angst: „…es faßte ihn eine namenlose Angst… er riß sich auf und flog den Abhang hinunter.“ (Z. 37–38)
- Erste Panikattacke: „…eine unnennbare Angst erfaßte ihn… er war sich selbst ein Traum…“ (Z. 66–69)
2. Ruhephase bei Oberlin (Z. 78–114)
Die Begegnung mit Oberlin stabilisiert Lenz kurzzeitig. Die Gemeinschaft und das einfache Leben wirken wie ein Gegenpol zu seiner inneren Unruhe.
- Oberlins Einfluss: „…es wirkte alles wohltätig… diesem ehrwürdigen ernsten Gesicht.“ (Z. 94–98)
- Traum-Realität: „…der rettungslose Gedanke, als sei Alles nur sein Traum…“ (Z. 103–105)
3. Philosophisch‑ästhetische Auseinandersetzungen (Z. 115–281)
In dieser Phase tritt Lenz’ Denken stärker hervor. Er ringt mit Kunst, Wahrheit und seiner eigenen Wahrnehmung.
- Spirituelle Berührung: „…es an der Stirn berührt, das Wesen sprach ihn an.“ (Z. 132–134)
- Kunst‑Credo: „Ich verlange in allem Leben, Möglichkeit des Daseins…“ (Z. 215–217)
- Idealismus‑Kritik: „Dieser Idealismus ist die schmählichste Verachtung der menschlichen Natur.“ (Z. 221–222)
- Wunsch nach Ruhe: „Nur ein bißchen Ruhe…“ (Z. 274)
4. Eskalation der Krise – Religion, Wahn, Scheitern (Z. 282–444)
Die religiöse Dimension tritt in den Vordergrund: der Versuch, das tote Kind zu beleben, wird zum symbolischen Wendepunkt.
- Bitte um Wunder: „…und das Kind beleben möge…“ (Z. 398–401)
- Scheitern des Wunders: „Stehe auf und wandle!… die Leiche blieb kalt.“ (Z. 403–404)
- Atheismus: „…mit dem Lachen griff der Atheismus in ihn…“ (Z. 413–414)
- Verdammnis: „Ich bin abgefallen… ich bin der ewige Jude.“ (Z. 429–430)
5. Endphase – Leere, Selbstkasteiung und Auflösung (Z. 445–614)
Der Zustand der inneren Auszehrung erreicht seinen Höhepunkt. Lenz bleibt als leere Hülle zurück.
- Selbstkasteiung: „…er reichte Oberlin die Gerte…“ (Z. 446–447)
- Diagnose Langeweile: „…die Langeweile… ich weiß gar nicht mehr, was ich sagen soll…“ (Z. 462–463)
- Die entsetzliche Stille: „…die man gewöhnlich die Stille heißt…“ (Z. 590–593)
- Endzustand: „…sein Dasein war ihm eine notwendige Last.“ (Z. 612–614)
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