Schiller, „Sehnsucht“ – drei Epochen in einem Gedicht
So sieht es am Ende aus – wenn Profi Freistein an der Bushaltestelle schnell mal sein Ipad nutzt.
Weiter unten das Video, in dem erklärt wird, wie es dazu gekommen ist.

Das Video ist hier zu finden:
https://youtu.be/ttJpN7HNNvA
Hier die Sprungmarken – direkt zur gewünschten Stelle:
0:00 – Einstieg: Bus verpasst, Zeit für Gedichtanalyse 0:27 – Thema: Schillers Sehnsucht – Welche Epoche? 0:45 – Typische Epochen: Sturm und Drang, Klassik, Romantik 1:00 – Hinweis: Extra-Video zu Literaturepochen folgt 1:19 – Schnellanalyse ohne Auswendiglernen – der Plan 1:26 – Gedichtanalyse Strophe 1: Sturm und Drang und Romantik 2:00 – Gedichtanalyse Strophe 2: Romantische Bilder, klassische Harmonie 2:53 – Gedichtanalyse Strophe 3: Gefühl, Naturgewalt, dunkle Romantik 3:49 – Die Szene mit dem Boot: Gefahr, Selbstüberwindung, Sturm und Drang 4:21 – Götter, Mut und Wunder: Klassik vs. Romantik 5:16 – Fazit zur Epochen-Vielfalt im Gedicht 6:23 – Visualisierung: Das Gedicht als Brücke zwischen den Epochen 7:51 – Grundsatz: Autoren wachsen durch Epochen hindurch 8:10 – 7 Argumente für die Mischform des Gedichts 9:54 – Ausblick: Weiteres Video zur Epochenübersicht 10:10 – Fazit: Offen bleiben für mehrere Epochenmerkmale
Hier die Dokumentation:
Mat1712-ssk Bushaltestelle Schiller Sehnsucht Klassik bem Videofassung
Wie erkennt man Epochen-Kennzeichen in solch einem Gedicht?
Dazu haben wir ein eigenes Video gemacht, das zeigt, wie man bei wichtigen Gesichtspunkten die einzelnen Epochen von der Aufklärung über den Sturm und Drang bis hin zu KIassik und Romantik unterscheiden kann.
Das Video erklärt das folgende Schaubild

Hier werden die einzelnen Aspekte epochenmäßig nacheinander erklärt.
Zusammenfassung der Ergebnisse
Halten wir fest:
- Epochen sind wichtige Ordnungsversuche.
- Schriftsteller halten sich nicht daran – oder sie wachsen durch die hindurch.
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Eine mögliche Formulierung der Einordnung
- Das Gedicht ist ein schönes Beispiel dafür, dass ein Gedicht Kennzeichen mehrerer Epochen zeigen kann.
— - Am Anfang ein ziemlicher Wechsel intensiver Gefühle,
— - die dann in romantische Begeisterung, aber auch Sehnsucht münden.
— - Die werden in der zweiten Strophe mit Vorstellungen von Harmonie und dauerhaftem Glück verbunden, was zur Klassik passt.
— - Es folgt in der dritten Strophe dann eine Wiederholung von Klage, dass die Harmonie nur geahnt werden kann, aber noch nicht da ist – stattdessen gibt es eine Gefahr, die von wilder Natur ausgeht (Sturm und Drang) und dunkle Gefühle von Angst und Grausen hervorkommen lässt (dunkle Seite der Romantik).
— - Die letzte Strophe zeigt dann eine Art Selbstermutigung, verbunden mit der klassischen Vorstellung, dass die Götter einem nicht alles schenken, sondern man etwas wagen, also an sich arbeiten muss.
— - Am Ende dann Romantik pur mit der Perspektive eines Wunders, bei dem höhere Mächte wohl einen solchen Mut belohnen mit dem Geschenk einer Art Paradies.
Weitere Infos, Tipps und Materialien
- Vorstellung der Epochen der Literaturgeschichte – mit Textbeispielen (vor allem Gedichte)
https://schnell-durchblicken.de/literaturgeschichte-die-epochen-kurz-vorgestellt-mit-materialien
— - Infos, Tipps und Materialien zu weiteren Themen des Deutschunterrichts
https://textaussage.de/weitere-infos
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