Gustav Sack, „Der Schrei“ – Tipps zur Interpretation

Erste Annäherung an das Gedicht

  1. Als erstes sollte man immer die Überschrift ernstnehmen – sie taucht in Zeile 3,2 noch einmal auf und macht das Thema des Gedichtes deutlich. Erinnert wird man an das berühmte gleichnamige Bild von Edvard Munch.
  2. Dann sind da die vielen Elemente, die die “Not” des Sprechers deutlich machen, hier spielen “Stein”, “Erz”, “Blei”, “Staub”, “Schmutz” und “Gewimmel” die entscheidende Rolle. Der Sprecher fühlt sich unwohl, besonders eingeengt, auch von anderen Menschen, weshalb er sich “Einsamkeiten” wünscht.
  3. Er empfindet seine Umgebung zugleich als “laut” und leblos (”Totenstadt”). Dem begegnet er mit “Sehnsucht” und einem Aufsprudeln, Absprung des Lebens  (”quellend empor”) in Richtung der Meere (als Ausgangspunkt des Lebens) und “Weiten”. Hier hat man eine Anspielung an romantische Motive, nur eben expressionistisch gesteigert in Richtung “Wut”.
  4. Wichtig ist dabei das “Ungeheure”, das die Kompromisslosigkeit und Risikobereitschaft deutlich werden lässt.
  5. Zusammenfassung: Das Gedicht zeigt die “Not” der Menschen angesichts einer “toten” Umgebung, die auch die Menschen erfasst hat. Heraus kommt ein Schrei der Sehnsucht nach Lebensweite- und intensität.

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