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Schlagwort: Bismarck

19 Bismarck und seine Zeit – für Durchblicker

 1871-1890: Die Jahre Bismarcks im neuen Kaiserreich (ausführlich)

Nachdem wir uns jetzt in einer Art Längsschnitt mit einer der wirkungsmächtigsten gesellschaftlichen und politischen Theorien beschäftigt haben, ist es Zeit, zu Bismarcks Kaiserreich zurückzukehren.

1.1       Der neue Kaiser – nicht „von Deutschland“

Nach dem Sieg über Frankreich wurde im Herzen Frankreichs, im Spiegelsaal des Schlosses von Versailles, der preußische König Wilhelm zum deutschen Kaiser ausgerufen. Der Titel „Kaiser von Deutschland“, den er gern gehabt hätte, wurde ihm dann doch von seinen Monarchen-Kollegen nicht zugestanden.

1.2       Ein Fürstenbündnis – im Bundesrat

Bei der inneren Ordnung des neuen Staates konnte man auf die Verfassung des so genannten Norddeutschen Bundes zurückgreifen, der nach dem Sieg über Österreich 1867 unter Preußens Leitung geschaffen worden war. Zu den Grundbausteinen gehörte zunächst der von den Fürsten bestimmte Bundesrat, der im Unterschied zu heute das wichtigere parlamentarische Organ war. Er konnte rein theoretisch jederzeit das Kaiserreich auch wieder auflösen – und Bismarck hat hin und wieder durchaus mit diesem Gedanken gespielt.

1.3       Schon eine Menge Demokratie – im Reichstag

Daneben gab es den Reichstag, der sehr demokratisch gewählt wurde, allerdings in einem Mehrheitswahlrecht, was ein starkes Anwachsen der Sozialdemokraten bis 1912 verhinderte. Sie fanden einfach bei den meist nötigen Stichwahlen im zweiten Wahlgang keine Partner – schließlich galten sie als Reichsfeinde.

Was die Macht der direkten Volksvertretung anging, so konnte der Reichstag zwar nicht selbst und schon gar nicht alleine Gesetze machen, er hatte auch keinen direkten Einfluss auf die vom Kaiser bestimmte Regierung, aber das Volk hatte erstmals ein Sprachrohr, auf dessen Mitwirkung die Regierung ähnlich wie im preußischen Verfassungskonflikt von 1862 angewiesen war.

Es spricht einiges dafür, dass der Erste Weltkrieg auch deshalb von den führenden Schichten des Kaiserreichs gewollt bzw. zumindest riskiert wurde, weil man damit dem ständig wachsenden Einfluss des Parlaments und damit auch der SPD entgehen konnte.

1.4       Reichsfeind Nr. 1: das Zentrum als „Papstpartei“

Die innere Entwicklung des Kaiserreichs war in den ersten Jahren vor allem bestimmt durch ein inneres Zusammenwachsen, von dem zwei Gruppen der Bevölkerung allerdings deutlich ausgeschlossen wurden. Gegen die katholische Kirche wurde vor allem in Preußen der sogenannte Kulturkampf geführt, weil man der Meinung war, dass die Loyalität gegenüber dem Papst die Loyalität gegenüber dem eigenen Staat zu sehr einschränkte. Letztlich musste Bismarck einsehen, dass man eine Religion nicht mit der Polizei bekämpfen kann, und so kam es am Ende zu einem Kompromiss. Die Kirche konnte ihre eigenen Angelegenheiten wieder weitgehend selbstständig regeln, musste allerdings ihre Kompetenzen im Bereich der Schule und der familiären Angelegenheiten (Eheschließung) weitgehend dem Staat überlassen.

1.5       Reichsfeind Nr. 2: die SPD als „Umsturzpartei“

Die zweite und noch stärker der Feindschaft gegenüber dem Staat verdächtigte Gruppe waren die Sozialdemokraten, gegen die Bismarck nach mehreren Attentaten 1878 das sogenannte Sozialistengesetz durchsetzen konnte. Dieses beschränkte zwar die politischen Möglichkeiten der SPD, an den Reichstagswahlen durfte sie aber weiterhin teilnehmen – und so gelang auch hier Bismarck kein wirklicher Sieg durch Repression. Also setzte er ergänzend auf den Versuch, die Arbeiter durch eine staatliche Sozialversicherung von den Vorteilen des Systems zu überzeugen und an den Staat zu binden.

1.6       Die SPD auf dem Weg zur Reformpartei

Tatsächlich entfernte sich die SPD um 1900 immer stärker von ihren marxistischen Grundlagen, setzte nicht mehr nur auf Revolution, sondern auf Reformen. Daran hatten natürlich die Gewerkschaften mit ihren praktischen Bemühungen um die Verbesserung der Lage der Arbeiter einen großen Anteil.

2       Bismarck ein großer Staatsmann?

Heute hat sich in der Geschichtswissenschaft eine große Skepsis gegenüber der Bedeutung einzelner Menschen in der Geschichte durchgesetzt. So kann man am Beispiel Bismarcks gleich zwei Fragen prüfen: Erstens, wie groß sein Einfluss auf den Verlauf der Geschichte war, und zweitens, ob sich mit seiner Person eher Fortschritt oder Rückschritt verbindet.

2.1       Bismarck – noch heute gut für Straßen, Plätze und Denkmäler

Für die Deutschen nach 1871 war es ganz klar: Otto von Bismarck war ein großer Staatsmann. Er hatte ihnen im Jahr 1871 endlich wieder ein einheitliches Deutsches Reich geschenkt, nachdem es über viele Jahrzehnte hinweg nur Bayern, Sachsen oder Preußen gegeben hatte. Noch heute sieht man an den vielen Denkmälern oder auch Straßennamen, wie sehr dieser Mann verehrt wurde.

2.2       Das schlimme Erbe des Sieges von 1871

Das Problem war nur, dass dieses neue Reich durch drei Kriege gegründet wurde, wobei der letzte – gegen Frankreich – besonders schlimme Folgen zeigen sollte. Die Militärs zwangen Bismarck, dem geschlagenen Gegner zwei große Provinzen im Osten (Elsass und Lothringen) wegzunehmen. Zum einen gingen sie davon aus, dass Strafe nun einmal sein muss. Frankreich hatte ihnen den Krieg erklärt und ihn verloren, jetzt musste es dafür einen Preis bezahlen. Zugleich bekam man damit natürlich eine militärisch sehr viel günstigere Situation, wenn die deutsche Grenze gegenüber Frankreich nach Westen verschoben war.

Das bedeutete aber zugleich, dass Deutschland auf Dauer einen unversöhnlichen Feind im Westen hatte und immer befürchten musste, dass dieses Frankreich sich auch noch mit Russland zusammentat. Das hätte für Deutschland einen Zweifrontenkrieg bedeutet – und der wäre kaum zu gewinnen gewesen. Was man sich also als Sicherheit ausgedacht hatte, führte auf Dauer zu mehr Unsicherheit.

Dazu kam natürlich, dass Bismarck es nicht verhindern konnte oder wollte, dass das neue deutsche Kaiserreich mitten im Kerngebiet Frankreichs, im Spiegelsaal des berühmten Schlosses von Versailles ausgerufen wurde. Das vergrößerte zusätzlich den Hass der Franzosen auf das jetzt so mächtig gewordene Reich an ihrer Ostgrenze.

2.2a: Bismarcks vorsichtige Kolonialpolitik

Bismarck war keineswegs ein Freund der neuen imperialistischen Tendenz hin zum Erwerb von Kolonien:

Der Grund: Weil er genug damit zu tun hatte, das gerade gegründete Deutsche Reich nach außen hin abzusichern, vor allem gegenüber Frankreich.

Darum unterstützte er dieses Land auch eher bei seinen Bestrebungen in Nordafrika, weil es damit von Elsass-Lothringen abgelenkt war.

Und mit dem englischen Weltreich wollte er auch in keine Konkurrenzsituation kommen.

Bismarck wurde dann später durch Kaufleute/die Wirtschaft gezwungen, sich um Gebiete fern von Deutschland zu kümmern. Aber auch dann übernahm das Reich nur den Schutz der neuen Gebiete, darum auch der entsprechende Name: „Schutzgebiete“.

2.3       Bismarcks Konzept: Isolierung Frankreichs

Bismarck versuchte die Sicherheitslage Deutschlands dadurch zu verbessern, dass er Frankreich möglichst isolierte. Das bedeutete vor allem, dass Deutschland eine möglichst enge Verbindung mit Russland einging. Das Problem war dabei nur, dass der wichtigste Verbündete Deutschlands, das Kaiserreich Österreich-Ungarn, selbst viele Streitpunkte mit Russland hatte – vor allem auf dem Balkan. Bismarck löste das Problem auf eine für ihn und seine Zeit typische Weise, indem er einen geheimen Rückversicherungsvertrag mit Russland schloss. Der bedeutete,  dass beide Länder neutral bleiben würden, wenn das jeweils andere von seinem Hauptfeind angegriffen würde.

Das war natürlich im Prinzip eine friedenssichernde Maßnahme, nur durfte verständlicherweise Österreich-Ungarn nichts davon wissen, denn ein Bündnis mit einer solchen Einschränkung ist nur die Hälfte wert.

2.4       Die Grenze von Bismarcks Außenpolitik: Geheimpolitik kann auf Dauer nicht geheim bleiben

Womit Bismarck damals überhaupt noch nicht rechnete oder auch rechnen musste, war, dass Außenpolitik nicht nur zwischen Regierungen gemacht wird, sondern auch die Völker einbezogen werden müssen. Aus heutiger Sicht wäre es völlig undenkbar, dass ein verbündetes Land wie Österreich – Ungarn meint, aus irgendwelchen guten Gründen gegen Russland Krieg führen zu müssen und die deutsche Bevölkerung nimmt es hin, dass man ihren Blutsbrüdern nicht hilft. Sie wissen ja nichts von dem geheimen Vertrag und den Gründen, die hinter ihm stecken.

So war es denn auch kein Wunder, dass die Nachfolger Bismarcks nach seinem Sturz 1890 diesen Rückversicherungsvertrag sofort wie eine heiße Kartoffel fallen ließen. Anschließend trat genau das ein, was Bismarck immer gefürchtet hatte: Als die Russen vergeblich versuchten, den Rückversicherungsvertrag weiter zu verlängern, wandten sie sich Frankreich zu und schlossen mit diesem Land ein Bündnis.

An diesem Beispiel kann man sehr gut sehen, dass Bismarck eine hohe Bündniskunst betrieb, Dass diese aber eigentlich schon nicht mehr in die moderne, demokratische Zeit passte, wo die Völker wissen wollen, warum ihre Regierungen was tun oder auch nicht.

2.5       Die Grenze von Bismarcks Innenpolitik: Demokratie nur im Rahmen des monarchischen Systems

Damit sind wir beim zweiten Problem, das sich mit Bismarck verbindet. Er war von seiner ganzen Herkunft her jemand, der mit Demokratie nicht viel im Sinn hatte. Zwar gab er dem neuen deutschen Kaiserreich von 1871 eine sehr moderne Verfassung mit einem demokratischen Wahlrecht – aber viel Macht hatten die Abgeordneten des gewählten Reichstags nicht. Der Reichskanzler als Regierungschef wurde allein von Kaiser bestimmt – der Reichstag konnte auch nicht einmal allein Gesetze machen, sondern brauchte dazu die Zustimmung des Bundesrats – und in dem saßen nur die nicht gewählten Vertreter der Fürsten.

2.6       Bismarcks „Peitschenpolitik“ gegenüber der Arbeiterbewegung

Kommen wir zu einem dritten Punkt, den man beachten muss, wenn es darum geht, diesen Bismarck richtig einzuschätzen. Zu seinem konservativen Denken gehörte, dass er nichts so sehr fürchtete wie eine grundsätzliche Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse. Nun gab es aber seit der Industriellen Revolution und den damit verbundenen sozialen Problemen mit der SPD eine Partei, die mit dem Gedanken einer Revolution zumindest spielte. Dazu kam, dass diese Partei immer mehr Anhänger bekam.

Bismarck versuchte schließlich, mit Gewalt gegen diese Bewegung vorzugehen, indem er ein sogenanntes Sozialistengesetz beschließen ließ. Die Sozialdemokraten dürften zwar weiter zu Wahlen antreten, ein freies politisches Leben war ihnen aber nicht möglich. Alles musste mehr oder weniger im Geheimen geschehen, sonst hatte man die Polizei am Hals. Dennoch bekam die SPD im Laufe der Jahre immer mehr Wählerstimmen und wurde 1912, also zwei Jahre vor dem Ersten Weltkrieg, sogar zur stärksten Partei im Reichstag.

2.7       Bismarcks „Zuckerbrotpolitik“ gegenüber der Arbeiterbewegung

Zu den guten Seiten Bismarcks gehörte nun wiederum, dass er nicht allein auf Gewalt setzte, sondern versuchte, neben der Peitsche auch das Zuckerbrot einzusetzen. Während noch vor kurzem der amerikanische Präsident Barack Obama riesige Probleme hatte, allen Amerikanern eine Gesundheitsversicherung zu geben, wurde die mit einer Unfallversicherung und einer Rentenversicherung mehr als 120 Jahre früher in Deutschland bereits eingeführt. Bismarck war es auch, der mit seinen Beratern auf die kluge Idee kam, die Beiträge zu diesen Versicherungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern zu teilen. Dies sollte sich bis in die heutige Zeit hinein als ein sehr fortschrittliches System erweisen, das von anderen Ländern nachgeahmt wurde.

2.8       Bismarck als „weißer Revolutionär“

Fassen wir zusammen: Bismarck wird nicht von ungefähr als weißer Revolutionär bezeichnet. Er war zwar ein Konservativer, der sich als Gefolgsmann seines Königs oder Kaisers fühlte und die Macht des Staates in vollem Umfang erhalten wollte – er hatte aber auch keine Probleme damit, an den Stellen, wo es für günstig hielt, Reformen durchzuführen.

Wenn er glaubte, dass ein allgemeines, gleiches und direktes Wahlrecht dazu führen würde, dass die damals noch grundsätzlich monarchistisch gesinnten Deutschen die königlich – kaiserliche Regierung unterstützen würden, dann führte er es eben ein. Wenn er eine Möglichkeit sah, auch die Arbeiterschaft auf die Seite des Staates zu ziehen, indem er ihre Lebensrisiken versicherte, dann gab es eben eine staatliche Sozialversicherung.

2.9      Die Idee der staatlichen Sozialversicherung

Bismarck fürchtete wie viele andere seiner Zeit nichts so sehr wie eine kommunistische Revolution. Deshalb bekämpfte er die Sozialdemokratie mit dem sog. Sozialistengesetz (1878-1890). Ihm war aber auch klar, dass eine solch negative Reaktion nicht reichen würde – deshalb entwickelte er die Idee einer gesetzlichen Sozialversicherung, was er den Kaiser 1881 in einer Rede verkünden ließ.

Die Grundidee, die bis heute vorbildlich ist, ist die Aufteilung der Kosten zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

1883 wird als erstes eine Krankenversicherung geschaffen.

1884 folgt eine Unfallversicherung, an der sich aber nur die Arbeitgeber beteiligen müssen – schließlich sollen sie ihre Betriebe unfallsicher machen.

1891 kommt dann noch die Altersversicherung hinzu.

Eine Arbeitslosenversicherung konnte sich zu Bismarcks Zeiten niemand vorstellen, die wurde erst 1927 in der Weimarer Republik eingeführt.

Heute wird Bismarcks System immer weiter ausgehöhlt, indem die Arbeitnehmer allein Zusatzbeiträge zur Krankenversicherung zahlen müssen. Dazu ist noch eine Pflegeversicherung gekommen.

Insgesamt gehört die staatliche Sozialversicherung, wie sie in Deutschland geschaffen wurde, zu den modernsten Ansätzen in diesem Bereich.

2.10    Bismarcks Entlassung durch den jungen Kaiser Wilhelm II.

All das änderte nichts daran, dass er jederzeit bereit gewesen wäre, das neue deutsche Kaiserreich auch wieder aufzulösen und neu zu gründen, wenn die Deutschen nicht genügend mitgespielt hätten. Auch war er für eine Verlängerung des Sozialistengesetzes und den Einsatz aller Machtmittel des Staates gegen Streiks und Demonstrationen und zeigte sich damit als ein Politiker, der letztlich nicht begriffen hatte, dass immer mehr Menschen nicht mehr bereit waren, auf Menschenrechte und Mitbestimmung zu verzichten.

Der neue Kaiser Wilhelm II, der 1888 sehr jung Nachfolger seines berühmten Großvaters wurde, mit dem Bismarck über Jahrzehnte hinweg eng zusammengearbeitet hatte, wollte eine solche Politik gegen breite Schichten des Volkes nicht mehr mittragen, was mit zur Entlassung Bismarcks führte. Leider zeigte sich dann zwei Jahrzehnte später, dass dieser Kaiser zwar in vielen Punkten moderner dachte als Bismarck, auf der anderen Seite aber auch viel weniger in der Lage war, den Frieden zu bewahren. So wurde der Mann, der die Deutschen „herrlichen Zeiten“ entgegen führen wollte, zum Totengräber ihres Staates und zum Mitverursacher des Todes von Millionen Menschen im Ersten Weltkrieg.

Ob Bismarck diese Katastrophe hätte verhindern können, kann man nicht mit Sicherheit sagen. Er stammte einfach noch aus einer alten Zeit ohne demokratische Mitbestimmung und hätte mit Sicherheit größte Schwierigkeiten bekommen, wenn immer größere Teile des Volkes genau diese verlangt hätten.

Weiterführende Hinweise

  • Zur Übersichtsseite über die vorhandenen Kapitel zu Themen der Geschichte
    https://textaussage.de/geschichte
  • Ein alphabetisches Gesamtverzeichnis unserer Infos und Materialien gibt es hier.
  • Eine Übersicht über unsere Videos auf Youtube gibt es hier.

15-17 Vom Wiener Kongress 1815 bis zur Reichseinigung 1871

Das Folgende ist ein Auszug aus einem E-Book, das es niocht mehr im Handel gibt.
Mit Erlaubnis des Verfassers veröffentlichen wir hier Auszüge aus den Kapiteln 15-17.

Kleine Vorbemerkung zu den Zusammenhängen:

  1. Ende des 18. Jahrhunderts gab es zwei Entwicklungen, die zusammen zu neuen Staats- und Gesellschaftsformen führten. Die Industrielle Revolution schwächte den Adel und stärkte das Bürgertum – denn das investierte in die neuen Fabriken.
  2. Dazu kamen die Ideen der Aufklärung, die dem Bürgertum gewissermaßen die geistige Lizenz zu Veränderungen bis hin zur Revolution gaben.
  3. Die neuen Prinzipien setzten sich zuerst in Amerika durch, wo die englischen Kolonien sich vom Mutterland lossagten und einen eigenen Staat, eine freie Republik, gründeten.
  4. Es folgte Frankreich, in dem Vertreter vor allem des Bürgertums das absolutistische System und die Ständegesellschaft abschafften und verschiedene Verfassungsvarianten ausprobierten. Vor allem der Krieg gegen die alten Mächte radikalisierte dann die Revolution immer weiter und es kam zum Terror.
  5. Napoleon sorgte dann für die Beibehaltung wichtiger Fortschritte, zugleich aber für ein neues System der Stabilität und Sicherheit. Allerdings begann er neue Kriege, die schließlich auch in seinem Sturz endeten.
  6. Es begann die Zeit der Restauration, die die alten Verhältnisse aber nicht komplett wiederherstellen konnten.
  7. Die Deutschen versuchten zunächst 1848 in einer Revolution auch die nationale Einheit herzustellen – als das scheiterte, waren sie schließlich froh, dass Bismarck ihnen die Einheit mit Hilfe von drei Kriegen und als Maßnahme der Monarchen in Deutschland schenkte.
  8. Damit hatten die Deutschen die Einheit bekommen, aber nicht ihr zweites Ziel, nämlich die Freiheit, über die Politik selbst zu bestimmten, also keine richtige Demokratie.
  9. Es waren dann die unfähigen Nachfolger Bismarcks, die das neue Reich im Ersten Weltkrieg in den Abgrund führten und indirekt schließlich sogar die Herrschaft Hitlers ermöglichten.
  10. Insgesamt sieht man, wie Politik und Wirtschaft zusammenhängen: Beide Kräfte bringen das Bürgertum in eine immer stärkere Position, so dass es schließlich in Deutschland zumindest ein bisschen Mitbestimmungsmöglichkeiten bekommt.
 
 

15     1815 – 1848: die Jahre des scheinbaren Rückschritts

Die erste Phase der Zeit nach Napoleon reicht vom Wiener Kongress bis zur Revolution von 1848. Man bemühte sich, die Französische Revolution und ihre Folgen in Vergessenheit ge-raten zu lassen – aber die Wirklichkeit war auch damals schon stärker als die Wünsche ir-gendwelcher Herrscher und privilegierter Gruppen.

15.1     Die große Enttäuschung für die Deutschen

Der Wiener Kongress, auf dem die Sieger mit dem geschlagenen Frankreich über die Neuordnung Europas nach Napoleon verhandelten, ging sehr schonend mit dem Verlierer um und versuchte vor allem, das alte monarchische und feudale System weitgehend zu erhalten. Vor allem die Deutschen wurden fürchterlich enttäuscht: Sie hatten zunächst in den Preußischen Reformen gesehen, wie viel Fortschritt auch im Auftrag des Königs erreicht werden konnte (Bauernbefreiung, Gewerbefreiheit, mehr Menschenrechte im Militär, Selbstverwal-tung der Städte u.a.) und wie viel Schwung das im ganzen Volk in den siegreichen Befreiungskriegen hervorrief, aber in Wien blieb davon nicht viel übrig.

15.2     Fast wieder die alten Verhältnisse

Das 1806 ruhmlos zu Grunde gegangene alte Heilige Römische Reich Deutscher Nation wurde nicht wiederhergestellt und es gab auch keinen richtigen Nachfolger. Vor allem nahm man wenig Rücksicht auf die Menschen, die sich voll für den Abwehrkampf gegen Napoleon eingesetzt hatten. Lediglich in einigen kleineren Staaten des neu gegründeten, aber sehr lo-cker verbundenen Deutschen Bundes wurden Ansätze einer modernen Verfassung verwirklicht, im Allgemeinen aber herrschte wirklich Restauration, d.h. die Rückkehr zu den vorrevo-lutionären Verhältnissen. Je mehr die Menschen versuchten, an diesen Verhältnissen zu rüt-teln (1817 Wartburgfest, 1832 Hambacher Fest), umso repressiver (unterdrückender) wurden die staatlichen Organe.

15.3     Rückzug ins Private

Zwar gelang es den Franzosen im Jahre 1830, in einer erneuten Revolution (Juli-Revolution) die wieder eingesetzten Bourbonen-Herrscher zu vertreiben, aber das wirkte sich auf das üb-rige Europa kaum aus. So blieb den meisten Menschen nichts anderes übrig, als sich – ähn-lich wie viele Menschen in der späteren DDR – in das private Leben zurückzuziehen und sich der Kunst, der Bildung und dem wirtschaftlichen Fortschritt zu widmen. Man nennt diese Zeit „Biedermeier“ – ausgehend von einem Allerweltsnamen für einen Allerweltsmenschen, der zudem noch „bieder“, also unauffällig ist.

16     1848: Das Jahr des scheinbaren Scheiterns der Revolution in Deutschland

Das heißt: Im wesentlichen gab es für viele Deutsche vor allem zwei Ziele:
  1. Sie wollten Freiheitsrechte, wie sie sich die Franzosen in der Revolution von 1789 erkämpft hatten.
  2. Außerdem wollten Sie die staatliche Einheit aller deutschen / deutschsprachigen Länder.
Aber wie wir schon sagten: Die Zeit schreibt ihre eigenen Gesetze – und was einmal war, kann nicht mehr auf Dauer verdrängt werden.

16.1     Frankreich erneut als Vorbild

1848 kam dann die große Chance für die Deutschen, zwei Ziele auf einmal zu erreichen, nämlich die ersehnte nationale Einheit und die politische Freiheit, d.h.: Menschenrechte und Verfassung. Ausgangspunkt war eine erneute Revolution in Frankreich (Februarrevolution), in der der 1830 eingesetzte sogenannte Bürgerkönig ebenfalls verjagt wurde. Dem war näm-lich weiter nichts eingefallen, als den Menschen, die ein Wahlrecht nicht nur nach Besitz for-derten, zu empfehlen, sie müssten sich halt bereichern, dann könnten sie auch wählen.

16.2     Große Ideen – wenig Macht und Erfolg

16.2.1     Februar 1848: Frankreich legt vor – Deutschland folgt nach
Frankreich ging nach dem Februar 1848 sogar soweit, erneut eine Republik auszuprobieren, die allerdings bald in ein erneutes Kaisertum, das Napoleons III., mündete. Die Deutschen übernahmen zumindest ein bisschen von dem revolutionären Schwung der Franzosen und setzten – weitgehend friedlich im Südwesten Deutschlands und in blutigen Barrikaden – Kämpfen in Wien und Berlin – die Vorbereitung neuer, demokratischer Verfassungen durch.
Dazu eine kleine Anmerkung aus dem Februar des Jahres 2014: Die Schüler, die sich seit einiger Zeit nicht so recht vorstellen konnten, wie nicht weit von ihnen entfernt Revolutionen aussehen könnten, bekamen in der Ukraine ein sehr beeindruckendes Beispiel geliefert. Dies nur als Tipp an alle Lehrer: Ein Vergleich der Entwicklung von 1848 mit der in der Ukraine könnte erhellend sein.

Nun aber wieder zurück zur Geschichte:

Das Paulskirchenparlament – fleißig, aber ohne Macht

Ab dem Mai 1848 wurde in Frankfurt in der Nationalversammlung intensiv gearbeitet. Beson-ders lange wurde an einem ersten Katalog von Grundrechten gearbeitet. Gleichzeitig ver-schoben sich aber die realen Machtverhältnisse immer stärker zu Ungunsten der Revolutio-näre. Sie hatten kein wirklich mächtiges vorläufiges Staatsoberhaupt, sondern nur einen so genannten „Reichsverweser“ ohne militärischen und bürokratischen Unterbau.

Die Machtlosigkeit des ersten demokratisch gewählten deutschen Parlaments zeigte sich, als es Preußen beauftragte, die Interessen der Deutschen gegen Dänemark zu schützen – eine eigene Armee hatte man ja nicht. Preußen folgte dem Auftrag, schloss aber bald eigenmäch-tig wieder einen Waffenstillstand. Den Parlamentariern in der Paulskirche blieb nicht viel mehr als Protest. Es kam dann noch schlimmer.

16.2.2     Stufenweises Scheitern

Nachdem man in mühseligen Auseinandersetzungen akzeptiert hatte, dass es eine groß-deutsche Lösung mit Österreich nicht geben würde, musste man erleben, dass auch die zweitbeste Lösung nicht realisiert werden konnte. Zwar einigte man sich darauf, dem König von Preußen die Krone eines neuen deutschen Kaiserreichs anzubieten, dieser lehnte aber brüsk mit dem Hinweis ab, er werde eine solche Krone nur von seinesgleichen, sprich also wie im Mittelalter von den Fürsten entgegennehmen.

16.3     Das traurige Ende der Revolution in Deutschland

Damit war die Revolution gescheitert, die Revolutionäre liefen auseinander und der Rest wurde 1849 von preußischen Soldaten in Rastatt zusammengeschossen oder hingerichtet.

16.4     Warum ist die Revolution gescheitert?

16.4.1     Das französische Schreckbild für die Bürger

Es kamen verschiedene Dinge zusammen: Ein wichtiger Punkt war, dass erstmals auch Ar-beiter an den revolutionären Entwicklungen beteiligt waren. In Frankreich erhoben sie so mächtig ihre Stimme, dass sie sogar vom Militär zusammengeschossen werden mussten.

In Deutschland war es vor allem das Bürgertum, das diese Entwicklung mit Sorge sah – vol-ler Angst um die eigene gesellschaftliche Stellung. Im Konfliktfall waren die Bürger eher be-reit, mit dem König ein bisschen Veränderung durchzusetzen, als zusammen mit den Arbei-tern alles zu riskieren.

16.4.2     Der König als Partner des Bürgertums

Dafür gab es ja auch schon ein großes Vorbild, nämlich die Reformen des Herrn von Stein, der nach 1807 in Preußen auch eine „Revolution von oben“, also im Auftrag des Königs und mit seiner Zustimmung, durchgesetzt hatte. Das war ein Modell, auf das man jetzt gerne zu-rückgriff.
Das Problem war nur, dass da kein großer Feind mehr war, den König und Volk zusammen bekämpfen mussten und wollten. Jetzt sah man eher im Volk den Feind und tat alles, um es auf alle mögliche Weise auszutricksen.

Dabei spielte auch eine Rolle, dass der preußische König zwar seine eigene Landes-Nationalversammlung in Berlin, die parallel zu der in Frankfurt für ganz Deutschland tagte, auseinandertreiben ließ. Aber er machte auch Zugeständnisse, gab von sich aus eine Ver-fassung, auf die wir noch genauer eingehen werden.

16.4.3     Deutsche Besonderheiten: Keine Hauptstadt – aber viel Untertanengeist

Was Deutschland vor allem auch fehlte, war ein großes nationales Zentrum wie Paris, in dem die Aufstandsbewegung sich geschlossen formieren konnte. Die Deutschen hatten es mit zig größeren und kleineren Fürsten zu tun – die nationale Spaltung lähmte auch die nationale Revolution.

Dazu kam allerdings auch eine spezifisch deutsche Mentalität, die Lenin so auf den Punkt gebracht hat: Wenn die Deutschen eine Revolution machen und einen Bahnhof besetzen wollen, kaufen sie vorher eine Bahnsteigkarte. Solche Tickets kennen wir heute nicht mehr, weil Bahnhöfe im Unterschied zu früher frei zugänglich sind. Aber der Satz trifft doch die be-sondere Staatstreue und den ausgeprägten Untertanengeist, der für viele Deutsche bis zum Ersten Weltkrieg kennzeichnend war.

16.5. Die „Bedeutung“ der „Märzrevolution“ von 1848/49

  1. Zunächst etwas Grundsätzliches zum Begriff der „Bedeutung“ eines historischen Ereignisses
    1. Am besten geht man von der normalen Bedeutung eines Wortes aus: Nehmen wir mal eine Gruppe von Freunden. Dabei können Prioritäten eine Rolle spielen („bester Freund“), aber auch Besonderheiten (ein Freund für Sport, einer fürs Reden, einer für Reisen usw.)
    2. Ein historisches Ereignis hat also zum einen eine Bedeutung in der Wichtigkeitsskala,
      hier liegt die Revolution von 1848 weit vorne, siehe die Begründung unten.
    3. zum anderen in seiner Besonderheit.
      Hier ist zum Beispiele eine Besonderheit, dass es am Anfang vor allem eine geistige Revolution war, d.h. das Paulskirchenparlament hat monatelang über die Verfassung und die Grundrechte beraten. Bei der Verfassung noch mit besonderem Gewicht auf der Frage der Staatsspitze und der Einbeziehung Österreichs).
  2. Nun also zu einer möglichst umfassenden Beurteilung der Bedeutung dieser Revolution:
    Diese Revolution ist ein Schlüsselereignis der deutschen Geschichte, weil sie zeigt,

    1. dass auch die Deutschen sich für wichtige Ziele erheben könnem,
    2. dass es dabei zumindest kurzzeitig zu einem Bündnis zwischen Bürgern und  Arbeitern kommt,
    3. dass die große Leistung der Erarbeitung der Grundrechte und einer Verfassung zugleich den Fürsten Gelegenheit gab, in die Gegenoffensive zu gehen,
    4. dass letztlich die Bürger sich eher mit den Fürsten verbündeten, als mit den Unterschichten zusammen aufs Ganze zu gehen,
    5. dass sie Spuren hinterlassen haben, die in alle späteren Verfassungen hineinwirkten, besonders die der Weimarer Republik.
  3. Die Revolution von 1848/1849 wurde in ihrer Sprengkraft gemindert, weil in den Preußischen Reformen ein Konzept einer „Revolution von oben“ durchgesetzt wurde (Stein-Hardenbergsche Reformen). Dies gab besonders den Bürgern immer die Perspektive, Fortschritte eben zusammen mit dem König zu probieren.
  4. Diese änderte sich erst in der Novemberrevolution von 1918, weil da die Monarchien eindeutig abgewirtschaftet hatten und durch die Niederlage auch diskreditiert waren (ihre Glaubwürdigkeit verloren hatten).
  5. Umstritten ist die Idee eines „deutschen Sonderwegs“ im Vergleich zu England und Frankreich, der auch bei der Bewertung der Revolution von 1848 eine Rolle spielt. Gemeint ist damit, dass es bei den Deutschen eine geringere gemeinschaftliche revolutionäre Basis gab als zum Beispiel in Frankreich und dass man eben mehr auf Ordnung und organische Entwicklung setzte. Von Lenin stammt ja wohl die Einschätzung, dass die Deutschen sich, wenn sie in einer Revolution einen Bahnhof stürmen wollten, zunächst noch eine Bahnsteigkarte (damals so eine Art Eintrittskarte) kaufen würden.

17     Der Weg zur halben Erfüllung der Träume der Deutschen

Die Revolution von 1848 war zwar gescheitert, die Debatten und Auseinandersetzungen hat-ten aber Grundlagen geschaffen, auf die die Weimarer Republik und später die Bundesrepu-blik in ihren Verfassungen zurückgreifen konnten.

17.1     Folgen der Revolution I: Preußen scheitert bei einem ersten Versuch einer Eini-gung Deutschlands

Es gab aber durchaus auch unmittelbare Fortschritte: Da war zum einen der Plan Preußens, in einer Union die deutschen Staaten doch enger zusammen zu schließen. Das scheiterte vor allem an Österreich, das sich als deutsche Vormacht betrachtete, und an Russland, das keinen noch stärkeren Staat an seiner Westgrenze sehen wollte.

17.2     Folgen der Revolution II: Der preußische König versucht es mit ein bisschen Demokratie

Außerdem hatte der preußische König noch 1849, also am Ende der Revolution, zumindest in seinem Land seinem Volk eine Verfassung gegeben. Man spricht von einer oktroyierten Verfassung, weil sie eben von oben verordnet worden war. Die Grundidee war, dass die be-sitzenden Schichten des Landes im Rahmen eines so genannten Zensuswahlrechts ein Ab-geordnetenhaus wählen durften, das neben dem vom König bestimmten Herrenhaus und dem König selbst in einer Dreierkonstellation die Gesetzgebungsbefugnis hatte. Der König glaubte, auf diese Art und Weise das Volk mitreden lassen zu können, ohne ihm wirklich Be-fugnisse des Mitregierens geben zu müssen.

17.3     1862 – der preußische König ist am Ende – fast

Was er dabei wohl nicht genügend beachtet hatte, zeigte sich 1862: Das preußische Heer sollte verstärkt und erneuert werden, wozu auch eine Verlängerung der Dienstpflicht gehörte. Das vom Bürgertum geprägte Abgeordnetenhaus verweigerte sich und das immer wieder, bis der König frustriert tatsächlich an Abdankung dachte. Das wäre die Chance für eine völlig andere Entwicklung Deutschlands gewesen, wenn nicht zwei Männer das verhindert hätten. Der eine war der Kronprinz, der seinem Vater die Abdankung ausredete (wann hat es das je gegeben, dass ein junger Mann nicht so früh wie möglich seinen Vater beerben wollte), der andere war der Kriegsminister, der sich an einen gewissen Herrn von Bismarck erinnerte, dem er zutraute, die Wünsche des Königs als Ministerpräsident auch gegen das Abgeordne-tenhaus durchzufechten.

17.4     Bismarck rettet das alte Preußen

So wurde plötzlich einer der konservativen Preußen Chef der Regierung und erschreckte auch in einer seiner ersten Reden gleich die Abgeordneten mit dem Hinweis, ein einiges Deutschland könne nur durch „Blut und Eisen“ und keineswegs durch „Majoritätsbeschlüsse“, also demokratische Entscheidungen, geschaffen werden.

Man kann sich vorstellen, dass das Verhältnis zwischen Regierung und Parlament äußerst gespannt bzw. eisig war, aber Bismarck präsentierte eine Lückentheorie nach dem Motto: Wenn drei sich nicht einigen können, muss der Staat trotzdem weiter funktionieren, also hat der König das Sagen und damit sein Ministerpräsident. Außerdem konnte dieser über das Militär und einen weitgehend gehorsamen Beamtenapparat verfügen.

17.5     … und gewinnt dann die Herzen der Deutschen

Es war dann Bismarcks Glück, dass die auch mit seiner Hilfe reorganisierte preußische Ar-mee 1864 zunächst mit Österreich zusammen Dänemark besiegte, zwei Jahre später dann auch Österreich selbst und im Jahre 1870 auch noch Frankreich, dessen Kaiser sich von Bismarck zu einer Kriegserklärung hatte provozieren lassen (Emser Depesche).
Bismarck wurde übrigens durch die Siege zum vorläufig größten Deutschen aller Zeiten, dem das Parlament dann gerne seine Verfassungsmauscheleien von 1862 verzieh (Indemnitätsvorlage).

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