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Schlagwort: Tschick

„tschick“ – Kapitel 44-49: Vom Schweine-Unfall bis zum Schluss

Die Kapitel 44-49 des Romans „tschick“

Diese Kapitel stellen den Schlussteil des Romans dar. In gewisser Weise bereinigen sie einiges, was bis dahin unklar geblieben ist.

Kapitel 44: S. 225-226: Situation direkt nach dem Schweine-Unfall

  • Dieses Kapitel bildet den Übergang von der gemeinsamen Lada-Reise und deren abruptem Ende bis zum zu dem Teil, der schon am Anfang erzählt worden ist und nun weitergeführt wird.
  • Im Zentrum steht die Situation direkt nach dem Unfall mit dem Schweinelaster.
  • Erstaunlich ist die „coole“ Art der Darstellung,
  • wieder wie in der vermeintlichen Nilpferdszene garniert mit recht gewagten Vergleichen (Schweinegeheul mit Applaus).
  • Am Ende dann die offene Anknüpfung an den Anfang des Romans: „Und den Rest habe ich ja schon erzählt.“ (226)

Kapitel 45: Auseinandersetzung mit dem Vater

  • Dieses Kapitel liefert den Fortgang dessen, was am Anfang des Romans geschildert worden ist. Ging es dort um die Situation auf der Autobahnpolizeistation nach dem dem Schweinelaster-Unfall und die anschließende Behandlung im Krankenhaus, so ist jetzt ein Gespräch mit seinem Vater dran.
  • Gespräch kann man das eigentlich nicht nennen, zumindest ist es nicht symmetrisch, denn der Vater schreit fast nur und schlägt auch zu.
  • Man könnte aber auch sagen, dass Maik seinem Vater überlegen ist, denn er durchschaut die Situation, während sein Vater sich nur seiner Wut hingibt.
  • Außerdem versucht er, den eigenen Sohn und indirekt damit auch sich selbst aus der Sache möglichst günstig herauszubekommen, indem er alle Schuld auf Tschick schieben will.
  • In diesem Zusammenhang wird deutlich, welch ein Ausmaß an Vorurteilen der Vater gegenüber dem Jungen hat, der zu einem wirklichen Freund für Maik geworden ist.
  • Interessant auch, wie hemmungslos der Vater versucht, mit sachfremden „Argumenten“ wie seinem schönen Haus bei dem Mann von der Jugendgerichtshilfe Eindruck zu machen.
  • Die Auseinandersetzung zwischen Vater und Sohn endet dann mit einem finalen Schlag, der Maik für einige Zeit ins Bett befördert.
  • Die Mutter sitzt wieder ziemlich alkoholisiert dabei und jammert nur ein bisschen rum, greift aber nicht wirklich ein.
  • Das wirkliche Ende des Kapitels aber wird bestimmt von dem Satz: „Und ich freute mich darauf, Tschick wiederzusehen.“ Das wiegt eigentlich alles auf, was der Vater vorher über diesen Jungen losgelassen hat.

Kapitel 46 (S. 232-236): Die Gerichtsverhandlung

  • Gleich zu Beginn zeigt Maik wieder einmal, wie viel er aus äußeren Eindrücken machen kann. Es geht um das Gerichtsgebäude, das ihm einen Eindruck von „Terror“ vermittelt.
    Anregung: Hier könnte man überlegen, was damit genau gemeint ist, denn um echten Terror handelt es sich natürlich nicht. Es muss etwas anderes sein, was er damit ausdrücken will. Am besten verbindet man es mit dem Schlusssatz des Absatzes: „dass ich in meinem Leben nie wieder ein Kaugummi klauen würde“.
  • Interessant auch, wie Maik alltägliche Fernseh-Erfahrungen mit seiner Gegenwart verbindet („Richterin Barbara Salesch“)
  • und wie er sein Gesamtgefühl zusammenfasst: „man denkt, man ist auf seiner eigenen Beerdigung“ (bis hierhin alle Zitate auf S. 232)..
  • Sehr intensiv und eigenwillig kommentiert Maik dann auch das weitere Geschehen, vor allem sein Gespräch mit dem Richter, bei dem er im Gegensatz zum Plan seines Vaters „immer mehr oder weniger die Wahrheit“ (233) sagt.
  • An der Grenze zur Satire ist dann, dass der Richter ihm die Antwort auf die entscheidende Frage, was das Ganze sollte, in den Mund legt: „Fun“ (233). Das nutzt Maik dann für eine ganz eigene Erklärung, die er aber für sich behält. Für den Leser ist sie aber sehr aufschlussreich:
    „Aber ich hätte ja auch schlecht sagen können, was ich in der Walachei gewollt hatte. Ich wusste es nicht. Und ich war mir nicht sicher, ob sich der Richter stattdessen für meine Geschichte mit Tatjana Cosic interessieren würde. Dass ich diese Zeichnung für sie gemacht hatte und dass ich eine Riesenangst hatte, der größte Langweiler unter der Sonne zu sein, und dass ich einmal im Leben wenigstens kein Feigling sein wollte, und deshalb sagte ich, dass das mit dem Fun schon irgendwie richtig wäre.“ (233/2)
  • Bezeichnend ist, dass Tschick zum Glück für Maik dann unabhängig von ihm die Sache genauso dargestellt hat, einschließlich der Schonung der Sprachtherapeutin. Das zeigt, wie sehr sie sich angenähert haben und ähnlich denken.
  • Dazu passt auch, wie sehr die beiden Freunde versuchen, den jeweils anderen zu schonen, was die Schuldfrage angeht.
  • Im Kontrast dazu steht dann das, was der Vertreter der Jugendhilfe einbringt, ganz im Sinne des Vaters, aber offensichtlich mit wenig Erfolg.
  • Denn am Ende wird deutlich, dass diese Verhandlung schon so etwas wie eine Art Rechtsfrieden hervorgebracht hat – zumindest bei Maik:
    „Zum Schluss kam noch stundenlange moralische Ermahnungen, aber es waren eigentlich sehr okaye Ermahnungen. Nicht wie bei meinen Vater oder in der Schule immer, sondern schon eher so Sachen, wo man dachte, es geht am Ende um Leben und Tod, und ich hörte mir das sehr genau an, weil mir schien, dass dieser Richter nicht gerade endbescheuert war. Im Gegenteil. Der schien ziemlich vernünftig. Und er hieß Burgmüller, falls es jemanden interessiert.“ (236)
  • Anregung: Über den Unterschied zwischen dieser Ermahnung und der des Vaters, die der Leser ja kennt, lohnt es sich nachzudenken. Man könnte sogar mal versuchen, dieses Schlusswort des Richters auszuformulieren.

Kapitel 47/48: Wieder in der Schule – Maik plötzlich im Mittelpunkt

  • Im vorletzten Kapitel geht es wieder um die Schule, wo Maik jetzt zum ersten Mal erfährt, wie es ist, wenn man sich für ihn interessiert.
  • Das beginnt mit einem Zettel von Tatjana, mit dem sie ihn angesichts seiner noch sichtbaren Verletzungen  fragt, was ihm denn zugestoßen sei.
  • Maik antworte zunächst ausweichend, nennt aber auf Nachfrage dann doch noch einige Höhepunkte seiner Reise mit Tschick.
  • Als dieser Zettel dann in die Hände des Lehrers fällt, macht der erst mal die übliche Show und trägt den Inhalt genüsslich kommentierend vor.
  • Zu seiner großen Überraschung handelt es sich aber nicht um Angeberei, sondern zwei plötzlich auftauchende Polizisten bestätigen durch ihr Erscheinen, dass Maik wirklich Außergewöhnliches erlebt hat.
  • Es geht zwar nur um einen zweiten Autodiebstahl, mit dem Maik und Tschick aber nichts zu tun haben können.
  • Aber am Ende nutzt Maik das Ende der Stunde, um sich in Anwesenheit der Polizisten selbst noch mal cool in Szene zu setzen.
  • Damit hat sich das bestätigt, was Maik (siehe eine andere Textstelle aus der Gerichtsverhandlung) sich erhofft hatte, nämlich nicht mehr als Langweiler zu gelten.
  • Außerdem kann er sich jetzt Hoffnungen machen, dass sich die von ihm  angebetete Tatjana vielleicht doch längere Zeit für ihn interessiert.

Kapitel 49: Brief von Isa und Ausbruch mit der Mutter

  • Das plötzliche Interesse von Tatjana an Maik ist dann auch gleich die Verbindung zum letzten Kapitel.
  • Plötzlich taucht über einen Brief Isa wieder im Leben Maiks auf und er hat die Chance, sie früher als erst in 50 Jahren wieder zu sehen.
  • Zu Hause angekommen gibt Maik seiner Mutter gegenüber zu, dass er sich verliebt hat. Er weiß aber zu dem Zeitpunkt gar nicht mehr, ob er Tatjana oder Isa mehr liebt. Bei letzterer hält er es zumindest für möglich, dass seine Liebe auch erwidert wird.
  • Nach diesem persönlichen Höhepunkte im Leben Maiks bekommt er plötzlich mit, dass seine Mutter, die von ihrem Mann verlassen worden ist, das gemeinsame Wohnungsinventar im Pool versenkt. Als Begründung bekommt er zu hören, dass nur das im Leben zähle, was einem wirklich etwas bedeutet.
  • Am Schluss des Buches springen Maik und seine Mutter auch selbst noch in den Pool und versuchen unter Wasser die Luft möglichst lange anzuhalten. Das dürfte ein Signal dafür sein, dass sie erst mal nur für sich sein wollen, statt immer Rücksicht auf andere Leute zu nehmen.

Weiterführende Hinweise

„tschick“ – Kapitel 29-34 mit Isa unterwegs

Die Kapitel 29-34 des Romans „tschick“.

In diesen Kapiteln geht es um die gemeinsamen Erlebnisse der beiden Jungen mit Isa: vom Kennenlernen auf dem Müllberg bis zu ihrem plötzlichen Entschluss, mit einer Busgruppe ihre Reise fortzusetzen.

Auch hier führen wir die wichtigsten Textstellen auf und kommentieren sie auch. Auf besonders wichtige Textstellen, die zum Beispiel in Klassenarbeiten eine Rolle spielen könnten, gehen wir auf eigenen Seiten ein.

Kapitel 29: Maik und Tschick treffen Isa auf dem Müllberg

In diesem Kapitel sind Maik und Tschick unterwegs zu Müllbergen, um dort einen Schlauch für das Umpumpen von Benzin zu suchen. Dort treffen sie Isa, die ihnen zeigt, wo sie das Gewünschte finden. Dafür will sie dann aber auch mitgenommen werden. Vor allem Tschick ist strikt dagegen, hat auch regelrechte Schimpfkanonaden mit Isa ausgetauscht. Zunächst steuern sie alle zusammen noch mal das Brombeergebüsch an, um ihren Hunger zu stillen.

  • Zitat S. 150: „… das verdreckte Mädchen kletterte einmal wie ein kleines, schnelles Tier an mir vorbei,ohne mich anzusehen.“

Hier wird deutlich, wie naturnah und zivilisationsfern Isa ist, als die beiden Jungen sie kennenlernen.

  • Zitat S. 152:
    • „Es blieb eine Weile still, dann rief sie wieder: ‚Was habt ihr denn gesucht?‘
    • ‚Haufen Scheiße‘, sagte Tschick.
    • ‚Schläuche!‘ rief ich. Mir wurde dieses Gefluche lan gsam zu viel.
    • ‚Wir haben Schläuche gesucht. Und du?'“

Die Textstelle zeigt deutlich den Unterschied zwischen Tschick und Maik, was Isa angeht. Daraus wird dann ja auch eine zunehmende Annäherung, die man genauer untersuchen könnte.

  • S. 154/55
    • „Tschick und das Mädchen beharkten sich noch, als wir schon fast außer Rufweite waren. Er drehte sich immer wieder um und brüllte ihr Beleidigungen zu, und sie brüllte von den Müllbergen zurück.
    • Ich hielt mich da lieber raus.
    • Aber dann kam sie uns auf einmal hinterhergelaufen.
    • Und irgendwie hatte ich gleich ein komisches Gefühl bei der Sache, als ich sah, wie sie uns hinterherlief. Normalerweise können Mädchen ja nicht laufen, oder nur so schlenkerig. Aber die konnte laufen. Und sie lief mit ihrer Holzkiste im Arm, als ginge es um Leben und Tod. Ich hatte nicht direkt Angst vor ihr, wie sie da auf uns zuschoss. Aber ein bisschen unheimlich war sie mir schon. „
    • Die Textstelle zeigt wieder,
      • dass Maik sich eher etwas zurückhält, um Normalität in der Kommunikation bemüht.
      • Deutlich wird auch wieder, vgl. die Tierstelle weiter oben, dass Isa etwas Besonderes ist, sehr naturnah und voll auf den aktuellen Punkt ausgerichtet.
      • Das ist Maik zu diesem Zeitpunkt noch unheimlich.

 

Kapitel 30: S. 156-159: Auf dem Weg zur Tankstelle: Isas Gesang

In diesem Kapitel machen sie sich auf den Weg zur Tankstelle und essen gemeinsam von den Brombeeren.

Am wichtigsten ist wohl die folgende Textstelle:

  • „Mittlerweile hatte ich auch schon wieder Hunger und Tschick auch, und wir stürzten uns zu dritt in die Brombeeren.
  • Wir müssen die irgendwie loswerden , flüsterte Tschick,
  • und ich sah ihn an, als hätte er gesagt, wir sollten uns nicht die Füße absägen.
  • Und dann fing das Mädchen an zu singen. Ganz leise erst, auf Englisch, und immer unterbrochen von kleinen Pausen, wenn sie Brombeeren kaute.
  • Jetzt singt sie auch noch kacke , sagte Tschick,
  • und ich sagte nichts, denn im Ernst sang sie nicht kacke. Sie sang Survivor von Beyoncé. Ihre Aussprache war absurd. Sie konnte überhaupt kein Englisch, hatte ich den Eindruck, sie machte nur die Worte nach.
  • Aber sie sang wahnsinnig schön.
  • Ich hielt eine Ranke mit Daumen und Zeigefinger vorsichtig von mir weg und schaute zwischen den Blättern durch auf das Mädchen, das da singend und summend und Brombeeren kauend im Ge- büsch stand.
  • Dazu dann noch der Brombeergeschmack in meinem eigenen Mund und die orangerote Dämmerung über den Baumkronen und im Hintergrund immer das Rauschen der Autobahn – mir wurde ganz seltsam zumute.“

Die Textstelle zeigt,

  1. dass Maik inzwischen ganz anderer Meinung ist, was das Loswerden Isas angeht.
  2. Dabei verwendet er eine äußerst originelle Wendung: „und ich sah ihn an, als hätte er gesagt, wir sollten uns nicht die Füße absägen“
  3. Was dann den Gesang angeht, sind Tschick und Maik auch ganz anderer Meinung.
  4. Dazu kommt, dass sie auch noch einen Song von Beyoncé singt, was für Maik sicher einen Zusammenhang mit seinen Gefühlen für Tatjana herstellt.
  5. Am Ende wird ganz deutlich, welchen großen Eindruck das alles auf Maik macht.

Kapitel 31: S. 160-163: Isa gibt den Jungen den richtigen Benzin-Tipp.

In diesem Kapitel geht es um die nicht gelingenden Versuche von Maik und Tschick, mit dem Schlauch Benzin rüberzupumpen.

Erst als Isa, die man zwischendurch abgewimmelt hatte, wieder auftaucht und ihnen den entscheidenden Tipp gibt, klappt es.

Deutlich wird hier, um wieviel lebenstüchtiger Isa im Vergleich zu den beiden Jungen ist. Lebenstüchtigkeit bedeutet dabei ein Leben außerhalb oder am Rande der Zivilisation, was Maik und Tschick erst langsam auf ihrer Abenteuerfahrt lernen.

Anregung: Man könnte mal genauer untersuchen, wie die beiden Jungen langsam in die Welt hineinwachsen, in der Isa sich in ihrer größeren Natürlichkeit schon sehr viel sicherer bewegt.

Kapitel 32: S. 164-168: Isa hat unterwegs was zu sagen

Isa wird jetzt doch mitgenommen, auch wenn sie furchtbar stinkt. Das ändert sich, als sie einen Bergsee erreichen, wo sie ins Wasser geworfen wird und sich anschließend mit Duschgel einseift. Wie unbefangen und damit auch wieder naturnah sie ist, zeigt sich daran, dass sie sich ungeniert vor den Jungen auszieht.

Besonders interessant:

  • „Tschick hatte mittlerweile keine Probleme mehr mit der Autobahn, er fuhr wie Hitler in seinen besten Tagen,
  • und Isa saß hinten und quasselte unaufhörlich. Sie war auf einmal ganz aufgekratzt und rüttelte beim Reden an unseren Sitzlehnen.
  • Nicht, dass ich das normal gefunden hätte, aber im Vergleich zu dem Gefluche vorher war es immerhin ein Fortschritt.
  • Und auch was sie da redete, war gar nicht immer uninteressant. Ich meine, sie war nicht doof auf ihre Weise, und auch Tschick biss sich nach einiger Zeit auf die Lippen und hörte ihr zu und nickte.“

Die Textstelle zeigt:

  1. dass Isa einen enormen Redebedarf hat, was vielleicht damit zusammenhängt, dass sie vorher wohl lange allein unterwegs war.
  2. Entscheidend auch hier wieder, dass Isa den Jungen was zu bieten hat, was „nicht immer uninteressant“ ist.
  3. Anregung: Klären könnte man mal, was es bedeutet, wenn Maik feststellt: “ … sie war nicht doof auf ihre Weise“.
  4. Interessant, dass Tschick schließlich auch ihrem Einfluss erliebt, immerhin wird sogar betont: „biss sich nach einiger Zeit auf die Lippen.“

Kapitel 33: S. 169-172: Umgang mit Sexualität

In diesem Kapitel geht um Fragen der Sexualität. Als Tschick am nächsten Morgen schon unterwegs ist, um was zu besorgen, schneidet Maik Isa die Haare, die dabei ihren Oberkörper frei gemachtd hat und schließlich Maik sogar fragt, ob er mit ihr schlafen wolle. Der ist von dem Gedanken aber überfordert, ihm reicht es, dass sie ihre Hand auf sein Knie legt. Zum Küssen kommt es dann nicht mehr, weil Tschick wiederkommt.

Interessant ist die Episode mit dem Mann am Waldrand, der im Unterschied zu Isa auf eine Weise mit Sexualität umgeht, die Isa so unnatürlich und abstoßend findet, dass sie ihn mit Steinwürfen vertreibt.

Das Kapitel zeigt:

  1. wieder, wie natürlich Isa auch mit Sexualität umgeht
  2. im Kontrast zum einen zu Maik, der offensichtlich noch nicht so weit ist
  3. und vor allem dem Erwachsenen, der zwar weiß, was Sexualität ist und was man machen kann, dies aber auf eine abstoßende Weise präsentiert,
  4. die Isa zu einer kämpferischen Gegenaktion herausfordert.

Kapitel 34: S. 173-177: Grundfragen des Lebens

In diesem Kapitel fahren die drei auf einen Berg, wo sie ein Holzkreuz sehen und eine Hütte, an deren Wänden viele Menschen ihre Namen und das Datum der Anwesenheit eingeschnitzt haben.

Tschick fügt jetzt auch ihre Namen und Daten hinzu.

Das Bewusstsein, dass die Menschen, die da etwas von sich hinterlassen haben, inzwischen alle tot sind, gibt den drei Jugendlichen zu denken. Maik schlägt schließlich vor, dass sie sich in genau fünfzig Jahren an der gleichen Stelle wieder treffen sollten. Dem stimmen die anderen zu.

Dann aber kommt es plötzlich zur Trennung, als Isa einen Reisebus sieht, mit dem sie mitfahren will. Maik gibt ihr das benötigte Geld und bekommt dafür einen Kuss von Isa auf den Mund.

Tschick kommentiert das am Ende nur noch ironisch: „du hast ja echt ein glückliches Händchen mit Frauen“. (177)

Hinweis auf den Aspekt des Existenzialismus in diesem Kapitel

Dies ist ja eins der interessantesten Kapitel des Romans, weil es um Grundfragen der Existenz geht, was man „Existenzialismus“ nennt.

Dazu haben wir an anderer Stelle schon einiges zusammengetragen:

https://www.schnell-durchblicken.de/durchblick-auch-in-deutsch/tipps-und-hilfen-zu-tschick/existenzialismus-in-tschick/

Erinnert sei daran, dass es eine Vorstufe zu dieser Episode geht, in der Maik über das Älterwerden nachdenkt (Kapitel 23)

Weiterführende Hinweise

„tschick“ – Kapitel 20-28 unterwegs bis Isa auftaucht

Die Kapitel 20-28 des Romans „tschick“.

Im 19. Kapitel haben wir zu unserer Überraschung festgestellt, dass man kaum eine Stelle findet, die man wirklich für besonders wichtig halten kann. Das haben wir zum Anlass genommen, jetzt eine andere Herangehensweise mal auszuprobieren:

Wir behandeln einfach einen größeren Erzählzusammenhang „auf einen Schlag“, nämlich die Kapitel 20-28. In ihnen geht es um die Erfahrungen, die Tschick und Maik auf ihrer Autofahrt Richtung Walachei machen, bevor Isa zu ihnen stößt.

Auch hier führen wir die wichtigsten Textstellen auf und kommentieren sie auch. Auf besonders wichtige Textstellen, die zum Beispiel in Klassenarbeiten eine Rolle spielen könnten, gehen wir auf eigenen Seiten ein.

Kapitel 20: Zitat 1 (S. 104): Maiks völlig neues Fahr-Erlebnis

Zu Beginn des Kapitels 20 beginnt die eigentliche Abenteuerfahrt und sie führt gleich zu völlig neuen Gefühlen und Ideen. Maik beginnt mit seiner Situation:

  • „Mein Arm hing aus dem Fenster, mein Kopf lag auf meinem Arm.
  • Wir fuhren Tempo 30 zwischen Wiesen und Fel dern hindurch, über denen langsam die Sonne aufging, irgendwo hinter Rahnsdorf, und es war das Schönste und Seltsamste, was ich je erlebt habe.
  • Was daran seltsam war, ist schwer zu sagen, denn es war ja nur eine Autofahrt, und ich war schon oft Auto gefahren.
  • Aber es ist eben ein Unterschied, ob man dabei neben Erwachsenen sitzt, die über Waschbeton und Angela Merkel reden, oder ob sie eben nicht da sitzen und niemand redet.
  • Tschick hatte sich auf seiner Seite auch aus dem Fenster gehängt und steuerte den Wagen mit der rechten Hand eine kleine Anhöhe hinauf.
  • Es war, als ob der Lada von alleine durch die Felder fuhr, es war ein ganz anderes Fahren, eine andere Welt. Alles war größer, die Farben satter, die Geräusche Dolby Surround, und ich hätte mich, ehrlich gesagt, nicht gewundert, wenn auf einmal Tony Soprano, ein Dinosaurier oder ein Raumschiff vor uns aufgetaucht wäre.“

Die Stelle zeigt,

  1. wie sich die Wahrnehmung eines alltäglichen Ablaufs völlig verändern kann, wenn er in einem anderen Umfeld stattfindet.
  2. Maik macht zum Teil ja auch klar, was sich für ihn am Umfeld geändert hat.
  3. Erstaunlich, wie sehr auch hier Maiks Fantasie wieder angestachelt wird.
  • Im weiteren Verlauf des Kapitels geht es um die Fahrkünste von Tschick und das Problem, wie man die Richtung nach Süden sicher finden könnte. In dem Zusammenhang geht es auch um einen kleinen Spielkompass, der Anlass wird zum Vortrag von Lese-Erinnerungen.
  • Ein anderes Problem besteht darin, dass Tschick mit seinen gerade mal 14 Jahren nicht als zu junger Fahrer auffällt. Das gehen die geradezu experimentell an, indem sie verschiedene Formen der Bemalung und der Verkleidung ausprobieren.

Kapitel 21:

  • Am Ende des vorigen Kapitels sind sie auf eine Sandkiste abgebogen, wo sie jetzt ziemlich lange allein sind.
  • In einer Sackgasse fahren sie einfach weiter durch ein Weizenfeld.
  • Schließlich endet ihre Fahrt an einem Abhang.
  • Dort erleben sie ein stundenlanges wütendes Unwetter
  • und verbringen schließlich die erste Nacht auf den Autositzen im Lada.

Kapitel 22:

  • Am nächsten Tag bringt Tschick seinem Freund Maik das Autofahren bei.
  • Am beeindruckendsten die freudige Feststellung des erfolgreichen Fahrschülers: „Der Lada machte, was ich wollte.“ (114)

Kapitel 23:

  • In einer Bäckerei treffen sie denn Bekannte und die spendieren ihnen Kaffee und Brötchen, die sie dringend brauchen.
  • Anschließend fällt ihnen ein Bus voller Touristen auf, was Maik zu tiefsinnigen Überlegungen zum Ablauf des Lebens bringt.
  • Wir gehen darauf auf einer separaten Seite ein, weil das hier zu viel würde.
  • Aufgeschreckt von zwei Polizisten tauschen sie erst mal das Nummernschild ihres Ladas aus und verschwinden dann in einer Sägewerk-Anlage.
  • Dann ziehen sie erst mal mit Rucksäcken los, um ein oder zwei Tage im Wald zu verbringen.
  • Auf dem Berg finden sie einen Kiosk, wo sie sich einiges kaufen können.
  • Sie verbringen dann den Nachmittag bei Holunderbüschen und unterhalten sich über die Frage, ob nicht irgendwo im Universum eine Insektenart genau so über sie nachdenken könnte, wie sie es jetzt gerade tun.
  • Anregung: Man könnte mal versuchen, ob man auch in der Schule ein solches Gespräch führen kann. Etwa in Gruppenarbeit mit dem Ziel, etwas Grundsätzliches über das Leben herauszufinden. Gegebenenfalls könnte man hier ein paar Vorschläge machen. Das können Fragen nach dem Beruf, dem späteren Wohnort, einer möglichen Familie oder irgendwelchen Abenteuern oder sonstigen besonderen Leistungen sein. Oder eine besondere Begegnung mit einem Menschen oder eine besondere Landschaft, die einen fasziniert und festhält.

Zitat S. 122

  • „Wahnsinn! Ja, Wahnsinn. Ich schaute in die Sterne mit ihrer unbegreiflichen Unendlichkeit, und ich war irgendwie erschrocken.
  • Ich war gerührt und erschrocken gleichzeitig.
  • Ich dachte über die Insekten nach, die jetzt fast sichtbar wurden auf ihrer kleinen, flimmernden Galaxie
  • und dann drehte ich mich zu Tschick, und er guckte mich an und guckte mir in die Augen und sagte, dass das alles ein Wahnsinn wäre
  • und das stimmte auch. Es war wirklich ein Wahnsinn. Und die ‚Grillen zirpten die ganze Nacht.“

Die Stelle zeigt,

  1. zunächst einmal, wie „philosophisch“ und zugleich kreativ-literarisch Tschick und Maik die besondere Situation nutzen, um sich Gedanken über Grundfragen unsrer Existenz zu machen.
  2. Anregung: Klären könnte man das Gemisch der Gefühle, die dabei entstehen.
  3. Anregung: Außerdem könnte man sicher mal abfragen, in welchen Situationen heute junge Menschen noch auf solche oder ähnliche Gedanken kommen.

Kapitel 24:

  • Als Maik am nächsten Morgen aufwacht, ist er allein. Tschick ist mal zum Sägewerk runtergegangen, um nach dem Lada zu schauen.
  • Wie gut Maik so ganz nebenbei wie ein Schriftsteller arbeitet, zeigt die folgende Stelle: „Die Sonne sah aus wie ein roter Pfirsich in einer Schüssel Milch.“ (123)
  • Anregung: Das ist natürlich ein guter Ausgangspunkt, selbst sich selbst mal an einem gewagten Vergleich zu versuchen.
  • Den Schluss des Kapitels bildet dann die kurze Begegnung mit einer Gruppe Mädchen, die unter dem Motto „Adel auf dem Radel“ unterwegs sind.
  • Auch Tschick zeigt sich wieder mal sehr kreativ, wenn er von sich und Maik als „Proleten auf Raketen“ spricht.

Kapitel 25:

  • Sie fahren dann weiter, weil sie sich schon wieder recht sicher fühlen, und stellen dann fest, dass sie hungrig sind.
  • Sie checken erst mal ihre Vorräte – und dann wieder eine schöne Formulierung, wie sie die Pizzen entsorgen: „… und am Ende verließen sechs Frisbeescheiben den Lada wie Ufos den brennenden Todesstern.“ (126)
  • Anregung: Hier könnte man mal klären, wie man auf so einen Vergleich kommen kann.
  • Dann sehen sie das Schild zu einem Normal-Laden, können den aber nicht finden und geraten schließlich  an eine etwas seltsame Familie, von der sie sogar zum Essen eingeladen werden.
  • Anregung: Genauer untersuchen könnte man die humorvolle Art der Kommunikation vor allem zwischen Tschick und der Familie.
  • Am Ende kommt es noch zu einem Quizwettbewerb und Tschick nutzt ihn, um herauszubekommen, wie man mit einer Uhr die Himmelsrichtung feststellen kann.

Kapitel 26:

  • Nachdem sie zum Abschied noch einen Kürbis geschenkt bekommen haben, denkt Maik darüber nach, ob Tschick es wohl ernst gemeint hatte, als er von tollen Leuten sprach.
  • Anregung: Hier könnte man mal überlegen, wie vielschichtig dieses Urteil ist und was es bedeutet. Teilweise wird das ja im Text selbst erklärt.
  • Sie kaufen dann im Norma-Laden ein und kurz bevor sie das abgestellte Auto wieder erreichen, stellt Maik plötzlich fest, dass da ein Polizist ist, der versucht sein Fahrrad zu flicken und bald misstrauisch wird, was diese Jungs und das Auto angeht.
  • Es kommt zu einer wilden Verfolgungsjagd, bei der Maik und Tschick getrennt werden.

Kapitel 27:

  • Maik und Tschick sind glücklicherweise so klug, zum letzten gemeinsamen Punkt zurückzukehren.
  • Vorher gibt es aber wieder eine schöne Beschreibung: „und die flachen Sonnenstrahlen glänzten auf dem Kopfsteinpflaster wie roter Lack.“ (140)
  • Anregung: Bei diesen und ähnlichen Bildern kann man mal überprüfen, inwieweit das Bild passt und wie der Effekt hat entstehen können.

Kapitel 28:

  • Dieses Kapitel leitet dann schon zum nächsten Kapitelblock über, weil Maik und Tschick nämlich feststellen, dass das Benzin zu Ende geht.
  • Dies führt sie dazu, einen Schlauch zu suchen, um von einem anderen Auto Sprit rüberzuziehen.
  • Recht witzig gemacht ist dann die Erklärung der Möglichkeit durch das „Prinzip der kommunalen Röhren.“ (147)

Weiterführende Hinweise

„tschick“ – Kapitel 18

Das 18. Kapitel des Romans „tschick“.

In dem Kapitel geht es zunächst um die ganz normale Freizeitbeschäftigung von Schülern wie Maik und Tschick, wenn sie alleine zu Hause sind und alles machen können, was sie möchten. Das mit der Normalität kommt für den Leser doch etwas überraschend, weil es etwas dauert, bis er es entweder selbst merkt oder eben gesagt bekommen, dass es sich hier um ein äußerst brutales Computerspiel handelt.

Zitat 1:

  • „Ich lief den dunklen, schmalen Korridor runter, wo nicht viel zu erkennen war, dann links in den Gang mit dem Eisengeländer und drückte mich mit dem Rücken an die Wand, die zwei Tanks und die Türöffnung im Blickfeld.
  • Ich sah Tschick im Dauerlaufum eine Ecke biegen, heftete mich an seine Fersen und konnte sogar von hinten erkennen, wie ratlos er war. Aber er lief wie ein Irrer, mindestens noch drei Minuten lang, ohne zu merken, dass ich schon hinter ihm war.
  • Auf einem freien Platz blieb er stehen.
  • Ich riss die Shotgun hoch und ballerte ihm in den Rücken. Ein Feuerwerk aus Blut spritzte aus ihm raus, und er knallte hin und rührte sich nicht mehr.
  • Scheiße , sagte er, wo bist du denn immer? Ich seh dich überhaupt nicht.
  • Ich wechselte zur Chain Gun, schändete seine Leiche und hüpfte ein bisschen im Kreis.

Die Stelle zeigt,

  1. zunächst einmal, dass solch ein Computerspiel anscheinend für Maik etwas ganz Normales ist,
  2. auch wenn es dabei zu erschreckenden Ereignissen kommt:
    1. „Ich riss die Shotgun hoch und ballerte ihm in den Rücken. Ein Feuerwerk aus Blut spritzte aus ihm raus, und er knallte hin und rührte sich nicht mehr
    2. Ich wechselte zur Chain Gun, schändete seine Leiche und hüpfte ein bisschen im Kreis.
  3. Anregung: Es geht hier sicher nicht darum, mit dem Zeigefinger auf solche Freizeitbeschäftigungen zu zeigen. Aber es ist schon erstaunlich, was da so auf dem Markt ist und wie sich Maik als Erzähler dazu äußert.
  4. Vor diesem Hintergrund könnte man in eine offene Diskussion eintreten, denn die Schüler sind sicher die besten Experten, wenn es um die Klärung ihrer Motive, Gefühle und Erfahrungen im Umgang mit solchen Computerspielen geht.

Vor dem Hintergrund dieser doch hoffentlich eher wirklichkeitsfremden Möglichkeit, sich Aufregung zu verschaffen, entsteht der Gedanke, gemeinsam mit dem Lada eine Reise zu machen. Dabei stellt sich im Laufe der Diskussion die Walachei in Rumänien als mögliches Ziel heraus, weil Tschick da Verwandte haben soll.

Interessant sind der Rückblick Maiks, als Tschick gegangen ist, und die Veränderung, die sich nach seinem Abgang bei ihm ergibt:

Zitat 2:

  • „Ich hatte mich wirklich noch nie so gut unterhalten.
  • Tschick stellte zwei Flaschen auf den Tisch und sagte: Du wirst ja sehen. Mein Großvater und meine Großtante und zwei Cousins und vier Cousinen und die Cousinen schön wie Orchideen – du wirst ja sehen.
  • Tatsächlich fing der Gedanke langsam an, mich zu beschäftigen.
  • Aber kaum war Tschick gegangen, lösten sich die Cousinen und alles andere in Nebel auf und verschwanden, und zurück blieb ein elendes Gefühl. Geradezu das heulende Elend.
  • Das hatte mit Tschick aber nichts zu tun. Das hatte was mit Tatjana zu tun. Damit, dass ich überhaupt nicht wusste, was sie jetzt über mich dachte, und dass ich es vielleicht auch nie erfahren würde, und in diesem Moment hätte ich wirklich einiges dafür gegeben, in der Walachei zu sein oder sonst wo auf der Welt, nur nicht in Berlin.
  • Bevor ich ins Bett ging, klappte ich noch mal meinen Rechner auf. Ich fand vier Mails von meinem Vater, der sich beschwerte, dass ich mein Handy ausgeschaltet hatte und auch unten nicht ranging, und ich musste mir noch irgendwelche Ausreden für ihn ausdenken und erklären, dass alles superokay war hier. Was es ja auch war.
  • Und weil ich überhaupt keine Lust auf diese Mails hatte und mir nichts einfiel, tippte ich nebenbei noch bei Wikipedia Walachei ein. Und dann fing ich wirklich an, mir Gedanken zu machen.“

Die Stelle zeigt,

  1. dass Tschick für Maik eine immer größere Bedeutung bekommt und
  2. dabei das Sich-unterhalten-Können eine große Rolle spielt,
  3. wie übrigens im Krankenhaus in der Kommunikation mit der Schwesternschülerin.
  4. Deutlich wird auch, dass Alleinsein und Nachdenkenkönnen jetzt für Maik ein Problem darstellt
  5. und dass der Gedanke an eine Fahrt in die Walachei vor diesem Hintergrund für ihn immer interessanter wird.

Weiterführende Hinweise

„tschick“ – Kapitel 17

Das 17. Kapitel des Romans „tschick“.

In dem Kapitel geht es darum, dass Maik sich tatsächlich  mit der Zeichnung von Tschick zu Tatjanas Geburtstagsfeier fahren lässt.

Bis dahin muss aber von Tschick noch einiges an Überzeugungsarbeit geleistet werden. Eine wichtige Rolle spielt das folgende Zitat.

Zitat 1: Man muss auffallen …

  • „Ich bin nicht eingeladen.
  • Du bist nicht eingeladen! Na und?
  • Ich bin auch nicht eingeladen. Und weißt du, warum? Logisch, der Russenarsch ist nicht eingeladen. Aber weißt du, warum du nicht eingeladen bist? Siehst du – du weißt es nicht mal. Aber ich weiß es.
  • Dann sag’s, du Held. Weil ich langweilig bin und scheiße ausseh.
  • Tschick schüttelte den Kopf. Du siehst nicht scheiße aus. Oder vielleicht siehst du scheiße aus. Aber daran liegt’s nicht.
  • Der Grund ist: Es gibt überhaupt keinen Grund, dich einzuladen. Du fällst nicht auf. Du musst auffallen, Mann.“

Die Stelle zeigt,

  1. zunächst das einfache Denken von Maik: Er ist nicht eingeladen – da kann er auch nichts machen.
  2. Tschick dagegen hat genau begriffen, worauf es ankommt: Man muss auffallen, um eben interessant zu sein.
  3. Dementsprechend gibt er ihm einen Ratschlag, der ja schließlich im Laufe des Romans auch durch die wilde Tour mit dem Lada eingelöst wird. Am Ende ist Maik ja auch in den Augen seiner Mitschüler endlich aufgefallen und damit auch interessant.

Zitat 2:

  • „und dann sahen wir schon das Haus. Rot geklinkert, ein Vorgarten voller Fahrräder, vom See her ein Riesengeschrei.
  • Noch hundert Meter entfernt. Ich rutschte von meinem Sitz hinunter in den Fußraum,
  • während Tschick das Fenster mnterkurbelte, lässig einen Ellenbogen raushängte und mit achteinhalb Stundenkilometern an der ganzen Gesellschaft vorbeifuhr.
  • Ungefähr ein Dutzend Leute stand im Vorgarten und in der offenen Haustür, Leute mit Gläsern und Flaschen und Handys und Zigaretten in den Händen. Unmengen hinten im Garten. Bekannte und unbekannte Gesichter, aufgedonnerte Mädchen aus der Parallelklasse.
  • Und wie eine Sonne mittendrin Tatjana.
  • Wenn sie schon die größten Trottel und Russen nicht eingeladen hatte, hatte sie doch sonst alles eingeladen, was laufen konnte.
  • Das Haus blieb langsam hinter uns zurück. Keiner hatte uns gesehen, und mir fiel ein, dass ich ja überhaupt keinen Plan hatte, wie ich Tatjana die Zeichnung geben sollte.
  • Ich dachte ernsthaft darüber nach, sie während der Fahrt aus dem Fenster zu werfen. Irgendwer würde sie schon finden und zu ihr bringen.
  • Aber bevor ich noch irgendwas Bescheuertes tun konnte, bremste Tschick schon und stieg aus.
  • Entsetzt sah ich ihm hinterher. Ich weiß nicht, ob Verliebtsein immer so peinlich ist, aber anscheinend habe ich kein großes Talent dafür.“

Die Stelle zeigt,

  1. zunächst einmal die Lässigkeit Tschicks, mit der er die Situation meistert.
  2. Dann die Konzentration Maiks auf Tatjana als die „Sonne“.
  3. Schließlich die verzweifelten Überlegungen, wie er die Zeichnung übergeben soll
  4. und damit verbunden das Leiden an dem zur Zeit noch fehlenden Talent zum Verliebtsein.

Zitat 3:

  • “ Plötzlich stand ich mit der Zeichnung neben Tatjana,
  • und ich glaube, sie guckte mich genauso irritiert an wie vorher Tschick.
  • Aber ich hab’s eigentlich nicht gesehen.
    • Ich sagte: Hier.
    • Ich sagte: Beyonce.
    • Ich sagte: Eine Zeichnung.
    • Ich sagte: Für dich.
  • Tatjana starrte die Zeichnung an, und bevor sie wieder von der Zeichnung hochgucken konnte, hörte ich schon, wie Tschick zu André sagte: Nee, keine Zeit. Wir haben noch was zu erledigen.
  • Er stieß mich an, ging zum Auto zurück, und ich hinterher – und den Motor gestartet und ab. „

Die Stelle zeigt,

  1. eine eigentlich recht einseitige und damit auch ziemlich verunglückte Übergabe der Zeichnung,
  2. aus der Maik wieder durch Tschicks Entschlossenheit gerettet wird.

Weiterführende Hinweise

„tschick“ – Kapitel 16

Das 16. Kapitel des Romans „tschick“.

In dem Kapitel geht es darum, dass Maik sich tatsächlich darauf einlässt, von Tschick in einem geklauten Auto durch die Gegend gefahren zu werden. Dabei sprechen sie auch über Tatjana – und daraus entsteht der Entschluss, ihr die als Geschenk gedachte Zeichnung ihrer Lieblingssängerin vorbeizubringen.

Zitat 1: Maik zeigt Tschick die Zeichnung für Tatjana

  • „Ich holte die Zeichnung aus der Schublade.
  • Tschick nahm sie, hielt sie mit ausgestreckten Armen vor sich hin und starrte sie an. Er schenkte der Zeichnung aber erst mal nicht so viel Beachtung wie der Rückseite, wo ich den Riss säuberlich mit Tesafilm geklebt hatte, sodass er von vorne kaum noch zu sehen war.
  • Er guckte sich diesen Riss ganz genau an und dann noch mal die Zeichnung, und dann sagte er: Du hast ja Gefühle. Er sagte das im Ernst, ohne jeden Scheiß.
  • Das fand ich reichlich merkwürdig. Und es war das erste Mal, dass ich dachte: Der ist ja wirklich gar nicht so doof. Tschick hatte diesen Riss gesehen und sofort gemerkt, was los war. Ich glaube, ich kenn nicht viele Leute, die das sofort ge- merkt hätten. Tschick schaute mich ganz ernst an, und das mochte ich an ihm. Er konnte ziemlich komisch sein. Aber wenn’s drauf ankam, war er eben auch nicht komisch, sondern ernst.
  • Wie lang hast du dafür gebraucht? Drei Monate? Das sieht ja aus wie ’n Foto.
  • Und was willst du jetzt damit machen? Nichts. Du musst doch was machen damit.
  • Was soll ich denn machen? Soll ich zu Tatjana gehen und sagen, herzlichen Glückwunsch, ich hab hier ein kleines Geschenk für dich zum Geburtstag – und es stört mich auch überhaupt nicht, dass ich nicht eingeladen bin und jeder andere Spacken schon, ja wirklich, kein Problem. Und ich komm hier auch nur zufällig vorbei und geh auch gleich wieder – viel Spaß mit dieser Zeichnung, an der ich mir drei Monate lang den Arsch abgearbeitet hab?
  • Tschick kratzte sich am Hals. Er legte die Zeichnung auf den Schreibtisch, betrachtete sie kopfschüttelnd und sah mich dann wieder an und sagte: Genau so würd ich’s machen.“

Die Stelle zeigt,

  1. dass Tschick sich durchaus ernsthaft mit den Problemen anderer Leute beschäftigen kann
  2. und sie dann auch ganz gut einschätzen kann.
  3. Deutlich wird auch der Unterschied zwischen Maik, der weit entfernt von einer Lösung seiner Probleme ist, und Tschick, der die ganzen Bedenken einfach in einen Vorschlag verwandelt.

Weiterführende Hinweise

„tschick“ – Kapitel 15

Das 15. Kapitel des Romans „tschick“.

Am ersten richtigen Ferientag geht es Maik schon etwas besser und er nimmt sich sein Lieblingsbuch vor. In ihm geht es um Graf Luckner, einen deutschen Hilfskreuzer-Kapitän im Ersten Weltkrieg, der den Auftrag hat, englische Handelsschiffe zu versenken.

Zitat 1: „und Graf Luckner sprach zu mir“ (79/80)

  • „Ich hängte die Füße ins Wasser, und Graf Luckner sprach zu mir. Das ist nämlich mein Lieblingsbuch: Graf Luckner. Hatte ich mindestens schon dreimal gelesen, aber ich dachte, ein viertes Mal kann nicht schaden.
  • Wenn einer so drauf ist wie der Graf, kann man das auch fünfmal lesen. Oder zehnmal.
  • Graf Luckner ist Pirat im Ersten Weltkrieg und versenkt einen Engländer nach dem anderen. Und zwar gentlemanlike. Das heißt, er bringt die nicht um. Er versenkt nur ihre Schiffe und rettet alle Passagiere und bringt sie an Land, im Auftrag Seiner Majestät.
  • Und das Buch ist nicht erfunden, das hat er wirklich er lebt. Die tollste Stelle ist aber mit Australien. Da ist er Leuchtturmwär- ter und jagt Kängurus. Ich meine, er ist fünfzehn. Er kennt niemanden da. Er ist mit dem Schiff ausgerissen, und dann geht er zur Heilsarmee und landet auf einem Leuchtturm in Australien und jagt Kängurus.
  • Aber so weit kam ich diesmal gar nicht. Die Sonne knallte runter, ich stellte den Sonnenschirm auf, und der Wind wehte ihn um. Ich stellte Gewichte auf den Fuß. Dann war Ruhe.
  • Aber ich konnte nicht lesen. Ich war auf einmal so begeistert davon, dass ich jetzt machen konnte, was ich wollte, dass ich vor lauter Begeisterung überhaupt nichts machte. Da war ich ganz anders als Graf Luckner. „

Die Stelle zeigt,

  1. Auffallend ist auch hier, über welch mächtige Fantasie Maik verfügt. Immerhin stellt er sich beim Lesen vor, dass die Hauptfigur des Buches regelrecht zu ihm redet.
  2. Nicht verwunderlich ist, dass ihn bei der Lebensgeschichte dieses ungewöhnlichen Mannes am meisten reizt, was er mit fünfzehn Jahren macht. Da ist er nämlich etwa in Maiks Alter.
  3. Interessant ist dann, dass Maik das passiert, was vielen passiert, die sich unheimlich auf Freiheit oder Freizeit freuen. Er macht nämlich erst mal gar nichts – vor „lauter Begeisterung“, dass er jetzt alles machen kann, was er will.

Anschließend macht er dann aber doch etwas. Er wässert nämlich den Garten, gerade weil sein Vater vergessen hat, das in die Auftragsliste mit aufzunehmen. Dabei geht dann wieder die Fantasie mit ihm durch.

Zitat 2:

  • „Haustür offen, und ich: Hose hochgekrempelt und barfuß, Sonnenbrille im Haar, Graf Koks von der Gasanstalt sprengt seine Ländereien.
  • Das konnte ich jetzt jeden Morgen Ich fand es auch gut, wenn mich jemand dabei sah. Aber die meiste Zeit sah mich keiner.
  • Es war halb neun, die großen Ferien, da lag alles schläfrig versunken. Zwei Blaumeisen zwitscherten durch den Garten.
  • Der sympathisch vergrübelte und seit kurzem erschütternd verliebte Graf Koks von Klingenberg
    • weilte ganz allein auf seinen Gütern –
    • nein, nicht ganz allein. Jack und Meg, die ihn wie so oft, vom Paparazzi-Trubel ermüdet, in seinem Berliner Domizil besuchten, veranstalteten eine kleine Jamsession im Hinterzimmer.
    • Gleich würde der Graf sich zu ihnen gesellen und ein paar rockige Töne auf der Blockflöte beisteuern.
    • Die Vögel zwitscherten, das Wasser plätscherte … Nichts liebte Koks von Klingenberg mehr als diese Blaumeisen-Morgenstunde, in der er seinen Rasen sprengte.
    • Er knickte den Wasserschlauch ab, wartete zehn Sekunden, bis der volle Druck sich aufgebaut hatte, und schoss eine Dreißig-Meter-Boden-Boden-Rakete auf den Rhododendron.“

Die Stelle zeigt,

  1. Maik lebt in den Figuren, die er in Büchern und Filmen kennengelernt hat.
  2. Hier erfindet er gleich wieder eine ganze Geschichte, die in ihrem Fantasiereichtum übrigens sehr Tschicks Interpretation einer Brecht-Geschichte ähnelt (S. 54/55)
  3. Anregung: Man kann das selbst mal ausprobieren, indem man sich in eine bestimmte Situation versetzt und sich dann rollenmäßig nach oben beamt.
    • Zum Beispiel muss man bei einem Arzt zu lange warten und man stellt sich vor, man sei der Beauftragte der Krankenkasse für den Umgang mit Patienten und malt sich jetzt die Überraschung aus, die eine entsprechende Ansprache für den Arzt bedeutet. Das kann natürlich auch nach hinten  losgehen, wenn der Arzt zum Beispiel eine gute Erklärung für die Wartezeit hat: Notfall o.ä

Weiterführende Hinweise

Roman „tschick“ – Inhalt, Schlüssel-Textstellen und Anregungen zum Nachdenken und Diskutieren

Vorstellung wichtiger Textstellen aus dem Roman „tschick“

  1. Wenn es in der Schule um Lektüren geht, dann wird häufig „über“ den Text gesprochen, aber nicht „mit ihm“. Damit ist gemeint, dass man von der Erinnerung an den Inhalt ausgeht, aber nicht konkret auf Textstellen verweist. Unsere Erfahrung ist die, dass man bei guten Büchern immer mehr „Goldkörner“ entdeckt und auch bisherige Auffassungen abändert oder sogar über Bord wirft.
  2. In diesem Falle geht es um den Roman „tschick“, der auf eine sehr ansprechende Weise ein besonderes Reiseabenteuer von zwei Schülern eines Berliner Gymnasiums präsentiert. Gerade bei ihm lohnt es sich, immer wieder genau hinzuschauen.
  3. Wir konzentrieren uns vor allem auf wichtige Textstellen, die man sich in seiner Lektüreausgabe auch gut anstreichen kann.
    Um die Textstellen möglichst genau auswerten zu können, zerlegen wir sie in ihre Bestandteile.
  4. Außerdem zeigen wir, welche „Aussage“ man den Stellen jeweils entnehmen kann, welchen Beitrag sie also zum Verständnis des Romans leisten.
  5. Darüber verweisen wir auch immer wieder auf Textstellen, über die man sich mal richtig „austauschen“ könnte. Häufig kann man damit dann sogar etwas „anfangen“. Das könnte zum Beispiel eine Ergänzung oder auch eine Abänderung sein. Das ist ja erlaubt, denn „Kunst entsteht im Kopf des Betrachters“ – und das gilt auch für Literatur.

Aktuell liegen die folgenden Teile fertig vor:

Vorstellung eines Youtube-Videos (mit Dokumentation), in dem wir unser Projekt vorstellen. Es geht um die Klärung der Aussage von wichtigen Textstellen aus den einzelnen Kapiteln. Außerdem geben wir Anregungen, was man diskutieren könnte und wo man vielleicht auch mal kreativ werden könnte.
Dabei gehen wir von einer Textstelle aus dem 1. Kapitel aus.
https://textaussage.de/tschick-video-zum-projekt-wichtige-textstellen

  1. Kapitel: Maik in der Autobahnpolizeistation bei der kritischen Beobachtung der Bemühungen der Polizisten bis zur Ohnmacht
    https://textaussage.de/tschick-kapitel-1
  2. Kapitel: Maik im Krankenhaus zwischen weiterer Beobachtung und einem nicht wirklich gelingenden Gespräch mit einem Arzt – bis zur nächsten Ohnmacht
    https://textaussage.de/tschick-kapitel-2
  3. Kapitel: Maik trifft mit der Schwesternschülerin Hanna erstmals einen Menschen, mit dem er schon „richtige Erwachsenengespräche“ führen kann – und mit dem er sich auch humorvoll austauschen kann.
    https://textaussage.de/tschick-kapitel-3
  4. Kapitel: Es folgt ein ziemliches Gegenmodell, denn das Gespräch mit dem Arzt ist eher schwierig, auch wirkt es nicht so authentisch wie das mit Hanna. Am Ende gibt es dann aber doch so etwas wie relative Harmonie.
    https://textaussage.de/tschick-kapitel-4
  5. Kapitel: Nach den Polizei- und Krankenhauskapiteln geht es jetzt erstmals um schulische Erfahrungen und besonders das Mädchen, das schon gleich am Anfang als sehr wichtig vorgestellt worden ist. Dabei hat es bei dem, was zu den Problemen geführt hat, überhaupt keine Rolle gespielt.
    https://textaussage.de/tschick-kapitel-5
  6. Kapitel: Maik erzählt, wie er an den Spitznamen „Psycho“ gekommen ist. Dabei spielt eine Reizwortgeschichte eine Rolle, in der er sehr wahrheitsgetreu, aber durchaus liebevoll von der Alkoholkrankheit seiner Mutter berichtet. Im schlimmen Gegensatz dazu steht die Reaktion eines völlig verständnislosen und sehr aggressiven Lehrers.
    https://textaussage.de/tschick-kapitel-6
  7. Kapitel: Maik empfindet sogar den Verlust seines Spitznamens „Psycho“ als Verlust. Verantwortlich ist nämlich der „schöne André“, der vor aller Augen und Ohren erklärt, für den Namen sei er doch viel zu langweilig.
    https://textaussage.de/tschick-kapitel-7
  8. Kapitel: Maik versucht, mit einem tollen Hochsprung bei den Mädchen Punkte zu machen, die sind aber gerade anderweitig beschäftigt. Er ist am Boden – verweist aber schon auf Tschick, mit dem alles anders wird.
    https://textaussage.de/tschick-kapitel-8
  9. Kapitel: Tschick führt sich in der neuen Klasse gleich stark ein, indem er einen Lehrer regelrecht vorführt. Dieser geht damit aber auch recht klug um. Am Ende zeigt Tschick auch noch, dass er sich auch gegenüber älteren Mitschülern durchsetzen kann, die ihn beleidigen.
    https://textaussage.de/tschick-kapitel-9
  10. Kapitel: Tschick im Mathe-Unterricht: Anfangs sehr schlechte Leistungen, Lehrer bemüht sich um ihn; dann wird es besser – je nachdem, wieviel Alkohol Tschick vorher getrunken hat. Die Bedeutung von „Aussetzern“, um nicht vergessen zu werden.
    https://textaussage.de/tschick-kapitel-10
  11. Kapitel: Tschick zeigt sich als sehr eigenwilliger Interpret einer Parabelgeschichte von Brecht
    https://textaussage.de/tschick-kapitel-11
  12. Kapitel: Maiks Vorbereitung auf den Geburtstag Tatjanas. Dabei geht es vor allem erst mal um ein Geschenk. Interessant ist dabei, wie sich seine Einstellung dabei verändert.
    https://textaussage.de/tschick-kapitel-12
  13. Kapitel: Maiks Ferienfrust – weil er jetzt längere Zeit Tatjana nicht sieht
    https://textaussage.de/tschick-kapitel-13
  14. Kapitel: Maik hat zu Ferienbeginn das ganze Haus für sich und muss sich erst mal mit der vietnamesischen Reinigungskraft arrangieren.
    https://textaussage.de/tschick-kapitel-14
  15. Kapitel: Maik nimmt sich am ersten richtigen Ferientag sein Lieblingsbuch vor und spielt sich in eine Grafenrolle hinein, während er den Garten wässert.
    https://textaussage.de/tschick-kapitel-15
  16. Maik ist mit Tschick in dem angeblich geliehenen Lada unterwegs und zeigt ihm schließlich die Zeichnung für Tatjana. Daraufhin wird ihm vorgeschlagen, einfach unangemeldet zu ihrer Geburtstagsparty zu fahren.
    https://textaussage.de/tschick-kapitel-16
  17. Maik lässt sich von Tschick tatsächlich zu Tatjanas Haus fahren und übergibt ihr dort seine Zeichnung. Dann fahren sie beide in dem Auto wieder los, was die Mitschüler natürlich bestaunen.
    https://textaussage.de/tschick-kapitel-17
  18. Den nächsten Tag verbringen die Jungen mit Videospielen. Er nähert sich langsam Tschicks Vorschlag an, seinen Großvater per Lada in der Walachei zu besuchen.
    https://textaussage.de/tschick-kapitel-18
  19. An einem Sonntagmorgen packen sie einiges ins Auto und fahren dann los.
    https://textaussage.de/tschick-kapitel-19
  20. Kapitel 20-28
    • Kap 20: Auf der Fahrt muss Tschick zunächst versuchen, unauffällig auszusehen. Ansonsten versuchen sie in Richtung Walachei zu fahren, ohne mehr zu wissen, als dass sie irgendwo in Rumänien liegt.
    • Kap 21: Sie fahren zum Teil auch über einsame Feldwege und landen schließlich auf einer Wiese. Die können sie nach längerem Regen nicht mehr verlassen und müssen die Nacht erst mal im Auto verbringen.
    • Kap 22: Am nächsten Tag bringt Tschick Maik das Autofahren bei.
    • Kap 23: Sie weichen Polizisten aus, wechseln Nummernschilder und verstecken sich schließlich in einem Wald. In der Nacht führen sie angesichts des Sternenhimmels Gespräche über Außerirdische.
    • Kap 24: Sie treffen eine Fahrradgruppe von Mädchen.
    • Kap 25: Auf der Suche nach einem Supermarkt landen sie in der seltsamen des 12jährigen Friedemann. Dort werden sie freundlich aufgenommen, bekommen etwas zu essen und nehmen an familiären Spielen teil.
    • Kap 26: Sie kaufen ein, dann werden sie getrennt, als sie vor einem Polizisten fliehen.
    • Kap 27: Schließlich treffen sie sich an einer Aussichtsplattform wieder. Tschick hat inzwischen den Wagen auf schwarz umgespritzt, um sicher vor Fahndung zu sein.
    • Kap 28: Sie haben Spritprobleme und Maik fällt ein, dass man über einen Schlauch aus anderen Autos Benzin absaugen kann. In ihrem Alter können sie natürlich nicht auf normale Weise an einer Tankstelle Benzin kaufen.
      https://textaussage.de/tschick-kapitel-20-28-unterwegs-bis-isa
  21. Kap 29-34:
    • Kap 29: Sie treffen auf einer Müllkippe das Mädchen Isa, das ihnen zeigt, wo man Schläuche finden kann.
    • Kap 30: Isa geht dann einfach mit ihnen mit.
    • Kap 31: Schließlich zeigt sie ihnen auch noch, wie das mit dem Tanken über einen Schlauch geht.
    • Kap 32: Sie landen an einem See und baden dort – Isa zeigt sich dabei nackt, was Maik sehr gefällt.
    • Kap 33: Als er mit ihr allein ist, weil Tschick für sie einkaufen geht, wird Maik von Isa mit der Frage überrascht, ob er mit ihr schlafen wolle. Dazu ist er nicht bereit, genießt aber ihre Nähe.
    • Kap 34: Gemeinsam besteigen sie einen Berg – mit einem Gipfelkreuz. Die Inschrift dort lässt sie über die Vergänglichkeit des Lebens nachdenken.
      https://textaussage.de/tschick-kapitel-29-34-mit-isa-unterwegs
  22. Kap 35-43: Die Kapitel werden noch gefüllt, der Link führt zu einer zusammenfassenden Darstellung.
    • Kap 35: Flucht vor der Polizei und Fahrt über einen Abgrund
    • Kap 36: Ein seltsamer alter Mann
    • Kap 37: Ein Autounfall und ein Feuerlöscher, der beim Fallen Tschick verletzt
    • Kap 38: Ein seltsames Gespräch mit einer Stimmtherapeutin
    • Kap 39: Nach der Behandlung Tschicks wollen sie weiter.
    • Kap 40: Ein seltsames Telefonat
    • Kap 41: Vielfältige Klärungen im Gespräch
    • Kap 42: Erinnerungen an ein Kindheitserlebnis
    • Kap 43: Der Zusammenstoß mit dem Schweinelaster
    • https://textaussage.de/tschick-kapitel-35-43
  23. Kap 44-49: Die Kapitelaufstellung wird noch präzisiert – der Link weiter unten liefert aber schon genauere Informationen.
    • Kap 44: Situation direkt nach dem Zusammenstoß
    • Kap 45: Auseinandersetzung mit dem Vater
    • Kap 46: Die Gerichtsverhandlung
    • Kap 48/48: Maik wieder in der Schule – plötzlich im Mittelpunkt
    • Kap 49: Brief von Isa und Ausbruch aus dem bisherigen Leben zusammen mit der Mutter
    • https://textaussage.de/tschick-kapitel-44-49

Außerdem bemühen wir uns um Verständnis für den Aufbau des Romans. Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack im Hinblick auf die ersten vier Kapitel, die wir zu einer Gruppe zusammengefasst haben.

Anregung:

Man könnte diesen Roman mal an dem Maßstab prüfen, den Theodor Storm im Hinblick auf „Jugendschriftstellerei“ aufstellt:

Theodor Storm, Nachwort zur Frage der „Jugendschriftstellerei“

Weiterführende Hinweise

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