Zum Video und zur Dokumentation
Inzwischen ist das Video hierzu auch fertig und kann hier abgerufen werden.
https://youtu.be/Ej1_Hp1zFlk
Und hier die direkten Sprünge ins Video
0:00 Einleitung — Ziel des Videos 0:44 Die Schrecksekunde und das Schaubild 1:01 Das Muster-Statement — Frage und Einstieg 1:32 Tipp 1 — Begriffszerlegung: Drama und Analytisch 1:53 Tipp 2 — Anwendung auf den konkreten Fall 2:49 Tipp 3 — Eigene Akzente setzen: mehr als die einfachste Antwort 3:26 Tipp 4 — Konflikt und diskrepante Informiertheit 4:31 Ausbau der Antwort — die eigene Sprechzeit nutzen 4:56 Highlight — Vergleich mit König Ödipus 5:37 Der Köder — relatives Happy End 6:04 Auflösung — seltsames Eingreifen des Gerichtsrats 7:27 Fazit — 60 Sekunden für ein Profi-Statement 7:53 Hinweis auf hilfreiche Videos — Begriffszerlegung und WV-Doppel-M-Prinzip 9:10 Abschluss und Transfermöglichkeit
Und hier die Dokumentation
Frage und Teil 1 der Antwort – mit Tipps
- Frage:
Kleists Komödie wird ja auch zu den analytischen Dramen gerechnet. Inwiefern und inwieweit ist das gerechtfertigt?
— - Antwort:
1. Es geht dabei, wie der Name schon sagt, um ein Theaterstück, bei dem im Verlauf des Dramas etwas aufgeklärt wird, was zeitlich davorliegt.- Tipp: Solche Begriffe zerlegen -> Schon hat man den Einstieg!
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- Tipp: Solche Begriffe zerlegen -> Schon hat man den Einstieg!
- 2. Das ist in Kleists Komödie ganz eindeutig gegeben: In der Exposition sieht man die Folgen eines Vorfalls. Auf der Bühne sieht man dann den Versuch, herauszufinden, was es mit dem Zerbrechen des Kruges auf sich hat, wer der Täter ist.
- Tipp: Anwendung auf den konkreten Fall
- Tipp: Auf Kleinigkeiten der Fragestellung eingehen („eindeutig“)
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- 3. Das Besondere ist dann, dass viel mehr als das aufgedeckt wird, nämlich das ganze verbrecherische Verhalten des Richters gegenüber Eve (Erpressung, Übergriffigkeit).
- Eigene Akzente setzen – mehr als die einfachste Antwort
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- Eigene Akzente setzen – mehr als die einfachste Antwort
- 4. Der Konflikt im Drama ist dann der Kampf um die Wahrheit, wobei der Richter als Täter alles tut, um seine Schuld auch noch dem Verlobten von Eve in die Schuhe zu schieben.
- Wenn möglich: Fachfort einbauen: „diskrepante Informiertheit“ = Unterschiedliche Ebenen des Informiert-Seins (Richter, Eve, Publikum)…
Teil 2 der Antwort – mit Tipps
- 6. Kleist hat sich ganz bewusst an einem antiken Theaterstück, „König Ödipus“ von Sophokles, orientiert, aber den Ernst der Antike, nämlich eine schicksalhafte Verstrickung ohne bewusstes Schuldigwerden in eine Komödie mit relativem Happy End verwandelt.
- Wenn so etwas im Unterricht behandelt worden ist, dann zusätzlich einbeziehen – das zeigt übergreifendes Wissen im Hinblick auf die Frage
- Raffiniert ist das mit dem „relativen Happy End“ = das fordert eigentlich eine nähere Ausführung heraus.—Und in einer mündlichen Prüfung gibt es nichts Wertvolleres als möglichst lange überzeugende eigene Sprechzeit.
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- 7. Die Wahrheit kommt am Ende erst durch ein seltsames Eingreifen des Gerichtsrats ans Tageslicht: Einsatz von eigenem Geld.Der Richter wird nicht wirklich bestraft.Der zerbrochene Krug spielt am Ende im Stück selbst überhaupt keine Rolle mehr.
- Das gehört nicht mehr direkt zur Frage.Verstärkt aber die Zusatz-Information: Vergleich mit
Ödipus.
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- Das gehört nicht mehr direkt zur Frage.Verstärkt aber die Zusatz-Information: Vergleich mit
Abschließende allgemeine Anmerkung
- Ganz wichtig:
- Typisches Anfangs-Statement, das darf ein bisschen länger sein.Wir haben für den Kerntext nicht viel mehr als 60 Sekunden gebraucht.
— - Wichtig war der Interesse-Köder mit dem „relativen Happy End“