Szenenübersicht Dürrenmatt, Die Physiker, II. Akt (Mat1038)

 

 

Das Schaubild soll den Gegensatz zwischen dem Bemühen um Rettung der Welt (grün) und der Gefährdung durch die Ärztin und die von ihr gestohlenen Erkenntnisse von Möbius deutliche machen.

  1. Es beginnt mit den Voraussetzungen des II. Aktes, der 2. Mord, die Ermittlungen, der Umstieg auf männliche Pflegekräfte, den entscheidenden dritten Mord durch Möbius, der seine Geliebte opfert, um sein Geheimnis zu bewahren.
  2. Es folgen die Resignation des Inspektors, das Outing der Agenten, gefolgt vom Outing von Möbius. Am Ende dieses Teils steht ein scheinbares Happy-End in der Selbstisolation, nachdem Möbius erklärt hat, er habe seine Aufzeichnungen vernichtet.
  3. Es folgt das Outing der Ärztin, die die Unterlagen rechtzeitig unter ihre Kontrolle gebracht und genutzt hat. Am Ende bleiben nur die Verzweiflung der Physiker und die Selbstkritik von Möbius, der am Ende der Entwicklung in einer Vision die Apokalypse, eine atomar verstrahlte Erde sieht.

Übersicht über die einzelnen Szenen:

  • Akt II, Szene 1: 54-61: Ermittlungen des Inspektors und kurzes Gespräch mit Möbius
  • II,2: 61-66: Gemeinsames Abendessen der drei Physiker: Die Wahrheit über ihre Identität kommt ans Tageslicht.
  • II,3: 66-77: Die Physiker erkennen, dass sie gefangen sind, Möbius erklärt, die Manuskripte verbrannt zu haben. Es gelingt ihm, die beiden anderen Physiker dazu zu bringen, mit ihm in der Anstalt zu bleiben, um die Menschheit vor gefährlichen Forschungsergebnissen und ihren Folgen zu bewahren.
  • II,4: 78-85: Die Chefärztin hat alles abhören lassen und zeigt die wahren Hintergründe ihrer Arbeit auf: Sie hat die Manuskripte rechtzeitig kopiert, zum Teil schon genutzt und will das auch mit dem Rest machen.
  • II,5: 85-87: Die drei Physiker bleiben allein zurück, erkennen, dass sie das Spiel verloren haben: „Was einmal gedacht wurde, kann nicht mehr zurückgenommen werden.“ Zum Schluss kehren Beutler und Ernesti in ihre angenommenen Rollen zurück. Möbius aber macht darüber hinaus deutlich, dass für ihn ein Mangel an Gottesfurcht der Grund für die wohl kommende Apokalypse  ist.

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