Fragen und Antworten zum Thema „Kommunikation“ – Bausteine des Wissens (Mat5106)

Worum es hier geht:

Auf dieser Seite beantworten wir Fragen, die uns von Besuchern unserer Website erreichten.

Dabei geht es darum, gewissermaßen Bausteine des Wissens zu sichern, mit denen man arbeiten kann.

Sie sind alphabetisch nach zentralen Stichwörtern geordnet.

Hier zunächst als „Anschmecker“ zwei Schaubilder, einmal das Modell der einfachen Kommunikation, dann das der sogenannten „vier Seiten“.

Weiter unten werden die Schaubilder dann im Rahmen der Fragen noch näher erklärt.

Beurteilung einer Kommunikation – Wie macht man das?

Als erstes klärt man die Voraussetzungen. Wie sieht die Situation aus, in der es losgeht. Wichtig ist dabei: Gibt es einen Konflikt? In welchem Verhältnis stehen die Beteiligten zueinander? Ist der eine dem anderen übergeordnet, hat also mehr Macht? Oder weiß bzw. kann er mehr?
Dann geht es um die Entwicklung des Gesprächs: Wer verhält sich eher sachlich, ist um einen Kompromiss oder eine gute Lösung bemüht? Wer verschärft dagegen den Ton?
Wie sieht der Schluss aus? Ist eine Lösung erreicht worden oder droht eine neue Stufe der Eskalation?

Beziehungsaspekt: Welche Rolle spielt er in der Kommunikation?

Einer der größten Fehler im Bereich der Kommunikation ist, nur auf die Dinge zu achten, die gesagt werden. Wichtig ist auch, wie miteinander gesprochen wird und was das über die Beziehung zwischen den Menschen aussagt.

Nehmen wir das Beispiel zweier Schüler, die sich morgens vor dem Unterricht auf dem Schulhof treffen. Der eine klatscht den anderen ab und fragt: „Alles klar?“  Was damit auf jeden Fall klar ist: Die beiden haben ein recht gutes Verhältnis zueinander, das sich auch körpersprachlich ausdrückt.

Etwas anders sieht es aus,  wenn einer auf die Ablehnung einer gemeinsamen Freizeitaktivität mit der Bemerkung reagiert: „Du immer mit deiner blöden Arbeit.“ Hier merkt man deutlich, dass durchaus eine engere Beziehung vorliegt.  Sie hat aber im Unterbereich anscheinend einen wunden Punkt, der hier deutlich wird.

Neben solchen Phänomenen innerhalb von Gesprächen gibt es natürlich auch einen Beziehungsaspekt, der von außen in ein Gespräch hineinwirkt. Das ist zum Beispiel gegeben, wenn ein Kind seine Mutter anbettelt: „Kann ich nicht einmal abends noch einen Film zu Ende gucken?“ Da ist zum einen eben eine recht intensive Bitte spürbar, die damit zusammenhängt, dass die Mutter in dieser Frage noch das Sagen hat. Andererseits macht das „nicht einmal“ deutlich, dass das Kind an der Stelle schon etwas gereizt ist.

Entwicklung der Kommunikation in der letzten Zeit – ist alles schlechter geworden?

Wie immer, ist es sehr problematisch, allgemeine Feststellungen zu treffen nach dem Motto: Irgendetwas ist schlechter geworden. Meistens muss das differenziert werden, so wie auch bei dieser Frage.

Auf der einen Seite sind bestimmte sprachliche Fähigkeiten sicherlich bei vielen Menschen geringer geworden. Das hängt mit verstärkter (passiver) Mediennutzung und zum Beispiel weniger intensiver Lektüre zusammen.

Auf der anderen Seite ist die Kommunikation auch vielfältiger und intensiver geworden. Dies sieht man alleine schon daran, wie intensiv der Austausch etwa über WhatsApp und ähnliche Nachrichtendienste erfolgt.

Auch die Kommunikation über Körpersprache ist im Vergleich zu früher intensiver und vielfältiger geworden. Man ist in höherem Maße bereit, Gefühle zu zeigen. Auch die Bereitschaft, die gemeinsame Kommunikation selbst zum Thema zu machen (sogenannte „Metakommunikation“) ist selbstverständlicher geworden.

Erfolg bei der Kommunikation – wie gelingt sie?

Maßgeblich ist zunächst einmal die Frage, was man unter Erfolg versteht. Wenn man jemanden nur überreden will, dann sollte man sicherlich alle Tricks nutzen, mit denen man jemanden gewissermaßen sprachlich „aufs Kreuz legen“ kann.

Will man dagegen jemanden überzeugen, sollte man sich zum einen gute Argumente und anschauliche Beispiele überlegen. Wichtig ist aber auch, den anderen bei seiner Position abzuholen. Dazu gehört etwa, dass man erst mal Verständnis für ihn und seine bisherige Meinung äußert und erst dann versucht, zu einer anderen Sichtweise überzugehen.

Indirekte Kommunikation

Zur indirekten Kommunikation gehört alles, was nebenbei abläuft. Das beginnt schon mit der Körpersprache und geht dann bis zur Umgebung, die wichtig sein kann. Leute, die eine übergeordnete Stellung einnehmen und sie auch nutzen wollen, sitzen dann eben hinter einem richtigen Schreibtisch, während das Gegenüber auf einem unbequemen Stuhl platziert wird. Natürlich gehören auch sprachliche Elemente dazu wie zum Beispiel Anspielungen oder eingebaute Unterstellungen:
„Du als Technikexperte kannst mir doch sicherlich sagen, wie …“
oder
„Musst du jetzt schon wieder Quatsch machen?

Interkulturelles Lernen – was ist das?

Mit interkulturellem Lernen ist gemeint, dass man sich zunächst einmal der Tatsache bewusst ist, dass jeder Mensch in einem kulturellen Umfeld aufgewachsen ist und dann auch in ihm lebt. Dazu gehören die Sprache, Festtage und andere kulturelle Traditionen. Aber auch solch scheinbar so selbstverständliche Dinge wie, dass man sich die Hand gibt. Wenn einem das klar ist, dann wird man auch offen für die Hintergründe von Menschen aus anderen Kulturkreisen. Wichtig ist, dass offen über diese Dinge gesprochen wird und man immer deutlich macht, dass man dem anderen zunächst einmal wohlgesonnen ist. Dann besteht eher die Möglichkeit, dass ungewollte Verstöße gegen die Prinzipien oder Gewohnheiten eines Anderen von diesem nicht als Verletzung oder gar Bedrohung wahrgenommen werden.

Internet – wie hat es die Kommunikation verändert?

Es sind vor allem zwei Dinge, die einem sofort einfallen. Da ist zum einen die Schnelligkeit, mit der heute kommuniziert werden kann, auch ohne dass man den anderen vor Augen oder beim Telefon auch an den Ohren hat. Dazu kommen die besonderen Möglichkeiten, dass man ganz schnell auch Unterlagen oder sogar Medien austauschen und gegebenenfalls auch gemeinsam betrachten kann. Neben diesen eindeutigen Vorteilen gibt es natürlich auch Nachteile, das ist zum einen die Flüchtigkeit der Kommunikation. Wie hat man früher einen Brief regelrecht aufgesetzt (wie ein Bauwerk), musste sich genau überlegen, was man schrieb. Schließlich konnte man ja auch nicht einfach etwas löschen und neu fassen. Heute dagegen hat man möglicherweise wenig Zeit, reagiert dann sehr schnell auf eine E-Mail und ist dann ganz erschrocken, wenn man sieht, was dabei herausgekommen ist.

Ein letzter Problembereich ist das sogenannte Multitasking, d.h. der Versuch, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun. In Wirklichkeit ist es ein Nacheinander, bei dem aber eben schnell gewechselt wird und dann die Konzentration verloren geht. Am schlimmsten ist es natürlich, wenn zum Beispiel eine Familie am Frühstückstisch nicht mehr miteinander redet, sondern jeder nur auf sein Smartphone schaut. Auch für einen Professor ist es in einer Vorlesung kein schönes Gefühl, wenn niemand von seinen Studenten ihn anschaut, sollen alle nur mit ihren Notebooks beschäftigt sind.

Intuitive Kommunikation – was ist das?

Intuitive Kommunikation ist die Fähigkeit, gewissermaßen zwischen den Zeilen zu lesen. D.h. man erkennt und versteht auch das, was nicht offen ausgesprochen wird oder nur angedeutet wird. Bei der gesprochenen Kommunikation kommt natürlich alles hinzu, was nur bei ihr gegeben ist. Das beginnt bei der Sprechweise und endet bei der körpersprachlichen Begleitung. Für intuitive Kommunikation ist vor allem viel Erfahrung nötig, man kann sich aber auch leicht irren und jemand missverstehen

Körpersprache

Früher hat man im Bereich der Kommunikation vor allem Mimik und Geste einbezogen. Jeder kennt Veränderungen im Gesichtsausdruck, die Freude oder Unbehagen ausdrücken. Die hochgezogenen Augenbrauen zum Beispiel deuten auf Unverständnis, Ärger oder ähnliches. Daneben gibt es die Gestik, die jeder aus dem Sport kennt, wenn der Schiedsrichter auf einen bestimmten Punkt des Spielfelds zeigt. Besonders wichtig ist die Zeichensprache für Taucher, weil die sich ja gegenseitig unter Wasser nicht hören können.
Daneben gibt es aber auch eine ganze Wissenschaft, die versucht, aus der Art und Weise, wie wir stehen, die Arme halten oder sitzen, etwas über die entsprechende Person herauszulesen finden. Hier muss man sicherlich aufpassen, dass man nicht etwas schon für klar geben hält. Menschen verhalten sich durchaus in unterschiedlichen Situationen auch körpersprachlich unterschiedlich. Auf jeden Fall kann man der Körpersprache aber zumindest etwas entnehmen, dem man dann noch genauer nachgehen kann oder muss.

Komplementäre Kommunikation

Man unterscheidet zwei Arten von Kommunikationssituationen. Bei der komplementären Situation sind die beiden Beteiligten nicht auf Augenhöhe. Das kann bedeuten, dass der eine mehr zu sagen hat als der andere.

Das ist zum einen gegeben, wenn ein Lehrer und ein Schüler über dessen Noten sprechen. Es ist klar, dass der Lehrer hier zunächst einmal das letzte Wort hat.

Ebenso ist es aber auch möglich, dass der eine mehr Kompetenz hat als der andere. Das wäre zum Beispiel gegeben, wenn der Lehrer im Computerraum ein Problem hat und froh ist, dass einer seiner Schüler sich in bestimmten Bereichen besser auskennt als er selbst.

Wichtig ist, dass beide Seiten sich jeweils ihrer besonderen Rolle in der Kommunikation bewusst sind. Ein guter Lehrer wird sich zum Beispiel Mühe geben, einem Schüler eine unangenehme Notennachricht möglichst schonend und mit einem Hinweis auf Verbesserungsmöglichkeiten zu geben. Der Schüler im Computerraum wiederum tut gut daran, das, was er macht, dem Lehrer so zu erklären, dass der es auch versteht.

Noch eine kritische Anmerkung zu diesem Begriff, der von dem Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick geprägt wurde:
Wenn man von „komplementär“ spricht, dann meint man damit, dass sich etwas ergänzt. Nehmen wir nun ein ganz brutales Beispiel: Ein Mafiaboss, der mit einem Untergebenen spricht, der schon mehrfach versagt hat und zu einer Gefahr für ihn geworden ist, befindet sich nach Watzlawick auch in einer komplementären Situation. Die Ergänzung ist hier aber nur etwas für Sprachwissenschaftler, der Untergebene, der einem ungewissen Schicksal entgegensieht, wird das kaum so sehen. Von daher wäre es eigentlich besser von „asymmetrisch“ zu sprechen. Das sagt zwar nicht viel inhaltlich aus, trifft aber auch solche Situationen sehr viel besser.

Kommunikation – allgemeine Bedeutung für das Leben

Wie wichtig Kommunikation ganz allgemein ist, kann man am besten an dem weiter oben schon beschriebenen Experiment des Stauferkaisesr Friedrichs II. aus dem Mittelalter zeigen. Dabei stellte sich heraus, dass Säuglinge gar nicht gesund aufwachsen können, wenn ihnen sprachliche Kommunikation vorenthalten wird.
Was uns heute angeht, so fallen uns sicher schnell ältere Menschen ein, die darunter leiden, dass sie sich mit immer weniger Leuten austauschen können.
Dann gibt es die Problematik der üblen Nachrede und des Mobbings. Hier wird Kommunikation missbraucht für Diskriminierung und Machtkämpfe.

Kommunikation kann aber auch sehr unterhaltsam sein, man denke etwa an die zwischen einem Kabarettisten und seinem Publikum. Ansonsten ist Kommunikation natürlich auch unendlich wichtig im privaten und beruflichen Umfeld. Je besser man sich versteht, desto mehr erreicht man gemeinsam und umsoweniger Pannen gibt es.

Lernen – Wie kann man lernen, gut zu kommunizieren?

Am wichtigsten ist es wohl, sich gut auf die Gegenseite einzustellen.  Wer daran denkt, in welcher Situation der Andere ist und worin seine Interessen bestehen, wird eine bessere Atmosphäre erreichen. Die wiederum ist wichtig für gute Ergebnisse.
Dann ist sicher wichtig,  zwischendurch immer wieder mal auf die Ebene der Metakommunikation zu gehen. Das bedeutet, dass man kurz überlegt, wie die Kommunikation aktuell verläuft, und gegebenenfalls auch darüber mit dem Anderen spricht.
Dann ist Übung ganz wichtig. Hilfreich sind zudem Situationen in denen man ganz bewusst kommuniziert oder auch Gespräche zwischen Anderen mal auswertet. Filme bieten hier reichliches Material. Besonders hilfreich können dabei die Beispiele sein, in denen wir in diesem Buch Gespräche gleichzeitig zu kommentieren.

Medien: Welche Rolle spielen sie im Hinblick auf Kommunikation?

Medien stellen zunächst einmal eine große Bereicherung der Kommunikation da: „Hast du den neuen Film eigentlich gesehen?“ Oder: „Ich zeige dir mal eben schnell ein YouTube Video, da kann man sehen, wie man in einem Text eine Fußzeile einbaut.“ Außerdem dienen sie in starkem Maße der Unterstützung, man denke etwa an PowerPoint. Dort wird aber auch dann gleich deutlich, dass ein übertriebener Einsatz von hereinflatternden Buchstaben o.ä. die eigentliche Kommunikation stören kann.

Merkmale, Elemente der Kommunikation – Welche sind wichtig?

Wichtig sind zunächst einmal die
Umstände der Kommunikation,
– dann die Klarheit
– oder auch die besondere Atmosphäre einer Kommunikation beziehungsweise eines Gesprächs.
– Dann spielt die Sprache sicherlich auch eine Rolle.
– Vor allem aber die Fähigkeit der Gesprächsteilnehmer, sich auf das Gegenüber einzustellen.

Modelle der Kommunikation: Wie kann man sie sich merken?

Beim einfachsten Modell muss man nur daran denken, dass zur Kommunikation in der Regel mindestens zwei Partner gehören. Beide müssen zwei Dinge gemeinsam haben, nämlich die gleiche Sprache und sie sollten auch ein gemeinsames Thema haben. Dann hat man eigentlich schon alles was zu einem einfachen Modell gehört.
Beim erweiterten Kommunikationsmodell sollte man sich die vier Seiten merken: Da ist zunächst einmal die Sachseite, häufig verbunden mit einem Appell. Dazu kommen die Beziehungsseite und die Selbstkundgabe. Am Besten merkt man sich so ein Beispiel,wie wir es mit dem Lehrer und dem Schüler entwickelt haben, die sich bei Regen im Bus treffen.

Nonverbale Kommunikation: Was ist das?
Wie der Begriff es schon ausdrückt, handelt es sich auf jeden Fall um eine Kommunikation, bei der keine Wörter, also keine Sprache verwendet wird. Dabei kann es sich zum einen um eine Zeichensprache handeln, wie sie etwa Taucher unter Wasser verwenden. Oder aber es handelt sich um die vielen Möglichkeiten der Körpersprache. Das kann man insofern noch erweitern, indem man auch die Gestaltung der Atmosphäre und des Raums einbezieht. Wenn ein Lehrer beim Elternsprechtag zum Beispiel seinen Tisch in der Adventszeit mit Kerze und Plätzchen gestaltet, kommuniziert er damit schon eine ganz bestimmte Einstellung zu den Eltern und zu den Gesprächen mit ihnen

Offenheit in der Kommunikation: Wie wichtig ist sie?
Offenheit klingt zunächst einmal gut und schafft auch Vertrauen und Klarheit. Allerdings gibt es auch Situationen, in denen es ungeschickt sein kann, etwa mit der Tür ins Haus zu fallen. Zum Beispiel ist es nicht sehr sinnvoll, eine Taschengelderhöhung sofort zu fordern, statt erst mal auf verschiedene günstige Umstände zu verweisen, und dann erst mit dem Kern herauszurücken.Auch ist es sicherlich nicht sinnvoll, dem anderen gleich zu sagen, dass man von ihm und seinen Leistungen nicht viel hält, statt erst mal herauszufinden, wo es doch vielleicht mehr Möglichkeiten und Gemeinsamkeiten gibt.

Probleme bei der Kommunikation – welche gibt es?
Hier kann man eigentlich vom Kommunikationsmodell ausgehen, denn so ziemlich bei allen seinen Bestandteilen können auch Probleme auftauchen. Zum Beispiel kann etwa ein fehlendes Thema eine Kommunikation schwierig bis unmöglich machen. Wenn beide eine andere Sprache sprechen gibt es andere Probleme und man muss zum Beispiel auf Zeichensprache ausweichen.
Wenn man dann die vier Seiten der Kommunikatioin einbezieht, ist man schnell bei der Frage der Sachinhalts. Wenn der eine überhaupt keine Ahnung hat und der Andere das nicht berücksichtigt, kann bei einem Gespräch nicht viel herauskommen. Problematisch wird es auch, wenn der eine nicht nur der Boss ist, sondern es im Gespräch auch ständig heraushängen lässt. Sehr problematisch ist es auch, wenn jemand im Gespräch merkt, dass der andere etwas sagt, was in keiner Weise mit seiner Körpersprache über ein stimmt.

SMS: Was hat sich durch SMS u.ä. Techniken in der Kommunikation verändert?
Moderne Möglichkeiten der schnellen Kommunikation haben vor allem dazu geführt, dass sie nicht mehr so sorgfältig geplant und durchgeführt wird. Da wird schnell mal etwas zurück geschrieben, ohne zu berücksichtigen, dass bestimmte Äußerungen auch missverständlich sein können oder den Anderen sogar verletzen. Die Einführung von Emoticons, die Gefühle schriftlich mit ausdrücken, haben die Probleme zumindest etwas verringert.
Außerdem fehlt beim häufigem Einsatz von SMS u.ä. Techniken der schnellen Kommunikation auch die Übung und die Konzentration, die man früher auf Briefe verwendet hat. Auch kann es sein, dass man nicht genügend beachtet, an wen man schreibt. So hat sich schon mal ein Professor beklagt, dass ein Student ihn einfach mit „Hallo Prof!“ angeschrieben hat.

Schule – welche Bedeutung hat Kommunikation in der Schule?
Kommunikation in der Schule ist natürlich das A und O des Erfolgs. Das beginnt schon mit der Sachseite, denn es gibt in der Schule ja zunächst einmal eine Menge Input. Wenn das dann vom Lehrer nicht gut präsentiert und erklärt wird, wird es schwierig.
Dann spielen aber auch die persönliche Beziehung und die Atmosphäre, die aufgebaut wird, eine große Rolle. Für Schüler ist es zum Beispiel wichtig, dass sie wissen, dass sie Fehler machen können, ohne dafür ausgelacht zu werden oder gleich eine schlechte Note zu bekommen. Besonders wichtig ist Kommunikation, wenn Schüler Aufgaben übernehmen, für die eine gewisse Professionalität nötig ist. Das beginnt bei einem Referat und endet etwa bei der Leitung einer Podiumsdiskussion. Da ist schon ein bisschen Erfahrung nötig und auch Fingerspitzengefühl. Umso wichtiger ist es, dass diese Dinge besprochen und geübt werden.

Störungen der Kommunikation
An anderer Stelle ist schon von den Problemen der Kommunikation gesprochen werden. Wenn sie nicht behoben werden, werden sie zu Störungen. Das beginnt schon bei technischen Fragen wie zu leise sprechen oder Störungen bei der Übertragung etwa beim Telefonieren. Dann gibt es aber auch natürlich vor allem atmosphärische Probleme, wenn jemand zum Beispiel sehr dominant auftritt oder auch ganz allgemein zu wenig auf das Gegenüber eingeht. Das ist auch das Problem einer jeden Nachhilfesituation. Hier neigen die, die mehr wissen und können, dazu, in erster Linie ihre eigenen Fähigkeiten einzusetzen. Dabei lernt der Andere aber weniger, als wenn man ihn machen lässt und sich selbst zurückhält.
Sehr problematisch sind auch Unterstellungen, wie sie besonders auftreten, wenn Politiker interviewt werden. Die Formulierung: „Was sagen Sie eigentlich dazu, dass ihr Parteifreund jetzt fast jeden Tag negativ auffällt?“ ist ja weniger als Frage wichtig denn als Versuch, den aAderen dazu zu bringen, diese eingebaute Behauptung zumindest stehen zu lassen und damit in gewisser Weise auch zu akzeptieren.

Symmetrische Kommunikation: Wie stehen die Beteiligten zueinander?
Eine symmetrische Kommunikationssituation liegt vor, wenn die Beteiligten sich auf Augenhöhe begegnen. Dies ist zum Beispiel gegeben, wenn zwei Schüler sich untereinander unterhalten. Dann können sie sich zum Beispiel einfach duzen und auch einigermaßen offen über Probleme im Unterricht sprechen. Das würde dann auch noch erleichtert, wenn sie Beide auch etwas von sich preisgeben. Dann muss keiner befürchten, dass der andere ihn einfach so in die Pfanne hauen kann.

Vergleich mit einer „komplementären“ Situation
In diesem Falle hätten sie den gleichen Status, anders als bei einer komplementären Situation, wenn sie etwa mit dem Lehrer sprechen. Hier werden Schüler in der Regel mit Kritik und besonders mit Selbstkritik sehr zurückhaltend umgehen.

Die Kombination von symmetrischer und komplementärer Kommunikationssituation
Symmetrisch ist eine Kommunikationssituation auch, wenn zwei Schüler, die beide keine Ahnung haben, in die Vorbereitung eines Referats einsteigen. Anders sieht es aus, wenn der eine sich in bestimmten Bereichen schon auskennt, dann wird die Kommunikation zwischen beiden automatisch anders sein, nämlich zumindest teilweise komplementär. Das passt in diesem Falle auch besonders, weil sie im Normalfall auf Ergänzung aus sind und nicht auf Machtausübung.

Technische Kommunikation
Unter technischer Kommunikation kann man das verstehen, was zwischen Teilen eines Gerätes abläuft und das richtige Zusammenspiel garantiert. Am besten kann man sich das am Beispiel eines Kühlschranks deutlich machen. Dort gibt es einen Temperaturfühler und der schaltet dann das Kühlgerät ein. Entsprechend wird es ausgeschaltet, wenn die Temperatur einen bestimmten Wert erreicht hat.
Sehr interessant ist das Beispiel des Autopiloten bei einem Flugzeug, der eigentlich ständig aktiv sein muss. Denn die exakte Richtung kann nie 100-prozentig eingestellt werden beziehungsweise eingehalten werden. Das heißt: Der Automat korrigiert das immer, sobald er eine Abweichung feststellt. Das heißt: Hier findet also eine mehrfache Kommunikation statt: Ein Gerät prüft den realen Kurs, Das andere meldet die Stellung der Seitenruder zurück und dann kann ein drittes Element entsprechend eingreifen.

Weitere Infos, Tipps und Materialien

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