Video: Mündliches Abitur – Insider-Tipps, optimale Vorbereitung (Mat7171-m26)

Schon lange gibt es ein Video von uns mit Insider-Tipps zum mündlichen Abitur.
Der Schwerpunkt dort: die langfristige Vorbereitung.

Hier geht es jetzt um letzte Tipps für eine optimale Abiturprüfung.

Wir probieren jetzt mal etwas Neues aus, indem wir hier auf dieser Seite bereits die einzelnen Kapitel vorstellen. Sie werden später im Video helfen, gleich zu der Stelle zu springen, die einem am meisten interessiert.

Zum Video

Das Video kann hier angeschaut werden:
https://youtu.be/X0sUfmJhOJo

Die Kapitelüberschrift


Kapitelübersicht 0:00 Einleitung: Mündliches Abitur 2026 – Insider-Tipps 0:24 Fokus des Videos: Taktik und Strategie in der Prüfung 1:14 Langjährige Erfahrung und Relaunch der Tipps von 2018 1:41 Die Besonderheit des Prüfungsgesprächs 1:58 Vorbereitungstipp: Simulation mit Mitschülern 2:36 Das „Igelschaubild“ als optische Lernhilfe 3:40 Wichtiger Hinweis zu lokalen Prüfungsordnungen 4:02 Kurzfristige Vorbereitung: Abiturkonzentrate & Stichwörter 4:26 Strategie: Die Lieblingsthemen der Lehrkraft nutzen 5:04 Prüfungsteil 1: Die „Miniklausur“ (Vorbereitung & Vortrag) 5:33 Tipps für Notizzettel: Spaltenmethode und Zeitersparnis 6:13 Formale Tipps: Lesbarkeit und nur Vorderseiten beschreiben 6:48 Kleiner Trick gegen Panik: Stichpunkte auf dem Aufgabenblatt 7:04 Prüfungsteil 2: Das Prüfungsgespräch (Ablauf & Themen) 7:33 Beispiel Kleist: „Der zerbrochene Krug“ – Transfer & Akzente 8:31 Beispiel Erpenbeck: „Heimsuchung“ – Titeldeutung & Nihilismus 9:00 Vernetzung: Goethe („Das Göttliche“) als Gegenentwurf 9:22 Den „Lernzettel im Kopf“ aktivieren (Igel-Methode) 9:41 Allgemeiner Taktik-Tipp: Das Antworttempo kontrollieren 9:53 Die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden 10:03 Zusammenfassungen als rhetorischer Abschluss 10:35 Abschlussworte, Kontaktmöglichkeiten & viel Erfolg

Die Dokumentation zum Video

Kapitel 1: Das mündliche Abitur
als besondere Herausforderung.

  • vor allem für die,
  • die sich im Unterricht eher mündlich zurückhalten
  • längere Vorträge nicht gewöhnt sind
  • schnell mal durcheinander geraten
  • Stufe 1:
    • Man muss in 10 Minuten, die Ergebnisse einer Art „Mini-Klausur“ vorzutragen.
    • Man hatte dafür nur 30 Minuten Vorbereitungszeit.
    • Dann kommt es auf einen guten Vortrag an.
    • Aber das ist ein Thema für sich – und geht noch.
  • Aber dann – Stufe 2:
  • Kaum hat man das geschafft, steht eine Art „Kreuzverhör“ an.
  • Die Atmosphäre mag nett sein, aber:
    • man weiß nie, was als nächste Frage kommt
    • und man möchte nichts Falsches sagen.
    • Und am Ende geht es um 15 Punkte und damit ein gutes Abitur.

Die „ultimativen“ Tipps – zur „Miniklausur“ = Teil 1 der Prüfung

Phase 1: Die Mini-Klausur als erster Teil der Prüfung
In der Regel 30 Minuten Zeit in einem Vorbereitungsraum, meist mit anderen Prüflingen zusammen.
Dann mündlicher Vortrag vor der Prüfungskommission: ca. 10 Minuten
Die zeit sollte man möglichst füllen. Das kann man vorher üben.

  1. Tipp: Wichtig, wie bei jeder Klausur vorher auch:
    Zerlegung der Aufgabe in ihre Bestandteile.
    Damit man nichts vergisst.
  2. Tipp: Zeitplanung sollte man im Auge behalten, ist aber hier nicht so wichtig, weil man ja bei seinem Vortrag noch Dinge ergänzen kann.
  3. Tipp: Bei den Notizblättern nur die Vorderseiten beschreiben
    Dann kann man sie sich beim Vortrag schön übersichtlich vor die Augen legen.
  4. Gegebenenfalls kann man sich neben das Aufgabenblatt auch ein leeres Notizblatt legen, bei dem man entsprechend der Aufgabenstellung Spalten anlegt.
    In die kann man dann schon gezielt Stichwörter eintragen. Am schönsten ist natürlich, wenn einem irgend etwas einfällt, was wohl nicht im Erwartungshorizont steht und damit Zusatzpunkte bringt.
  5. Tipp: Notizen nur Stichworte
    Das spart Zeit und
    sorgt dafür, dass man nichts abliest, sondern wirklich mündlich ein Ergebnis vorträgt.

Übergang zum Prüfungsgespräch

Die Überleitung:
Nach hoffentlich etwa zehn Minuten ist man fertig. Sicherheitshalber fragt die Lehrkraft, ob man alles vorgetragen hat.
Das kann etwa so aussehen:
Sie haben ja eben bei der Vorstellung des Gedichtes von einer Lebenskrise gesprochen, die da behandelt wird. Wir gehen jetzt über zu einem Roman, der fast nur Krisen behandelt.

Tipp: Erste Reaktionsmöglichkeit
Ein aufmerksamer Prüfling zeigt dann, dass er mitgedacht hat, und spricht dann gleich den Titel „Heimsuchung“ an – und stellt sich innerlich schon darauf, dass es jetzt wohl um das zentrale Thema des Romans geht.

Erste Möglichkeit einer Mitsteuerung – bis hin zu einem „Trigger“-Moment
Tipp: Hier kann man gegebenenfalls schon versuchen, das Erraten des Titels mit einer Akzentsetzung zu verbinden. Man deutet etwa an, dass dieser Roman sich eigentlich nur mit negativen Phänomenen beschäftigt, was natürlich für die Schule ein gewisses Problem darstellt, sich aber auch lösen lässt..

Wenn man ganz viel Glück hat, ist die Lehrkraft interessiert, was damit gemeint ist. Dann kann man kurz darauf hinweisen, dass dieser Roman ja gewisse nihilistische Züge enthält, weil er ein sehr negatives Bild vom Leben zeichnet. Wenn das im Unterricht behandelt worden ist, kann man auf Goethe verweisen, der in seinem Gedicht das Göttliche einen Ausweg angeboten hat.
LV: „Heimsuchung“ – Deutungsansätze – dazu die Hypothese: Goethe als notwendige Ergänzung
https://youtu.be/ZSotf3U7V3c

Optimale Vorbereitung, z.B. „Igel“-Schaubild

Tipp: Sich innerlich schon auf das erste Teilthema einstellen:
Wenn klar ist, was als erstes Gesprächsthema behandelt wird, kann man schon mal die entsprechenden inneren Bilder abrufen.
Wir empfehlen hier immer ein Igel-Schaubild. Wie dieses Tier ist man auf alles eingestellt, ganz gleich, was da aus welcher Richtung auf einen zukommt.

Zum Prüfungsthema „Der zerbrochene Krug“
Kann man sich so ein Igel-Schaubild, zum Beispiel hier, anschauen?

Klausurvorbereitung: Kleist, „Krug“ – mit einem Igel-Gesamtschaubild, gut vorbereitet auf Fragen
Eine solche Klausurvorbereitung ist natürlich auch geeignet für das mündliche Abitur.
https://youtu.be/6MhKtREnxDw

Kleist-„Krug“-„Klausur-Vorbereitung – Ergänzungen zum Igel-Schaubild
https://youtu.be/IsBLhqTQXo4

Vernetzungsmöglichkeiten nutzen

Wenn man ein gutes thematisches Schaubild im Kopf hat, hilft das auch, Querbezüge zu erkennen.
Im günstigsten Fall kann man damit zumindest kurzzeitig von dem Frageplan der Lehrkraft abweichen und Zusatzpunkte sammeln.

Wenn im Unterricht unser Vorschlag Goethes Gedicht, das Göttliche, als positive Antwort auf den Roman zu nutzen, nicht behandelt worden ist, kann man das natürlich an der Stelle einsetzen, wo es um eine Gesamtbewertung des Romans geht?

Die Lehrerfrage als Sprungbrett nutzen


Übrigens kann man in vielen Fällen die Lehrerfrage nutzen, um zumindest teilweise Formulierungen aus ihr direkt in die Antwort zu übernehmen.
Fragt die Lehrkraft etwa im Hinblick auf den Roman „Heimsuchung“ nach der Eigenschaft „Jahrhundertroman“, Kann man auch hier direkt den Begriff aufnehmen und in seine zwei Bestandteile zerlegen. Roman ist klar, aber die Beziehung zu einem Jahrhundert ist zumindest fragwürdig. Es geht zwar um ein Jahrhundert, aber das ist nur eigentlich die Basis oder der Hintergrund. Vieles wird nur angedeutet.

Der Vorteil vieler Fachbegriffe im „Deutschen“

Hier schon mal ein besonderer Tipp: viele Begriffe im Deutschunterricht sind ja selbsterklärend und dementsprechend kann man das auch nutzen.

Unser Lieblingsbeispiel ist das „Epische Theater“.
Da hat man schon gleich eine Kombination von Epik und Dramatik. Beides passt auf den ersten Blick nicht zusammen. Denn auf der Bühne wird gespielt. Da gibt es in der Regel keinen Erzähler. Der gehört eher zum Beispiel zu einem Roman.

Das kann man dann dafür nutzen, um Brechts Motiv für seine besondere Form des Theaters zu erklären. Er wollte gerade nicht, dass die Zuschauer sich vom Bühnengeschehen mitreißen lassen. Deshalb nutzte er viele Varianten von Verfremdungseffekten. Das machte dann deutlich, dass auch bei ihm im Theater etwas auch für Sonderart und Weise erzählt wird, über das soll man nachdenken.
Näher sind wir auf diese Variante des Theaters hier eingegangen.
Das Epische Theater – schnell durchblicken in 5 Schritten
https://youtu.be/37RDQh_YpSk

Am Beispiel des Begriffs „Poetischer Realismus“ zeigen wir in einem Video, wie man durch geschickte Zerlegung des Kompositums in seine Bestandteile nicht nur die Schrecksekunde überwinden kann. Man kann auch von dort aus sehr gut ein etwas längeres Statement aufbauen. Und je länger man als Prüfling selbst spricht, desto weniger muss der Lehrer fragen 😉

Wer sich dafür interessiert: In dem folgenden Video sind wir darauf genau eingegangen.
https://youtu.be/rijdFPIezL4

Abrundung am Schluss

Daran denken, dass der Schluss des Prüfungsgesprächs natürlich besonders gut nachwirken kann. Darum sollte man das nutzen, um noch mal Wesentliches zusammenzufassen und möglichst auch noch einen eigenen Akzent zu setzen.


Wir setzen das hier noch fort. Bitte etwas Geduld.