Worum es hier geht:

Wissen und verstehen – einfach erklärt
Auf dieser Seite geben wir eine Übersicht über interessante Fragen, die wir versuchen, einfach zu erklären. Dabei kommt es uns insgesamt eigentlich auf vier Aspekte an:

  1. Wissen: Was sollte man einfach abrufbereit im Kopf haben – z.B. Begriffe oder auch Verfahrensweisen
  2. Verstehen: Hier geht es darum, nicht etwas nur auswendig zu lernen, sondern wirklich zu begreifen, worum es geht und was man damit macht. Dann kann man das auch selbstständig abändern und/oder weiterentwickeln.
  3. Machen: Wichtig ist, nicht bei theoretischen Dingen zu bleiben, sondern es auszuprobieren. Das führt meistens schon zu Verbesserungen.
  4. Merken: Natürlich sollte man auch schauen, wie man sich am Ende etwas am besten merkt. Wir favorisieren z.B. aussagekräftige Begriffe als Ausgangspunkt: z.B: Kurz-Geschichte. Dann entwickeln wir es weiter, möglichst mit nicht mehr als fünf Punkten. Mehr kann man sich sowieso nicht merken.
    1. Eine Kurzgeschichte ist eine Geschichte, gehört also zur Epik.
    2. Sie ist außerdem kurz
    3. und das wird erreicht durch einen direkten Einstieg.
    4. Dann kommt der Ausschnitt aus einem Leben – mehr nicht, aber einer, der das Zeug zu einem Wendepunkt hat.
    5. Am Ende dann ein offenes Ende, d.h. die Frage der weiteren Entwicklung wird dem Leser überlassen.

Aktuell gehen wir hier auf die folgenden Fragen ein: (Die kann man einfach im langen Text unten suchen)

  • Warum schafft Mephisto in Goethes Drama „Faust“ am Ende immer das Gute, obwohl er das Böse will?
  • Inwiefern und inwieweit ist die Demokratie die beste Staatsform?
  • Wie aktuell ist die Romantik? Am Beispiel von Eichendorffs „Wünschelrute“
  • Thema: Referat oder Erörterung zum Thema Dating-Portale? (Vorteile, Nachteile, Probleme)
  • Thema: Wie kommt man zu einer guten Deutungshypothese? Am Beispiel von Kästners „Hotelsolo für eine Männerstimme“
  • Thema: Wie schreibt man am besten eine Reportage?
  • Thema: Was sind die Grundgedanken von Schillers 6. Brief „über die ästhetische Erziehung des Menschen“
  • Thema: Worauf ist bei einem „Inneren Monolog“ zu achten?
  • Thema: Stellungnahme zum Thema „Verantwortung der Wissenschaft“ mit Bezug zu Dürrenmatts Drama „Die Physiker“
  • Thema: Wie erkennt man die Aussage einer Ballade?
  • Thema : Wie gibt man den „Gedankengang“ eines Sachtextes wieder?
  • Thema : Wie kann man bei einer Kurzgeschichte die Erzählhaltung und die Erzählperspektive feststellen?
  • Thema : Was kann eigentlich in Dürrenmatts „Die Physiker“ als Aufgabe für eine Szenen-Analyse drankommen?
  • Thema „Stadtgedichte“: Wie kommt man an ein typisches Gedicht, mit dem man üben kann?
  • Wie vermeidet man, dass man ein Gedicht „falsch“ interpretiert?
  • Realismus-Naturalismus-Neue Sachlichkeit: Verhältnis der literarischen Epochen

 

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Warum schafft Mephisto in Goethes Drama „Faust“ am Ende immer das Gute, obwohl er das Böse will?

  1. Mephisto hat ja die Funktion, die Menschen anzutreiben.
  2. Das tut er dadurch, dass er etwas Negatives schafft, zum Beispiel die Verzweiflung und die Sehnsucht, die sich bei Faust am Anfang zeigt und bis an den Rand des Selbstmords treibt.
  3. Dann aber greift gewissermaßen der Herr aus dem Prolog ein, der bei guten Menschen dafür sorgt, dass sie sich zwar antreiben lassen, aber nicht in der Richtung von Mephisto.
  4. Und der arme Typ weiß dass inzwischen und versucht es doch immer wieder.
  5. Letztlich ist er nur eine Spielfigur in einem göttlichen Plan.

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Inwiefern und inwieweit ist die Demokratie die beste Staatsform?

  • Von Churchill stammt wohl der provozierende Satz: „Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind.“
    http://www.bpb.de/lernen/grafstat/grafstat-bundestagswahl-2013/145190/mw-01-01-demokratie-als-regierungsform-zitat
  • Das Problem aller anderen Staatsformen (zum Beispiel absolutistische Monarchie oder gar Diktatur) ist, dass sie vom Willen und den Interessen eines Einzelnen oder weniger Menschen abhängen.
  • Die lassen dann meistens Kritik oder überhaupt andere Meinungen nicht zu Wort kommen.
  • Das wiederum führt dazu, dass Missstände oder einfach nur bessere Ideen nicht diskutiert werden und dann eine Chance haben, sich durchzusetzen.
  • Deshalb gibt es auch noch eine Steigerungsvariante des Churchill-Satzes: „Demokratie ist die einzige Staatsform, in der man die Regierung ohne Revolution los wird.“
  • Bei der Demokratie gibt es zwei Varianten:
    • Die direkte Demokratie – da stimmen die Bürger direkt ab.
    • Die indirekte oder repräsentative Demokratie: Da wählen die Bürger Vertreter und die sorgen dann für eine Regierung und machen die Gesetze.
  • Wichtig ist auch die Gewaltenteilung, denn nur wenn es eine Regierung gibt, die von der Volksvertretung kontrolliert wird, und daneben noch unabhängige Gerichte, dann bleibt die Freiheit der Bürger im Rahmen des Möglichen erhalten.
  • Ein ganz wichtiger Punkt ist, dass eine aktuelle Mehrheit nicht einfach Gesetze macht auf Kosten der Minderheit. Es muss immer so sein, dass die Minderheit auch die Gesetze akzeptieren – und nach Wahlen vielleicht auch ändern kann.
  • Wichtig für eine Demokratie ist eine Presse (von Zeitungen bis zum Rundfunk), die offen und vielfältig über alles berichten, so dass sich die Bürger überhaupt ihre Meinung ehrlich bilden können.
  • Es gibt auch den (natürlich zugespitzten) Satz: Wenn die Presse der gleichen Meinung ist wie die Regierung, dann ist das schon ein Zeichen für eine Diktatur. Das heißt: Die Presse muss immer und jedes Haar in der Suppe der Regierung finden und beschreiben.
  • Dann entscheiden die Bürger letztlich darüber, ob sie dieses „Haar“ respektieren oder bei der nächsten Wahl verschwinden lassen.

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Wie aktuell ist die Romantik? Am Beispiel von Eichendorffs „Wünschelrute“

 

„Schläft ein Lied in allen Dingen,
Die da träumen fort und fort,
Und die Welt hebt an zu singen,
Triffst du nur das Zauberwort.“

 

  1. Wenn man das Wort Romantik hört, denkt man zum Beispiel an ein schönes Zusammenschein im Abendrot der Sonne an einem Strand – aber das ist nur ein sehr kleiner Teil dessen, was die Romantiker meinten.
  2. Für sie war eine solche Situation nur der Ausgangspunkt für eine Art Verbindung ihrer Seele, die sie zur Natur aufnahm.
  3. Sehr schön wird das an dem Gedicht „Wünschelrute“ von Eichendorff deutlich: Gleich die erste Zeile macht deutlich, dass die Dinge um uns herum nicht nur einfach als Materie gesehen werden, sondern als Teil des Lebendigen.
  4. Man sieht es nur normalerweise nicht, dass in den Dingen noch mehr steckt, symbolisch gefasst in der Idee eines Liedes und in der Vorstellung, dass die Dinge träumen, also noch eine andere, wachere Existenz haben.
  5. Das Besondere ist nun, dass man die Dinge und das in ihnen schlafende Lied wecken kann – und zwar mit einem „Zauberwort“.
  6. Wie es sich für ein gutes Gedicht gehört, wird das nicht näher ausgeführt, sondern es bleibt dem Leser überlassen, was er daraus macht.
  7. Für die Romantiker war klar, dass alle Dinge um sie herum Teil einer großen lebendigen Natur waren, auch wenn man das Leben nicht sehen konnte.
  8. Sichtbar wurde und wird es, wenn man die Dinge richtig anspricht, mit ihnen kommuniziert. Das setzt aber voraus, dass man sie erst überhaupt sieht.
  9. Jeder Künstler weiß, dass Dinge ein Eigenleben entwickeln, wenn man sie in einer „Montage“ auf besondere Weise anordnet – oder man denke an die sogenannten „Stillleben“, wie sie in der Malerei entwickelt wurden.
  10. Jeder Mensch weiß auch, dass Dinge für ihn eine besondere Bedeutung bekommen können. Man muss nur genügend Fantasie haben.
  11. Damit wird klar, dass diese Lieder in den Dingen wohl etwas sind, was – ausgelöst von ihnen – im Kopf des Betrachters entsteht.
  12. Letztlich ist bei der Vorstellung einer harmonischen Gesamtnatur sowieso gleichgültig, wo in einem solchen Prozess die Aktion ist und wo die Reaktion ausgelöst wird – letztlich ist es ein Ineinander.
  13. Was nun die Aktualität dieser „Wünschelrute“ angeht, so ist diese Vorstellung vom Zusammenhang aller Dinge und die Fähigkeit, auch mit der scheinbar toten Materie Verbindung aufzunehmen, zeitlos. Man würde heute vielen Menschen wünschen, dass sie nicht nur durch die Gegend hetzen und mit ihrem Smartphone kommunizieren, sondern auf die Dinge um sie herum achten. Sie haben dann möglicherweise nach einem kleinen Gang durch die Felder oder einen Park mehr gesehen als jemand, der am gleichen Tag zehn Besichtigungstermine hinter sich gebracht hat.

Siehe auch die folgenden Seiten:

 

https://www.schnell-durchblicken2.de/novalis-eichendorff

Das Programm der Romantik – am Beispiel von Gedichten: Novalis, „Wenn nicht mehr …“  und Eichendorff „Wünschelrute“

 

https://www.schnell-durchblicken2.de/verfilmung-gedichte

Tipps zur Verfilmung von Gedichten: Eichendorff, „Wünschelrute“

 

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Thema: Referat oder Erörterung zum Thema Dating-Portale? (Vorteile, Nachteile, Probleme)

Wer einen Einstieg sucht, kann mit drei Situationen beginnen, in denen man zum Beispiel einen einsamen Mann zeigt mit dem Traum von einem schönen Leben mit einem Partner – und dann ein anderes Bild, wo eine Frau in einer ähnlichen Situation ist, nur eben 50 km entfernt, so dass sie sich auf normalem Wege nicht treffen können.

Natürlich kann man auch zwei Seiten vergleichen:
Ein Dating-Portal und eine Maklerseite, in der es um Wohnungen geht.
Dann ist man schnell bei der Frage, worin der Unterschied besteht.

Vorteile sind zum Beispiel:

dass Leute, die wenig Kontakt haben zu anderen Leuten, das ausgleichen können. Man denke an Leute, die auf einer Insel leben oder irgendwo auf dem platten Land.
dass Leute Kontakte bekommen können, die beruflich stark eingespannt sind.
dass man dort leichter auf Menschen treffen kann, die dem entsprechen, was man  sucht.
dass man bei einem solchen Kontakt den möglichen Einstieg in eine Beziehung stark abkürzen kann.
usw.

Nachteile:
dass man dafür Geld bezahlen muss
ggf. auch nicht fair behandelt wird – man denke etwa an die Anzeigenbilder, die einem möglicherweise etwas versprechen, was mit der späteren Realität nicht viel zu tun hat
dass Leute sich dort natürlich nicht in der ganzen Wahrheit präsentieren
usw.

Weitere Überlegungen auf dieser Seite:
https://schnell-durchblicken3.de/index.php/faq/faq-referat-tipps/176-referat-tipp-dating-portale

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Thema: Wie kommt man zu einer guten Deutungshypothese? Am Beispiel von Kästners „Hotelsolo für eine Männerstimme“

  • Eine Deutungshypothese ist gewissermaßen der erste große Schritt, um die Aussage eines Gedichtes zu begreifen.
  • Es ist eine „Hypothese“, also eine vorläufige Annahme.
  • Auf sie kommt man, wenn man die „Signale“ des Gedichtes sammelt.
  • Das sind Textstellen, die gewissermaßen die Richtung angeben, die das Gedicht in sich hat.
  • In dem besagten Gedicht muss man jetzt nur einfach die Strophen durchgehen und schauen, was sich da an Verständnis aufbaut.
  • Wichtig ist, immer nah am Text zu bleiben und das Verständnis auch fortlaufend zu korrigieren und damit zu verbessern:
  •     —
  • Der Titel ist erst mal seltsam, setzt aber Signale in Richtung „Hotel“ = nicht zu Hause, „Solo“ = Alleinsein und „Männerstimme“, es geht also um einen Mann – und das, was er gewissermaßen raushauen möchte – darauf kommt man aber erst, wenn man das Gedicht schon einmal gelesen hat.

Strophe 1:
Hier gibt es Signale, dass etwas nicht mehr so ist, wie es war oder sein sollte. Außerdem geht das eine Bett, das das lyrische Ich nur noch braucht, in Richtung erzwungene Selbstbeschränkung.
Am Ende dann das Signal, dass dem lyrischen Ich hier anscheinend etwas passiert ist, was schon häufiger vorkam.

Strophe 2:
Hier gibt es Signale für Müdigkeit und für die Konkurrenzsituation, außerdem für die Zerrissenheit zwischen anständigem Verzicht und realem Nicht-Verzichtenwollen.

Strophe 3:
Hier wieder ein Signal, dass es sich um einen Verlust handelt, den das lyrische Ich gerne vermieden hätte – dazu kommt die innere Widersprüchlichkeit: Angeblich ist es gerne allein, was aber allem widerspricht, was vorher gesagt worden ist.
Dann flüchtet sich das lyrische Ich in Arroganz – nach dem Motto: Soll sie doch ins Unglück laufen.
In Wirklichkeit ist wahrscheinlich nur das lyrische Ich unglücklich.

Strophe 4:
Auch hier wieder der Gegensatz von scheinbarer Überlegenheit und Angst, dass dem Ex-Partner was passieren könnte.
Was bleibt, war zu Kästners Zeiten typisch männlich: Seinen Kummer wegsaufen
und dann am Ende die Selbstüberhebung ins Hochmoralische: Das lyrische Ich wünscht seiner Ex-Partnerin doch Glück.

Zusammenfassung der Signale in Richtung Deutungshypothese:
Das Gedicht zeigt:
1. ein intensives Verlassenheitsgefühl, das mit Müdigkeit und fast Verzweiflung einhergeht
2. die Zerrissenheit im Hinblick auf die eigenen Gefühle: zwischen schlechten und guten Wünschen
3. am Ende dann den Sprung in eine hochmoralische Haltung, die noch echte Liebe zeigt, nämlich gute Wünsche.

Noch ein Tipp:
Das folgende Video gibt Tipps, wie man mit schwierigen Gedichten umgehen kann:

Hier noch kurz ein paar Anmerkungen zu den künstlerischen Mitteln – weil sie natürlich zur Deutungshypothese passen müssen:
Wichtig ist, künstlerische Mittel nicht mühsam zu suchen, sondern zu finden, indem man einfach fragt, wie werden die Kernsignale des Inhalts auch sprachlich unterstützt. Siehe dazu das Video: https://youtu.be/8N2lTia5qLk

zum Beispiel:

Zeile 1 = Korrektur des eben Gesagten – dafür gibt es ein Fachwort, was aber nicht entscheidend ist.

Zeile 3 = Gegensatz

Zeile II,1: Da merkt man deutlich die Personifizierung, wichtig ist aber die Erklärung des Mittels: Erstens ist der Koffer jetzt sein einziger Partner – und das lyrische Ich sieht auch in den Dingen das Gleiche, was ihm passiert.

„ziemlich anderen Mann“ = Hier wird die Distanz zu dem Konkurrenten auf eine sehr besondere Weise ausgedrückt.

Dann II,3 und 4 = der Gegensatz als Ausdruck der inneren Zerrissenheit

III,1u2:

Ungewollte Satire, weil das lyrische Ich etwas sagt, was ganz offensichtlich im Widerspruch steht zu allem anderen.

IV,1u2: Die Bilder des Sich-Verlaufens und des Sich-Verirrens, was wieder genutzt wird, um die bestehende Entfernung zu bewältigen.

IV,4: der absolute Höhepunkt in Form einer Überraschung – eine überraschende Klimax.

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Thema: Wie schreibt man am besten eine Reportage?

Voraussetzung ist, dass man bei einem Ereignis (zum Beispiel: Schulfest) dabeigewesen ist oder recherchiert hat (zum Beispiel: Wie sieht der Alltag der Feuerwehr aus?)
Wichtig ist, vor allem auch Zitate zu sammeln, denn die geben einer Reportage den richtigen „human touch“.
Wichtig ist, die Zitate auf eine besondere Weise zu präsentieren
Normaler Berichtseinstieg:
„Insgesamt ein sehr gelungenes Fest.“
Dann ein Zitat:
„‚Am schönsten fand ich, dass wir heute vorher nicht noch Schule hatten‘,
„so der 15jährige Nick, der immer noch strahlende Augen hat.“
Dann sollte man möglichst direkt einsteigen:
Bei dem Schulfest könnte man zum Beispiel mit dem Direktor beginnen, mit dem ein Experiment gemacht wird.
Dann berichtet man erst, wo was stattgefunden hat und geht auf weitere Dinge ein.
Bei der Feuerwehr könnte man den Übergang schildern zwischen Nichtstun und plötzlichem Alarm.
Dann erst wird deutlich, dass es ein Übungsalarm war – und von dort aus geht man dann auf die übrigen Bereiche des Alltags ein.

4. Wichtig ist, möglichst viel anschaulich in Details zu schildern – auch Gefühle haben ihren Platz in der Reportage.

5. Am Ende kann man gut zum Ausgangspunkt zurückkehren
Schulfest: „Auch der Direktor ist so begeistert, dass er den Vormittag beim nächsten Mal wohl wieder freigeben wird.
Feuerwehr: „Am Ende sind doch alle froh, dass es heute nur ein Übungsalarm war.“

Näheres findet man auf der Seite:
https://www.endlich-durchblick.de/hilfen-im-fach-deutsch/fragen-über-fragen/thema-reportage-kennzeichen-schreiben/

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Thema: Was sind die Grundgedanken von Schillers 6. Brief „über die ästhetische Erziehung des Menschen“

Hier eine vorläufige Zusammenfassung, die das eigene Lesen sicher erleichtert.

1.
Schiller geht wie alle deutschen Klassiker von einem idealen Griechenland aus, in dem der Philosoph und der Künstler noch in einem Menschen gemeinsam sein konnten, wodurch er als Einzelner zum „Repräsentanten seiner Zeit“ wurde.

2.
Die schlechte Nachricht ist dann, dass dieses harmonische Neben- und Ineinander dann getrennt wurde:

Auf der einen Seite weiterhin der intuitive Zugriff auf die Welt in der Kunst, der Poesie
Auf der anderen Seite der „spekulative“, gemeint ist wohl der wissenschaftliche bzw. philosophische Zugriff

3.
Die Folge ist,

dass der Mensch zu einem „Bruchstück“ in einer zudem immer differenzierter ausgeprägten und von einem hochorganisierten Staat kontrollieren Gesellschaft wird.
Genies gibt es noch, aber sie haben es schwer, werden vom Staat auch gar nicht gewollt.
Was die beiden großen getrennten Strömungen angeht, kommt es zu Fehlentwicklungen.
Allerdings muss Schiller auch zugeben (was m Schaubild fehlt), dass zwar die Gesamtheit der Menschheit heute betrachtet werden muss, der Einzelne eben nicht mehr „Repräsentant“, typischer Vertreter seiner Epoche ist.
Aber hin und wieder gibt es doch große Erfinder und Denker, die als Individuen die Entwicklung vorantreiben. (S. 155ff)

4.
Überraschend dann der Hinweis,

dass es sich um eine notwendige Entwicklung handelt – die Griechen hätten gar nicht mehr auf ihre Weise erreichen können.
Darin liegt für Schiller auch etwas Positives, denn neben all dem Negativen, dem er sich zuwendet, gibt es auch Positives.
Das Problem ist und bleibt aber, dass heute (zu Schillers Zeit und sicher darüber hinaus) alles Zwecken unterworfen sei – hier deutet Schiller am Ende an, dass es eine Rettung geben könne, nämlich durch „eine höhere Kunst“.

Auf der folgenden Seite gibt es nicht nur eine ausführliche Kommentierung der Passagen des Briefes, sondern auch ein zusammenfassendes Schaubild:
https://schnell-durchblicken3.de/index.php/themen/literatur-allgemein/172-schiller-aesthetische-erziehung-sechster-brief

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Thema: Worauf ist bei einem „Inneren Monolog“ zu achten?

Ein Innerer Monolog ist ja eine Abfolge von Gedanken, die jemandem mehr oder weniger schnell durch den Kopf schießen.
Meistens kann man von einer Situation ausgehen, in der jemand ein Problem, aber doch noch Zeit zum Nachdenken hat.
Wichtig ist, dass der Leser – denn dieser Innere Monolog taucht ja nur in erzählenden Texten auf – auch mitbekommt, dass es sich um Gedanken handelt.
Deshalb sollten  entsprechende Erzählhinweis vorhanden sein.
Nehmen wir folgende Situation: Da besucht ein Junge seine Freundin zu Hause und dann gibt es ein Problem.
Es war schon etwas nach acht Uhr abends, als er schließlich vor dem alten Haus mit der grauen Außenfassade stand. Alles war dunkel – nichts zu sehen oder zu hören.
Da kamen sie wieder diese Gedanken des Misstrauens, aber auch der Angst:
Sie ist bestimmt wieder nicht da, hat vergessen, dass wir uns treffen wollen.
Ihr liegt wohl doch nichts an mir.
Am besten hält man sich wohl doch von Frauen fern.
Dann aber kam Angst in ihm hoch:
Vielleicht ist sie krank – aber warum nicht wenigstens Licht?
Was kann ich tun?
Angerufen habe ich sie schon – ohne Erfolg.
Es wäre schrecklich, wenn sie da hilflos liegt und ich gehe einfach nach Hause.
Dann sah er den Schuppen – dessen Dach reichte bis zu einem Fenster im ersten Stock – es war anscheinend halboffen.
usw.

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Thema: Stellungnahme zum Thema „Verantwortung der Wissenschaft“ mit Bezug zu Dürrenmatts Drama „Die Physiker“
Am Ende von Klausuren gibt es oft die Aufgabe, eine Stellungnahme zu schreiben. Wir zeigen an einem Beispiel, wie so etwas aussehen kann:

In diesem Fall geht es um die Frage, wie es mit der Verantwortung der Wissenschaft aussieht, was ihre Forschungen und deren Ergebnisse angeht.
Kann die Wissenschaft als abstrakte Einrichtung beziehungsweise Vorgehensweise selbst überhaupt eine Verantwortung übernehmen? Natürlich nicht, die kann sich erst mal nur auf die Leute erstrecken, die sie betreiben, also die Wissenschaftler.
Das muss man allerdings noch erweitern: Was in Dürrenmatts Drama „Die Physiker“ auffällt, ist die Hybris, also das übersteigerte Selbstbewusstsein, mit dem ein einzelner Mann, Möbius, meint, die Folgen seiner Forschungen abschätzen zu können.
Dürrenmatt hat völlig recht, wenn er in den „21 Punkten zu den Physikern“ im Gegensatz dazu feststellt:
17: „Was alle angeht, können nur alle lösen.“
18: „Jeder Versuch eines Einzelnen, für sich zu lösen ,was alle angeht, muss scheitern.“
Das ist auch das Grundprinzip der Demokratie.
Hinzu kommen ganz praktische Fragen, zum Beispiel die, ob ein einzelner, er mag noch so klug sein, alle Aspekte seiner Situation und seiner Entscheidungen überblicken kann.
So übersiehen Möbius und ähnliche Leute zum Beispiel völlig, dass jedes wissenschaftliche Ergebnis sowohl positive als auch negative Auswirkungen haben kann.
Soll man bestimmte Medikamente zum Beispiel wieder aus dem Verkehr ziehen, weil eine Überdosis zum Tod führen kann? Soll man den Autoverkehr verbieten, nur weil ein Auto auch als Waffe eingesetzt werden kann?
Stellen wir am Ende also fest: Die Verantwortung für die Folgen von Entdeckungen trägt nicht der Wissenschaftler, sondern tragen alle, die in der Verantwortung stehen, zum Beispiel in besonderer Weise die demokratisch gewählten Politiker. Die wiederum müssen darauf achten, dass sie alle Informationen und Argumente heranziehen, offen diskutieren lassen, bevor sie entscheiden.

Eine erweiterte Fassung dieser Stellungnahme mit Hinweis auf den Ausbau zu einer Erörterung findet sich auf der Seite:
https://schnell-durchblicken3.de/index.php/themen/die-physiker/168-physiker-stellungnahme-verantwortung-wissenschaft

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Thema: Wie erkennt man die Aussage einer Ballade?

Eine Ballade muss nicht unbedingt eine Lehre enthalten, wohl aber ist fast immer eine Aussage zu finden.
Wenn man sich die berühmte Ballade „Der Handschuh“ anschaut, so ist die Aussage einfach:
dass es schlechte Menschen wie diese Dame gibt, die einen Ritter in eine lebensgefährliche Lage bringt. Entweder verliert er seine Ehre oder sein Leben.
Die Ballade zeigt aber auch, dass es Menschen gibt, die sich einer solch außergewöhnlichen Herausforderung stellen können – und dabei sogar siegen.
Entscheidend ist aber die Aussage, dass der Ritter mit einem solchen Menschen wie dieser Dame nichts mehr zu tun haben will
und sich sogar rächt.
Daraus ist aber keine Lehre abzuleiten in dem Sinne, dass jeder so ein gefährliches Spiel mitmachen sollte (Mutprobe).

Wer interessante Balladen kennenlernen will, findet eine knappe Übersicht auf der Seite:
https://www.schnell-durchblicken.de/e-books-und-support/eb-die-richtige-ballade-finden/
Dort gibt es auch Hinweise auf das Thema und die Ausagen der Balladen.
Damit bekommt man einen guten Blick, wie man das selbst bei einer Ballade machen kann.

Eine weitere Seite, auf der viele Balladen vorgestellt werden, ist:
https://www.schnell-durchblicken.de/durchblick-auch-in-deutsch/thema-balladen-und-inhaltsangabe/
Dort geht es auch um die Ballade „Der Handschuh“.

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Thema : Wie gibt man den „Gedankengang“ eines Sachtextes wieder?

Wie der Begriff es schon bezeichnet, geht es um den „Gang“, also die „Abfolge“ der Gedanken.
Gedanken bestehen immer aus zwei Teilen:
Zum einen ist da ein Inhalt: „Das Wetter ist schön. Wir sollten schwimmen gehen.“
Dann hat diese Äußerung auch eine Funktion:
In diesem Falle ist es eine Feststellung: „Das Wetter ist schön.“
Und ein Vorschlag, der sich daraus ergibt: „Wir sollten schwimmen gehen.“
Wichtig ist also, zu beschreiben, was vom Autor an Gedanken präsentiert wird und was eigentlich hinter ihnen steckt, nämlich
eine Feststellung
ein Vorschlag
eine Warnung
eine These
ein Argument
ein Beispiel
usw.

Wer mal sehen möchte, wie das praktisch aussieht, wenn man einen Gedankengang inhaltlich und von der Funktion her wiedergibt, der kann sich das Beispiel auf der Seite:
https://www.schnell-durchblicken2.de/klausurtraining-sachtext-inhalt
mal anschauen.
Man muss da nur noch die „Funktionswörter“ markieren, wie zum Beispiel:-

In dem Text geht es um die Frage, welche Rolle Wissenschaft in der Schulen spielen sollte.
Im ersten Teil des Textes (1-25) geht es um das wissenschaftliche Vorgehen, wie es etwa in Facharbeiten geübt wird. Hier beklagt der Verfasser ein sinkendes „Niveau der Themen und Anforderungen“ (4/5) und sieht den Grund darin, dass zu wenig schon sehr früh geübt wird, „mit Fragestellungen zu arbeiten, dann die entsprechenden Recherchen durchzuführen, die Ergebnisse zu bewerten und dann in einer eigenen Darstellung zu einer nachvollziehbaren Erkenntnis zu verarbeiten.“ (6-8).
Diesem eigentlich notwendigen Arbeitsprogramm stellt der Verfasser ab Zeile 9 eine Praxis in Schulbüchern und dann auch im Unterricht entgegen, bei der es zu sehr um „die Präsentation von Thesen oder gar Meinungen“ (23/24) geht und zu wenig um die „Herausstellung von Fragestellungen und die Hinweise auf den Streit der Meinungen darüber“ (24/25).
usw. siehe die angegebene Seite.

Thema : Wie kann man bei einer Kurzgeschichte die Erzählhaltung und die Erzählperspektive feststellen?

Nehmen wir als Beispiel Wolfgang Borcherts Kurzgeschichte „Das Brot“
zum Beispiel zu finden auf der Seite:
http://www.geschichte-projekte-hannover.de/filmundgeschichte/deutschland_nach_1945/ruckblickende-kurzfilme/die-filme-2/das-brot-2.html

„Plötzlich wachte sie auf. Es war halb drei.“
Hier haben wir natürlich einen Erzähler, unabhängig von den Figuren, aber er beschränkt sich auf das Allernotwendigste – ohne jeden Kommentar oder Vorverweis.

„Sie überlegte, warum sie aufgewacht war. Ach so! In der Küche hatte jemand gegen einen Stuhl gestoßen.“
Das ist „personale“ Erzählweise, wie es sie klarer nicht geben kann.
Der Erzähler versteckt sich hinter der „Maske“ (= lateinisch „persona“) und teilt direkt das mit, was in der Person vorgeht.

„Sie sieht doch schon alt aus, dachte er, im Hemd sieht sie doch ziemlich alt aus. Aber das liegt vielleicht an den Haaren. Bei den Frauen liegt das nachts immer an den Haaren. Die machen dann auf einmal so alt. “
Hier haben wir dann einen Wechsel von der Figur der Frau zu der des Mannes.

Halten wir fest: Bei Borcherts Kurzgeschichte  handelt es sich ganz klar um einen personalen Erzähler, der sich auf das unbedingt Notwendige der Beschreibung beschränkt.
Ansonsten gibt er wieder, was die Figuren sagen – und außerdem auch, was sie denken.
Er kann also in die Figuren hineinschlüpfen und erzählt aus ihrer = personalen Perspektive.

Das wäre also eine Innen-Perspektive, während er bei den allgemeinen Beschreibungen dessen, was zu sehen ist bzw. geschieht, eine Außenperspektive einnimmt.

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Thema : Was kann eigentlich in Dürrenmatts „Die Physiker“ als Aufgabe für eine Szenen-Analyse drankommen?
Hier haben wir folgende Seite gefunden, die die These vertritt, dass es kaum Szenen gibt, die sich zu analysieren lohnen.
Viel eher machen Sachtexte zu dem Stück Sinn.
Aber zumindest ein paar Tipps werden gegeben.
Näheres findet sich auf dieser Seite:
https://schnell-durchblicken3.de/index.php/themen/die-physiker/163-physiker-klausur-szenen
Eine Musteranalyse gibt es zu dem Gespräch zwischen Monika und Möbius:
https://schnell-durchblicken3.de/index.php/themen/die-physiker/162-physiker-analyse-szene-i-5

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Thema „Stadtgedichte“: Wie kommt man an ein typisches Gedicht, mit dem man üben kann?
Wer demnächst eine Klassenarbeit zum Thema „Stadtgedichte“ schreiben soll, für den könnte die folgende Seite interessant sein.
Dort werden nämlich typische Stadtgedichte gesammelt, wie sie häufig im Unterricht behandelt werden.

Am Beispiel von Wolfensteins Gedicht „Städter“ kann man besonders gut üben.
Hier der Link zu der Sammlung und dort dann auch der Text und die Hinweise zum Gedicht:
Zur Sammlung:
https://schnell-durchblicken3.de/index.php/themen/stadtgedichte/159-sammlung-stadtgedichte
Zum typischen Gedicht von Wolfenstein:
https://schnell-durchblicken3.de/index.php/themen/stadtgedichte/160-wolfenstein-staedter-stadtgedicht

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Wie vermeidet man, dass man ein Gedicht „falsch“ interpretiert?

Stellen wir uns vor: Man liest das Gedicht von Hofmannsthal unten und ist gleich der Meinung, dass der Dichter bzw. genauer: das lyrische Ich mit der Stadt einen geliebten Menschen meint.
Und dann sagt einem der Lehrer, davon stehe nichts im Gedicht.
Was macht man dann?
Man schaut sich das Gedicht noch mal genau unter dieser „Deutungshypothese“ an.
Dann stellt man fest, dass da ein lyrisches jemanden anspricht.
Wenn man häufiger solche Gedichte gelesen hat, dann weiß man, dass normalerweise das lyrische Ich mit sich selbst spricht. Gehen wir mal davon aus.
Dann geht es um eine Stadt, die „da drüben ruht“. Sie wird auf eine Art und Weise beschrieben, die man zum Beispiel auf eine geliebte Frau beziehen kann. Dafür sprechen besonders die Personifizierungen in den Zeilen 06ff.
Dazu kommt in Zeile 09 der Bezug zum lyrischen Ich: „sie schläft im Herzen mein“ – das deutet auf eine enge Beziehung hin, die mit „Glanz und Glut“ verbunden ist, sogar mit „qualvoll bunter Pracht“.
Hier kann man jetzt argumentieren, dass sich das eigentlich nicht (nur) auf Gebäude beziehen kann („Glut“).
Es geht wohl (zumindest auch) um Erfahrungen mit Menschen.
Damit kann man die These vertreten, dass mit der Stadt auch die Menschen darin gemeint sind.
Aber es bleibt natürlich dabei, dass die Stadt nicht identisch mit einer Geliebten sein kann.
Wohl aber ist erstaunlich, wie sehr die Stadt vermenschlicht wird – das ist eigentlich nur erklärlich, wenn das lyrische Ich beim Anblick der Stadt auch an (einen?) Menschen denkt. Sonst sind die Zeilen 06ff nicht zu erklären. Eine Stadt kann nicht weinen, wohl aber diesen Eindruck machen.
Spannend wird es dann am Ende noch mal, wenn das „Du“ ein  zweites Mal aufgenommen wird. Wenn  es heißt:
„Doch schmeichelnd schwebt um dich ihr Widerschein“, dann ist das eine so intensive Vorstellung, dass diese Personifikation am ehesten verständlich wird, wenn sie mit der Vorstellung von einer (oder auch mehreren) Menschen in der Stadt verbunden ist.

Fazit:

Es geht im Gedicht um eine Stadt.
Die mit der Stadt verbundenen „Impressionen“ sind aber so intensiv, dass sie nicht mehr allein von der Stadt herkommen können, sondern sich im lyrischen Ich wohl konnotativ herausbilden – d.h. es greift hier auf Erfahrungen zurück, die es mit Menschen gemacht hat.
Warum soll es dabei nicht um Menschen gehen, die in dieser Stadt leben – vielleicht auch um einen ganz bestimmten Menschen, der für das lyrische Ich mit „Gut“, „qualvoll bunter Pracht“, aber auch mit „schmeichelnd“ schwebenden „Widerschein“ verbunden ist.
Das heißt: Die Deutungshypothese war falsch, wenn auf die Gleichsetzung der Stadt mit einem Menschen hinausläuft.
Sie ist aber nicht mehr völlig falsch, wenn man die Intensität der vermenschlichten Bilder so erklärt, dass diese Stadt über die Menschen in ihr etwas Menschliches bekommt.

Hugo von Hofmannsthal

Siehst du die Stadt?

01        Siehst du die Stadt, wie sie da drüben ruht,
02        Sich flüsternd schmieget in das Kleid der Nacht?
03        Es gießt der Mond der Silberseide Flut
04        Auf sie herab in zauberischer Pracht.

05        So geisterhaft, verlöschend leisen Klang:
06        Sie weint im Traum, sie atmet tief und schwer,
07        Sie lispelt, rätselvoll, verlockend bang…
08        Der laue Nachtwind weht ihr Atmen her,

09        Die dunkle Stadt, sie schläft im Herzen mein
10        Mit Glanz und Glut, mit qualvoll bunter Pracht:
11        Doch schmeichelnd schwebt um dich ihr Widerschein,
12        Gedämpft zum Flüstern, gleitend durch die Nacht.

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Realismus-Naturalismus-Neue Sachlichkeit: Verhältnis der literarischen Epochen

  •  Realismus ist eine Epoche des 19. Jhdts., in der man sich im Zusammenhang mit der industriell-technischen Entwicklung vom Idealismus der Goethezeit abgrenzte. In Deutschland spricht man auch vom „poetischen Realismus“, weil man die Wirklichkeit immer noch künstlerisch aufgewertet wissen wollte.
  •     Vgl. ein Hochzeitsfoto, auf dem alles mehr oder weniger auf Wirkung hin gestylt ist.
  •     https://www.endlich-durchblick.de/hilfen-im-fach-deutsch/literaturepochen/poetischer-realismus-und-naturalismus/
  •     Genau damit hörte es im Naturalismus auf, der die Wirklichkeit völlig ungeschminkt darstellen wollte.
  •     Vgl. einen Foto-Schnappschuss, der das ziemlich genau wiedergibt, was zumindest die Kamera in dem Moment sieht.
  •     Die Neue Sachlichkeit ist eine Reaktion auf den Expressionismus mit seiner zum Teil überspannt wirkenden Darstellung der Innensicht mit zum Teil willkürlich zusammengestellten Elementen der Wirklichkeit.
  •     Berühmtes Beispiel: Das Gedicht von Kästner, „Sachliche Romanze“.
  •     https://www.endlich-durchblick.de/hilfen-im-fach-deutsch/literaturepochen/vom-expressionismus-bis-heute/

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