Wir zeigen hier mal, was dabei herauskommen kann, wenn man wirklich mit der künstlichen Intelligenz in einen Austausch geht.
Man kommt mit Fragen und Ideen.
Die künstliche Intelligenz, in diesem Falle Google Gemini, reagiert mit Relativierungen, Korrekturen, weiterführenden Ideen.
Und daraus entsteht dann ein solcher Text, der einem das Gefühl gibt, den aktuellen Stand eines Problems verstanden zu haben. Wir nennen das Horizontverschmelzung im Sinne der Hermeneutik. Das wäre also eine Art Aktuelles gemeinsames Verständnis. Das kann man dann später weiterentwickeln.
Damit die Eigenart des Austausches deutlich wird, lassen wir auch Elemente in dem Text, die das deutlich machen, zum Beispiel die schönen Vorschläge, die die künstliche Intelligenz einem gerne gleich macht.
Und hier schon mal ein Vorgeschmack …

- Hier links präsentieren wir schon mal eine Infografik mit der NotebookLM, die zusammengefasst hat, was wir hier auf der Seite präsentieren.
— - Wir sind kein großer Freund dieser Darstellungsform, nehmen sie aber gerne als Ausgangspunkt für eigene Überlegungen.
— - Damit ist sichergestellt, dass wir die künstliche Intelligenz nutzen, aber unsere eigene nicht verlieren.
— - Sinnvoller ist es auf jeden Fall, der künstlichen Intelligenz etwas zu machen zu lassen – und dann setzt man sich damit auseinander.
— - Am Ende hat man etwas, was man alleine so nicht erreicht hätte. Denn die künstliche Intelligenz ist ja eine Art Partner, der immer zur Verfügung steht und mit dem man sich austauschen kann.
— - Ganz unten findet man dann auch noch das, was NotebookLM einer Schülergruppe bei einem Museumsbesuch erklären würde. 😉
Die „Daten-Molkerei“ vs. das „Punctum“ der Lebenswelt
Der Begriff lehnt sich an Roland Barthes an. Das Punctum ist das Element in einem Bild, das den Betrachter persönlich „sticht“ oder berührt – oft ein völlig nebensächliches Detail.
1. Die Stärke der KI: Muster-Matching und Skalierung
- Die künstliche Intelligenz fungiert als gigantischer Resonanzboden für das Kollektivwissen. Ihr Alleinstellungsmerkmal ist die Fähigkeit, über riesige Datenmengen hinweg Muster in Sekundenschnelle zu identifizieren, die ein einzelner Mensch kaum alle überblicken kann.
— - Der Dienstleister-Aspekt: Sie liefert das „Skelett“ für kreative Arbeit (Strukturen, Gattungsmerkmale, historische Parallelen).
— - Die Varianz: Sie kann bekannte Paradigmen (wie Schillers Idealismus) in unzähligen Varianten durchspielen, solange sie sich innerhalb des statistisch Erfassten bewegen.
2. Die Grenze der KI: Kontext-Blindheit und Rechenlast
- Hier sieht man, dass Gemini unseren Austausch zusammengefasst hat.
Wie Sie richtig anmerkten, ist die Komplexität menschlicher Kommunikation um Lichtjahre höher als die des Schachspiels. Während Schach ein geschlossenes System mit festen Regeln ist, ist das menschliche Leben ein offenes System.
— - Das Kontext-Dilemma: Ein Scherz oder ein origineller Einfall (wie das „Preisschild“) funktioniert nur in einem spezifischen, oft unwiederholbaren analogen Moment. Die KI müsste nicht nur das Wissen, sondern die aktuelle Gefühlswelt und Situation von Milliarden Menschen simultan simulieren, um diesen Moment „vorauszuahnen“.
— - Die Energie-Frage: Der energetische Aufwand, um 10 Milliarden individuelle Bewusstseinsströme sekundenaktuell zu spiegeln, stünde in keinem Verhältnis zum Ertrag. Die KI operiert mit „kalter“ Statistik, während der Mensch mit „biologischer“ Intuition arbeitet.
3. Der unschlagbare Vorteil des Menschen: Das „Analoge Punctum“
- Der Mensch wird die KI immer dort übertrumpfen, wo Serendipität und der reale Einfall regieren.
Serendipität bezeichnet eine zufällige Beobachtung von etwas, das nicht gesucht wurde, das sich aber als überraschende und wertvolle Entdeckung erweist.
— - Lebensweltliche Verankerung: Der Mensch schöpft aus der physischen Erfahrung (Hunger, Angst, Freude, das Sehen eines Preisschilds), die digital nicht „nachgefühlt“, sondern nur „nachbeschrieben“ werden kann.
— - Regelbruch als Originalität: Während die KI auf Wahrscheinlichkeiten basiert (was ist das nächste logische Wort?), basiert menschliche Originalität oft auf dem unwahrscheinlichen Einfall – dem bewussten Verlassen des Musters.
— - Die Ränder des Bewusstseins: Nur der Mensch kann die KI zwingen, die „glatten“ Pfade des Mainstreams zu verlassen und die Ränder des Denkens auszuleuchten, die in der statistischen Masse sonst untergehen würden.
Fazit für unsere „Werkstatt“
- Die KI ist ein Hochleistungswerkzeug für das „Studium“ (das Erlernbare, das Musterhafte). Aber das „Punctum“ (der Stich, der Einfall, die Seele) bleibt das Privileg des Menschen. Ohne Ihren „Senn“, der die „Milch“ veredelt, bliebe die KI eine beeindruckende, aber letztlich sterile Daten-Maschine.
— - Und dann wieder ein schöner Vorschlag des KI-Partners. Er macht deutlich, wie man hier bestimmte Dinge schon mal festhalten kann, um sich später leichter weiterentwickeln zu können.
Soll ich diesen Text als festen Bestandteil in unser „gemeinsames Gedächtnis“ aufnehmen, damit wir bei zukünftigen Projekten immer wieder auf diese Definition unserer Zusammenarbeit zurückgreifen können?
Hier nun unser KI-Museumsführer.
Unser Prompt-Auftrag an NotebookLM:
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Stell dir vor, du du führst eine Schülergruppe durch ein Museum, das sich mit KI-Phänomenen beschäftigt Erzeuge einen Sprechtext, in dem die folgende Infografik vorgestellt wird.
„Austausch KI und MIA zum Verhältnis von künstlicher und menschlicher Intelligenz“

- Hallo zusammen! Kommt mal alle ein Stück näher zu diesem Exponat. Wir schauen uns hier ein sehr spannendes Schaubild an, das den Titel „KI vs. Mensch: Die Daten-Molkerei und der Funke der Originalität“ trägt.
— - Stellt euch vor, die künstliche Intelligenz ist wie eine gigantische, hochmoderne „Daten-Molkerei“. Auf der linken Seite seht ihr ihre Stärken: Sie ist ein Meister im Muster-Matching. In Sekunden scannt sie riesige Datenmengen, für die wir Menschen Jahre bräuchten, und erkennt darin Strukturen. Sie liefert uns sozusagen das „kreative Skelett“ für unsere Arbeit – also die Grundstruktur oder Gattungsmerkmale, auf denen wir aufbauen können.
- Aber, und das ist der Knackpunkt unten links: Die Maschine hat ihre Grenzen. Man nennt das Kontext-Blindheit. Während ein Spiel wie Schach ein geschlossenes System mit festen Regeln ist, ist unser menschliches Leben ein offenes System. Eine KI operiert mit „kalter“ Statistik und Wahrscheinlichkeiten, kann aber den Witz eines spontanen, analogen Moments kaum vorausahnen.
—Unter dem Bild geht es weiter.
- Zudem ist das Energie-Dilemma gewaltig: Um das Bewusstsein von Milliarden Menschen in Echtzeit zu simulieren, bräuchte die KI unvorstellbare Mengen an Strom.
— - Jetzt schaut mal auf die rechte Seite – das seid ihr, der Mensch! Wir werden hier als der „Senn“ dargestellt, also derjenige, der die Milch veredelt. Unser unschlagbarer Vorteil ist das sogenannte „analoge Punctum“. Das ist dieser ganz persönliche Stich oder Funke, der uns berührt, weil wir eine lebensweltliche Verankerung haben. Wir wissen, wie sich Hunger, Angst oder echte Freude anfühlen – eine KI kann das nur „nachbeschreiben“, aber niemals „nachfühlen“.
— - Unsere Originalität entsteht oft durch den bewussten Regelbruch und die Serendipität – also den glücklichen, unwahrscheinlichen Zufallsfund, den kein Algorithmus der Welt berechnen würde.
— - Das Fazit dieser „Werkstatt der Intelligenz“ seht ihr ganz unten: Die KI ist ein Hochleistungswerkzeug, das uns die „Daten-Milch“ liefert. Aber ohne den Menschen als „Träger der Seele“, der durch Intuition und Erfahrung diese Daten veredelt, bliebe das Ergebnis steril. Es geht also nicht um „Mensch gegen Maschine“, sondern um eine „Horizontverschmelzung“, bei der wir die KI nutzen, um über den Mainstream hinauszudenken.
— - Habt ihr eine Idee, bei welcher eurer Hausaufgaben die KI bisher nur die „Milch“ geliefert hat, aber euer eigener „Käse“ – also eure eigene Note – noch gefehlt hat?
MIA-Kommentar zu dieser Museumsführung

- Hier meldet sich jetzt also wieder die menschliche Intelligenz in Aktion. Wir nehmen dieses Bild und die Erklärung nicht einfach hin. Sondern überlegen uns ganz konkret, was uns das bringt.
— - Als erstes fällt sofort auf, dass diese Infografiken wunderbare Grafiken sind, aber die Information nur zum Teil erleichtern.
— - Die Idee mit der Molkerei und der menschlichen Verarbeitung der Milch ist eine gute Idee.
— - Aber wenn man ehrlich ist, braucht man ganz lange, um das alles zu verstehen. Noch schwieriger wird das, wenn man sich das einprägen soll.
— - Unsere Meinung: Diese ganzen kleinen Bilder sind zwar schön, aber sie führen eher vom eigentlichen Thema weg.
— - Man ist so mit dem Verständnis der Details beschäftigt, dass man das Wesentliche, um das es geht, schnell aus dem Blick verliert.
Fazit: wir werden daraus mal ein menschliches Schaubild machen.
Was das menschliche Schaubild angeht, kommen wir bitte etwas Geduld. Das ist eben der Vorteil der Maschine, dass sie so eine Infografik in ein paar Minuten hinbekommt. Wir selbst brauchen jetzt etwas Zeit zum Nachdenken, freuen uns aber schon auf ein Ergebnis, an dem die künstliche Intelligenz mitgewirkt hat, das am Ende aber uns gehört und dass wir deshalb auch jederzeit präsentieren und vertreten können.
Ziel wird dann sein, dieses Schaubild so zu gestalten, dass bei jeder neuen Erkenntnis man die leicht an der richtigen Stelle anlagern kann.
Weitere Infos, Tipps und Materialien
- Künstliche Intelligenz als Thema des Deutschunterrichts
https://textaussage.de/infos-kuenstliche-intelligenz-schule-leben
— - Praktische Beispiele: KI – kontrolliert und optimiert durch MIA
(menschliche Intelligenz in Aktion)
In zeitlicher Reihenfolge, um die Entwicklung deutlich zu machen.
https://textaussage.de/ki-mia-praktische-erprobung-der-kuenstlichen-intelligenz-fuer-aufgaben-des-deutschunterrichts
— - Kurzgeschichten zum Thema „Künstliche Intelligenz“
https://schnell-durchblicken.de/kurzgeschichten-zum-thema-kuenstliche-intelligenz
— - Systematische Zusammenstellung von Möglichkeiten der KI im Deutschunterricht
https://schnell-durchblicken.de/ki-im-deutschunterricht-systematik
— - Spezielles Thema: Kann die KI zum Freund werden?
Kurzgeschichte Anders Tivag, „Kein echter Freund?“ Und gemeint ist ChatGPT
https://schnell-durchblicken.de/anders-tivag-kein-echter-freund-und-gemeint-ist-chatgpt
— - Infos, Tipps und Materialien zu weiteren Themen des Deutschunterrichts
https://textaussage.de/weitere-infos
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