Worum es hier geht:

Da wir ganz begeistert sind vom ersten Kapitel aus dem 3. Band der Philosophiegeschichte von Richard David Precht, wollen wir kurz vorstellen, wie der Verfasser von einem Bild aus den ganzen zeitlichen Hintergrund und die Entwicklung darstellt:

Das Bild von David Friedrich, „Der Wanderer über dem Nebelmeer“ ist hier zu finden:
https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Wanderer_%C3%BCber_dem_Nebelmeer

Die wunderbare Beschreibung des Bildes und seiner Hintergründe ist zum Beispiel hier zu finden.

Tipp: So kann man ein Bild beschreiben und ansatzweise interpretieren

Die Seitenangaben sind ungefähr und dem E-Book entnommen.

  • S. 18: Das Kapitel beginnt mit einer sehr genauen Beschreibung des Bildes der Wanderer über dem Nebelmeer von Caspar David Friedrich.
  • Sicher ein schönes Beispiel für eine ansatzweise bereits interpretierende Bildbeschreibung

Tipp: Interessante Hinweise zu einem wichtigen Maler der Romantik

  • S. 19: Es folgt ein eingehen auf den wahrscheinlichen Maler des Bildes: Caspar David Friedrich.
  • Seine Einstellung zur Natur
  • Hinweis auf den Hintergrund der Befreiungskriege gegen Napoleon
  • sowie die anschließende Demagogen-Verfolgung
  • Interessant auch die Ausführungen zu der Besonderheit des Malers, der sich im Laufe seines Lebens künstlerisch kaum weiter entwickelt hat, sondern immer mehr oder weniger die gleiche Sicht auf das Leben und die Natur präsentiert.

Tipp: Einordnung des Malers in die geistigen Strömungen der Zeit

  • Hinweis auf den sich vom traditionellen Christentum entfernenden „Mystizismus“, der für Friedrich und die Romantik allgemein gekennzeichnet ist.
  • Querverbindungen zu Schiller und seiner Vorstellung vom „Erhabenen“
    • Die in der Tradition verwurzelten Christen stört,
    • „dass seit Mitte des 18. Jahrhunderts das Erhabene kein Alleinbesitz der christlichen Kunst mehr ist.
    • Philosophen wie Edmund Burke, Immanuel Kant und Friedrich Schiller haben es als eine neue Kategorie der Ästhetik definiert.
    • Nach Schiller ist das Erhabene das, was unsere Fassungskraft und unsere Lebenskraft übersteigt.
    • Wir betrachten den erhabenen Gegenstand als eine Macht, gegen welche die unsrige in Nichts verschwindet .
    • Doch gerade dieses Aufzeigen von Grenzen zieht uns, nach Schiller, „mit unwiderstehlicher Gewalt“ an.
    • Aus dem Spannungsfeld von überforderter Vernunft und überwältigten Sinnen ergreife ein „Zauber“ unser „Gemüth“.
    • Er entspringt aus der Macht unserer Fantasie, die dort ganz bei sich ist, wo Sinne und Vernunft kapitulieren“
  • Gemeinsamkeiten zwischen dem Maler Friedrich und dem Philosophen Schopenhauer
  • Veränderung gegenüber der Philosophie Immanuel Kants und ihrer Grundausrichtung aus dem Zeitalter der Aufklärung

Tipp: Ausblick auf die Entwicklungen am Ende des Lebens von Friedrich und danach

  • Die Industrialisierung als Prozess im Hintergrund, die in Sachsen besondere Fortschritte machte.
  • Entstehung eines neuen Lebensgefühls mit Auswirkung auf die Weltanschauungen
  • Ausblick: Situation am Ende der Lebenszeit des Malers Caspar David Friedrich
  • Dazu ein interessantes Zitat vom Ende des Kapitels (die Aufteilung des fortlaufenden Textes stammt von uns, weil man sich dann leichter mit dem Details beschäftigen kann.)
    • „Nicht Transzendenz, sondern Effizienz lautet das Zauberwort der neuen Zeit;
    • nicht Leere, sondern Fülle,
    • statt Nebel – Durchblick.
    • Die Dynamik erfasst alle und alles.
    • Auch die Philosophen verlieren ihren Gott in gleichem Maße wie sie den Natur- Wissenschaften die Wahrheit überlassen.
    • Zum neuen Gott aber wird der wirtschaftliche Fortschritt. Und dessen Dampfschiffe und Eisenbahnen machen selbst vor dem Elbsandsteingebirge nicht Halt. Als Friedrich 1840 in Dresden stirbt, ein fast vergessener Mann, beginnt in der Sächsischen Schweiz der planmäßige Tourismus.“

Wer noch mehr möchte …