Goethe und Lessing – zwei Impulse in Richtung Toleranz in Fragen der Religion

  • Es gibt viele Religionen.
  • Wie kann man sich orientieren, wenn man selbst keiner angehört?
  • Die beiden Dichter Goethe und Lessing bieten hier zwei interessante Ansätze.
  • Über die lohnt es sich, nachzudenken.

Das Video und die Dokumentation dazu

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Goethe, Teil 1: Die Unmenschlichkeit der Natur

  • Es gibt viele Religionen.
  • Wie kann man sich orientieren, wenn man selbst keiner angehört?
  • Die beiden Dichter Goethe und Lessing bieten hier zwei interessante Ansätze.
  • Über die lohnt es sich, nachzudenken.
  • Goethe macht in seinem Gedicht „Das Göttliche“.
    http://www.zeno.org/nid/20004840844
    das folgende Minimal-Angebot.

Goethe

Das Göttliche

01 Edel sei der Mensch,
02 Hilfreich und gut!

13 Denn unfühlend
14 Ist die Natur:
15 Es leuchtet die Sonne
16 Über Bös und Gute,
17 Und dem Verbrecher
18 Glänzen wie dem Besten
19 Der Mond und die Sterne.

Goethe, Teil 2: Das „Göttliche“ in uns

37 Nur allein der Mensch
38 Vermag das Unmögliche:

46 Heilen und retten,
47 Alles Irrende, Schweifende
48 Nützlich verbinden.

Lessings Gespräch zwischen Nathan und dem Sultan

Lessing

„Nathan der Weise“

Akt 3, Szene 7

  • Der Jude Nathan wird vom muslimischen Sultan In der Zeit der Kreuzzüge gefragt, welche Religion die richtige sei.
  • Er rettet sich in eine Geschichte, in der drei Ringe für die drei Religionen stehen – und nicht zu unterscheiden sind.
  • Der Sultan stellt die gefährliche Frage, ob sich nicht Islam, Judentum und Christentum doch stark unterscheiden?
  • Nathan antwortet wie folgt:

Und nur von Seiten ihrer Gründe nicht. –
Denn gründen alle sich nicht auf Geschichte?
Geschrieben oder überliefert! – Und
Geschichte muß doch wohl allein auf Treu
Und Glauben angenommen werden? – Nicht? –

Nun wessen Treu und Glauben zieht man denn
Am wenigsten in Zweifel? Doch der Seinen?
Doch deren Blut wir sind? doch deren, die
Von Kindheit an uns Proben ihrer Liebe
Gegeben? die uns nie getäuscht, als wo
Getäuscht zu werden uns heilsamer war? –

Wie kann ich meinen Vätern weniger,
Als du den deinen glauben? Oder umgekehrt. –
Kann ich von dir verlangen, daß du deine
Vorfahren Lügen strafst, um meinen nicht
Zu widersprechen? Oder umgekehrt.

http://www.zeno.org/nid/20005262526

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