Du willst dich in dem Roman schnell zurechtfinden?
Das wollten wir auch, denn dann kann man leichter damit arbeiten.
Hier präsentieren wir nun die vier Teile, die wir dazu erstellt haben.
Übersicht über unsere Teil-Vorstellungen
Teil 1 S. 7–57
Hier auf dieser Seite:
https://schnell-durchblicken.de/max-frisch-homo-faber-inhalt-und-zitate
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Teil 2 S. 57–100
https://textaussage.de/homo-faber-ueberblick-2-faber-ivy-sabeth-schiffsreise
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Teil 3 S. 100–150
https://textaussage.de/homo-faber-ueberblick-3-avignon-hanna-athen
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Station II – S. 161–203
https://textaussage.de/max-frisch-homo-faber-ueberblick-4-station-2
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Worum es in dieser Reihe geht
Dies ist Teil 2 unserer mehrteiligen Seite zu „Homo Faber“ von Max Frisch, die den Roman Seite für Seite mit Schlüsselzitaten begleitet. Die Seitenangaben beziehen sich auf die Suhrkamp-Taschenbuch-Ausgabe.
❓ Am Ende dieser Seite wartet eine Vertiefungsfrage auf dich, mit der du im Unterricht auffallen kannst.
- Teil 1: Vom Start in New York bis zum Rückblick Hanna II (S. 7–57) – Link folgt
- Teil 2 (diese Seite): Trennung von Ivy – Überfahrt – Kennenlernen Sabeth (S. 57–100)
- Teil 3: Paris – Italienreise – Gespräch mit Hanna in Griechenland (S. 100–160) – Link folgt, sobald die Seite steht
- Station II: Rückkehr, Kuba, Düsseldorf, Ende (S. 161–203) – Link folgt, sobald die Seite steht
New York: Trennung von Ivy (S. 57–68)
- S. 57: Rückblick auf den Aufenthalt in Venezuela (nur zwei Tage) nach der Notlandung und dem Umweg zu Joachim: „heute vor zehn Wochen“ – 20.4.1957: Abflug von Caracas, einen Tag später in New York.
- S. 57: 21.4.: Ankunft in New York – wird von Ivy „gestellt“, eine Woche Zeit bis zum Abflug nach Paris.
- S. 58: Konflikt mit Ivy, die Faber weiterhin haben will.
- S. 59: „Plötzlich hatte ich genug –“: Idee einer Schiffsreise nach Europa – als Flucht vor Ivy.
- S. 60: Faber will es Ivy leichter machen und täuscht Flugangst vor.
- S. 61: Ivy geht phantasievoll-ernsthaft darauf ein.
- S. 62: Ivys Rache = Sexualität.
- S. 63: „Bedürfnis, mich zu rasieren“ – Rasierapparat kaputt:
„Jeder Apparat kann versagen; es macht mich nur nervös, solange ich nicht weiß, warum.“ - S. 63: „purer Zufall“: Der defekte Apparat führt dazu, daß sie den entscheidenden Telefonanruf noch bekommen, der Fabers Schiffsplatz sichert – auf dem Schiff, auf dem er dann Sabeth trifft (Vor-Hinweis!).
- S. 64: Faber freut sich riesig auf die Schiffsreise – wie auf ein neues Leben, lässt Ivy möglichst lange warten: „ich freute mich aufs Leben wie ein Jüngling, wie schon lange nicht mehr“ (vgl. später in Paris: „hutlos wie ein Jüngling“, S. 101).
- S. 64/65: Charakterisierung Ivys: „ein herzensguter Kerl, wenn sie nicht geschlechtlich wurde“ (n.b. die Formulierung!).
- S. 65: Vergeblicher Abschiedsversuch – mündet in zweite Verführung Ivys; interessant ist Ivys Methode: Sie verweigert jetzt Faber jede Zärtlichkeit, damit kehrt sich die frühere Situation um (vgl. auch den Anfang, wo zunächst Faber sich vom Düsseldorfer genervt fühlt und er schließlich diesen nervt).
- S. 66: Faber lädt schließlich einen Freund mit Zufallsgesellschaft ein, ziemlicher Frust angesichts der besoffenen Männergesellschaft.
- S. 67: Ivy hilft Faber bei den letzten Vorbereitungen.
- S. 68: Endgültiger Abschied: „Ein lieber Kerl, dachte ich, obschon ich Ivy nie verstanden habe …“; Faber filmt den Abschied.
Rückblick: Die Rückfahrt von der Plantage (S. 68–69)
- S. 68: Rückblick auf Joachims Beerdigung: Reue, weil er nicht verbrannt wurde. Wichtige Reflexionen: 1. „Feuer ist eine saubere Sache …“ 2. „Erde ist Schlamm … Verwesung voller Keime …“ Erde wird mit Sexualität und Tod gleichgesetzt („Monatsblut“, „Spermatozoen“) – „grauenhaft“.
- S. 69: Rückblick auf die Rückfahrt von der Plantage nach Joachims Tod: auch hier wieder Erfahrung des Dschungels: „Sonne schleimig wie je … schmierig wie Neugeborene“. Entscheidende Äußerung von Marcel, dem Hobby-Archäologen:
„Tu sais que la mort est femme! … et que la terre est femme!“
Tod und Erde werden hier mit dem Weiblichen, der Frau, verbunden.
Überfahrt und Kennenlernen Sabeths (S. 69–96)
Erste Begegnungen an Bord (S. 69–74)
- S. 69: Sieht erstmals Sabeth (beim Anstehen auf Tischkarten).
- S. 70: Gemeinsames Warten mit Sabeth – ihr Pferdeschwanz fällt auf.
- S. 70: Zimmergenosse = Landwirt aus Israel.
- S. 70/71: Faber rasiert sich, plötzlich funktioniert der Apparat wieder (Zufall?).
- S. 71/72: Der erste Nachmittag ist „überstanden“ (72).
- S. 72: Reflexion über seinen „Bericht“ (Gegenwart des Ich-Erzählers) – deutlich wird die Funktion des Berichts: Er muß damit fertigwerden, wieder Fügung und Zufall.
- S. 73: Erstes Tischtennis-Spiel mit Sabeth, Faber stellt ihr nicht nach, betont es aber sehr häufig. Anm.: „so jung“ – das Problem des Altersunterschieds wird ansatzweise angesprochen.
- S. 74: Sabeth geht auf Faber zu, bringt ihn zum Sprechen, zunächst über Technik: Sabeth zeigt sich sehr intelligent; Faber nennt sie „Sabeth“, obwohl sie eigentlich Elisabeth heißt.
Technik, Nähe und erste Spannungen (S. 75–83)
- S. 75: Faber preist gegenüber Sabeth die Maschinen, besonders Computer:
„… die Maschine erlebt nichts, sie hat keine Angst und keine Hoffnung, die nur stören, keine Wünsche in bezug auf das Ergebnis, sie arbeitet nach der reinen Logik der Wahrscheinlichkeit … Der Roboter erkennt genauer als der Mensch, er weiß mehr von der Zukunft als wir, denn er errechnet sie, er spekuliert nicht und träumt nicht, sondern wird von seinen eigenen Ergebnissen gesteuert (feed back) und kann sich nicht irren; der Roboter braucht keine Ahnungen –“ - S. 75: „Sabeth fand mich komisch.“ Anm.: Früher hat Faber festgestellt: „Menschen sind komisch.“ (43) – „So eine Schiffsreise ist ein komischer Zustand.“ (75)
- S. 76: Reise allgemein: „… setzt Sabeth sich an unsern Tisch, was mich aufrichtig freut …“ – „wie jung sie ist.“
- S. 77: Eifersucht Fabers gegenüber dem Baptisten.
- S. 77: Fabers Theorie über das Verhältnis von Kunst und Technik: Skulpturen = für Faber „Vorfahren des Roboters“: „Die Primitiven versuchten den Tod zu annullieren, indem sie den Menschenleib abbilden – wir, indem wir den Menschenleib ersetzen. Technik statt Mystik!“ Anm.: Deutlich wird, wie intensiv Faber sich mit dem Tod beschäftigt, sich meint, gegen ihn wehren zu müssen und zu können: mit Technik, Sauberkeit, Männergesellschaft usw.
- S. 78: Rettung durch Mr. Lewin, der dazukommt und ein Vierergespräch ermöglicht: Baptist und Sabeth über van Gogh; Lewin und Faber über Dieselmotoren.
- S. 78: Sabeth kommt auf Faber zu, äußert den Wunsch nach Besichtigung des Maschinenraums, leiht ihm ihren Decksessel.
- S. 78: Faber reflektiert über Sabeths Ähnlichkeit mit Hanna: Problem – er hat ihren Namen gesehen, „Miss E. Piper“ –, kommt aber nicht auf den Zusammenhang mit Hanna.
- S. 79: Faber sucht „müßiggängerisch“ nach Hanna: „Spintisiererei um Hanna“.
- S. 80/81: Reflexion Fabers über das Phänomen der Ähnlichkeit; Abwehr: „ich bin ja nicht krankhaft … ich bin nicht pervers!“ (81)
- S. 81: Konkurrenz/Eifersucht in bezug auf Sabeths „Freund“, als Sabeth seekrank in der Kabine liegt – fast eine Art Zweikampf.
- S. 82: Gespräch mit Sabeths „Freund“, der nicht nur Künstler, sondern als Schweizer auch Geschäftsmann ist; dabei Generationenproblem, Distanz zu „diesen jungen Leuten“.
- S. 82/83: Zusammenfassung des damaligen Informationsstandes zu Sabeth: „Ein Semester in Yale, scholarship, jetzt auf der Heimreise zur Mama, die in Athen lebt, Herr Piper hingegen in Ostdeutschland, weil immer noch vom Kommunismus überzeugt“ – Sabeths Zukunftspläne: Autostop nach Rom – Indien, China.
- S. 83: Reflexionen über Sabeths und sein eigenes Alter, u. a. wieder: „das war ebenfalls komisch“. Faber ist inzwischen so weit: „Ich verbot ihr, Stewardess zu werden.“ (onkelhaft? väterlich?) Zu Sabeth spricht er über Joachims Tod – was er Ivy verweigerte.
Krise und Versöhnung an Bord (S. 84–96)
- S. 84/85: Intensive Erinnerung an Joachims Tod. Anm.: „Hätte ich damals den Namen genannt …“ (85)
- S. 85/86: Filmen führt zu Streit mit Sabeth – Distanz und Krise in ihrer noch jungen Beziehung: „Was mir eigentlich einfalle? … Was wollen Sie überhaupt von mir? … Was bildete das Mädchen sich ein? … Ich war ihr nicht sympathisch … Ich schrieb sie ab.“
- S. 86: Faber will Sabeth schon abschreiben, ist dann doch mit ihr im Maschinenraum. Anm.: Hier seltsame Erzähltechnik der bruchstückhaften Assoziation, Übergänge fehlen zum Teil, vgl. auch S. 88, wo er zunächst allein in seinem Zimmer und dann plötzlich doch auf dem Ball ist.
- S. 86/87: Veränderung bei Faber, plötzlich stören ihn „Männer-Grimassen“; fasst Sabeth dann doch an der Leiter an, um nicht „senil“ zu sein.
- S. 87: Ganz unten im Schiff: Sabeth zeigt sich phantasievoll, „ihre kindliche Fantasie schon draußen bei den Fischen“.
- S. 88: Ende der Reise droht, Faber wird sentimental, wenn er daran denkt, daß er Sabeth nicht wiedersehen wird: ganz überraschend – „Es war mein erster Heiratsantrag“. Gleichzeitig feiert er seinen 50. Geburtstag (29.04.), der aber etwas enttäuschend verläuft.
- S. 89: „Es war ein komischer Abend“ (Vergleich der Festatmosphäre mit dem Dschungel); Sabeth sucht Faber draußen auf.
- S. 90: Spätabends mit Sabeth auf Deck: Faber äußert zwei Wünsche – 1. Sabeth soll nicht Stewardess werden, 2. sie soll nicht per Autostop fahren.
- S. 89/90: Faber und seine frauenlosen Reisen: „Ich lebe, wie jeder wirkliche Mann in meiner Arbeit.“ (90) – „Gefühle am Morgen, das erträgt kein Mann.“ (91)
- S. 91: „Ivy heißt Efeu, und so heißen für mich eigentlich alle Frauen. Ich will allein sein!“
- S. 91: Sabeth findet Faber „zynisch“, dieser sich lediglich „sachlich“: „Ich kann nicht die ganze Zeit Gefühle haben.“ (91)
- S. 92: Fabers Reflexionen, der Preis des Alleinseins: „Menschen sind eine Anstrengung für mich, auch Männer.“ – „Gefühle … sind Ermüdungserscheinungen, nichts weiter, jedenfalls bei mir. Man macht schlapp!“ Beschreibt seine einsamen Abende.
- S. 93: Sabeths Vorschlag: „Sie sollten heiraten, Mister Faber!“ Fabers Anmerkungen zur „Paarung“ von Mann und Frau: „Es ist absurd.“
- S. 94: Rückblick auf die „Paarung“ mit Ivy – absurd: „und küsse aus Versehen meinen eigenen Ellbogen.“ Fragt sich, ob es mit Hanna damals auch absurd gewesen sei. Sabeth kommt auf Faber zu, lässt sogar ihren Freund sausen.
- S. 95: Faber macht Sabeth ein spielerisches Heiratsangebot: „Mein Leben lag in ihrer Hand.“ – „Sie war mir fremder als je ein Mädchen.“
- S. 95/96: Abschied von dem „fremden Mädchen“: „wie sie einfach im Gedränge unterging … Wir hatten Abschied genommen.“
Ankunft in Paris (S. 96–100)
- S. 96–99: Williams, sein Vorgesetzter in Paris – merkwürdig, macht ihm ein Holiday-Angebot. Faber ziemlich verstimmt, allein im Restaurant, Kellner Miko. Von Spiegeln irritiert (98). Reflexionen über das Altern. Geht nicht zum Arzt: „Ich fühlte mich vollkommen normal.“ Geht in den Louvre, um Sabeth zu treffen – vergeblich.
- S. 99/100: Rückerinnerung an die „erste Erfahrung mit einer Frau“ – eine lungenkranke Lehrersgattin, bald tot, auch absurd: „Nur mit Hanna ist es nie absurd gewesen.“ (100)
Übersicht über die einzelnen Teile
Übersicht über die einzelnen Teile unserer Vorstellung von „Homo Faber“
Teil 1 S. 7–57
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Teil 2 S. 57–100
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Teil 3 S. 100–150
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— Station II – S. 161–203
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Weitere Infos, Tipps und Materialien
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