Ende der „alten“ Unis – gilt das auch für die Schule?
Da schaut man sich ein Video an, das vom Ende der Universitäten spricht – und schon kommen einem so Ideen, ob man diesen Abschiedsgruß nicht auch auf andere Institutionen übertragen kann.
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Farewell to Traditional Universities What AI Has in Store for Education
https://youtu.be/sjGFJNY2v1k?si=GvQdMTtYY9AR7ITJ
Man ist in der Schule noch nicht so weit – aber man interessiert sich für die Zukunft.
Und dann der Hammer: Was man dort liest, gilt ja auch für die Schule.
Schon rotieren die Gedanken: Morgens nicht mehr früh aufstehen – keine Busfahrten mehr – man lernt lieber zu anderen Zeiten – braucht auch Pausen.
Inzwischen gibt es dazu auch ein Video:
https://youtu.be/Cy8rVb2K48g
Hier sind die Sprungziele zu den gewünschten Stellen im Video
00:00 Einleitung: Bildung im Umbruch – Gebäude vs. Wissen 01:50 Warum Universitäten ihre Grundlagen verlieren (Wissen, Netzwerke, Abschlüsse) 03:45 Die Krise der klassischen Prüfungskultur 05:15 Die Schule als Anker: Soziales Lernen und Elternentlastung 07:30 KI als „Intelligenzfabrik“: Der Coach für individuelles Lerntempo 09:40 Oberstufe & Selbstorganisation: Wo Aufsichtspflicht endet und Freiheit beginnt 11:15 Die 5 Stufen zur Trophäe: Einführung in das Geheimnis erfolgreicher KI-Nutzung 12:30 Stufe 1 & 2: Das Nachdenken vor dem Prompt – Die Bedeutung von „Ahnung“ 14:45 Stufe 3: Austausch mit der KI – Den Dialog für neue Gedanken nutzen 16:20 Stufe 4: Der Weg zum „Mehr“ – Zusatzpunkte durch Eigenleistung 17:40 Stufe 5: Anverwandlung – Eigene Sprache statt KI-Kopie 18:45 Fazit: Die Schule als Flugsimulator für die KI-Arbeitswelt
Hier auch die Dokumentation dazu:
Mat5033-dks unb Bald keine Schule mehr pcf2
All das verdankt man der KI-Revolution – Schauen wir uns das mal im Detail an.
- Herkömmliche Unis sind gefährdet.
- Ihnen gehen nämlich die Grundlagen verloren.
- Zugang zum Wissen
- Zugang zu Netzwerken
- Vergabe von vertrauenswürdigen Abschlüssen.
- Stattdessen KI als „Intelligenzfabrik“
- jederzeit verfügbares Wissen
- auch von zu Hause aus
- verfügbar als verfügbarer Tutor = Coach
- verhindert individuelle Lernblockaden
(man muss keine Angst haben - Man lernt im eigenen Tempo
Aber was ist den Abschlüssen der Univerität: Vom Bachelor über den Master bis vielleicht zum Doktortitel.
- Universität
- Klausuren, Hausarbeiten, mündliche Prüfungen
- ggf. Praktika
- Zwischenprüfungen
- Abschlussprüfungen
- „Intelligenzfabrik'“
- Man muss sich selbst organisieren.
- Ggf. auch gewisse Prüfungen
- Aber beim Arbeitsplatz zählt mehr eine KI-Eingangsprüfung wie beim Flugsimulator – Praktika sind Privatsache
Kommen wir jetzt zu den Hoffnungen derer, die morgens im Winter im Dunkeln zur Schule müssen und nach 6, 8 oder manchmal sogar 10 Stunden müde nach Hause kommen, wenn es schon wieder dunkel ist.
Wahrscheinlich ist der eine oder die andere schon drauf gekommen: Es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen Schule und Universität.
Dort geht man davon aus, dass man es mit Erwachsenen zu tun hat, die Verantwortung für sich selbst übernehmen können und auch schon einen bestimmten Entwicklungsstand erreicht haben.
Nicht ungefähr gibt es den Begriff der Reifeprüfung für das Abitur.
Dementsprechend wird man für die Phase, in der junge Menschen noch mehr Betreuung und manchmal vielleicht auch Aufsicht brauchen, sicherlich eine andere Lösung finden. Aber auch die wird viel mit künstlicher Intelligenz zu tun haben. Denn die hat einen ganz entscheidenden Vorteil. Und der gilt, ganz gleich, ob man schon zu Hause in seinem Zimmer vor dem PC sitzt oder im Schulgebäude.
Die sogenannte individuelle Förderung, die Differenzierung im Unterricht war bisher ein schönes Zielpunkt, in der Praxis aber war das von einer Lehrkraft bei 25 bis 30 Schülerinnen und Schülern kaum angemessen zu leisten.
Das wird sich natürlich ändern, wenn in der Schule auch in noch stärkerem Maße ein System Einzug hält, wie es an der Universität schon seit langem die Regel ist: Eine Kombination von Gesamtveranstaltungen, in denen wichtige Informationen weitergegeben und Abläufe geklärt werden – und danach folgen Übungsphasen.
In dem Bereich hat sich ja in der Schule in den letzten Jahrzehnten viel verändert.
Es ist ganz selbstverständlich, dass keine Lehrkraft mehr wie früher 45 Minuten lang einen Art Vortrag hält und die Schüler und Schülerinnen höchstens mal eine Zwischenfrage stellen können.
Stattdessen gibt es eine sinnvolle Abfolge von gemeinsamen Aktivitäten und der Arbeit in größeren oder kleineren Gruppen- bzw. Partnerarbeit.
Kommen wir deshalb jetzt zu einer viel grundsätzlicheren Frage: Welche Vorteile und welche Probleme ergeben sich bei der Nutzung der künstlichen Intelligenz beim Lernen?
- Vorteile der KI-Nutzung
- 24/7-Tutor: Sofortige Erklärungen komplexer Begriffe zu jeder Tages- und Nachtzeit.
- Personalisierung: Die KI passt sich deinem Lerntempo an und wiederholt geduldig.
- Effizienz-Boost: Routineaufgaben (Zusammenfassungen, Vokabeln) werden in Sekunden erledigt.
- Starthilfe: Überwindung des „leeren Blattes“ durch erste Strukturvorschläge.
- Sprachrohr: Unterstützung bei Formulierungen und Korrektur von Grammatik/Stil.
- Probleme & Herausforderungen
- Blackbox-Effekt: Das Ergebnis wird geliefert, aber der Lösungsweg bleibt oft unsichtbar.
- Kognitive Trägheit: Die Gefahr, das Denken „auszulagern“, statt eigene geistige Muskeln aufzubauen.
- Halluzinationen: KI erfindet manchmal Fakten oder Zitate, die täuschend echt klingen.
- Verlust der eigenen Stimme: Die Gefahr, dass alle Schülertexte gleich (nach Bot) klingen.
- Schein-Souveränität: Man nutzt das Werkzeug, ohne zu merken, wenn es in die falsche Richtung steuert.
Kommen wir jetzt zu unserer aktuellen Vorstellung, wie man die künstliche Intelligenz auch noch intelligent nutzt.

- Alles beginnt bei Stufe 1: Man hat nicht nur ein Problem/Aufgabe, sondern man muss sich auch um ein bisschen „Ahnung“ bemühen, vor allem selbst nachdenken.
- Dann wird nämlich das Ahnungs-Prompt besser und die KI kann mit einer ersten Idee besser einsteigen.
- Dann nicht rauskopieren und ausdrucken, sondern mit der KI über das Ergebnis diskutieren.
- Auch über Zusatzpunkte – siehe unten.
- Und „Anverwandlung“ heißt nur Verstandenes in eigener Darstellung.
Dann schauen wir uns jetzt mal die einzelnen Stufen genauer an.
Die 5 Stufen zum Erfolg: Wie man KI wirklich intelligent nutzt
Hinter dem Erfolg mit künstlicher Intelligenz steckt kein Zauber-Prompt, sondern ein systematischer Aufstieg. Wer nur „kopiert“, verliert. Wer sich den Stoff „anverwandelt“, gewinnt.
1. Die Basis: Problem + „Ahnung“ Alles beginnt mit deiner eigenen Vorleistung. Bevor du die KI öffnest, klärst du für dich: Was ist das Problem? Welche erste „Ahnung“ oder Idee habe ich dazu? Nur wer selbst denkt, kann die KI später richtig steuern.
2. Der „A-Prompt“: Deine Ahnung geht an die KI Klatsche nicht einfach eine Standard-Aufgabe in den Chat. Erstelle einen A-Prompt (Ahnungs-Prompt). Beschreibe der KI genau deine Situation: „Ich habe hier Thema X, meine erste Idee dazu ist Y, aber mir fehlt noch die Verbindung zu Z. Wie kannst du mir helfen, diesen Gedanken weiterzuentwickeln?“
3. Der Austausch: Die KI als Sparringspartner Jetzt beginnt der eigentliche Dialog. Es geht nicht darum, dass die KI dir die fertige Lösung liefert. Nutze ihre Antworten als Inspiration:
- Frage nach: „Warum schlägst du das vor?“
- Hänge neue Gedanken an: „Das bringt mich auf die Idee, dass…“
- Lass dich von der KI auf neue Fährten führen, die du alleine nicht gesehen hättest.
4. Die Suche nach Zusatzpunkten: Der Blick über den Tellerrand In Klausuren und Referaten punktet man durch Transfer. Überlege gemeinsam mit der KI: Gibt es Verbindungen zu anderen Themen? Kann man das aktuelle Problem auf eine heutige Situation übertragen? Diese originellen „Extras“ sind es, die eine gute Leistung von einer sehr guten unterscheiden.
5. Die Anverwandlung: Dein eigenes Werk Am Ende der Treppe steht die Anverwandlung. Das bedeutet: Du präsentierst nur das, was du wirklich verstanden hast. Übersetze die Ergebnisse in deine eigene Sprache. Ein Text, der nach „KI-Sprache“ klingt, zeigt nur, dass du das Werkzeug genutzt hast. Ein Text in deiner Sprache zeigt, dass du den Stoff beherrschst.
Weitere Infos, Tipps und Materialien
- Künstliche Intelligenz als Thema des Deutschunterrichts
https://textaussage.de/infos-kuenstliche-intelligenz-schule-leben
— - Praktische Beispiele: KI – kontrolliert und optimiert durch MIA
(menschliche Intelligenz in Aktion)
In zeitlicher Reihenfolge, um die Entwicklung deutlich zu machen.
https://textaussage.de/ki-mia-praktische-erprobung-der-kuenstlichen-intelligenz-fuer-aufgaben-des-deutschunterrichts
— - Kurzgeschichten zum Thema „Künstliche Intelligenz“
https://schnell-durchblicken.de/kurzgeschichten-zum-thema-kuenstliche-intelligenz
— - Systematische Zusammenstellung von Möglichkeiten der KI im Deutschunterricht
https://schnell-durchblicken.de/ki-im-deutschunterricht-systematik
— - Spezielles Thema: Kann die KI zum Freund werden?
Kurzgeschichte Anders Tivag, „Kein echter Freund?“ Und gemeint ist ChatGPT
https://schnell-durchblicken.de/anders-tivag-kein-echter-freund-und-gemeint-ist-chatgpt
— - Infos, Tipps und Materialien zu weiteren Themen des Deutschunterrichts
https://textaussage.de/weitere-infos
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