Welche Rolle spielt die Kommunikationssituation bei der Analyse eines Gedichtes?

  • Ein Gedicht ist nichts anderes als eine Art Monolog, die von einem sogenannten „lyrischen Ich“ von sich gegeben wird.
  • Dahinter steckt zwar ein Autor, aber der spielt bei fiktionalen (literarischen) Texten erst mal keine Rolle
  • Beim lyrischen Ich gibt es zwei Möglichkeiten:
    • Das lyrische Ich kann eine Außenposition einnehmen und auf ein Geschehen oder einen Sachverhalt schauen und dazu etwas sagen.
    • Oder aber das lyrische Ich ist selbst Teil des Geschehens.
  • Dann kann es noch direkte Adressaten geben, die gegebenenfalls direkt mit angesprochen werden.
  • Häufig spricht ein lyrisches Ich sich auch selbst an oder zum Beispiel sein Herz.
  • Inwieweit man auch indirekte Adressaten mit einbezieht zum Beispiel die Leute, die kritisiert werden, muss man mit der Lehrkraft klären. Denn es ist eine Frage der Weite des Kommuniktionsbereichs.

Beispiel für die Beschreibung einer Kommunikationssituation

Im Falle des Gedichtes „Großstadtliebe“ von Mascha Kaléko könnte man die Kommunikationssituation so beschreiben:
Das Gedicht ist z.B. hier zu finden.

  • Man hat den Eindruck, dass das lyrische Ich eine Außenposition einnimmt.
  • Durch die häufige Verwendung des Wortes „man“wird aber deutlich, dass es sich selbst durchaus in das Gesagte mit einbezieht.
  • An der rhetorischen Frage: „Wer denkt daran, an später noch zu denken“ merkt man ein gewisses Verständnis für die Situation.
  • Indirekt angesprochen sind natürlich alle, die sich für das Thema interessieren oder sogar betroffen sind.

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