Inhaltsangabe
- In der Geschichte geht es um einen alten Mann, der sich ganz müde fühlt und darunter leidet, dass sein Tag immer auf die gleiche Art und Weise verläuft.
- Einmal aber erlebt der Mann etwas Besonderes, er nimmt die Umgebung ganz neu war und wird auch selbst aktiv.
- Aber als er dann zu Hause ankommt ist alles wieder wie immer. Der Mann ist zunächst enttäuscht, dann aber entwickelt er eine regelrechte Wut auf seine Situation.
- Er kommt dann auf die Idee, die Gegenstände seines Zimmers um zu benennen, indem er einfach zum Beispiel das Bett „Bild“ nennt.
- Das setzt er dann immer weiter fort und lernt seine neuen Benennungen wie eine neue Sprache.
- Im Laufe der Zeit vergisst er sogar die normale Sprache und das führt dazu, dass er die anderen Menschen nicht mehr versteht und schließlich nur noch mit sich selbst spricht.

Unser Tipp für eine kreative Aufgabe
Natürlich ist es wichtig, Texte zu analysieren.
Aber noch schöner ist es, sie kreativ weiterzuentwickeln. Weiter unten gibt es einen Vorschlag dazu.
Hinweis für Lehrkräfte: „Sprache“ lässt sich in dieser Geschichte auch weiter fassen als nur im wörtlichen Sinn. Auch Kleidung, die Einrichtung einer Wohnung oder bestimmte Gewohnheiten funktionieren wie eine Art Sprache – sie senden Signale, die andere lesen und verstehen (oder eben nicht). Diese Perspektive kann schon beim Lesen mitgedacht werden und wird am Ende der Seite in einer kreativen Aufgabe aufgegriffen.
Fragen / Anregungen:
- In welche inhaltlichen Abschnitte hat der Autor die Geschichte eingeteilt? Oder: Wie ist die Geschichte aufgebaut?
- Wie entwickelt sich die Geschichte zwischen den Polen Frust und Lust? Oder: Wie verändern sich die Gefühle des Mannes?
- Was zeigt die Geschichte insgesamt?
- Was hat der Autor sich einfallen lassen, um die Geschichte besonders wirkungsvoll zu gestalten?
- Wie hätte der Mann verhindern können, dass ihn seine neue Sprache in die Isolation führt?
- Was hätte der alte Mann sonst tun können, um sein Leben interessanter und auch anregender zu gestalten?
- Welche andere Überschrift würde auch zu der Geschichte passen?
- Wie könnte man den Anfang der Geschichte umgestalten, so dass es stärker wie eine normale Kurzgeschichte wirkt? (Direkter Einstieg)
Übrigens: Die Geschichte hört beim Thema Sprache nicht auf. Am Ende dieser Seite gibt es eine kreative Aufgabe, die das Prinzip auf andere Lebensbereiche überträgt. Direkt zur Aufgabe →
Nun zu unserer weiterführenden Aufgabe

Unser Tipp für eine kreative Aufgabe
Natürlich ist es wichtig, Texte zu analysieren.
Aber noch schöner ist es, sie kreativ weiterzuentwickeln. Weiter unten gibt es einen Vorschlag dazu.
Der Mann in der Geschichte erfindet sich seine eigene, private Sprache. Das Problem dabei: Je konsequenter er das tut, desto weniger kann ihn noch jemand verstehen – am Ende ist er ganz allein mit sich selbst.
Das Prinzip lässt sich auf viele andere Bereiche übertragen. Auch dort kann man „seine eigene Sprache sprechen“ – zum Beispiel:
- beim Musikgeschmack (Musik hören, die sonst niemand kennt)
- bei der Kleidung (einen ganz eigenen Stil entwickeln)
- bei der Zimmer- oder Wohnungseinrichtung
- in der eigenen Wortwahl oder in selbst erfundenen Ausdrücken/Abkürzungen
- in der Art, wie man sich online ausdrückt (eigene Emojis, Insider-Codes, Memes)
Aufgabe: Wähle einen dieser Bereiche (oder einen eigenen) aus. Beschreibe, wie es aussehen könnte, wenn du dort konsequent „deine eigene Sprache“ sprichst – ganz nach deinem Geschmack, ohne Rücksicht darauf, ob andere dich verstehen.
Überlege anschließend: Was würdest du dabei gewinnen? Und was könntest du verlieren, wenn niemand mehr mitkommt? Wo würdest du persönlich die Grenze ziehen zwischen „das ist einfach meins“ und „damit isoliere ich mich zu sehr“?
Weitere Infos, Tipps und Materialien
- Tipps und Hilfen zum Thema Innersprache bei Kurzgeschichten
https://textaussage.de/thema-inhaltsangabe-kurzgeschichten
— - Infos, Tipps und Materialien zu weiteren Themen des Deutschunterrichts
https://textaussage.de/weitere-infos
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