Analyse: Stittmater – Berlin im Herbst
Inhaltsverzeichnis
- 1. Thema des Gedichtes
- 2. Aufbau – Was präsentiert das lyrische Ich?
- 3. Aussage / Intention
- 4. Künstlerische Mittel
- Wer noch mehr möchte …
1. Thema des Gedichtes
Persönliche Eindrücke von einer Großstadt im Herbst.
2. Aufbau – Was präsentiert das lyrische Ich?
Beziehung zu Berlin
Gleich zu Beginn klärt das lyrische Ich seine Beziehung zu Berlin – erstaunlicherweise geht es dabei um ein allgemeines „sehn“, das dann konkretisiert wird: „in fremde Gesichter“.
Lichteffekte im Herbst
Im Folgenden geht es um besondere Lichteffekte im Herbst, die die Wahrnehmung des lyrischen Ichs prägen.
Kamerafahrt durch die Stadt
Dann schweift der Blick des lyrischen Ichs wie eine Kamera durch Straßen und Plätze und bleibt dann bei Menschen hängen.
Sympathie und Generationenverbindung
Interessant ist die Verbindung von „Unfesche“ und „einfach“. Man merkt hier deutlich, wem die Sympathie des lyrischen Ichs gehört. Wichtig ist ihm offensichtlich auch die Verbindung der Generationen.
Die „Atempause“ des Volkes
Das endet dann in einer Art Zusammenfassung, bei der das „Volk dieser Stadt“ sich eine „Atempause“ gönnt – wohl vom Alltagsleben.
Diskrete Kontaktaufnahme
Im nächsten Abschnitt wird das Licht mit dem „Lächeln“ eines Mädchens verbunden, das von einem Jungen auf nicht „herausfordernd offene Weise“ aufgenommen wird. Hier geht es offensichtlich um eine sehr diskrete, fast schüchterne Kontaktaufnahme.
Schlusszeilen: Kulisse und Verwandlung
In den Schlusszeilen folgt eine alles umfassende Beschreibung: Die beiden jungen Menschen und die sie umgebende Stadt werden zu einer „Kulisse unbedingt glückhafter Handlung“. Das wird als eine „nächste Verwandlung“ betrachtet – es bleibt dem Leser überlassen, was daraus wird.
3. Aussage / Intention
Zurückhaltung und Sympathie
Insgesamt ein Gedicht, das auf sehr zurückhaltende, aber Sympathie ausdrückende Weise Eindrücke präsentiert, wie sie sich im Herbst in Berlin ergeben können.
Atempause vom Alltag
Dabei geht es um eine „Atempause“ der Menschen – wohl von ihrem Alltagsleben. Sie kommen nun generationenübergreifend zusammen.
Zarte Begegnung mit Potenzial
Im glücklichen Einzelfall ergibt sich auch eine zarte Kontaktaufnahme, aus der noch viel mehr werden kann.
4. Künstlerische Mittel
Kamerahafte Beschreibung
Eine Beschreibung, die viel von der Fahrt einer Kamera hat – der Blick gleitet durch Räume und Menschen.
Persönliche, anteilnehmende Sicht
Gleich am Anfang entsteht durch die Wiederholung der Verseinleitung „Ich“ eine persönliche, Anteil nehmende Perspektive.
Wortfeld „Zurückhaltung“
Verwendung von Wörtern aus dem Wortfeld „zurückhaltend“: unfesch, einfach, nicht herausfordernd, verlegen, lächelnd, leise.
Schlüsselbegriffe: „Kulisse“ und „Verwandlung“
Das Bild der „Kulisse“ verdichtet die Stimmung der Szene. Das Schlüsselwort „Verwandlung“ markiert den Übergang zwischen den verschiedenen Situationen.
Wer noch mehr möchte …
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