Anders Tivag, „Zwei Seiten und zwei Perspektiven“ – eine Kurzgeschichte zum Thema „Veränderungen“ (Mat5462-zsp)

Worum es geht: ein Gedicht, das sich verändert hat – oder doch nicht?

Lena soll im Deutschunterricht ein Lieblingsgedicht vortragen. Sie greift schnell zu Rilkes „Liebes-Lied“ – einem Gedicht, das sie im Frühjahr geliebt hat. Doch vor der Klasse passiert etwas, womit sie nicht gerechnet hat: Die Zeilen sprechen plötzlich von ihrem eigenen Streit mit ihrem Freund. Zu Hause sortiert sie mit ihrer großen Schwester Johanna, was da eigentlich geschehen ist.

Der besondere Reiz der Geschichte: Sie zeigt ganz nebenbei, wie Verstehen funktioniert. Ein Text bleibt Wort für Wort derselbe – und trotzdem liest man ihn anders, wenn man selbst ein anderer geworden ist. Johanna holt dafür sogar einen griechischen Philosophen an den Küchentisch. Wer die Geschichte gelesen hat, versteht besser, warum es bei Interpretationen oft nicht die eine richtige Lösung gibt – und warum sich das zweite Lesen fast immer lohnt.

Die Kurzgeschichte stammt von Anders Tivag und ist erschienen in: Durchblicke bis auf Widerruf – Online-Zeitschrift für Schule und Studium 10/2026.

Vorschau und Druckvorlage

Die Druckvorlage enthält die vollständige Geschichte mit Zeilennummern. Alle Zeilenangaben auf dieser Seite beziehen sich auf diese Fassung.

Die Druckvorlage

Die Geschichte – Abschnitt für Abschnitt erklärt

Anders Tivag: Zwei Saiten und zwei Perspektiven

1. Schlimmer als ein Gespenst: ein Gedicht vortragen (Z. 1–4)

Als Lena nach Hause kam, war sie froh, dass Johanna schon in der Küche saß. Mit ihrer großen Schwester konnte sie über alles reden, und heute war ein Tag, über den sie reden musste.

„Du siehst aus, als hättest du ein Gespenst gesehen“, sagte Johanna.

„Schlimmer. Ich hab ein Gedicht vorgetragen.“

  • Die Geschichte beginnt mitten im Alltag: Küche, große Schwester, ein schwieriger Schultag. Dass Lena „reden musste“, zeigt sofort, dass etwas sie stark beschäftigt.
  • Johannas Vergleich mit dem Gespenst ist eine Redewendung für einen Schreck. Lenas Antwort „Schlimmer“ setzt noch eins drauf – und ist zugleich komisch: Ein Gedichtvortrag soll schlimmer sein als ein Gespenst?
  • Damit ist die Neugier geweckt. Man will wissen, was bei einem harmlosen Vortrag so schiefgehen kann.

2. Schnell gegriffen, nicht mehr angesehen – und dann als Erste nach vorn (Z. 5–9)

Für Deutsch sollte jeder ein Lieblingsgedicht mitbringen. Lena hatte gestern Abend keinen Kopf dafür gehabt und einfach Rilkes „Liebes-Lied“ gewählt, das Gedicht, das sie im Frühjahr so oft gelesen hatte. Angesehen hatte sie es nicht mehr. Als sich niemand meldete, hatte Herr Brandt gelächelt: „Lena, du bist doch in der Schreibwerkstatt. Da lernt man auch das Vortragen. Mach du den Anfang, die anderen freuen sich.“

  • Hier steckt die Ursache des Problems: Lena hat das Gedicht nur aus der Erinnerung gewählt und nicht noch einmal gelesen. Warum sie „keinen Kopf dafür“ hatte, erfährt man erst später.
  • Herr Brandt meint es gut. Er lobt Lena sogar indirekt. Trotzdem baut er Druck auf, denn ein freundliches „Mach du den Anfang“ kann man vor der Klasse kaum ablehnen.
  • Ein kleines Detail für genaue Leser: „Den Anfang machen“ soll Lena hier im Unterricht – und später wird Johanna sie bitten, den Anfang des Gedichts zu lesen (Z. 21). Beide Male führt der „Anfang“ in die Tiefe.

3. Schon die erste Zeile trifft – das Gedicht spricht plötzlich von ihr selbst (Z. 10–14)

„Und dann?“

„Dann stand ich da. Schon bei der ersten Zeile: ‚Wie soll ich meine Seele halten, daß sie nicht an deine rührt?‘ Ich hab nur noch an Jonas gedacht. Ich wurde immer leiser. Und dann die Geige …“ Sie brach ab.

Johanna wartete.

  • Die Vortragssituation wird nicht direkt erzählt, sondern von Lena im Gespräch nacherzählt. So erlebt man die Szene durch ihre Gefühle hindurch.
  • Die erste Gedichtzeile handelt davon, die eigene Seele von einem anderen Menschen fernzuhalten. Genau das ist offenbar Lenas Lage: Sie denkt sofort an Jonas.
  • „Immer leiser“ und der abgebrochene Satz („Und dann die Geige …“) zeigen, wie sehr sie das Erlebnis noch mitnimmt. Was sie nicht aussprechen kann, ahnt der Leser schon.
  • „Johanna wartete“ – ein kurzer Satz mit großer Wirkung. Johanna drängt nicht und kommentiert nicht. Sie gibt Lena Zeit. Das ist das Gegenteil von dem, was Lena am Vortag erlebt hat.

4. Die umgestoßene Geige: Warum ausgerechnet dieses Gedicht so wehtut (Z. 15–18)

„Gestern war er hier. Er hat gesagt, ich hätte nur noch Musik im Kopf, nur noch mein Instrument. Beim Rausgehen hat er die Geige vom Stuhl gestoßen. Nicht mal hingeschaut hat er. Und heute steh ich vorne und lese: ‚Auf welches Instrument sind wir gespannt? Und welcher Geiger hat uns in der Hand?‘ Ich hab’s kaum zu Ende gekriegt.“

  • Jetzt erfährt man den Hintergrund: einen Streit mit Jonas am Vorabend. Deshalb hatte Lena „keinen Kopf“ für die Hausaufgabe (Z. 5–6).
  • Jonas macht der Geige gewissermaßen Konkurrenz: Er wirft Lena vor, nur noch ihr Instrument im Kopf zu haben. Dass er die Geige umstößt und „nicht mal hingeschaut“ hat, wirkt wie eine Geste der Gleichgültigkeit – vielleicht auch des Ärgers.
  • Die Gedichtzeilen treffen deshalb doppelt: Bei Rilke sind die Liebenden selbst das Instrument. Für Lena wird das Bild plötzlich wörtlich – Geige, Instrument, Streit.
  • Die Umgangssprache („Rausgehen“, „gekriegt“) macht die Szene glaubwürdig. So spricht man, wenn man noch aufgewühlt ist.

5. Johanna liest mit: Das Gedicht war nie nur süß (Z. 19–26)

„Hast du das Gedicht dabei?“, fragte Johanna. Lena kramte ein zerknittertes Blatt aus der Schultasche und legte es zwischen sie. Johanna tippte auf die Zeilen. „Im Frühjahr hast du mir das vorgelesen, als wäre es nur süß. Zwei Saiten, eine Stimme. Lies mal den Anfang.“

Lena las. „Er will seine Seele von ihr fernhalten.“

„Genau. Er will sie irgendwo unterbringen, wo es ‚nicht weiterschwingt, wenn deine Tiefen schwingen‘. Und er schafft es nicht. Alles, was die beiden anrührt, zieht sie zusammen wie ein Bogenstrich. Das ist kein reines Glücksgedicht. Es zeigt, dass Nähe auch wehtun kann und dass man ihr trotzdem nicht entkommt.“

  • Johanna tröstet nicht mit allgemeinen Sätzen, sondern geht zurück zum Text. Das zerknitterte Blatt passt zu Lenas Zustand: Auch in ihr ist gerade einiges durcheinander.
  • Johanna erinnert an das Frühjahr: Damals hat Lena nur das schöne Bild von den „zwei Saiten“ und der einen „Stimme“ gehört – Liebe als Einklang.
  • Jetzt lenkt sie den Blick auf den Anfang: Der Sprecher will sich schützen und schafft es nicht. Das Gedicht enthielt also schon immer beides – Glück und Schmerz der Nähe.
  • Johanna verhält sich wie eine gute Lehrerin: Sie lässt Lena selbst lesen und selbst formulieren („Er will seine Seele von ihr fernhalten“) und bestätigt dann nur.

6. Das Gedicht ist dasselbe geblieben – Lena nicht (Z. 27–31)

„Dann stand das alles schon da?“

„Alles. Damals hast du die Mitte gelesen, heute den Anfang. Das Gedicht ist dasselbe geblieben. Du nicht.“

Lena strich das Blatt glatt. „Und der Schluss? ‚O süßes Lied.‘ Ist das jetzt Trost oder Spott?“

„Das darfst du entscheiden. Vielleicht beim dritten Lesen.“

  • Das ist der gedankliche Kern der Geschichte: Nicht der Text hat sich verändert, sondern die Leserin. Je nach eigener Lage fällt einem ein anderer Teil des Gedichts ins Auge.
  • Die Sätze werden hier ganz kurz: „Alles.“ – „Du nicht.“ Gerade die Knappheit gibt der Erkenntnis Gewicht.
  • Lena streicht das Blatt glatt – eine kleine Geste, die zeigt, dass sie sich wieder sammelt und sich dem Text neu zuwendet.
  • Die Frage nach dem Schluss bleibt offen. Johanna gibt bewusst keine Lösung vor. Damit sagt die Geschichte auch etwas über Interpretation: Manche Fragen darf und muss der Leser selbst beantworten.

7. Heraklit am Küchentisch – und ein sehr praktischer Rat (Z. 32–38)

Johanna stand auf und setzte Wasser auf. „Kennst du Heraklit? Ein griechischer Philosoph, ziemlich lange her. Von ihm stammt der Gedanke, dass man nicht zweimal in denselben Fluss steigen kann. Meistens denkt man dabei nur an den Fluss. Aber der, der hineinsteigt, ist auch ein anderer.“

„Und was heißt das für mich?“

„Ganz praktisch: Wenn du das nächste Mal schnell etwas rausgreifst, lies es auf dem Schulweg noch einmal.“

„Danke. Sehr hilfreich“, knurrte Lena.

  • Johanna verallgemeinert Lenas Erlebnis mit einem berühmten Gedanken: Alles ist im Fluss. Ihre Pointe ist der zweite Teil – nicht nur der Fluss verändert sich, sondern auch der Mensch, der hineinsteigt.
  • Übertragen heißt das: Das Gedicht ist der Fluss, Lena ist die, die hineinsteigt. Im Frühjahr war sie glücklich verliebt, heute ist sie verletzt.
  • Dann folgt ein bewusster Absturz von der Philosophie in den Alltag: der Rat, Texte vorher noch einmal zu lesen. Das ist witzig – und zugleich ganz ernst gemeint.
  • Lenas ironisches „Sehr hilfreich“ zeigt, dass es ihr schon etwas besser geht. Wer wieder ironisch sein kann, hat ein Stück Abstand gewonnen.

8. Ein Lächeln und das dritte Lesen (Z. 39–42)

„Gern geschehen. Und denk dran: Die Verhältnisse ändern sich nicht nur zum Schlechten. Wer weiß, mit wem du als Nächstes auf einer Welle schwingst.“

Lena musste gegen ihren Willen lächeln. Dann zog sie das Blatt zu sich und las es zum dritten Mal, diesmal ganz langsam.

  • Johanna wendet den Heraklit-Gedanken ins Positive: Wenn sich alles verändert, kann es auch wieder besser werden – auch in der Liebe.
  • „Auf einer Welle schwingen“ ist ein schönes Wortspiel: Die Welle gehört zum Fluss des Heraklit, das Schwingen zu den Saiten bei Rilke. Beide Bildbereiche der Geschichte kommen hier zusammen.
  • Lena lächelt „gegen ihren Willen“ – der Schmerz ist nicht weg, aber er beherrscht sie nicht mehr allein.
  • Das Ende ist offen: Lena liest zum dritten Mal, diesmal langsam. Sie befolgt also schon Johannas Rat. Was sie diesmal im Gedicht entdeckt – vielleicht die Antwort auf „Trost oder Spott?“ –, bleibt dem Leser überlassen.

Zum Nachlesen: Rilkes „Liebes-Lied“

Rainer Maria Rilkes Gedicht erschien 1907 in den „Neuen Gedichten“. Hier der vollständige Text mit Zeilennummern – so kann man selbst nachprüfen, was Lena im Frühjahr und was sie heute gelesen hat.

Rainer Maria Rilke: Liebes-Lied

  1. Wie soll ich meine Seele halten, daß
  2. sie nicht an deine rührt? Wie soll ich sie
  3. hinheben über dich zu andern Dingen?
  4. Ach gerne möcht ich sie bei irgendwas
  5. Verlorenem im Dunkel unterbringen
  6. an einer fremden stillen Stelle, die
  7. nicht weiterschwingt, wenn deine Tiefen schwingen.
  8. Doch alles, was uns anrührt, dich und mich,
  9. nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich,
  10. der aus zwei Saiten eine Stimme zieht.
  11. Auf welches Instrument sind wir gespannt?
  12. Und welcher Geiger hat uns in der Hand?
  13. O süßes Lied.
  • Der Anfang (Z. 1–7): Der Sprecher möchte seine Seele vor der Nähe des geliebten Menschen in Sicherheit bringen. Diesen Teil liest Lena „heute“, nach dem Streit.
  • Die Mitte (Z. 8–10): Das „Doch“ kippt alles um: Was die beiden berührt, verbindet sie wie ein Bogenstrich zwei Saiten zu einer Stimme. Diesen Teil hat Lena im Frühjahr gelesen.
  • Der Schluss (Z. 11–13): Zwei Fragen nach Instrument und Geiger – wer spielt hier eigentlich mit uns? – und das knappe „O süßes Lied“. Ob das Trost oder Spott ist, lässt die Geschichte offen.

Zusammenfassung: Aussagen und sprachliche Mittel

Die Zeilenangaben beziehen sich auf die Druckvorlage (PDF) zur Geschichte.

Was die Geschichte aussagt

  • Ein Text bleibt gleich – die Lesart ändert sich mit dem Leser: Lena entdeckt im selben Gedicht etwas ganz anderes, weil sich ihr Leben verändert hat (Z. 20–21, 28–29).
  • Auch der Leser ist im Fluss: Mit Heraklit erweitert Johanna den Gedanken – nicht nur die Welt verändert sich, sondern auch der Mensch, der ihr begegnet (Z. 32–34).
  • Nähe hat zwei Seiten: Das Gedicht – und Lenas Beziehung zu Jonas – zeigen, dass Nähe glücklich machen und wehtun kann und dass man ihr trotzdem nicht entkommt (Z. 23–26).
  • Literatur kann einen unvorbereitet treffen: Wer einen Text nur aus der Erinnerung auswählt, erlebt womöglich eine Überraschung. Der praktische Rat lautet deshalb: vorher noch einmal lesen (Z. 5–7, 36–37).
  • Gut gemeint ist nicht immer gut: Herr Brandt will Lena eine Chance geben und bringt sie damit in eine schwierige Lage (Z. 7–9).
  • Interpretation lässt Raum für eigene Entscheidungen: Ob der Schluss Trost oder Spott ist, soll Lena selbst herausfinden (Z. 30–31).
  • Veränderung bedeutet auch Hoffnung: Die Verhältnisse ändern sich nicht nur zum Schlechten – das Ende öffnet den Blick nach vorn (Z. 39–42).

Sprachliche und erzählerische Mittel

MittelTextstelleWirkung
Doppeldeutiger Titel (Saiten / Seiten)Titel, Z. 21„Zwei Saiten“ verweist auf Rilkes Bild der Liebenden; mitgehört werden die „zwei Seiten“: Frühjahr und heute, Glück und Schmerz, Lena und Johanna.
Redewendung und überraschende SteigerungZ. 3–4„Gespenst“ – „Schlimmer“: komischer, neugierig machender Einstieg.
Szenisches Erzählen, Dialog dominiertgesamte GeschichteDer Leser ist direkt dabei; Gedanken und Gefühle zeigen sich im Gespräch, kaum durch Erzählerkommentare.
Erzählen nah bei LenaZ. 1–2, 41Ihre Gefühle („froh“, „gegen ihren Willen lächeln“) werden von innen her erfasst; man erlebt die Geschichte mit ihr.
Rückblende im GesprächZ. 5–18Vortrag und Streit werden nachgeholt; so wird die Vorgeschichte Schritt für Schritt aufgedeckt.
Intertextualität: Rilke-ZitateZ. 11–12, 17, 23, 30Das Gedicht wird zum Spiegel von Lenas Lage; Gedicht und Geschichte deuten sich gegenseitig.
Leitmotiv Instrument / SchwingenZ. 12, 15–17, 23–24, 40Verbindet Lenas Geige, Rilkes Bild von Saiten und Bogenstrich und das Wortspiel am Ende.
Abgebrochener Satz (Aposiopese)Z. 12–13„Und dann die Geige …“: Das Unaussprechliche wird spürbar; der Leser ahnt den Schmerz.
Sehr kurze Sätze und EllipsenZ. 4, 14, 28–29„Schlimmer.“ – „Johanna wartete.“ – „Alles.“ – „Du nicht.“: Pausen und Gewicht an den entscheidenden Stellen.
Gegenüberstellung (Antithese)Z. 20–21, 28–29Frühjahr / heute, Mitte / Anfang, Gedicht bleibt / Lena nicht: macht die Kernaussage klar.
Dinggeste mit Symbolwert: das BlattZ. 19, 30, 41Zerknittert – glattgestrichen – zu sich gezogen: zeigt Lenas Weg vom Durcheinander zur neuen Zuwendung.
Philosophisches Gleichnis (Heraklit)Z. 32–34Hebt das persönliche Erlebnis auf eine allgemeine Ebene.
Fallhöhe: Philosophie – AlltagZ. 32–37Vom Fluss des Heraklit zum Schulweg: humorvolle Erdung, die den Gedanken greifbar macht.
IronieZ. 38–39„Danke. Sehr hilfreich“ – „Gern geschehen.“: lockert auf und zeigt, dass Lena wieder Abstand gewinnt.
WortspielZ. 40„auf einer Welle schwingen“ verbindet Fluss (Heraklit) und Saiten (Rilke).
UmgangsspracheZ. 4, 16, 18, 36„hab“, „Rausgehen“, „gekriegt“, „rausgreifst“: glaubwürdige, jugendnahe Figurenrede.
Dreischritt des Lesens und offenes EndeZ. 20–21, 31, 41–42Frühjahr, heute, drittes Mal „ganz langsam“: Das Verstehen geht weiter, das Ergebnis bleibt dem Leser überlassen.

Zum Weiterdenken

Lena fragt am Ende: Ist „O süßes Lied“ Trost oder Spott? Was würdest du ihr nach dem dritten Lesen antworten – und hast du selbst schon einmal erlebt, dass ein Text, ein Lied oder ein Film beim zweiten Mal ganz anders auf dich gewirkt hat?

Weitere Infos, Tipps und Materialien