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Lars Krüsand, „Finden nicht suchen“ – oder: Wie man an ein Thema für ein Gedicht kommt

Entstehung eines Gedichtes

Das folgende Gedicht ist witzigerweise genauso entstanden, wie es selbst den Werdegang eines solchen Textes beschreibt.

Da sitzt man zusammen – und es entsteht ein Streit darüber, wie Gedichte entstehen, wie die Autoren zu ihren Themen kommen.

Und einer beteiligt sich nicht, an der Diskussion, sondern nimmt einen Stift und füllt langsam ein Blatt, streicht, stellt um, ergänzt und schließlich fragt er, ob er nicht sein Gedicht vorlesen sollte, das genauso entstanden sei, wie er sich das vorstelle:

Da „schreit“ eine Situation einen an – man hält an, denkt nach – und langsam formen sich erst die Gedanken und dann auch passenden Worte.

Der Text des Gedichtes

Lars Krüsand

Finden statt suchen

 

Viele wollen auch mal

ein Gedicht schreiben.

Und dann – so heißt es –

scheitert es am Thema.

Aber so etwas wird nicht gesucht,

sondern man stößt drauf.

 

Darum: erst mit offenen

Augen durch eine Welt

laufen, die geradezu darauf

wartet, ent-deckt zu werden.

 

Wir sind umgeben

von Geheimnissen,

aus denen wir nur

Fragen machen müssen.

 

Und wenn wir glauben,

eine Antwort zu haben,

dann gibt es nur eins:

schleifen, drücken, formen,

bis sie sich

in Verszeilen

fassen lässt.

 

Also dann:

Hört auf mit dem Suchen!

Streift durch die Welt

Und wenn ihr auf etwas stoßt

das euch bittend anschaut,

von euch ent-deckt

werden will,

dann

geht nicht vorbei,

nehmt euch die Zeit,

sucht nach den

richtigen Worten,

die das

Gesehene

und

Verstandene

zum treffenden Bild

machen.

Anmerkungen zu diesem spontanen Gedicht

Natürlich war es dann wie immer: Kaum stand das Gedicht im Raum, da ging es auch schon los. Jetzt aber nicht mehr um die Frage und die Antwort, sondern um ihre Form.

  1. Das Gedicht sei zu wenig konzentriert, zu sehr erinnere es noch an normale Texte.
  2. Das wurde aber zurückgewiesen, denn es sei ja ganz eindeutig eine Versform vorhanden.
  3. Auch sei durchaus ein gewisser Rhythmus vorhanden – allerdings stellte der sich erst ein, als der Autor das Gedicht im entsprechenden Singsang vortrug.
  4. Gut fand man das Spiel mit dem Wort „finden“, das ja sowohl das Ende eines quälenden Such-Prozesses beschreibt wie auch das spontane Stoßen auf etwas.
  5. Auf Anklang stieß auch die Vorstellung, dass da bestimmte Dinge einfach darauf warten, wahrgenommen zu werden.
  6. Ein ganz Kluger verwies auch gleich auf Eichendorffs „Wünschelrute“.
  7. Positiv gesehen wurde auch der Dreiklang von „schleifen, drücken, formen“.
  8. Womit man wieder beim Anfang war: Ob hier nicht noch mehr hätte gedrückt werden können.
  9. Darauf der Autor ganz cool: „Kein Problem, probiert es doch einfach aus!“
  10. Ein anderer fand das sehr gut und verwies auf das alte Indien. Dort sei es üblich gewesen, dass kluge Sprüche einfach auf eine große Wand geschrieben wurden – ohne Angabe des Namens. Es gab also keinen Autor, der Anspruch genau auf diese Formulierung hatte. Vielmehr konnten andere daran weiterarbeiten und auch Neues bauen. Und das mache eigentlich am meisten Mut, es auch selbst mal zu probieren. Jede Kritik wird einfach als Vorschlag verstanden und geht zurück an den Absender: Denn ein Verbesserungsvorschlag ist nur einer, wenn tatsächlich so auch verbessert wird. Und das kann doch am besten der, der die Idee hatte.

Am Ende entstand dann noch ein Ratschlag:

„Nicht ein Gedicht schreiben wollen, sondern die Augen aufmachen, die Welt wahrnehmen, ein entsprechendes Gefühl oder einen Gedanken in sich aufbauen und dann überlegen, wie man das so kurz und treffend wie möglich ausdrücken kann.“

Ein schönes Beispiel ist das Gedicht von Bertolt Brecht mit dem Titel Radwechsel.

Kurzgeschichten – nach Themen geordnet

So finden Sie schnell eine Kurzgeschichte zu einem bestimmten Thema

Sie können einfach die Suchfunktion verwenden, damit Sie gleich an der richtigen Stelle sind, haben wir ein # vor das jeweilige Thema gesetzt.
Wenn Sie also eine Kurzgeschichte zum Thema Krieg suchen, dann verwenden Sie einfach
#Krieg
als Suchwort.
Hier nun die Übersicht.
Folgende Themen sind bis jetzt vorhanden:

Die #Kurzgeschichte und andere #Gattungen

#Parabeln, eine Textsorte, nahe an der Kurzgeschichte, aber mit anderer Funktion und Bedeutung

#Satire
  • Reiner Kunze, Fünfzehn
    Eine teils ironische, zum Teil aber auch verständnisvoll, vielleicht sogar leicht bewundernde Darstellung des Lebenskonzepts einer Jugendlichen – aus der Sicht wohl ihres Vaters.
    Interessant ist die Frage, wie der Lerneffekt der Tochter am Ende zu beurteilen ist.
  • Kurt Kusenberg, Ein verächtlicher Blick
    Eine ziemlich satirisch angehauchte Geschichte, in der es – fast im Stil von Kafkas „Schlag ans Hoftor“ um eine Lappalie geht, aus der eine richtige Folterorgie wird an allen, die einen roten Bart tragen. Das ist das einzige, woran der beleidigte Polizist sich noch erinnern kann. Der „Witz“ der Geschichte ist, dass der Mann, der den Polizisten tatsächlich verächtlich angeschaut hat, sich wegen einer anstehenden Auslandsreise den verdächigen roten Bart abnehmen lässt und problemlos vom Polizeipräsidenten persönlich den nötigen Pass bekommt. Als er doch noch in den Kreis der Verdächtigen gerät, ist das Flugzeug schneller als die Verfolger.
#Ungewöhnliche Kurzgeschichten

Hier sammeln wir Kurzgeschichten, über die man gut reden kann, wenn man das Grundmuster dieser Gattung meint verstanden zu haben. Dann kann man sich nämlich den Grenzregionen zuwenden 😉

#Schreibwerkstatt: Anregungen für Nachwuchs-Autoren
Wir finden es wichtig, dass Literatur nicht nur an Schüler herangetragen wird, sondern dass sie selbst auch mal versuchen, zum Beispiel eine Kurzgeschichte zu schreiben.
Das folgende Beispiel finden wir zum Beispiel sehr gelungen:
  • Signer, Luca, „Herbstvergessen“
    In dieser Geschichte geht es um einen Ich-Erzähler, der auf ganz besondere Art und Weise die Schuld am Tod seines kleinen Bruders verarbeitet. Die Geschichte ist erschienen auf leselupe.de – d.h. der Verfasser ist noch nicht so berühmt wie die anderen hier aufgeführten Kurzgeschichten-Autoren. Um so mehr kann seine recht gut gemachte Geschichte Schülern Mut machen, sich auch selbst mal an einer Kurzgeschichte zu versuchen.

    Stamm, Peter, „Die ganze Nacht“

    Gute Möglichkeit zum Schreiben dessen, was der Autor ausgelassen hat:
    https://bobblume.de/2019/04/29/unterricht-kurzgeschichten-sammlung/

    Die Geschichte handelt von einem Mann, der in New York auf eine Frau wartet, deren Anreise mit Flugzeug und Eisenbahn sich aufgrund eines Schneesturms stark verzögert. Beschrieben wird in aller Ausführlichkeit, was dieser Mann dann so in der Wartezeit anstellt. Sein größter Erfolg ist dabei die Beschaffung von Sandwiches. Als die Frau schließlich nachts um drei bei ihm klingelt und wissen will, was er denn so dringend mit ihr bereden wolle, ist seine einzige Antwort – und es ist zugleich das Schlusswort der Kurzgeschichte, er sei froh, dass sie da sei.

    Die Geschichte stellt nicht gerade einen Dienst am Leser dar, kann aber gut im Unterricht genutzt werden, um hier wirklich mal ein Ende zu verfassen, für das es in der Vorlage nur eine Situation, aber keine Ausgangsbedingungen gibt.

Weiterführende Hinweise 

Gedichte der Romantik, die sich mit anderen Epochen vergleichen lassen

Gedichte der Romantik, die sich mit anderen Epochen vergleichen lassen

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  • Eichendorff, „In Danzig“ – im Vergleich zu Heym, „Die Stadt“
    • Während Heym romantisch beginnt, diese Atmosphäre aber schnell zerstört,
    • beginnt Eichendorff auch mit einer nicht so schönen Nebel-Situation,
    • lässt sie aber im Mondlicht schnell zauberhaft werden.
    • Während bei Heym die Sinnlosigkeit triumphiert, ist der Mensch bei Eichendorff eingebunden in eine Aufgabe und eine Tradition und kann im übrigens auf den Schutz Gottes hoffen.
  • Erich Kästner, „Nasser November“

    • Das Gedicht beginnt mit der Aufforderung, an einem nassen Novembertag nicht hinter dem Ofen hocken zu bleiben, sondern man soll „auch bei Regen durch die Straßen gehn“.
    • Es geht um die Erfahrung von Natur in der Stadt.
    • Dabei wird es zwei Strophen lang durchaus romantisch,
    • bis am Ende die Neue Sachlichkeit mit sehr praktischen Rückkehrvorschlägen in die Realität den Schlussakzent setzt.
  • Vergleich mit der Moderne: Eichendorff, „Rückkehr“

    • Das Gedicht ist hochinteressant, weil es nämlich eine missglückte „Heimkehr“ zeigt, die dann nur noch eine Rückkehr ist, die wieder zu einer Rückkehr, nämlich in die „weite Welt“ wird.
    • Dort kommt das Lyrische Ich aber auch mehr an, so dass es am Ende den Tod auf dem „Feld“ (wohl dem Schlachtfeld) sucht und findet.
    • Das Gedicht ist insofern erstaunlich modern, weil es einen Menschen mit romantischen Zielen und Gefühlen, aber ohne seine irdische Heimat, also in absoluter Heimatlosigkeit, zeigt.
    • Selbst die bei Eichendorff sonst immer noch gegebene himmlische Heimat ist hier kein Rückzugsort mehr.
    • Man kann das Gedicht gut mit Kafkas Parabel „Heimkehr“ vergleichen, aber auch mit „Der Nachbar“, weil sich hier auch ein Kommunikationsproblem zeigt, das möglicherweise erst größere Probleme auslöst.

    https://www.schnell-durchblicken2.de/eichendorff-rueckkehr

Allgemein: Wie findet man passende Gedichte zum Vergleich

Siehe dazu das Youtube-Video:

Wie findet man passende Vergleichs-Gedichte? (Romantik – Expressionismus) – mit Beispiel

Videolink
Der Vergleich von Gedichten aus verschiedenen Epochen ist eine beliebte Übung im Deutschunterricht. Besonders geeignet zum Vergleichen sind die Epochen der Romantik und des Expressionismus. In beiden Epochen spielen Gefühle und die Kritik an der Rationalität eine große Rolle, wenn auch in unterschiedlicher Intensität. Zum Teil verschiebt sich die Richtung auch etwas.
Gezeigt wird, wie man zum Beispiel zu Eichendorffs Gedicht „Das zerbrochene Ringlein“ ein passendes Gedicht aus der Zeit des Expressionismus findet.
Vorgestellt wird als Hilfe eine Seite, die Gedichte zum Thema Liebe schon mal auflistet:
https://www.endlich-durchblick.de/schnell-und-sicher-verstehen-gedichte-des-expressionismus/
Dort sind wir dann auf ein Gedicht von Werfel gestoßen mit dem Titel „Blick – Begegnung“. Dort geht es auch um den Verlust der Liebe, allerdings auf eine andere Weise. Damit hätte man etwas, was übereinstimmt, und etwas, was den Unterschied ausmacht.
Wer sich mit anderen Gedicht-Pärchen beschäftigen will, findet eine entsprechende Vorschlagsliste auf der Seite:
https://www.schnell-durchblicken2.de/vergleich-gedichte-expressionismus-romantik
Die Dokumentation zum Video findet sich auf der Seite:
https://wvm.schnell-durchblicken3.de/vergleich-eichendorff-ringlein-werfel-blick-begegnung/

 

Weiterführende Hinweise

Gedichte der Romantik zum Thema „Aufbruch bis hin zum Risiko“

Gedichte der Romantik zum Thema „Aufbruch bis hin zum Risiko“

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  • Eichendorff, „Abend“ („Gestürzt sind die goldnen Brücken“
    Ein Gedicht, das den Neuanfang nach einem Zusammenbruch oder Absturz einfach durch den Frühling und die entsprechende Natur sowie die alten Weisen eines Spielmanns herbeikommen lässt.
    Aufbruch, Neuanfang ja, aber die neuen Brücken bauen sich von selbst – von Risiko kein Wort.
    https://www.einfach-gezeigt.de/eichendorff-abend-gestürzt
  • Friedrich Schlegel, „Betrachtung“
    • Rückkehr zum kleinen Haus der Jugend – erinnert ein bisschen an „Green green grass of home“
    • alles ist wie früher – darum bemüht sich sogar ein Diener
    • Das wird dem Lyrischen Ich zur Mahnung: „So bleibt Beschränkung gern in tiefem Frieden“
    • Dagegen: „Den künern Geist hat immer Ruh vermieden […] Er muss auf wildem Flügel weiter eilen.“
    • Der Schluss ist wohl entscheidend – noch deutlicher als in „Frische Fahrt“ von Eichendorff wird hier dem wilden Aufbruch das Wort geredet.
  • Eichendorff, „Liebe, wunderschönes Leben“
    • Verbindung von Liebe und Leben´- primär geht es aber um die Kräfte, die einen von „Fleißig ruhigem Studieren“ abhalten.
    • Hervorgehoben wird auch hier das Lockende des Frühlings
    • Letztlich wird deutlich gemacht, dass das Lyrische Ich sich diesem Drang hingeben wird.
  • Eichendorff, Frische Fahrt
    • Ausgangspunkt ist auch hier der Frühling.
    • Hervorhehoben wird dann aber ein „magisch wilder Fluss“ als das, was er hervorbringt.
    • Für Eichendorff relativ extrem heißt es dann: „Und ich mag mich nicht bewahren … Fahre zu! Ich mag nicht fragen, / Wo die Fahrt zu Ende geht.“
    • „… es ist erstaunlich, daß Eichendorff, der konservativ lebte, eines der schönsten Gedichte romantischer Entfesselung geschrieben hat“ (Safranski, Romantik, S. 214, Näheres dazu hier.)
    • Ein Gedicht, das auch später Zeit stammt, aber eine ähnliche Aussage verfolgt findet sich hier :
      https://textaussage.de/morgenstern-auf-dem-strome
  • Novalis, „Wohin ziehst du mich“
    • Ausgangspunkt sind die „Fülle des Herzens“ und
    • der „Gott des Rausches“
    • Dann taucht die Frage auf, in welche gefährlichen Gebiete der Natur es das Lyrische Ich treiben wird.
    • Dabei will man wie Cäsar den Göttern nahe kommen.
    • Dazu will man „Unerhörte, gewaltige / Keinen sterblichen Lippen entfallene / Dinge“ sagen, also die Grenzen der schöpferischen Kreativität angehen.
    • Einige Zeilen beziehen sich auf den Weingott Bacchus und sein nächtliches Treiben.
    • Den Schluss bildet das Gefühl, dass die Natur dem Lyrischen Ich „seltsam und fremd“ begegnet – aber es bleibt das Gefühl beim Leser, dass es sich dem stellen will, alles aus ausleben will.
  • Eichendorff, „Rückkehr“
    • Das Gedicht ist hochinteressant, weil es nämlich eine missglückte „Heimkehr“ zeigt, die dann nur noch eine Rückkehr ist, die wieder zu einer Rückkehr, nämlich in die „weite Welt“ wird.
    • Dort kommt das Lyrische Ich aber auch mehr an, so dass es am Ende den Tod auf dem „Feld“ (wohl dem Schlachtfeld) sucht und findet.
    • Das Gedicht ist insofern erstaunlich modern, weil es einen Menschen mit romantischen Zielen und Gefühlen, aber ohne seine irdische Heimat, also in absoluter Heimatlosigkeit, zeigt.
    • Selbst die bei Eichendorff sonst immer noch gegebene himmlische Heimat ist hier kein Rückzugsort mehr.
    • Man kann das Gedicht gut mit Kafkas Parabel „Heimkehr“ vergleichen, aber auch mit „Der Nachbar“, weil sich hier auch ein Kommunikationsproblem zeigt, das möglicherweise erst größere Probleme auslöst.
    • https://www.schnell-durchblicken2.de/eichendorff-rueckkehr
  • Wilhelm Müller, „Der Wegweiser

 

Weiterführende Hinweise

Gedichte zum Thema „Die dunkle Seite der Romantik“

Gedichte der Romantik zum Thema: „ihre dunkle Seite“

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  • Eichendorff, Der stille Grund
    • Aufbau einer düsteren Naturszenerie mit verwirrenden Auswirkungen auf das Lyrische Ich
    • Übergang zu einem Unglück, einem gekenterten Boot. Möglicherweise hat niemand überlebt.
    • Vorstellung einer Nixe, die wohl gefährlich, ja zerstörerisch wirkt wie die Sirenen in der griechischen Sage oder wie die Loreley beim Rheinfelsen.
    • Am Ende kommt das Lyrische Ich zur Besinnung, ist ganz erschrocken. Es sind die Morgenglocken, die ihm eine Chance geben, diesen Ort der Gefahr und des Untergangs zu verlassen.
    • Interessant sind drei rhythmische Störstellen, die sehr gut zum Inhalt passen.
      Dazu gibt es auch ein Video auf Youtube: https://youtu.be/0QcdbbPXlxg
  • Eichendorff, „Die Heimat“
    • Der Wald als Ort auch der Verwirrung
    • Erinnerung zwischen schön und belastend
    • Ruhelosigkeit als Schicksal
    • auch beim „Singen“
  • Eichendorff, „Zwielicht“ – mit Erklärvideo
    • Das Schaurige des Waldes und der Träume bis hin zum Grauen
    • Die Gefährdung dessen, was man liebt – am Beispiel eines Rehs
    • dann am stärksten die Mahnung: Trau nicht mal einem Freund, denn hinter freundlichem Getue steckt sogar aggressive Heimtücke
    • etwas reduzierter Schluss, der zumindest leicht aus der Situation des „Zwielichts“ hinausführt, aber nicht alles am nächsten Morgen „neugeboren“ sein lässt: „Manches bleibt in Nacht verloren“ – und die Mahnung kann nur sein:
    • „Hüte dich, bleib wach und munter“ – auf jeden Fall kein Hinweis auf schützende Transzendenz
  • Eichendorff, „Der Schiffer“ – mit Erklärvideo
    • das Verlockende holder Weiblichkeit, das zum Aufbruch lockt
    • hinaus in eine Zauberwelt – die „mit süßem Schauer“ genossen wird
    • Einbeziehung der Todesgefahr durch die Sirenen der griechischen Sagenwelt, die mit ihrem Gesang die Seeleute so vom Kurs abbringen, dass sie dabei umkommen
    • Schlusssituation, in der das Lyrische Ich meint, dem Zauber erlieben zu müssen, was sich dann am Schluss des Gedichtes wohl auch bereits zeigt.
  • Eichendorff, „Die zwei Gesellen“
    https://www.schnell-durchblicken2.de/unt-eichendorff-zwei-gesellen

    • Balladen-artige Geschichte
    • von zwei „Gesellen“, die voller Jubel und Elan ins Leben aufbrechen
    • Dann gibt es zwei unterschiedliche Entwicklungen
    • Der eine wird Familienvater und Biedermann
    • Der andere lässt sich verlocken, gerät offensichtlich auf falsche Wege und geht unter
    • Am Ende steht das Mitgefühl des lyrischen Ichs und seine Bitte an Gott, auf dem richtigen Weg gehalten zu werden.
    • Schönes Beispiel für eine nicht gleich klare Intentionalität: Irrt nur der zweite Geselle – oder irren im Sinne der Romantik beide Gesellen?
    • Hier wird man an Goethes Faust erinnert, für den der „Herr“ die Entscheidung trifft, dass er trotz aller Irrungen als „guter Mensch“ sich des „rechten Weges stets bewusst“ bleibt.
  • Eichendorff, „Nachts“
    • Das Gedicht beginnt mit der Situation des Wanders in stiller Nacht und mit Übergangssituationen zwischen Mondlicht und grauer Umgebung bzw. zwischen dem Gesang der Nachtigall und erneuter Stille.
    • Die zweite Strophe preist den „wunderbaren Nachtgesang“ und geht dann über zum Schaurigen und Verwirrenden, das mit der Nacht auch verbunden ist.
    • Am Ende bezeichnet das Lyrische Ich sein „irres Singen“ sogar als „Rufen nur aus Träumen“.
  • Eichendorff, „Rückkehr“
    • Das Gedicht ist hochinteressant, weil es nämlich eine missglückte „Heimkehr“ zeigt, die dann nur noch eine Rückkehr ist, die wieder zu einer Rückkehr, nämlich in die „weite Welt“ wird.
    • Dort kommt das Lyrische Ich aber auch mehr an, so dass es am Ende den Tod auf dem „Feld“ (wohl dem Schlachtfeld) sucht und findet.
    • Das Gedicht ist insofern erstaunlich modern, weil es einen Menschen mit romantischen Zielen und Gefühlen, aber ohne seine irdische Heimat, also in absoluter Heimatlosigkeit, zeigt.
    • Selbst die bei Eichendorff sonst immer noch gegebene himmlische Heimat ist hier kein Rückzugsort mehr.
    • Man kann das Gedicht gut mit Kafkas Parabel „Heimkehr“ vergleichen, aber auch mit „Der Nachbar“, weil sich hier auch ein Kommunikationsproblem zeigt, das möglicherweise erst größere Probleme auslöst.
      https://www.schnell-durchblicken2.de/eichendorff-rueckkehr
  • „In der Fremde“, Eichendorff
  • Schlegel, Friedrich, „Irrlichter“
    • Insgesamt ein Gedicht, das ziemlich von oben herab und auch gehässig über eine schriftstellerische Konkurrenz „spricht“, die für Schlegel nicht genügend Qualität besitzt
    • Einstieg: Es geht um „Ungeziefer“ bzw. „Gesindel“, dem zwei Dinge vorgeworfen werden: „Nagt der Geister Ruhm“ und „Nascht vom Heiligtum“.
    • In der 2. Strophe wird es dann konkreter: Was das Lyrische Ich und wohl auch den Autor ärgert, ist ein gewisser Wankelmut, eine zu geringe Festigkeit im Bereich des Urteils.
    • Beklagt wird auch, dass das „Geheimnis“ eine zu geringe Rolle spielt, stattdessen gibt es zu viel „Schwatzen“.
    • Dazu kommt in der vierten Strophe der Vorwurf der Oberflächlichkeit und Leichtfertigkeit beim Umgang mit anspruchsvollen Themen.
    • Statt „die starke Rede / Von dem Kampf des Lichts“ zu führen, „vergöttern“ sie „jede Ausgeburt des Nichts“.
    • So entsteht eine Massenkultur, die auch ein entsprechendes Massenpublikum findet.
    • Am Ende dann das Urteil, dass diese Autoren auf jeden aktuellen Trend schnell aufspringen und für sie gilt: „Sind sie schon von Anfang fertig, / Schreiben Buch auf Buch.“
  • Tieck, „Melancholie“
    • Negativer Rückblick auf das Leben schon im Hinblick auf die Geburt
    • „Gram“, „Qualen“, „Grausamkeit“ als zentrale Bestandteile des Lebens
    • Einsamkeit: „Dich spricht kein Wesen freundlich an.“
    • „Die Liebe sei auf ewig dir versagt“
    • Im Tod „Begrüßt voll Mitleid dich das erste Glück“
  • Joseph von Eichendorff, „Nachtzauber“
    • Dies Gedicht hat vor allem vom Schluss her etwas mit der dunklen Seite zu tun. Wir präsentieren hier die komplette Vorstellung, rücken aber die Zeilen ein, die nur zum Thema hinführen.
      • Auch hier zunächst einmal – ähnlich wie bei Brentanos Brunnengedicht die Aufforderung zum Hinhören
      • Dann die Angabe einer Reihe von Sehnsuchtszielen: „Stein und Blumen“, „weit“, „stillen Waldesseen“, „Marmorbilder“, „schönen Einsamkeit“
      • Ergänzt wird das dann durch die „uralten Lieder“, die die „wunderbare Nacht“ weckt.
      • Daraus enstehen Erinnerungen an Traumbilder.
      • In der zweiten Strophe dann folgt die Frage nach der Blume, „entsprossen / In dem mondbeglänzten Grund“
      • Gesehen wird sie als „Knospe“, aus der „Junge Glieder blühend sprossen“, sie wird also als Lebenskraft gesehen.
      • Das wird dann im Folgenden vermenschlicht, wenn „Weiße Arme, roter Mund“ als Zeichen für Weiblichkeit hinzugefügt werden.
    • Das leitet über zu den Nachtigallen und zu einem traurigen Lied unerfüllter Liebe, die sogar „todeswund“ ist.
    • Inhalt der Klage sind Lieder „Von versunknen schönen Tagen“.
    • Das Gedicht endet dann mit einer erneuten Aufforderung, „zum stillen Grund“ zu kommen.
    • Der Schluss des Gedichtes lässt viel in der Schwebe: Sollen die Angesprochenen in die gleiche Situation unerfüllter Liebe und Klage kommen – kann man den Ort dann schon wirklich als „stillen Grund“ bezeichnen? Oder ist das dann ein Aufgehen in der Situation, dem Tode ähnlich, der ja vorher schon angesprochen wurde.
  • Mat2922 Chamisso, „Frühling und Herbst“ – Romantik – Gedicht – Gegensatz
    Ein Gedicht, das enthusiastisch zunächst den Frühling und seine Bedeutung für das erwachende Leben der Natur zeigt, dann aber die bereits herbstlichen Gefühle des lyrischen Ichs zeigt.
    Wenn man den Jahreswechsel aber ernst nimmt, kann man gut eine weitere Strophe anfügen, die dann nach Herbst und Winter wieder den Frühling kommen lässt – äußerlich und innerlich.

 

Weiterführende Hinweise

Gedichte der Romantik zum Thema „Politik“

Gedichte der Romantik zum Thema „Politik“

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  • Eichendorff, „Klage“
    In diesem Gedicht aus dem Jahre 1809 kritisiert das Lyrische Ich scharf die aktuelle politische und gesellschaftliche Lage und hofft auf ein Eingreifen Gottes, der das „lockere Geschlecht“ wieder zu „festem Eisen“ verarbeiten wird.
  • Novalis, „Armenmitleid“
    • Frage nach der Bedeutung bzw. Wichtigkeit der Dichtung
    • Eingehen auf die Wirkung von Dichtung
    • Konsequenz daraus: Appell an die Reichen, nicht nur zu schwelgen, sondern auch auf die Armen zu achten.
    • Begründung: Arm und Reich hat den gleichen himmlischen Vater.
  • Novalis, An mein Schwert
    • Vom Vater hat das Lyrische Ich ein Schwert bekommen, dem er jetzt nach der Übergabe das Gedicht als Lied widmet.
    • In der 2. Strophe werden die Aufgaben des Schwertes beschrieben:
      • „des Hülfbedürftgen Schutz“
      • „biete jedem Feinde Trutz“
      • „Freunden stets zu Nutz,“
      • Zerstreu der Räuber Schwarm.
    • Absage an jede Unterstützung eines Tyrannen
    • Verteidigung des Vaterlandes
    • Kampf gegen alle Befürworter von Sklaverei, bei denen moralische Schlechtigkeit angenommen wird.
    • Insgesamt zeigt das Gedicht die Übernahme von kämpferischen Aufnahme mit dem Eintritt ins Erwachsenenalter:
    • Es geht um Verteidigung gegenüber Angriffen von oben und um Verteidigung und Schutz derer, die unten sind.
    • Schöne, weil konkretere Ergänzung von Novalis, „Armenmitleid“

Weiterführende Hinweise

Gedichte der Romantik zum Thema „Nacht“

Gedichte der Romantik zum Thema „Nacht“

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  • Eichendorff, „Nachts“
    • Das Gedicht beginnt mit der Situation des Wanders in stiller Nacht und mit Übergangssituationen zwischen Mondlicht und grauer Umgebung bzw. zwischen dem Gesang der Nachtigall und erneuter Stille.
    • Die zweite Strophe preist den „wunderbaren Nachtgesang“ und geht dann über zum Schaurigen und Verwirrenden, das mit der Nacht auch verbunden ist.
    • Am Ende bezeichnet das Lyrische Ich sein „irres Singen“ sogar als „Rufen nur aus Träumen“.
  • Eichendorff, Nachts
    zum Beispiel hier zu finden:
    https://www.deutschelyrik.de/nachts.381.html

    • Deutlich wird hier, in welchem Ausmaß die Nacht der Zeitpunkt und der Wald der Ort ist, an dem man sich des göttlichen Zusammenhangs des Lebens besonders der Natur bewusst wird.
      •     Der Schatten des Waldes wird zum Rand des Lebens
      •     In den Blick genommen werden
      •     „die Länder wie dämmernde Matten“
      •     „der Strom wie ein silbernes Band“
      •     „Glocken“, die nur von ferne zu hören sind
      •     ein Reh, das erschrocken den Kopf hebt, dann aber gleich wieder einschlummert
      •     Was man sieht, erinnert das Lyrische Ich an den Herrn, gemeint ist hier wohl Gott
      •     er „segnet das stille Land“
  • Eichendorff, „Die Nachtblume“
    https://www.einfach-gezeigt.de/eichendorff-nachtblume

    • Vergleich der Nacht mit dem Meer – Kennzeichen: „verworren“
    • Übertragung auf die Unklarheit von Wünschen
    • Vergeblichkeit des Versuchs, sich dem zu entziehen – das „linde Wellenschlagen“ bleibt.

  • Grillparzer, „An den Mond“
    Hier wird der Mond mit seinem Licht als belebendes Moment beschrieben.
    Für die Natur
    Aber auch für die Schaffenskraft des Dichters.
    Dazu kommt eine tröstende Funktion bis hin zum Vergessen.
    Interessant der Vergleich der Helligkeit zwischen Mond und Sonne
    https://www.einfach-gezeigt.de/grillparzer-an-den-mond
  • Friedrich Schlegel, „Das Gedicht der Liebe“ (https://www.gedichte.ws/friedrich-schlegel#)

    • Hervorhebung der poetischen Kräfte, die in der Nacht wirken
    • Nur der Titel deutet möglicherweise auch auf Liebe zwischen Menschen hin.
    • Auf jeden Fall hat die Nacht eine besondere Bedeutung.
  • Joseph von Eichendorff, „Nachtzauber“
    1. Wir stellen hier das komplette Gedicht vor, verweisen aber vor allem auf die Punkte 9 bis 12.
    2. Auch hier zunächst einmal – ähnlich wie bei Brentanos Brunnengedicht die Aufforderung zum Hinhören
    3. Dann die Angabe einer Reihe von Sehnsuchtszielen: „Stein und Blumen“, „weit“, „stillen Waldesseen“, „Marmorbilder“, „schönen Einsamkeit“
    4. Ergänzt wird das dann durch die „uralten Lieder“, die die „wunderbare Nacht“ weckt.
    5. Daraus enstehen Erinnerungen an Traumbilder.
    6. In der zweiten Strophe dann folgt die Frage nach der Blume, „entsprossen / In dem mondbeglänzten Grund“
    7. Gesehen wird sie als „Knospe“, aus der „Junge Glieder blühend sprossen“, sie wird also als Lebenskraft gesehen.
    8. Das wird dann im Folgenden vermenschlicht, wenn „Weiße Arme, roter Mund“ als Zeichen für Weiblichkeit hinzugefügt werden.
    9. Das leitet über zu den Nachtigallen und zu einem traurigen Lied unerfüllter Liebe, die sogar „todeswund“ ist.
    10. Inhalt der Klage sind Lieder „Von versunknen schönen Tagen“.
    11. Das Gedicht endet dann mit einer erneuten Aufforderung, „zum stillen Grund“ zu kommen.
    12. Der Schluss des Gedichtes lässt viel in der Schwebe: Sollen die Angesprochenen in die gleiche Situation unerfüllter Liebe und Klage kommen – kann man den Ort dann schon wirklich als „stillen Grund“ bezeichnen? Oder ist das dann ein Aufgehen in der Situation, dem Tode ähnlich, der ja vorher schon angesprochen wurde.
  • Brentano, „Abendständchen“
    https://www.einfach-gezeigt.de/brentano-abendst%C3%A4ndchen

    • Ein Gedicht, das vor allem durch seine „Synästhesie“ (Verbindung verschiedener Wahrnehmungen) bekannt geworden ist.
    • Wir fanden vor allem interessant, wie sehr dieses Gedicht einer bestimmten Wahrnehmung und entsprechenden Empfungsreaktionen verfallen ist, so dass man den Eindruck einer gewissen „Bewusst“-„Losigkeit“ hat, was hier aber ganz mit einem auch zur Romantik gehörenden nicht-analytischen Anspruch verbunden ist.
    • Man kann auch im Sinne von Schlegel und Novalis davon sprechen, dass dieses Gedicht ein gutes Beispiel für das „Romantisieren“ ist.

Weiterführende Hinweise

Gedichte der Romantik zum Thema „Natur“

Gedichte der Romantik zum Thema „Natur“

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  • Eichendorff, „Winternacht“
    • Strophe 1: Feststellung, dass alles verschneit ist, und Traurigkeit des Lyrischen Ichs (anscheinend gibt es einen Zusammenhang zwischen äußerer und innerer Welt); dann noch die Verbindung, indem ein Baum so gezeigt wird, wie das Lyrische Ich sich fühlt.
    • Strophe 2: Bewegung kommt in diese traurige Szenerie durch den Wind, und der eröffnet dann auch eine Art Traumperspektive
    • Strophe 3: Die bezieht sich auf den kommenden Frühling und damit einer Jahreszeitenwelt, die das Lob Gottes als des Herrn einer auch menschenfreundlichen Schöpfung zeigt.
    • Der Wald als Ort Gottes und des „Gedankens Macht“
    • Freude auch an den Blitzen in der Waldesnatur
    • Aber auch Dankbarkeit für das „Rauschen sanfter Quellen“
    • Entspannung vom „Kampf der starken Triebe“ im „Drang des Lebens aus der Fülle“
    • Impulse für Poesie: „Schöpferischer Lüfte Wehen / Fühlt man durch die Seele gehen.“
    • Am Ende ein Ausgleich zwischen dem Wilden und dem Geordneten: „Freigegeben alle Zügel / Schwingt sich des Gedankens Macht / Hört in Lüften ohne Grausen / Den Gesang der Geister brausen.“
  • Tieck, „Wonne der Einsamkeit“:
    • Natur als wundervolle Gegenwelt zur Grabwelt der Städte
    • Natur als Potenzial auch von Tier-Freundschaften
    • Natur als großer Raum, in den man hineinfliehen kann
  • Eichendorff, Abschied
    • In der ersten Strophe der Gegensatz zwischen der wunderbaren Welt des Waldes und der der geschäftigen Welt
    • 2. Strophe: Fast schon in Goethes Werther-Stil eine Beschreibung der erwachenden Natur
    • 3. Strophe: Der Wald als Ort moralischer Grundierung: Dort bekommt man ‚“ein stilles, ernstes Wort“ gesagt, das einem verhilft zu „rechtem Tun und Lieben“
    • 4. Strophe: Der Abschied von dieser schönen Welt steht bevor, man muss „Fremd in der Fremde gehn“, aber: „Und mitten in dem Leben / Wird deines Ernsts Gewalt / Mich Einsamen erheben, / So wird mein Herz nicht alt.“
    • Zu diesem Gedicht gibt es auf der angegebenen Seiteauch noch ein Gegengedicht aus heutiger Zeit.

Weiterführende Hinweise

Gedichte der Romantik zum Thema „Sehnsucht“

  • Eichendorff, „Sehnsucht“
    • Das Lyrische Ich als wartendes Wesen in seiner Einsamkeit
    • Das Wandern in Verbindung mit Gesang
    • Freude an der wilden Natur
    • Freude auch an alten Gemäuern und Statuen, Überbleibseln der Vergangenheit
    • Bedeutung der Nacht für echtes Leben
  • Eichendorff, „Entschluss“
    Absage an eine zu ruhige, statische Romantik und Plädoyer für eine stürmische, die sich hohe Ziele setzt und dabei auch Risiken in Kauf nimmt.
    Verglichen mit Kafka, „Der plötzliche Spaziergang“, in dem ein Aufbruch gelingt, ganz im Gegensatz zur Erzählung „Die Verwandlung“.
    https://wvm.schnell-durchblicken3.de/eichendorff-entschluss-kafka-spaziergang/
  • „Sehnsucht“ von Ludwig Tieck
    • Frage nach dem Hintergrund, dem Kern der Sehnsucht
    • Es ist die Vorstellung einer Ferne – zwischen Sternenglanz und romantischer Atmosphäre – allerdings durchaus mit leichter Beimischung des Geisterhaften
    • Den vielen Fragen des Lyrischen Ichs, wie es sein Ziel erreichen soll, stehen vielfältige und starke „Bande“ gegenüber, dies es festhalten.
    • Letztlich ist die Sehnsucht vergänglich, bleibt nur als wiederkehrendes Gefühl erhalten.
  • Müller, Wilhelm, „Der Wegweiser“
    https://www.schnell-durchblicken2.de/gr-mueller-wegweiser
    Das Gedicht präsentiert zunächst in typisch romantischer Weise die Abgrenzung von der normalen Welt und der Sehnsucht nach der Einsamkeit in der wilden Natur. Dies wird am Ende zugespitzt, indem das Lyrische Ich nicht den Wegweisern folgt, die in die Welt der Städte zeigen. Vielmehr hat es einen inneren Wegweiser, der ihm immer vor Augen führt, dass es auf einer Straße ohne Wiederkehr unterwegs ist. Hier wird die Lebensreise auf eine beeindruckend, vielleicht auch erschreckend ernsthafte Weise mit der Endlichkeit verbunden.

Weiterführende Hinweise

Gedichte der Romantik zum Thema „Poesie“

Gedichte der Romantik zum Thema „Poesie“

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  • Novalis, „Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren“
    • Märchen und Gedichte sind mehr wert als alle Wissenschaft.
  • Eichendorff, „“Wünschelrute“
    • In allen Dingen gibt es noch ein geheimes Innenleben. Dessen Poesie kann man freisetzen, wenn man das richtige „Zauberwort“ trifft.
  • Schlegel, Friedrich, „Der Dichter“
    • Situation der Einsamkeit
    • schafft der Fantasie besondere Spielräume
    • das gilt besonders für die „heil’ge Nacht“
    • dort ist der Dichter „ins Innre der Natur gekommen“.
  • Schlegel, „Im Walde“
    • Bedeutung der Natur für das Schöpferische: Der Wald als Ort Gottes und des „Gedankens Macht“
    • Freude auch an den Blitzen in der Waldesnatur
    • Aber auch Dankbarkeit für das „Rauschen sanfter Quellen“
    • Entspannung vom „Kampf der starken Triebe“ im „Drang des Lebens aus der Fülle“
    • Impulse für Poesie: „Schöpferischer Lüfte Wehen / Fühlt man durch die Seele gehen.“
    • Am Ende ein Ausgleich zwischen dem Wilden und dem Geordneten: „Freigegeben alle Zügel / Schwingt sich des Gedankens Macht / Hört in Lüften ohne Grausen / Den Gesang der Geister brausen.“
  • Schlegel, Friedrich, „Weise des Dichters“
    • Das “Waldesdunkel” mit seinen vielen Vogelgesängen, denen wir “bezaubert lauschen”
    • Hinweis auf die Vielfalt dieser Gesänge, was Inhalt bzw. Gefühle angeht
    • Eine Quelle ist die “Sehnsucht alter Reiche”
    • Es geht um “Sinnbilder, leise, des gefühlten Wahren”
    • “Des nahen Frühlings stille Hoffnungszeichen, / die schon in helle Flammen sich entzünden”: Am Ende also der Wechsel in der Natur als Impuls auch für den Menschen
  • Novalis, „Armenmitleid“
    • Frage nach der Bedeutung bzw. Wichtigkeit der Dichtung
    • Eingehen auf die Wirkung von Dichtung
    • Konsequenz daraus: Appell an die Reichen, nicht nur zu schwelgen, sondern auch auf die Armen zu achten.
    • Begründung: Arm und Reich hat den gleichen himmlischen Vater.

Weiterführende Hinweise

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