„Krieg“ als ein trauriges bzw. schreckliches Thema – auch im Gedicht
Auf der Seite:
https://textaussage.de/themenseite-politische-lyrik
hatten wir angefangen, politische Gedichte zu sammeln.
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Aus aktuellem Anlass hat sich leider immer mehr zum Thema „Krieg“ gefunden.
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Deshalb haben wir diese Gedichte hier auf eine eigene Seite ausgelagert.
Und hoffen natürlich, dass das Thema bald an Aktualität verliert und mehr Frieden einkehrt in der Welt.
Gedichte zum Thema „Krieg“

Dies Bild mal zur Einstimmung.
Es bezieht sich auf dieses Gedicht:
Wolfgang Borchert, „Brief aus Russland“
Ein Gedicht, das zeigt, wie es den Menschen geht, die im Krieg kämpfen müssen und nur in einer Pause an eine andere Welt denken können.
https://schnell-durchblicken.de/wolfgang-borchert-brief-aus-russland
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Wolfgang Borchert, vom Drama zu einem Gedanken und dann zu einem Gedicht
Übrigens beschäftigen wir uns aktuell gerade mit Wolfgang Borcherts Drama „Draußen vor der Tür“
https://schnell-durchblicken.de/wolfgang-borchert-infos-tipps-und-materialien-leben-und-werk-themenseite
Das ist natürlich kein Gedicht, aber es hat Lars Krüsand bei der Lektüre auf diesen Gedanken und dann zu einem Gedicht gebracht:
Lars Krüsand, Ein Problem der Tradition
https://schnell-durchblicken.de/lars-kruesand-ein-problem-der-tradition
Was ist, wenn irgendwo auf der Welt die letzten nicht mehr da sind, die noch wissen, was Krieg konkret bedeutet?
Aus aktuellem Anlass:
Zentrale Klausur 2025
Dran gekommen ist das Gedicht
Sarah Kirsch, „Ende des Jahres“
Ein Gedicht zu den großen und kleinen Katastrophen
https://schnell-durchblicken.de/sarah-kirsch-ende-des-jahres
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Hierzu passt eine moderne Version von Goethes „Das Göttliche“
die deutlich macht, vor welchen Herausforderungen die Menschheit heute steht:
Auf die Vorlage sind wir hier eingegangen.
https://textaussage.de/goethe-das-goettliche
Diese Version fragt an einer Stelle, was heute daraus geworden ist.
https://schnell-durchblicken.de/lars-kruesand-das-goettliche-heute
Zunächst aber unser aktuelles Fundstück:
Gerhart Hauptmann, „Komm, wir wollen sterben gehen“
Das Spannende dabei ist, dass die KI (ChatGPT und dann auch NotebookLM mit seiner Auswertung von 10 Quellen) in diesem Gedicht Kriegsbegeisterung oder zumindest Kriegsentschlossenheit sieht.
Wir sind da als „naive“, also von wissenschaftlichen Vor-Urteilen unbeeinflusste Leser ganz anderer Meinung.
Von daher ist das ein sehr gutes Beispiel, um gängige Interpretationen zumindest in der Schule mal auf den Prüfstand zu stellen.
https://schnell-durchblicken.de/gerhart-hauptmann-komm-wir-wollen-sterben-gehen
Nun aber Gedichte in zeitlicher Reihenfolge
Dann findet man schnell etwas zu einer bestimmten Epoche.
Karl Wilhelm Ramler, „An den Frieden“
Aufklärung
https://schnell-durchblicken.de/karl-wilhelm-ramler-an-den-frieden
Claudius u Gleim Zwei Kriegslieder im Vergleich
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Gegenüberstellung zweier gegensätzlicher Positionen zum Krieg im 18. Jahrhundert: Matthias Claudius („Kriegslied“) vs. Johann Wilhelm Ludwig Gleim („Bei der Eröffnung des Feldzugs 1756“).
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Die Seite vergleicht ein frühes Beispiel für Antikriegslyrik mit einer klassischen Kriegshymne.
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Claudius nutzt eine bewusst „naive“, christlich-demütige Perspektive, um die Schrecken und die persönliche moralische Verantwortung des Einzelnen (und der Herrscher) zu thematisieren.
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Gleim hingegen vertritt die Position der hemmungslosen Kriegspropaganda („Berlin sei Sparta!“), in der der Kampf als heroische Tat zur Ehre des Preußenkönigs Friedrich II. verherrlicht wird.
- Ideal für eine Doppelstunde zum Thema „Krieg in der Lyrik“, um den Wandel von der Heldenverehrung zur Empathie mit den Opfern zu verdeutlichen.
- Das Material arbeitet hervorragend heraus, wie Claudius durch die Maske des Unwissenden („Was sollt‘ ich machen…?“) Kritik an den Mächtigen übt, ohne direkt anzugreifen.
- Die Texte eignen sich zur Untersuchung von Aufklärung und Empfindsamkeit sowie zur kritischen Auseinandersetzung mit dem Preußenkult.
https://textaussage.de/claudius-u-gleim-zwei-kriegslieder-im-vergleich
Wilhelm Klemm, „An der Front“ (1915)
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Analyse von Wilhelm Klemms „An der Front“ als zentrales Beispiel für die Lyrik des Ersten Weltkriegs.
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Das Gedicht zeigt, wie das Grauen (Schützengräben, brennende Höfe) zur alltäglichen, fast beiläufigen Kulisse wird.
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Instrumente der Vernichtung werden metaphorisch mit Naturphänomenen verknüpft (z. B. „blühende“ Schrapnellwolken).
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Soldaten erscheinen nicht als Individuen, sondern als „lehmige Infanterie“ oder reglose „Puppen“ in der Landschaft.
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Die Seite bietet eine schrittweise Interpretation der vier Strophen inklusive Hinweisen auf Lautmalerei und Perspektivwechsel.
https://textaussage.de/schnell-durchblicken-wilhelm-klemm-an-der-front
Franz Werfel, „Die Wortemacher des Krieges“
https://textaussage.de/franz-werfel-die-wortemacher-des-krieges
Dieses Gedicht kritisiert vor allem die Leute im Hintergrund, die für mehr Kriege sorgen.
Gut vergleichbar mit mit dem folgenden Gedicht, in dem es den direkten Appell an die gibt, die von den Kriegen betroffen sind.
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Bertolt Brecht, „An meine Landsleute“
https://textaussage.de/brecht-an-meine-landsleute
Gut zu vergleichen mit dem Gedicht von Werfel, „Die Wortemacher des Krieges“
Bertolt Brecht, An die Nachgeborenen
- schonungslose Abrechnung mit den negativen Erlebnissen seines Lebens: Krieg, Faschismus, Unterdrückung
- Aufdeckung der damit verbundenen moralischen Herausforderungen der Zeitgenossen
- Mahnung an heutige Menschen, das Mögliche zu tun, um eine ähnliche spätere „Abrechnung“ zu vermeiden.
https://textaussage.de/schnell-durchblicken-bertolt-brecht-an-die-nachgeborenen
Kästner, Erich „Kennst Du das Land, wo die Kanonen blühn?“
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Parodie auf Goethes Mignon-Lied als scharfe Satire gegen den deutschen Militarismus.
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Kästner verkehrt das klassische Italien-Ideal ins Gegenteil: Er beschreibt ein Land, in dem Kanonen statt Zitronen „blühen“ und die Bevölkerung in blindem Gehorsam erstarrt. Das Gedicht warnt vor der geistigen Unfreiheit und der Gefahr, dass die militärische Disziplin zwangsläufig in die Katastrophe führt.
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Hervorragendes Beispiel für die „Gebrauchslyrik“ der Neuen Sachlichkeit. Schüler lernen hier die Technik der Intertextualität (Bezug auf Goethe) kennen und können die politische Warnfunktion von Literatur in der Weimarer Republik erarbeiten.
https://textaussage.de/erich-kaestner-kennst-du-das-land
Erich Kästner, „Fantasie von übermorgen“
- In diesem Gedicht wird im Stil einer Ballade der Fall durchgespielt, dass Frauen bei einem Kriegsausbruch ihre Männer daran hindern, sich daran zu beteiligen.
- Dabei müssen sie sie sogar einsperren, um in Ruhe die Großen und Mächtigen zur Rechenschaft zu ziehen.
- Damit ist nach Meinung des Gedichtes die Kriegsgefahr gebannt.
- Eine gute Gelegenheit über mögliche männliche Befindlichkeiten bzw. Mentalitäten zu diskutieren. Aber sicher noch spannender: Nach den Möglichkeiten zu fragen, wie man heutzutage Kriege verhindern könnte.
https://textaussage.de/erich-kaestner-fantasie-von-uebermorgen
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Arne-Wigand Baganz , „Keine Unschuld in einer Welt voller Sünde“
Das Gedicht „Keine Unschuld in einer Welt voller Sünde“ von Arne-Wigand Baganz thematisiert den schmerzhaften Kontrast zwischen kindlicher Unbeschwertheit und der grausamen Vorhersehbarkeit eines Lebens, das durch Krieg und Gewalt zerstört wird,.
https://textaussage.de/arne-wigand-baganz-keine-unschuld-in-einer-welt-voller-suende
Weitere Infos, Tipps und Materialien
- Infos, Tipps und Materialien zu politischen Gedichten
https://textaussage.de/themenseite-politische-lyrik
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