Medien-Sachtexte für den Deutschunterricht – Thema „Sprache, Manipulation, Medienkritik“ (Mat825-medien-smm)

4. Sprache, Manipulation und Medienkritik

  • Diese Gruppe konzentriert sich auf das Werkzeug „Sprache“ und wie es in verschiedenen Medienformaten (auch manipulativ) genutzt wird.
  • Sprachwandel: Die Einflüsse von Social Media auf die deutsche Sprache und kritische Ansichten zur „politischen Korrektheit“ bilden eine Einheit.
  • Manipulation erkennen: Lars Krüsands Text zur sprachlichen Manipulation und die Analyse reißerischer YouTube-Titel schulen das kritische Bewusstsein.
  • Medienethik: Die Kurzgeschichte von Wohmann zur medialen Inszenierung von Leid ist hier ein starkes Beispiel.

Lars Krüsand: „Manipulation mit Sprache – und was man dagegen tun kann“

  • erklärt, wie Sprache gezielt manipuliert werden kann — etwa durch Rhetorik, Wortwahl, Andeutungen — und worauf man achten sollte.
  • zeigt typische Strategien sprachlicher Manipulation: suggestive Formulierungen, Übertreibungen, emotionale Trigger etc.
  • gibt Hinweise, wie man dem entgegentreten kann – z. B. durch kritisches Lesen, Bewusstmachung von Sprachebene und bewusste Wortwahl.
  • eignet sich besonders für Unterricht und Diskussion über Sprache, Medienkompetenz, kritisches Bewusstsein.
  • https://textaussage.de/lars-kruesand-manipulation-mit-sprache-und-was-man-dagegen-tun-kann

Anders Tivag: „Wenn die Norm zur Normierung wird – Sprachwandel im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“

Rolf Proben: „Glaube nichts, ohne …“ (Schutz vor Manipulation)

  • Warnt vor Menschen und Medien, die manipulieren oder falsche Versprechen machen.
  • Zeigt Beispiele von dreister Werbung bis hin zu Mobbing-Situationen.
  • Führt eine einfache Schutzfrage ein: „Warum erzählst du mir das?“ – als erster Schritt zum kritischen Denken.
    https://schnell-durchblicken.de/rolf-proben-glaube-nichts-ohne

Anders Freistein – Kolumne: Probleme still lösen und damit Stärke demonstrieren? (YouTube-Analyse)

Anders Freistein: „Zwischen Empörung und Erkenntnis – Kritischer Umgang mit Youtube-Videos“

Andreas Rosenfelder: „immer wieder heißt es, die Lyrik kommt zurück. aber wozu brauchen wir sie eigentlich noch?“

  • Der Artikel geht aus vom Büchnerpreis
    und fragt von dort aus nach dem Image der Lyrik heute und ihrer wahren Bedeutung.
    Hervorgehoben wird die Besonderheit von Lyrik, bei deren Lektüre laut dem Verfasser so etwas wie „ein existenzieller Kurzschluss“ eintreten kann.
    Fragwürdig und damit auch diskussionswürdig erscheint uns der abschließende Vergleich der Lyrik mit einer Programmiersprache.
    Viele Schüler werden sich aber wohl erleichtert fühlen, wenn in dem Zusammenhang auch davon gesprochen wird, dass die Lyrik „die beste Verschlüsselungstechnik“ sei, die wir haben.
    Dem kann man gut das Gedicht von Novalis entgegenhalten, der Poesie doch sehr deutlich abgrenzt von „Zahlen und Figuren“.
    Und wenn der Verfasser behauptet, dass wir in einer Welt leben, „in der unsichtbare und ungreifbare Datenflüsse das Dasein bis in seine tiefsten Tiefen durchdrungen haben“, dann stimmen wir dem gerne zu, aber das hat kaum etwas zu tun mit dem was anfangs als das Wesenskern der Lyrik aus dem 19. Jhdt zitiert worden ist: Sie sei das „punctuelle Zünden der Welt im Subjecte“
    Der Text ist zu finden auf der Seite:
    https://www.welt.de/print/die_welt/literatur/article165894268/immer-wieder-heisst-es-die-lyrik-kommt-zurueck-aber-wozu-brauchen-wir-sie-eigentlich-noch.html

Anita Hirschbeck: „Jugendliche verfallen zunehmend dem Markenwahn“ (Medienkritik an Überschriften)

Gabriele Wohmann: „Es war ein Wunder“ (Kurzgeschichte zur medialen Inszenierung)

  • Sonderfall: Eine Kurzgeschichte, die man zu einem Sachtext umwandeln könnte:
  • Kurzgeschichte über die Diskrepanz zwischen realer Leidenssituation und medialer Inszenierung.
  • Zeigt, wie ein TV-Format das Schicksal einer Familie instrumentalisiert.
  • Gut geeignet, um Medienethik, Wirklichkeitskonstruktion und Inszenierung zu thematisieren.
    https://schnell-durchblicken.de/wohmann-es-war-ein-wunder

Karin Beier: „Theater berauscht. Theater nervt“

Graffiti als Medien – sehr umstritten (Zwei Positionen)

Kira Urschinger: „Whatsapp, Facebook: So beeinflussen soziale Medien die deutsche Sprache“

Markus Reiter: „Das langsame Sterben des Kommas“

  • Ein interessanter Kommentar zum Verhältnis von Medien und Veränderungen in der Schriftkultur.
  • Sachtext über die Bedeutung des Kommas für Sinn, Lesen und Verständigung
  • Zeigt anschaulich, wie Zeichensetzung Bedeutung verändert und warum ihr Verlust problematisch ist
  • Gut geeignet für Unterricht zu Sprache, Medienwandel, Argumentation und Sprachbewusstsein
  • Gut geeignet für Unterricht zu Sprache, Medienwandel, Argumentation und Sprachbewusstsein
    https://textaussage.de/markus-reiter-das-langsame-sterben-des-kommas

Harald Martenstein: „Was ist denn schlimm an dem Wort ‚Arzthelferin‘?“

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