Sammlung von Sachtexten für den Deutschunterricht (Mat825)

Worum es hier geht:

Sachtexte spielen im Leben eine wichtige Rolle – denn sie informieren eben über Sachverhalte bzw. nehmen auch Stellung dazu.

Wir stellen hier einfach einmal interessante Texte zusammen, an denen man üben kann,

  • wie man zum einen den Inhalt knapp und möglichst systematisch zusammenfasst
  • und zur Position des Autors Stellung nimmt.

Inzwischen auf eigenen Seiten

Da sich hier im Laufe der Zeit sehr viele Materialien angesammelt haben, verlegen wir einzelne Themen auf eigene Seiten:

Hier nun Sachtexte zu weiteren Themen

  • Abiturrede im Rahmen der Abschiedsfeier des Klarfurter Gymnasiums am 22.06.2016
    https://textaussage.de/abiturrede-werdet-nicht-nur-fachleute-seid-auch-autodidakten
  • „Bhutan – im Königreich des Glücks“
    Näher vorgestellt wird diese Reportage auf der Seite:
    https://textaussage.de/klassenarbeit-reportage-bhutan-glueck
  • Esser, Barbara, „Nach Schulschluss Geld verdienen“ – zwischen Reportage, Bericht und Ratgeber
    • Beginn mit zwei Fragen: Wie findet man den richtigen Job – und wann schadet er der Schule?
    • Es kommen Einzelbeispiele aus der Praxis, die dann mit der allgemeinen Lage verglichen werden.
    • Dann gibt es Tipps zur Frage, wie man an einen guten Job kommen kann.
    • Hingewiesen wird auch auf „zwielichtige Angebote“, verbunden mit Hinweisen auf die Verantwortung der Eltern.
    • Probleme in der Schule seien eher die Ausnahme und die meisten Jugendlichen würden das verdiente Geld sinnvoll einsetzen.
    • Am Ende ein schöner Schluss, der zeigt, wie man einen Text auch gut abrunden kann. Da das mindestens einen Klick auf die Seite wert ist, verraten wir hier nicht mehr, können den Text aber sowohl als Beispiel für die Kombination von Bericht und Reportage sowie als Ratgeber empfehlen.
    • Zu finden ist der Text hier:
      https://www.focus.de/familie/freizeit/nach-schulschluss-geld-verdienen-ferien-freizeit_id_2524733.html
    • Hinweise zur Analyse und zur Erörterung des Textes finden sich hier:
      https://wvm.schnell-durchblicken3.de/barbara-esser-nach-schulschluss-geld-verdienen/
  • Haaf, Meredith, Analyse eines Sachtextes zum Thema „Gewalt gegen Frauen“
    Der Kommentar von Meredith Haaf trägt den Titel: „Gewalt gegen Frauen. Veränderung fängt bei jedem Einzelnen an. Erschienen ist er am 25.11.2020.
    Zu finden ist er im Internet auf der Seite:
    https://www.sueddeutsche.de/leben/gewalt-gegen-frauen-veraenderung-faengt-bei-jedem-einzelnen-an-
    1.5126661

    Genauere Hinweise zur Position der Verfasserin und zu einer möglichen kritischen Stellungnahme finden sich auf der Seite:
    https://www.einfach-gezeigt.de/haaf-gewalt-gegen-frauen
  • „Hass und Liebe bzw. Hassliebe“
    In ihrem Internet-Beitrag mit dem Titel „Hassliebe – Liebe und Hass“ vom 22.05.2016
    https://www.medizin-im-text.de/blog/2016/18457/hassliebe/
    geht die Ärztin Dunja Voos vom Unterschied zwischen Wut und Hass aus: Das erstere Gefühl könne schnell vergessen werden, Hass aber sei eine Art „wiederkehrende Wut“, die als festes Bild im Kopf verankert sei. Wenn sich so etwas in einer Mutter-Kind-Beziehung ergebe, dann könnte das später auf die Beziehungen zu anderen Menschen übertragen werden. Das heißt: Wenn etwas nicht so funktioniert, wie man sich das in der Beziehung wünscht, kann sich schneller Hass ergeben, als man sich das wünscht.
    Fortsetzung der Vorstellung der zentralen Gedanken auf Seite:
    https://textaussage.de/dunja-voss-hassliebe
  • Lars Krüsand, „Technik: Rückschritt statt Fortschritt“
    https://textaussage.de/klassenarbeit-sachtext-analyse-und-stellungnahme-lars-kruesand-technik-zwischen-fortschritt-und-rueckschritt

    • Der Sachtext zeigt Probleme der rasant fortschreitenden Techniknutzung im privaten Bereich auf – allerdings auf der Zeitebene von 2005.
    • Trotz seines Alters iste er aus den folgenden Gründen durchaus auch heute nochinteressant:
    • Zum einen kann man ihn erst mal aufnehmen, was die Fragen  Fortschritt und Rückschritt in der Technik angeht.
    • Dann aber kann man diesen Text aus dem Jahre 2005 auch überprüfen, inwieweit die für die damalige Zeit angesprochenen Probleme heute noch aktuell sind – wenn auch vielleicht in anderer Form.
    • Besonders kreative Schüler könnten sich von dem Text auch anregen lassen, die Problematik aus heutiger Sicht anzugehen: Der Vorteil dabei: Man kann den Gedankengang übernehmen und passt nur die Beispiele an.
    • Natürlich kann man auch die Richtung ändern und einen Gegentext schreiben.
    • Natürlich kann man sich auch an den Aufgaben einer Klassenarbeit aus dem Jahre 2005 orientieren und die Lösungshinweise verwenden, um die Analyse von Sachtexten zu üben.
  • Nawratil, Ute : „Glaubwürdigkeit in der sozialen Kommunikation.“
    Analyse und Auswertung von wissenschaftlichen Arbeiten
    2. Auflage, München 2006 (digitale Ausgabe)
    URL: http://epub.ub.uni-muenchen.de/archive/00000941/
    Erstveröffentlichung: Westdeutscher Verlag 1997.
    „Die vorliegende digitale Ausgabe entspricht inhaltlich der Erstausgabe. Es wurden kleinere Korrekturen vorgenommen, Seiten- und Fußnotennumerierung stimmen nicht mit der Erstausgabe überein..
    Dieses Werk kann durch jedermann gemäß den Bestimmungen der Lizenz für die freie Nutzung unveränderter Inhalte genutzt werden.“
  • Hennig, Korinna, Kommentar: Corona-Probleme an Schulen unbürokratisch lösen
    • NDR-Artikel vom 11.11.2020
    • Zu finden auf: https://www.ndr.de/nachrichten/info/sendungen/kommentare/Kommentar-Corona-Probleme-an-Schulen-unbuerokratisch-loesen,corona5234.html
    • Es geht vor allem um praktische Lösungen, bei denen der Staat Kreativität zeigen müsste und Geld wäre natürlich auch nötig. Aber hier würde es über die Bildung die Zukunft des Landes sichern.
    • Den Artikel kann man sehr gut vor dem Hintergrund konkreter Erfahrungen der Schüler kommentieren lassen.
    • Was die Frage des Geldes angeht, wäre es sicher gut, wenn man begleitend einige Infos zu aktuellen Rettungspaketen in der Corona-Krise mitliefert, damit die Schüle auch diesen Aspekt kommentieren können.
  • Kemper Liebe war ein großes Wort – Kommentar zu einer aktuellen kulturellen Entwicklung
    https://textaussage.de/anmerkungen-zu-anna-kemker-liebe-war-ein-grosses-wort

    Knigge und die Frauenfeindlichkeit des 18. Jhdts
    Hier findet sich Näheres:
    https://textaussage.de/knigge-und-die-frauen-auseinandersetzung

    • Reportage aus dem Jahre 2013
    • zu finden auf der Seite:
      https://www.jetzt.de/jetztgedruckt/der-feind-in-der-tasche-565014
    • Sehr gut geeignet um zu zeigen oder zu prüfen, wie eine Reportage Persönliches und Anschauliches mit Allgemeinem und Ratschlägen verbindet.
    • Deutlich wird auch, welche Motive, Situationen und Abläufe zur privaten Verschuldung führen
    • und wie man wieder herauskommen kann.
    • Nutzen kann man den Artikel auch für kritisches Lesen, denn an einigen Stellen möchte man doch mehr wissen:
      • Wieso konnten sich 8000 Euro Schulden ansammeln und für 3000 gab es nur Mahnungen.
      • Wieso wurde nur die Schwester drauf aufmerksam? Hätte sie ohne diese Schwester weitermachen können?
      • Welche Möglichkeiten haben Gläubiger?
      • Kann man im Internet leicht fast unendlich Schulden machen?
      • Wieso hat der Vater des gemeinsamen Kindes nicht gezahlt? Wieviele Frauen sind von einer solchen Situation betroffen?
      • Ist die Schuldnerberatung kostenlos?
    • Auf jeden Fall ein sehr empfehlenswerter Text.

Anregung: Der Artikel hat eine schöne Überschrift, aber keine Unterüberschrift, wie sie bei klassischen Reportagen in der Zeitung gegeben ist. Wie könnte eine solche Unter-Überschrift aussehen?

    1. Abschnitt: Anlass der Rede
    2. Lessings Wirken im Rahmen der Aufklärung
    3. Ausgehend von „Nathan der Weise“ Anmerkungen zum Kopftuchurteil des Bundesverfassungsgerichts
    4. Eingehen auf die historische Situation nach dem 30jährigen Krieg
    5. Konsequenzen für das Verhältnis von Staat und Religion
    6. Die Bedeutung auch religiöser Grundüberzeugungen für ein demokratisches Staatswesen
    7. Anfragen an den Islam, was sein Verhältnis zu Demokratie und Menschenrechten angeht
    8. Warnung vor Pauschalurteilen – bsd. auch im Hinblick auf die Kopftuchfrage
    9. Die Frage des Kopftuchs im Schulbereich
    10. Das Problem des Fundamentalismus
    11. Die Frage einer für alle verbindlichen Wahrheit
    12. Schluss: Ausblick auf einen speziellen Beweis für interreligiöse Toleranz
  • Reportage: Kathrin Hollmer, „Der Feind in der Tasche“ – Reportage zur privaten Verschuldung
    • Reportage aus dem Jahre 2013
      zu finden auf der Seite:
      https://www.jetzt.de/jetztgedruckt/der-feind-in-der-tasche-565014
    • Sehr gut geeignet um zu zeigen oder zu prüfen, wie eine Reportage Persönliches und Anschauliches mit Allgemeinem und Ratschlägen verbindet.
    • Deutlich wird auch, welche Motive, Situationen und Abläufe zur privaten Verschuldung führen
    • und wie man wieder herauskommen kann.
    • Nutzen kann man den Artikel auch für kritisches Lesen, denn an einigen Stellen möchte man doch mehr wissen:
      • Wieso konnten sich 8000 Euro Schulden ansammeln und für 3000 gab es nur Mahnungen.
      • Wieso wurde nur die Schwester drauf aufmerksam? Hätte sie ohne diese Schwester weitermachen können?
      • Welche Möglichkeiten haben Gläubiger?
      • Kann man im Internet leicht fast unendlich Schulden machen?
      • Wieso hat der Vater des gemeinsamen Kindes nicht gezahlt? Wieviele Frauen sind von einer solchen Situation betroffen?
      • Ist die Schuldnerberatung kostenlos?
    • Auf jeden Fall ein sehr empfehlenswerter Text.
    • Anregung: Der Artikel hat eine schöne Überschrift, aber keine Unterüberschrift, wie sie bei klassischen Reportagen in der Zeitung gegeben ist. Wie könnte eine solche Unter-Überschrift aussehen?
  • Schulprojekt
    Artikel, in dem ein bsd. Schulprojekt vorgestellt wird, bei dem Jugendliche und Senioren gemeinsam lernen. Bsd. interessant, dass erstere dabei die Führungsrolle übernehmen.
    https://textaussage.de/anmerkungen-zu-fritsch-mit-78-jahren-pauken

    • Schwag, Sylvia Schwag:
      Analyse einer Rezension zu dem umstrittenen Roman „Nichts“ von Janne Teller

      • Carolin Ströbele, „Fridays for Future: Hört auf, eure Kinder zu beklatschen!“
        • Wir haben den Text mal gefunden auf. Vielleicht ist er in einem Schulbuch noch vorhanden.
          https://www.zeit.de/amp/kultur/2019-03/fridays-for-future-schulstreik-klima-eltern-kinder
          Es handelt sich um einen Kommentar
        • vom 29.03.2019
        • zu den bevorstehenden Fridays-for-Future-Protesten in Hamburg
        • zur Frage der Motive und der Bedeutung der Haltung der Eltern der beteiligten Schülerinnen und Schüler.
        • Zu den Kernaussagen des Textes:
        • Hinweis auf das Missverhältnis zwischen dem elterlichen Applaus für die Fridays-Schüler und ihrem realen Verhalten
        • Vermutung, dass es sich hier um den Versuch einer Entlastung für das eigene Versagen handelt.
        • Forderung nach mehr realer Übernahme von Verantwortung durch die Erwachsenen
        • was nach Auffassung der Autorin vor allem die Inkaufnahme von Unannehmlichkeiten bedeutet,
        • denen stünde aber das Gefühl gegenüber, wirklich etwas getan zu haben.
          Nähere Hinweise zum Text und Analyse-Ansätze sowie Hinweise auf mögliche Elemente einer Stellungnahme:
          http://textaussage.com/sachtextanalyse-stroebele-fridays-for-future
        1. In diesem kurzen Text, der online auf der Internet-Seite des Kölner Stadtanzeigers verfügbar ist:
          https://www.ksta.de/david-froitzheim–ballern-statt-bueffeln–13471950
          geht es um die Auseinandersetzung mit der Kritik an sogenannten Ballerspielen.
        2. Der Text stammt aus dem Jahre 2006 und ist von jemandem verfasst worden, der selbst gerne im Internet „ballert“ und das nicht nur ganz normal findet, sondern sich auch gegen Kritik wehrt.
          Der Titel ist nicht ganz nachvollziehbar – denn nirgendwo geht es um „büffeln“ im Sinne von lernen.
        3. Das Problem des Textes ist, dass er sehr subjektiv ist und nur mit Tatsachenbehauptungen arbeitet.
          1. Angeblich gibt es bei ihm und seinen Freunden keine negativen Folgen.
          2. Sie seien ganz normal geblieben.
          3. Junge Menschen wissen angeblich, was für sie gut ist – auch die jüngsten.
        4. Die Kritik richtet sich an alle Erwachsenen, besonders Politiker und Eltern, denen vorgeworfen wird, dass sie keine Ahnung haben und nur Vorurteilen folgen.
        5. Insgesamt
          1. ein Text, der – wie schon gesagt – sehr subjektiv ist und nur mit Behauptungen arbeitet. Das ist seine größte Schwachstelle. Nirgendwo wird auf Untersuchungen von Fachleuten verwiesen.
          2. ein Text aber auch, der sicher zu Recht die Frage stellt, ob die Erwachsenen genügend mit den jungen Leuten reden, auf sie hören und auch ihre Sichtweise ernst nehmen.
          3. Allerdings bleibt am Ende die Frage, was passiert, wenn hier einfach Interessen auseinandergehen: Die Jugendlichen wollen  vor allem Spaß haben – und das offensichtlich auch am virtuellen Töten, denn „die nächsten Terroristen oder das nächste Monster“ soll lustvoll ins „virtuelle Nirwana“ geschickt werden. Die Erwachsenen haben vielleicht nicht mehr dieses jugendliche Verständnis, aber sie wissen vielleicht doch besser, welche Gefahren bestehen.
          4. Denn wenn man auf der Linie des Verfassers bleibt, dann könnte man Jugendlichen auch erlauben, schon ganz früh Spaß am Auto- oder Motorradfahren zu haben.
          5. Wenn man den Gedanken weiter verfolgt, könnte man die Frage stellen, ob es nicht vielleicht auch einen Führerschein für solche Ballerspiele geben müsste – neben einer Altersgrenze. Denn was ist mit jungen Leuten, die auch noch im Älterwerden Spaß an diesen Spielen haben?
  • David Froitzheim, „Ballern statt Büffeln?“
    • In diesem kurzen Text, der online auf der Internet-Seite des Kölner Stadtanzeigers verfügbar ist:
      https://www.ksta.de/david-froitzheim–ballern-statt-bueffeln–13471950
      geht es um die Auseinandersetzung mit der Kritik an sogenannten Ballerspielen.
    • Der Text stammt aus dem Jahre 2006 und ist von jemandem verfasst worden, der selbst gerne im Internet „ballert“ und das nicht nur ganz normal findet, sondern sich auch gegen Kritik wehrt.
      Der Titel ist nicht ganz nachvollziehbar – denn nirgendwo geht es um „büffeln“ im Sinne von lernen.
    • Das Problem des Textes ist, dass er sehr subjektiv ist und nur mit Tatsachenbehauptungen arbeitet.
      1. Angeblich gibt es bei ihm und seinen Freunden keine negativen Folgen.
      2. Sie seien ganz normal geblieben.
      3. Junge Menschen wissen angeblich, was für sie gut ist – auch die jüngsten.
    • Die Kritik richtet sich an alle Erwachsenen, besonders Politiker und Eltern, denen vorgeworfen wird, dass sie keine Ahnung haben und nur Vorurteilen folgen.
    • Insgesamt
      1. ein Text, der – wie schon gesagt – sehr subjektiv ist und nur mit Behauptungen arbeitet. Das ist seine größte Schwachstelle. Nirgendwo wird auf Untersuchungen von Fachleuten verwiesen.
      2. ein Text aber auch, der sicher zu Recht die Frage stellt, ob die Erwachsenen genügend mit den jungen Leuten reden, auf sie hören und auch ihre Sichtweise ernst nehmen.
      3. Allerdings bleibt am Ende die Frage, was passiert, wenn hier einfach Interessen auseinandergehen: Die Jugendlichen wollen  vor allem Spaß haben – und das offensichtlich auch am virtuellen Töten, denn „die nächsten Terroristen oder das nächste Monster“ soll lustvoll ins „virtuelle Nirwana“ geschickt werden. Die Erwachsenen haben vielleicht nicht mehr dieses jugendliche Verständnis, aber sie wissen vielleicht doch besser, welche Gefahren bestehen.
      4. Denn wenn man auf der Linie des Verfassers bleibt, dann könnte man Jugendlichen auch erlauben, schon ganz früh Spaß am Auto- oder Motorradfahren zu haben.
      5. Wenn man den Gedanken weiter verfolgt, könnte man die Frage stellen, ob es nicht vielleicht auch einen Führerschein für solche Ballerspiele geben müsste – neben einer Altersgrenze. Denn was ist mit jungen Leuten, die auch noch im Älterwerden Spaß an diesen Spielen haben?
  • Andreas Rosenfelder, „immer wieder heißt es, die lyrik kommt zurück. aber wozu brauchen wir sie eigentlich noch?“ (2017)
      1. Der Artikel geht aus vom Büchnerpreis
      2. und fragt von dort aus nach dem Image der Lyrik heute und ihrer wahren Bedeutung.
      3. Hervorgehoben wird die Besonderheit von Lyrik, bei deren Lektüre laut dem Verfasser so etwas wie „ein existenzieller Kurzschluss“ eintreten kann.
      4. Was das zentrale Merkmal der Konzentration angeht, stellt der Verfasser fest: „Indem die Lyrik aus der unendlichen Menge des Sagbaren immer nur das absolute Minimum auswählt, lädt sie dieses mit einem Maximum an Bedeutung auf. „
      5. Lyrik sei keine „Fluchtstrategie“, sondern „verdichtete Gegenwart“.
      6. Am Ende greift der Verfasser auf Eichendorffs Vorstellung zurück und bejaht sie: „Schläft ein Lied in allen Dingen“.
      7. Fragwürdig und damit auch diskussionswürdig erscheint uns der abschließende Vergleich der Lyrik mit einer Programmiersprache.
      8. Viele Schüler werden sich aber wohl erleichtert fühlen, wenn in dem Zusammenhang auch davon gesprochen wird, dass die Lyrik „die beste Verschlüsselungstechnik“ sei, die wir haben.
      9. Dem kann man gut das Gedicht von Novalis entgegenhalten, der Poesie doch sehr deutlich abgrenzt von „Zahlen und Figuren“.
      10. Und wenn der Verfasser behauptet, dass wir in einer Welt leben, „in der unsichtbare und ungreifbare Datenflüsse das Dasein bis in seine tiefsten Tiefen durchdrungen haben“, dann stimmen wir dem gerne zu, aber das hat kaum etwas zu tun mit dem was anfangs als das Wesenskern der Lyrik aus dem 19. Jhdt zitiert worden ist: Sie sei das „punctuelle Zünden der Welt im Subjecte“

      Der Text ist zu finden auf der Seite:

      https://www.welt.de/print/die_welt/literatur/article165894268/immer-wieder-heisst-es-die-lyrik-kommt-zurueck-aber-wozu-brauchen-wir-sie-eigentlich-noch.html

  • Warnschussarrest für Jugendliche: Schock ohne Wirkung – Panorama – SZ.de
    Ein interessanter Aspekt des Umgangs mit Jugendkriminalität
    Unsere Analyse und Tipps:
    https://textaussage.de/warnschussarrest-schock-ohne-wirkung
  • Weiland, Severin, Böllern an Silvester Her mit dem Verbot! (Spiegel, 2018)
    In diesem Kommentar wird – vor dem Hintergrund persönlicher Betroffenheit – die Frage gestellt, ob man nicht einen Ort wie Berlin schöner bzw. lebensfreundlicher gestalten könne, wenn man das Böllern zu Silvester verbietet.
    Die dann notwendigen Kontrollmaßnahmen werden verglichen mit der Kontrolle gebührenpflichtiger Parkplätze. Darüber kann man gut diskutieren, man muss sich beide Situationen nur konkret vorstellen.
    https://textaussage.de/severin-weiland-boellerverbot
  • Ivan Zovko (Praktikant bei der Badischen Zeitung), Kommentar zum Jogging-Hosen-Verbot an einer Schule
    • Es handelt sich um einen Text, den ein 21jähriger Praktikant wohl im Rahmen seiner Mitarbeit bei der Badischen Zeitung erstellt hat.
    • Er bezieht sich auf die Entscheidung einer Gesamtschul-Direktorin, das Tragen von Jogginghosen an ihrer Schule zu verbieten.
    • Der Text beginnt sehr geschickt, indem er erst mal scheinbar vom Thema abweicht und sich kritisch mit der Vorbereitung „auf das spätere Berufsleben“ beschäftigt.
    • Dann geht es direkt zum Thema „Jogginghosen“ – und die werden als Bestandteil heutiger Jugendmode verteidigt.
    • Vor diesem Hintergrund erscheint dem Verfasser das Verbot als Ausdruck eines Vorurteils, was für ihn den Idealen der schulischen Bildung widerspricht.
    • Am Ende kehrt der Verfasser geschickt zum Ausgangspunkt zurück und fordert die Direktorin auf, sich mehr den wirklichen Aufgaben der Schule zuzuwenden.
    • Zu finden ist der Text hier:
      https://www.badische-zeitung.de/mit-jogginghose-in-der-schule

Hinweise auf weitere Infos und Tipps: