Kurzgeschichte zum Thema „Ungewöhnliche Menschen“

#Ungewöhnliche Menschen

Botho Strauß, „Mädchen mit Zierkamm“

  • https://textaussage.de/anmerkungen-zu-botho-strauss-maedchen-mit-zierkamm
  • In der Geschichte geht es um eine 20-jährige junge Frau, die sehr eigenwillig lebt, sich auch ungewöhnlich kleidet und vor allem gerne mit Sprachgewalt über andere Leute herfällt – ggf. auch ohne Grund.
  • Der Zufallsfund eines Zierkamms bringt sie dazu, über ihr Leben und einen Neuanfang nachzudenken.
  • Die Geschichte ist nicht einfach zu verstehen, das erhöht aber ihren Reiz. Letztlich geht es um den Versuch, nach einer Phase der Auflehnung und Rebellion in die Gemeinschaft zurückzufinden.

Gabriele Wohmann, Ich Sperber

  • https://www.schnell-durchblicken2.de/wohmann-ich-sperber
  • Eine äußerst interessante Kurzgeschichte, in der sich eine rollenbewusste Lehrerin und ein sehr „eigensinniger“ Schüler aufeinandertreffen.
  • Diesem gelingt es, sich fast ganz aus dem vorbestimmten Schulleben abzukoppeln und in einer ganz eigenen Betrachtungswelt zu leben, indem er sich zu den Vögeln  draußen Gedanken macht und am liebsten selbst ein Sperber, also ein Jagdvogel wäre.
  • Am Ende der Geschichte wird deutlich, wie wenig die Erwachsenen begreifen, womit sie es zu tun haben: Statt eines selbstbewussten, engagierten jungen Menschen wollen sie einen, der für sie ausreichend klein und gut handhabbar ist.
  • Besonders auffallend ist der Einsatz des Inneren Monologs zur Verdeutlichung des Gegensatzes zwischen der äußeren Welt der Schule und der inneren Welt eines Schülers.
  • Siehe dazu das Video:
    https://www.schnell-durchblicken2.de/wohmann-ich-sperber
    https://youtu.be/S697nd426Xg

Maar, Paul, „Der Mann, der nie zu spät kam“

  • Es geht um einen Mann, der in seinem ganzen Leben nie zu spät gekommen ist, bis er eines Tages dafür von seinem Chef besonders gefeiert wird. Dabei gerät er so unter den Einfluss des für ihn ungewohnten Alkohols, dass sich sein Leben völlig ändert: Zum einen verschläft er am nächsten Tag – und als er dann zum Bahnhof hetzt, stürzt er auch noch auf die Gleise. Während er – der nebenbei auch noch die Fahrpläne auswendig gelernt hat, erwartet, nun vom entsprechend zu erwarten den Zug überfahren zu werden, wird er vom Bahnhofsvorsteher über die Verspätung des Zuges aufgeklärt. Daraus entsteht die neue Einsicht, dass Verspätungen auch mal nützlich sein können.
    Unser Tipp: Diese Geschichte mal so abwandeln, dass eine klassische Kurzgeschichte draus wird.
    https://schnell-durchblicken3.de/index.php/schnell-durchblicken-kurse/lernkurs-kommunikation-kurzgeschichten-karriere/208-satire-zur-kurzgeschichte-machen-paul-maar-der-mann-der-nie-zu-spaet-kam
  • Kästner, Erich, Spuk in Genf
    Es handelt sich um eine Geschichte sicher im Grenzbereich der Gattung Kurzgeschichte. Schon der Anfang hat etwas Novellistisches, wenn der Text dann für diese Gattung aber doch etwas kurz ist.
    Es geht um die gutbürgerliche Gesellschaft, die plötzlich mit einem Menschen konfrontiert wird, der einfach mal so ein Glas zerbeißt und für seine irritierende Kunstfertigkeit am Ende auch noch recht drängend eine Art Trinkgeld einsammelt. Das Ganze hat etwas von dem Zauberkünstler in Thomas Manns „Mario und der Zauberer“, wenngleich es sich dort um eine regelrechte Novelle mit sehr viel höherem Anspruch handelt.
    Die Geschichte ist Teil einer Sammlung.
  • Kunert, Günter, „Zirkuswesen“
    https://schnell-durchblicken3.de/index.php/faq/faq-kurzgeschichten/137-kunert-zirkuswesen-parabel-politik
    Parabelartige Geschichte von einem Zirkusdompteur, der zunächst seinen Tiger totbeißt und dann sein Talent an der Bevölkerung auslässt. Die wird zunächst in Angst und Schrecken versetzt, gewöhnt sich dann allerdings an ihre Rolle und wählt den Dompteur schließlich zum Bürgermeister. Als solcher sorgt er für Ruhe und Ordnung – vor allem aber bekommt das „Zirkuswesen“ Auftrieb – womit wohl diese neue Form von Herrschaft und Gefolgschaft gemeint ist. Man ahnt eine Satire auf politische Verhältnisse.
  • Kaminer, Wladimir, „Schönhauser Allee im Regen“
    In der Geschichte geht es um die Veränderungen des Lebens bei bzw. im Gefolge eines Regengusses in einer Stadt.
    Der Schwerpunkt liegt dann auf einem besonderen Spaß, das sich ein vietnamesisches Mädchen in solchen Situationen gönnt.
    Wir veranschaulichen die verschiedenen Ebenen der Geschichte in einem Schaubild und bringen auch Anregungen zum Umgang mit der Geschichte
    Wenn man möchte, kann man diese Geschichte vergleichen mit „Die rote Perücke“ von Marie Holzer.
    In beiden Fällen zeigt sich Ich-Bewusstsein mit Auswirkung auch auf andere Leute.
    Der Unterschied aber ist und dürfte bleiben, dass das kleine Mädchen mutwillig andere Menschen in Schwierigkeiten bringt, also übergriffig wird. In der Geschichte „Die rote Perücke“ ist das anders – da ist der „Herr“ zumindest potenziell übergriffig und wird stolz zurückgewiesen.
  • Holzer, Marie, „Die rote Perücke“
    http://flitternikel.onlinehome.de/holzer.html
    Ein schönes Beispiel dafür, dass Expressionismus in der Schule nicht immer „nur“ „Gedichte“ heißen muss – oder im Ausnahmefall auch Dramen. Es gibt tatsächlich auch Geschichten, die man durchaus als Kurzgeschichten verstehen kann.
    Ein Beispiel ist diese Geschichte, die den kurzen Ausschnitt aus dem Leben einer jungen Studentin präsentiert, in dem sie

    •  a. in einer Perücke in einem Schaufenster einen Zielpunkt findet für ihre Sehnsucht nach einem anderen, besseren Leben, ja nach Autonomie,
    • dabei so stark wird,
    •  dass sie anschließend einem Herrn mit nicht ganz lauteren Absichten ihren Preis diktieren kann und
      am Ende zwar nicht die Perücke schon bekommt, aber die Gewissheit hat, dass sie sie eines Tages bekommen wird.
    • Als Thema könnte man also formulieren: Die Geschichte behandelt die Frage der Gewinnung von Ich-Stärke
    • Was eine Vergleichsmöglichkeit angeht, haben wir einiges bei
      Kaminer, Wladimir, „Schönhauser Allee im Regen“
      notiert, was man als Anregung nehmen könnte.
  • Krüsand, Lars, „Der Held“
    In dieser Geschichte geht es um einen Helden, der überhaupt keiner ist, sondern eher durch Zufall in die Rolle hineingerutscht ist. Er hat dann auch einige Probleme damit und kommt auch schwer wieder aus aus der Nummer heraus. Am Ende gelingt es ihm zwar, aber auf eine Weise, die viele Fragen und Diskussionen auslösen dürfte.
  • Kurt Kusenberg, Ein verächtlicher Blick
    Eine ziemlich satirisch angehauchte Geschichte, in der es – fast im Stil von Kafkas „Schlag ans Hoftor“ um eine Lappalie geht, aus der eine richtige Folterorgie wird an allen, die einen roten Bart tragen. Das ist das einzige, woran der beleidigte Polizist sich noch erinnern kann. Der „Witz“ der Geschichte ist, dass der Mann, der den Polizisten tatsächlich verächtlich angeschaut hat, sich wegen einer anstehenden Auslandsreise den verdächigen roten Bart abnehmen lässt und problemlos vom Polizeipräsidenten persönlich den nötigen Pass bekommt. Als er doch noch in den Kreis der Verdächtigen gerät, ist das Flugzeug schneller als die Verfolger.
  • Lenz, Siefried, „Die Nacht im Hotel“
    https://www.einfach-gezeigt.de/lenz-nacht-im-hotel
    In dieser Kurzgeschichte gibt es zunächst einen außergewöhnlichen Vater. Der will nämlich seinem Sohn, der immer vergeblich auf dem Schulweg einem Zug zuwinkt, eine besondere Freude machen. Und dieser Vater hat außergewöhnlich viel Glück: Er verschläft nämlich in dem Hotel in der Stadt, wo er den Zug besteigen und seinem Sohn zuwinken wollte. Aber der Zimmernachbar hat im Gespräch seine Haltung geändert und erledigt das für ihn.
  • Rauert, Annette, Der Schritt zurück
    Die Geschichte handelt von jemand, der auf dem Zehn-Meter-Turm steht und aufgefordert wird, nun ins Becken zu springen. Der größte Teil der Geschichte besteht aus den Gedanken, die einem da durch den Kopf gehen – mit wunderschönen Beispielen für die „erlebte Rede“. Am Ende entscheidet sich hier jemand aber für das, was in seiner jetzigen Situation das Richtige ist: Er klettert wieder runter – und es gibt keinen Spott, stattdessen fühlt er sich stark, weil er weiß, zu einem späteren Zeitpunkt, nämlich zu dem für ihn richtigen, wird er auch springen.
  • Reding, Josef, Fahrerflucht
    Die Geschichte handelt von einem Geschäftsmann, der mit einem neuen Auto einen Radfahrer anfährt und dann nicht anhält, sondern einfach nur nach Hause will. Interessant ist, dass er sich nicht vor einer Strafe überhaupt fürchtet, sondern nur davor, dass während der Wochen im Gefängnis sein Geschäft leiden könnte.
    Die Wende bringt das Zeichen der Automarke auf dem Kühler, das durch den Unfall zu einem Kreuz verbogen ist. Der Geschäftsmann kehrt doch zum Unfallort zurück und korrigiert den Verletzten, der sich dafür bedankt, dass er „angehalten“ habe, mit den Worten: „Ich habe nicht, ich, ich bin nur zurückgekommen.“
  • Seuren, Günter, „Das Experiment“
    • In dieser sehr philosophisch, aber auch gesellschaftspolitisch ausgerichteten Kurzgeschichte geht es um eine grundsätzliche Veränderung der Blickrichtung und des Verhaltens:
    • Vorstellung eines Mannes, der immer rückwärts geht, wenn ihm dabei auch mehr der Wind ins Gesicht bläst.
    • Rückblick auf den Moment, in dem er gemerkt hat, welche Vorteile das Rückwärtsgehen hat
    • Frage der Zukunft dieser Veränderung: Hinweis auf die Notwendigkeit und Heranziehung eines historischen Beispiels, von einem Volk, das das Problem des Krieges auf sehr ungewöhnliche Weise gelöst hat
    • Erwartung des Mannes, dass er Aufsehen erregt und damit zum Nachdenken anregt
    • Überraschendes Ende: Der Mann, der angeblich keine Zusammenstoß-Probleme mit anderen Fußgängern hat, ist unter ein Auto geraten. Er fordert seinen Begleiter auf, es besser zu machen als er selbst.
    • Die Geschichte endet mit dem Hinweis eines Polizisten, dieser Mann sei schon der Vierte, der dieses Rückwärtsgehen ausprobiert.
  • Strobel, Arno, „Manu“
    Eine wunderbare Geschichte, die mit den Erwartungen der Leser spielt. Es geht um eine Bankangestellte, die sich ein heimliches zweites Leben gönnt. Man erwartet schnell etwas in Richtung Dominia (wohl auch vom Autor so angelegt) – am Ende handelt es sich um eine Bildhauerin, die einfach nur anonym bleiben will. Das schließt allerdings nicht aus, dass ihre Werke ohne Namensnennung vorgestellt werden.
  • Weisenborn, Günther, „Zwei Männer“
    Es geht in dieser Geschichte um das Verhalten von Menschen in Lebensgefahr in einer altertümlich wirkenden Atmosphäre. Diese ist vor allem geprägt durch eine erstaunlich stoische Gelassenheit, die Bereitschaft, den Kampf ums Überleben anzunehmen, dann aber doch der Kameradschaft den Vorrang einzuräumen. Am Ende folgt nach der Rettung ein Plädoyer dafür, sich – trotz aller Verluste – nicht unterkriegen zu lassen.
  • Harg, William M., „Der Retter“
    Weil es so gut zu der Geschichte „Die zwei Männer“ passt, fügen wir hier noch den Hinweis auf eine Geschichte ein, in der ein Hund eine besondere Rolle spielt. Am Ende ist dann auch der Mann ein ungewöhnlicher Mensch, weil ihm etwas besonders wichtig ist.
    In der Geschichte geht es um einen jungen Seemann, der als einziger den Untergang seines Schiffes überlebt und dann an einer Planke auf dem Meer treibt. Als der Schiffshund die Planke auch als Schwimmhilfe nutzen will, will der Mann ihn erst vertreiben, erkennt aber später, dass gerade die ruhige Konzentration des Hundes auf die Gegenwart ihn daran hindert, sich von seinen ängstlichen Gedanken an die Zukunft verrückt machen zu lassen. Als sie schließlich nach sechs Tagen gerettet werden, versteht der Schiffsarzt nicht, warum der Mann so darauf bestanden hat, dass auch der Hund mit aufgenommen wird.
    Insgesamt eine sehr berührende Geschichte, nicht nur für Hundebesitzer. Es geht ganz allgemein um das Verhältnis des Menschen zu allen lebenden Wesen. Man könnte mal prüfen, wo es sonst Situationen gibt, wo Tiere oder Pfalnzen Menschen seelisch oder allgemein gesundheitlich helfen. So soll es zum Beispiel therapeutisches Reiten geben und sicher vieles mehr.
    ttps://www.schule-bw.de/themen-und-impulse/individuelles-lernen-und-individuelle-foerderung/allgemein-bildende-schulen/kompetenzraster-2016/deutsch/d_nl52_3_lm_7_10.pdf
  • Gabriele Wohmann, Die Klavierstunde
    Die Kurzgeschichte „Die Klavierstunde“ erzählt aus zwei gegensätzlichen und sich am Ende doch negativ vereinigenden Perspektiven, wie ein Junge nur sehr widerwillig zu einer Klavierlehrerin geht, die selbst genau so wenig Lust auf die Stunde hat wie er. Am Ende setzt sich aber doch die Macht der Gewohnheit durch.
  • Helmut Heißenbüttel, „Ein Zimmer in meiner Wohnung“
    • In der Kurzgeschichte, die vom Ich-Erzähler zwischendurch auch mal als „Bericht“ gekennzeichnet wird, geht es um jemanden, der offensichtlich große Probleme mit der Wirklichkeit und auch mit sich selbst hat.
    • Insgesamt sind die Anleihen dieser Geschichte bei Kafka überdeutlich: Es passen sowohl der Ton als auch die irritierende Situation. Viel Ähnlichkeit gibt es mit der Kurzgeschichte „Heimkehr“.  Der Unterschied ist nur, dass man bei Kafka eine Intention spürt, während man bei Heißenbüttel nicht weiß, ob er nur sein Spiel mit dem Leser treibt.
    • Interessant sind zwei Passagen, die über Kafka hinausgehen: Zum einen gibt es eine Kaskade von nur angedeuteten Überlegungen zur Vergeblichkeit alles Tuns und Forschens, das hätte Kafka plastischer ausgemalt.
    • Zum anderen gibt es eine Spiegelpassage, die auch eher kafka-untypisch ist, denn bei dem stehen die Einwirkungen von außen und die inneren Reaktionen des Menschen im Vordergrund – sein Äußeres wird nicht zum Gegenstand der Selbstreflexion.
    • Spannend der Schluss, der über die normale Kurzgeschichte hinausgeht und eher zeigt, was zu Literatur führt, was sie leisten kann. Man könnte sagen: Sie beginnt dort, wo die Indizien aufhören.
    • Näheres dazu hier:
      https://www.schnell-durchblicken2.de/hei-zimmer-wohnung
  • Lenz, Siegfried, „Wie bei Gogol“
    • Diese recht lange (9 Seiten) Kurzgeschichte behandelt auf recht originelle Weise die Folgen eines Autounfalls, bei dem ein – so hießen sie damals – türkischer „Gastarbeiter“ verletzt wird, der in schwierigen sozialen Verhältnissen in Deutschland lebt. Eingearbeitet sind philosophische Überlegungen zur Einmaligkeit bzw. Besonderheit von Ereignissen. Ein Kollege des Ich-Erzählers behauptet nämlich, alles, „was uns vorkommt oder zustößt, sei bereits anderen vorgekommen oder zugestoßen, die Bandbreite unserer Erlebnisse und Konflikte sei ein für allemal erschöpft, selbst in einer seltenen Lage dürfe man nichtmehr als einen zweiten Aufguß sehen.“ Später verweist er dann als Beweis auf den russischen Dichter Gogol.
  • Heidtmann, „Notfalls Marmelade“
    In der Kurzgeschichte „Notfalls Marmelade“ geht es um eine Mutter, die offensichtlich in finanziellen Schwierigkeiten steckt und darauf nur mit literarischer Fantasie reagieren kann. Als sie sieht, dass ihr das auch nicht weiterhilft, hat sie das Glück, von einem Mann mit dem Auto mitgenommen zu werden, der dann ihr neuer Freund wird.
    Die Geschichte erinnert in  zweierlei Hinsicht an Eichendorffs Novelle „Aus dem Leben eines Taugenichts“. Näheres auf der Seite:
    https://www.schnell-durchblicken2.de/kg-heidtmann-notfalls-marmelade
  • Hermann, Julia, „Sonja“
    https://www.schnell-durchblicken2.de/kg-hermann-sonja
    Recht lange Kurzgeschichte, in der es um die Beziehung des Ich-Erzählers zu einer sehr ungewöhnlichen Frau geht: Einerseits will sie den Mann ganz offensichtlich, andererseits entzieht sie sich auch immer. Sex spielt von ihr aus keine Rolle, aber sie will später Kinder. Der Ich-Erzähler wiederum pflegt neben dem unklaren Verhältnis zu dieser Sonja noch eine körperlich intensive Parallelbeziehung.

Liepmann, Heinz, „Vor Gericht“

  • https://www.schnell-durchblicken2.de/kg-liepmann-vor-gericht
  • In der Kurzgeschichte geht es um einen deutschen Einwanderer, der als Kinderarzt in New York ein hohes Risiko eingeht, weil er ohne Lizenz einen schwerkranken Jungen behandelt und damit rettet. Die Solidarität vieler anderer Einwanderer und die Menschlichkeit eines Richters bewahren ihn vor einer Strafe und bringen ihm sogar Lob ein.
    Auf der angegebenen Seite gibt es noch Tipps für die Besprechung im Unterricht.

  • Röder, Marlene, „Chuck Norris und seine Freunde“In der Kurzgeschichte wird aus der Ich-Perspektive erzählt, was ein Rollsstuhlfahrer denkt, fühlt und erlebt, während er sich für eine nicht ungefährliche Mutprobe von einem Freund auf eine Halfpipe hochtragen lässt. Deutlich wird, wie wichtig es ihm ist, nicht mehr nur das freundlich behandelte, aber eben auch möglicherweise nur bemitleidete Maskottchen der Gruppe zu sein. Ben möchte für voll genommen werden und ist bereit, dafür viel zu riskieren.Besonders interessant das hier scheinbar besonders offene Ende, denn es wird nicht erzählt, wie die Geschichte ausgeht.https://www.einfach-gezeigt.de/r%C3%B6der-chuck-norris-freunde
  • Heinrich Böll, „Mein Onkel Fred“
    die ungewöhnliche Geschichte eines Kriegsheimkehrers, der es sich zunächst einige Wochen auf dem Sofa seiner Familie bequem macht, bevor er dann plötzlich unternehmerisch abstartet:
    https://www.einfach-gezeigt.de/b%C3%B6ll-mein-onkel-fred

Weiterführende Hinweise