Verfasser: D-H

Doderer, Heimito von, „Das Verhängnis“
https://textaussage.de/heimito-von-doderer-das-verhaengnis
In der Kürzestgeschichte geht es um ein Pärchen, bei dem die Frau nach kurzer Zeit mit der Wahrheit über ihren Beruf herausrücken muss. Das ist für ihn inakzeptabel und so endet die Beziehung mit den gleichen Worten, mit denen auch Schillers Ballade „Der Handschuh“ endet – dort aber aus einem ganz anderen Grund.

Doderer, Heimito von, „Der Brand“

In der Erzählung wird die intensive Liebesverbindung zwischen einem Schüler und einer Schülerin am Ende der Ferien verbunden und damit auch parallelisiert mit dem Brand eines Gebäudes. Das Besondere ist dabei, dass die körperliche Gemeinsamkeit dem Jungen plötzlich zu viel wird, das Mädchen darauf aber verständnisvoll reagiert. Offensichtlich gibt es für diese Beziehung eine Zukunft.

https://textaussage.de/heimito-von-doderer-der-brand

Domhof, Angelika, „Er hat alles, was er braucht”
In der Kurzgeschichte geht es um den unangekündigten Besuch einer Frau bei einem kranken Mann, dem seine Situation offensichtlich unangenehm ist. Zwischen den beiden Personen herrscht eine unterschwellige Spannung, die die Besucherin schließlich zum Gehen veranlasst. Am Ende gibt es dann noch ein positives Signal, als der Kranke die Besucherin bittet, die Blumen so hinzustellen, dass er sie gut sehen kann.


Die Geschichte kann man mit

Franck, Julia, „Streuselschnecke“
  https://www.schnell-durchblicken2.de/kg-franck-streuselschnecke

vergleichen. Auch dort weiß der Leser am Anfang nicht, in welchem Verhältnis die beiden Personen zueinander stehen. Auch spielt Krankheit eine Rolle.

Recht gute Interpretationshinweise gibt es hier:
  https://indexia.de/analyse-er-hat-alles-was-er-braucht-angelika-domhof/

Drawe, Anna, „Im Warenhaus“
In der Kurzgeschichte Im Warenhaus von Anna Drawe geht es um Betty Warner, eine junge Frau, die arbeitslos ist und beim Sich-Aufwärmen in einem Warenhaus die Gelegenheit nutzt, die Brieftasche eines Mannes zu stehlen.

Der informiert die Polizei, die findet allerdings nichts bei Betty, weil ihr inzwischen eine alte Dame die Geldbörse aus der Tasche gezogen hat.

Hinterher stellt sich heraus, dass es sich um die Warenhausdetektivin handelt, die Verständnis für Menschen in Not hat und sich damit begnügt, dass sie ihr versprechen, nicht wieder zu stehlen. Am Ende lädt sie Betty sogar noch zum Essen ein.

Eine schöne Geschichte, die aber zwei Dinge nicht berücksichtigt, erstens eine gewisse Verletzung ihrer Dienstpflicht bei der Detektivin und die reale Notlage, die es der jungen Frau schwer machen wird, ihr Versprechen zu halten.

Duve, Karen, „Es gibt keine niedlichen Jungs“
Kurze Episode aus dem Leben von zwei 14jährigen Freundinnen, von denen die eine sich schon für Jungen interessiert, während die andere ihr Glück noch ganz im Umgang mit Pferden sucht.
https://www.schnell-durchblicken2.de/duve–keine-niedlichen-jungs

Weitere Kurzgeschichten zum Thema „Beziehungen“ auf der Seite:
  https://www.schnell-durchblicken2.de/kg-thema-beziehungen

 

Finelli, Caro, „Die Überraschung“

Geschichte eines Studenten, der kurz nach dem Abitur fern von zu Hause merkt, dass er zu Hause doch ein ziemlich bequemes Leben hatte. Leider zieht er nur teilweise die richtigen Konsequenzen aus ersten unangenehmen Erfahrungen.

 

Fischer, Kai, „Erinnerungsangebote“
  (Einfach Deutsch, Die Kurzgeschichte auf dem Weg ins 21. Jahrhundert, 2007, S. 32/33)
In der sehr interessanten und auch unterhaltsamen Kurzgeschichte geht es um einen Ich-Erzähler, der vor der Wiederbegegnung mit seiner Ex in einen Laden flüchtet und dort gleich die Gelegenheit zum Einkaufen nutzt. Dabei erinnert er sich sich an ähnliche Situationen, als sie noch zusammen waren – und plötzlich sind die Waren „Erinnerungsangebote“, die ihn letztlich doch etwas quälend an das inzwischen vergangene gemeinsame Glück erinnern.

Weitere Kurzgeschichten zum Thema „Beziehungen“

https://www.schnell-durchblicken2.de/kg-thema-beziehungen

 

Franck, Julia, „Streuselschnecke“
  https://www.schnell-durchblicken2.de/kg-franck-streuselschnecke

  • In der Geschichte geht es um die Beziehung eines Mädchens zu seinem todkranken Vater, dem sie zwar seinen verständlichen Wunsch nach Morphium nicht erfüllen kann.
  • Dafür backt sie ihm aber eine große Menge Kuchen, womit sie ihm eine große Freude macht.
  • Am Ende wird Kritik am Verhalten der Mutter deutlich, die nicht zur Beerdigung gekommen ist.
  • Kritische Überlegungen können angestellt werden zu dem Trick am Anfang, die Beziehung des Anrufers zur Ich-Erzählerin nicht gleich offenzulegen.
    Auf der angegebenen Seite gibt es dazu Anregungen.
  • Ebenso gibt es Anregungen für ein Weiterschreiben der Geschichte.
  • Weitere Kurzgeschichten zum Thema „Familie“:
      https://www.schnell-durchblicken2.de/kg-thema-familie

 

Frerich, Hajo, „Gekonnt ist gekonnt“
  https://www.schnell-durchblicken2.de/kg-frerich-gekonnt

  • Die Geschichte zeigt an mehreren Situationen, wie auch Schüler im Gespräch mit Erwachsenen (Vater oder auch Lehrer) mal die „Nase vorn“ haben können. Es kommt eben nur darauf an, die Möglichkeiten von Kommunikation, Argumentation und Rhetorik für sich zu nutzen.

Frerich, Hajo,“Was die Welt der Elementarteilchen uns über die Liebe verrät“

In dieser Kurzgeschichte wird versucht, ein zentrales Liebesproblem zu lösen, indem man einen Vergleich aus der Atomphysik heranzieht. Dabei geht es nicht um wissenschaftliche Erkenntnis, sondern um eine harte Wahrheit.
https://schnell-durchblicken3.de/index.php/faq/faq-kurzgeschichten/151-frerich-schule-gut-kurzgeschichte
Frerich, Hajo, Wenn Schule „Schule macht“

Eine amüsante Kurzgeschichte über die Problematik von Abmachungen: Wie lange sollen sie gelten? Wann können oder sollen sie neu „ausverhandelt werden“?

 

Frerich, Hajo, Zu schnell – zu langsam
Diese Kurzgeschichte behandelt in äußerst knapper Weise das Problem der Gaffer auf Autobahnen, die zum Beispiel Rettungsgassen missbrauchen und damit im Extremfall sogar eine Rettung verhindern.

Die Geschichte lässt sich sehr gut mit Ilse Aichingers „Fenster-Theater“ vergleichen.

 

Fritz, Walter Helmut, „Augenblicke“
Bestandteil einer Aufnahmeprüfung in der Schweiz:

  • Eine 20jährige junge Frau, die schon berufstätig ist, aber noch bei ihrer Mutter lebt, leidet unter deren als Zudringlichkeit empfundenes Bemühen um ein Gespräch, um Nähe.
  • Ausführlich wird die verklemmte Situation geschildert, wenn die beiden sich im Badezimmer treffen.
  • Schließlich flieht die Tochter, will sich eine eigene Wohnung besorgen, was vorläufig scheitert.
  • Nach ihrer Rückkehr schläft die Mutter schon und die Tochter ist mit ihrem Stress allein – einem gewissen Mitgefühl mit der alten und oft kranken, zudem verwitweten Mutter und ihrem eigenen Freiheitsdrang.
  • Damit ergeben sich kontroverse Gesprächsmöglichkeiten im Unterricht.
  • Weitere Kurzgeschichten zum Thema „Familie“:
      https://www.schnell-durchblicken2.de/kg-thema-familie

Fröhlich, Pea, Der Busfahrer

In der Geschichte geht es – wie der Titel schon sagt – um einen Busfahrer, der sich immer freut, wenn eine Frau wieder einmal für fünf Stationen so hinter ihm sitzt, dass er sie im Spiegel betrachten kann. Er wagt nicht, sie anzusprechen, weiß aber alles, was er im Bus von ihr mitbekommt. Diese seltsame Beziehung endet, als die Frau eines Tages das Einsteigen verpasst, weil sie von einem Mann geküsst wird.
  ttps://www.schule-bw.de/themen-und-impulse/individuelles-lernen-und-individuelle-foerderung/allgemein-bildende-schulen/kompetenzraster-2016/deutsch/d_nl52_3_lm_7_10.pdf

 

Geiger, Susanne, „Flucht“
https://www.schnell-durchblicken2.de/kg-geiger-flucht

  • Geschichte eines Mädchens, das mehrfach versucht, aus der gewissermaßen fürsorglichen Einengung ihrer Mutter auszubrechen. Schließlich findet sie statt der großen Flucht eine kleine in den Armen eines Freundes
  • Gut vergleichbar mit Sibylle Berg, „Hauptsache weit“, was den Fluchtgedanken angeht.
  • Vergleichbar auch mit Walter Helmut Fritz, „Augenblick“, was den Versuch des Ausbruchs einer Umklammerung angeht.
  • Etwas Ähnliches gibt es in Bichsels Geschichte „San Salvador“, allerdings auf der Ebene von Erwachsenen, die bereits lange in einer Beziehung leben.

Gelsenbeck, Hanno, „Ronny und die Trauben“

https://www.schnell-durchblicken2.de/kg-gelsenbeck-ronny-trauben

In dieser Kurzgeschichte geht es um die Übertragung der alten Fabel von dem Fuchs und den Trauben auf eine heutige Situation.

Lili Grün, Man hat gelacht – Kurzgeschichte

https://textaussage.de/lili-gruen-man-hat-gelacht
Es geht um eine junge Frau, die als Sängerin bei einem Auftritt um ihre Anstellung kämpft. Deutlich wird das Auf und Ab der Gefühle und das unterschiedliche Verhalten der Mitmenschen.

Lässt sich gut auf Situationen in der Schule und im Vereinsleben z.B. übertragen.

Gruenter, Undine, „XLII“

https://www.schnell-durchblicken2.de/kg-gruenter-xlii

In der Geschichte geht es um einen Mann, der auf schon fast voyeuristische Weise Probleme in der Nachbarwohnung wahrnimmt, ohne auf den Gedanken zu kommen, einem offensichtlich kranken Menschen zu helfen. Stattdessen ergeht er sich in abgehobenen sprachlichen Bildern und wirkt dabei sehr ichbezogen.

Man kann die Geschichte sicher gut mit dem „Fenstertheater“ von Ilse Aichinger vergleichen

https://www.endlich-durchblick.de/die-besten-kurzgeschichten-kurz-vorgestellt/aichinger-ilse-das-fenstertheater/
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Harg, William M., „Der Retter“

In der Geschichte geht es um einen jungen Seemann, der als einziger den Untergang seines Schiffes überlebt und dann an einer Planke auf dem Meer treibt. Als der Schiffshund die Planke auch als Schwimmhilfe nutzen will, will der Mann ihn erst vertreiben, erkennt aber später, dass gerade die ruhige Konzentration des Hundes auf die Gegenwart ihn daran hindert, sich von seinen ängstlichen Gedanken an die Zukunft verrückt machen zu lassen. Als sie schließlich nach sechs Tagen gerettet werden, versteht der Schiffsarzt nicht, warum der Mann so darauf bestanden hat, dass auch der Hund mit aufgenommen wird.

Insgesamt eine sehr berührende Geschichte, nicht nur für Hundebesitzer. Es geht ganz allgemein um das Verhältnis des Menschen zu allen lebenden Wesen. Man könnte mal prüfen, wo es sonst Situationen gibt, wo Tiere oder Pfalnzen Menschen seelisch oder allgemein gesundheitlich helfen. So soll es zum Beispiel therapeutisches Reiten geben und sicher vieles mehr.
  ttps://www.schule-bw.de/themen-und-impulse/individuelles-lernen-und-individuelle-foerderung/allgemein-bildende-schulen/kompetenzraster-2016/deutsch/d_nl52_3_lm_7_10.pdf

 

Hemingway, Alter Mann an der Brücke

Es handelt sich um eine Kurzgeschichte, die den Spanischen Bürgerkrieg als Hintergrund hat und aus der Perspektive eines Soldaten erzählt wird, der mit einem alten Mann an einer Brücke spricht. Dieser macht sich Sorgen um seine Tiere, die er zurücklassen musste, weil die Kriegsgefahr näher rückt. Am Ende stellt der Ich-Erzähler fest, dass diesem Mann nicht mehr geblieben ist ein Tag, an dem Bombenflügzeuge wegen des Wetters nicht fliegen können und dass seine Katzen zumindest selbst für sich sorgen und die Tauben zumindest wegfliegen können.
Insgesamt eine Kurzgeschichte, die den Wahnsinn des Krieges am Beispiel des Kummers eines alten Mannes deutlich werden lässt.

 

Hemingway, Ein sauberes, gutbeleuchtetes Café

Diese etwas längere Kurzgeschichte besteht eigentlich nur aus einem Gespräch zwischen zwei Kellnern, die sich über einen alten, lebensmüden Gast unterhalten, der von selbst nicht gehen will. Die Geschichte zeigt sehr schön, wie an einem bestimmten Ort drei Menschenschicksale aufeinandertreffen können, die dann wie in einem kürzeren oder auch längeren Blitzlicht zumindest in Teilen sichtbar werden. Letztlich geht es um die Frage, was ein Mensch als Minimum braucht, nämlich ein „sauberes, gutbeleuchtetes Café“, in dem er sich sein Elend von der Seele trinken kann.

 

Hemingway, „Ein Tag warten“

  • In der Geschichte geht es um einen 9jährigen Jungen, der in Amerika Fieber bekommt, das in Fahrenheit gemessen wird, und es mit Celsius verwechselt. Er glaubt deshalb einen ganzen Tag lang, dass er mit 102 Grad (Fahrenheit) nicht überleben wird, weil er in Frankreich gehört hat, dass er mit 44 Grad (Celsius) nicht überleben könne. Die Geschichte ist vor allem brauchbar, um die Bedeutung sprachlicher und kultureller Unterschiede deutlich zu machen. Ansonsten wirkt sie etwas wie eine etwas lang gezogene (in diesem Falle familienbezogene) Anekdote und weniger wie eine normale Kurzgeschichte.
  • Anmerkungen zu dieser Geschichte einschließlich der Gattungsbestimmung zwischen Kurzgeschichte und Anekdote gibt es hier: https://www.einfach-gezeigt.de/hemingway-ein-tag-warten
  • Video mit Fragen und Antworten zu dieser Kurzgeschichte:
    Videolink
    https://youtu.be/UxBFaBu7vQk
  • Die Geschichte ist Teil einer Hamburger Prüfungsaufgabe
    —.

Hemingway, Hochzeitstag
In der auf den ersten Blick sehr fremdartig verkürzt wirkenden Geschichte geht es um einen jungen Mann, der im Kreis seiner Freunde sich noch kurz ein bisschen Mut antrinkt, bevor es dann zur Hochzeit geht. Diese selbst wird gar nicht näher beschrieben. Stattdessen geht es im zweiten Teil um die Überfahrt über einen See zu einer einsamen Hütte, in der die Hochzeitsnacht stattfinden soll.
https://www.schnell-durchblicken2.de/hemingway-hochzeitstag

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  Hermann, Judith, „Sonja“
https://www.schnell-durchblicken2.de/kg-hermann-sonja
Recht lange Kurzgeschichte, in der es um die Beziehung des Ich-Erzählers zu einer sehr ungewöhnlichen Frau geht: Einerseits will sie den Mann ganz offensichtlich, andererseits entzieht sie sich auch immer. Sex spielt von ihr aus keine Rolle, aber sie will später Kinder. Der Ich-Erzähler wiederum pflegt neben dem unklaren Verhältnis zu dieser Sonja noch eine körperlich intensive Parallelbeziehung.
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Hermann, Judith, „Zigaretten“

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  • In der Geschichte geht es wohl um eine Ich-Erzählerin, die gerade von ihrem
  • Partner verlassen wird und jetzt ihr ganzes Glück und Unglück an einer kleinen Geschichte festmacht, die ihr im Weggehen noch erzählt wird.
  • Es geht um eine Situation im Leben ihres Partners, in der er sich
  • kurzzeitig und nur situationsbedingt von seiner damaligen Freundin trennen muss und sich den damit verbundenen Schmerz erträglicher macht, indem er sich darüber freut, dass er vergessene Zigaretten
  • noch an ihrem Platz wieder findet.
  • insgesamt soll die Geschichte wohl deutlich machen, wie viel kleines und
  • auch größeres Glück es im Leben geben kann, bevor die Enttäuschungen beginnen.

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Holzer, Marie, „Die rote Perücke“

Ein schönes Beispiel dafür, dass Expressionismus in der Schule nicht immer „nur“ „Gedichte“ heißen muss – oder im Ausnahmefall auch Dramen. Es gibt tatsächlich auch Geschichten, die man durchaus als Kurzgeschichten verstehen kann.

Ein Beispiel ist diese Geschichte, die den kurzen Ausschnitt aus dem Leben einer jungen Studentin präsentiert, in dem sie

  • a. in einer Perücke in einem Schaufenster einen Zielpunkt für ihre Sehnsucht nach einem anderen, besseren Leben, ja nach Autonomie,
  • dabei so stark wird,
  • dass sie anschließend einem Herrn mit nicht ganz lauteren Absichten ihren Preis diktieren kann und
  • am Ende zwar nicht die Perücke schon bekommt, aber die Gewissheit hat, dass sie sie eines Tages bekommen wird.

Als Thema könnte man also formulieren: Die Geschichte behandelt die Frage der Gewinnung von Ich-Stärke

 

 

Hoppe, Felicitas, „Die Hochzeit“
aus: „Felicitas Hoppe, Picknick der Friseure. Geschichten, Hamburg 1996, S. 83-87)
Satirisch wirkende Darstellung einer Hochzeit, die wohl eher Interessen und Konventionen dient als der Liebe, auch wenn von der immer wieder die Rede ist.
Glücklich wirkt die Braut erst, als sie vom zunächst am Rand stehenden Sohn des Wirts mehr oder weniger entführt wird, während ihr Ehemann bereits betrunken unter dem Tisch liegt.
Am Ende aber küsst sie doch wieder den, der für sie vorgesehen ist: „aus Liebe, aus lauter Liebe, wie man in unserer Gegend meint“.
Damit wird deutlich, wie sehr es sich um Gesellschaftskritik handelt.
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Horvath, Ödön von , „Geschichte einer kleinen Liebe“

Die Geschichte zeigt einen erstaunlichen Wandel von einem egoistischen Frauenverführer, der vor allem in seinen Gedanken, aber wohl auch in seinem gesamten Verhalten meilenweit von so etwas wie echter Liebe entfernt ist, zu einem zumindest Menschen mit einer späten Einsicht, der auch vor starker Selbstkritik nicht zurückscheut

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Thomas Hürlimann, „Der Filialleiter“
(Einfach Deutsch, Die Kurzgeschichte auf dem Weg ins 21. Jahrhundert, 2007, S. 50)
Diese Geschichte kann als Gegenpol zu Kurt Martis „Happy End“ verstanden werden, denn hier muss ein Filialleiter erleben, dass sich seine Frau wegen seiner Lieblosigkeit an ihm rächt, indem sie ihre Beziehungsgeschichte ins Fernsehen bringen lässt. Erstaunlicherweise ändert sich nicht nur nichts an den Gegebenheiten dieser Beziehung, sondern beide Partner sitzen am Ende wieder einträchtig vor dem Fernseher, als wäre nichts geschehen.

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Thomas Hürlimann,

„Der Liebhaber der Mutter“

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In der Geschichte geht es

um eine Frau, die ihr kurzzeitiges Glück mit einem Liebhaber dadurch für ihre Familie entschärft, dass sie eine Art Doppelgänger ins Haus kommen lässt. Dieser ist so heruntergekommen, dass es eher

als eine Art skurriler Scherz aufgenommen wird denn als echte Gefahr. Nach einiger Zeit zerbricht zwar dieses Glück an der Realität, weil die Frau des Liebhabers etwas mitbekommt und sich scheiden

lässt, aber immerhin hat diese originelle Idee zumindest einige Zeit glücklich gemacht und vor allem zumindest bei der Frau keinen Schaden angerichtet.

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